Angekommen ?

Also ich bin jetzt schon seit über einem Mont hier in Dänemark und habe langsam das Gefühl ich bin hier angekommen und der Alltag kehrt langsam ein.

Ein „normaler“ Tag beginnt für ich um ca. halb sieben, dann frühstücke ich, mach mich fertig – das übliche wie in Deutschland halt auch – und um ca. halb acht muss ich los um meinen Bus zu bekommen und um halb neun fängt dann die Schule an. Dann habe ich dreimal die Woche bis 2 Schule und zweimal bis um vier Uhr Schule. D. h. Es unterscheidet sich nicht groß von Deutschland.

Einige Unterschiede zwischen dem deutschen und dem dänischen Schulsystem/-leben gibt es aber doch:

  • Es ist hier alles sehr viel moderner als an meiner Schule in Deutschland. Z. B. habe ich her kaum noch Bücher, aber muss dafür jeden Tag meinen Laptop mit zur Schule nehmen. Außerdem habe mir keine normale Tafel mit Kreide mehr sondern nur ein White Board (Ich glaube zumindest, dass das Teil so heißt.), das immer mit dem Laptop es jeweiligen Lehrers verbunden wird.
  • Meine Schulstunden dauern hier 100 Minuten und ich habe auch keinen regelmäßigen Stundenplan, sondern muss ihn, wie auch meine Hausaufgaben, im Internet, auf „Lectio“, einem Programm, das in ganz Dänemark von den Schulen genutzt wird, nachgucken. Da sind wir wieder bei dem Punkt, dass es hier moderner ist.
  • Man schreibt hier außerdem keine Klausuren zur Leistungsüberprüfung. Anstatt denen bekommt man große Hausaufgaben auf die sich „aflevering“ nennen auf, die man dann über „Lectio“ bei seinem Lehrer einreichen muss. Allerdings werden am Ende jeden Schuljahres Prüfungen geschrieben.
  • Ich dachte immer in Deutschland hängen ziemlich viele im Unterricht am Handy rum, aber wir sind nichts gegen die Dänen. Da alle einen Laptop haben sind sie quasi immer online und sind auch die ganze Zeit am schreiben, gucken in Onlineshops nach neuen Klamotten oder gucken sogar YouTube Videos und die meisten Lehrer stört das herzlich wenig.

Um die Sprachprobleme zu lösen hat meine Organisation einen Sprachkurs angeboten in dem noch ca. 20 weitere Austauschschüler (auch von anderen Organisationen) und ich in die Geheimnisse der dänischen Sprache eingewiesen werden. In dem Kurs haben wir eigentlich immer Spaß und da dort auch Oldies, also Austauschschüler, die schon seit Januar/Februar in Dänemark sind, teilnehmen kann man auch Erfahrungen austauschen und hören. Außerdem sind wir zum Beispiel gestern noch länger in Odense geblieben und sind etwas essen gegangen, um noch etwas in der Gruppe zu machen

Aber mit meinem dänisch läuft es langsam, aber sicher. Dafür, dass ich als ich her gekommen bin beinahe keine Vorkenntnisse hatte kann ich jetzt schon eine Menge verstehen und kann auch kurze Sachen sagen. Allerdings mache ich es mit meinen Freunden in der Schule eher so, dass sie mit mir auf dänisch reden und ich dann auf englisch antworte. Aber der große Unterschied zwischen der Schreibweise und der Aussprache macht das Lernen nicht einfacher. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie einfach ein anderes Wort gesagt haben.

Langsam aber sicher kommt auch der Herbst und im Vergleich zu den doch sehr sonnigen ersten Wochen regnet es sehr viel und ist auch bedeutend kälter geworden, aber das kennt man ja auch aus Norddeutschland.

Dieses Lied ist zwar eine norwegische Version, aber wir haben damit trotzdem sehr viel Spaß im Dänischunterricht 😀

Ich lebe noch – sogar sehr gut !!

Jetzt hab ich mich schon über zwei Wochen nicht gemeldet und es ist eine Menge passiert (:

Also ich bin jetzt schon 17 Tage in Dänemark und 10 Tage in meiner Gastfamilie und seit einer Woche gehe ich nun schon in die Schule.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Dänemark die richtige Entscheidung war, da ich auf dem Land, irgendwo im nirgendwo, nur von Feldern umgeben, wohne und das im Moment einfach nur toll aussieht und es so süß ist wie sogar auf die Folie vom Salat und den Gurken der Dannebrog gedruckt ist 😀

Aber fangen wir erst mal mit dem Arrival Camp an: Das Arrival Camp war in Dänemark im Vergleich zu den meisten anderen Ländern ziemlich lang, nämlich eine ganze Woche, aber es hat echt Spaß gebracht, wir habe eine Menge dänisch gelernt und jetzt kenne ich Leute aus der ganzen Welt. Die „Jugendherberge“ (oder wie auch immer ich es nennen soll (:), bestehend aus einem großem Aufenthaltshaus und kleinen, roten Holzbungalows, war echt schön gelegen, außerhalb von Ry (in der Nähe von Silkeborg) an einem See und mitten im Wald.

Am Mittwoch sind auf den höchsten Punkt Dänemarks, dem Himmelbjerg, der gerade mal 147 m hoch ist, gelaufen und haben die Aussicht genossen.

Dann am Samstag haben wir endlich unsere Gastfamilie getroffen. Am Morgen wurde erst einmal ein riesiger Stress gemacht und am Ende haben wir noch 2 Stunden Zeit gehabt in den wir einfach nichts mehr gemacht haben und in der wir alle vor Aufregung halb gestorben sind und jetzt wo ich erst 9 Tage hier bin, fühle ich mich schon wie zu Hause.

Die Schule beginnt hier freundlicherweise erst um 8.30 Uhr, aber ich an die Stundenlänge von 95 Minuten muss ich mich noch gewöhnen. Außerdem ist die Schule hier in Dänemark sehr viel moderner als an meiner Schule in Deutschland und ich nehme hier jeden Tag meinen Laptop mit zur Schule. Leider glaube ich, ich werde noch an der Kombination aus Mathe und Computer noch zugrunde gehen, weil ich halt total das Klische bestätige und mit beidem nicht klarkomme 😀

Mein Dänisch hat sich zwar schon verbessert, aber verständigungsfähig ist was anderes. Ich hoffe, dass das schnell wird, weil dann auch dann auch das mit dem Freunde finden leichter wird, da die meisten Dänen sich nicht richtig trauen mit mir Englisch zu sprechen.

Noch vier Stunden…

bis ich im Zug nach Hamburg sitze, von wo alle YFU- Dänemarkfahrer zusammen mit dem Bus zu einem Arrival-Camp fahren und ich meine Familie, meine Freunde und meine Heimatstadt erstmal für elf Monate nicht sehen werde.

Gestern Nachmittag dachte ich noch ich werde nie fertig mit Koffer packen, aber irgendwie habe ich es doch noch geschafft und ich bin so unendlich froh, dass wir mit dem Bus fahren, weil doch recht viel zusammen gekommen ist 😀

Erstaunlicher Weise bin ich eigentlich fast gar nicht aufgeregt und geschlafen habe ich auch sehr gut 😀

Ich freue mich grade so unglaublich darauf, dass wir wahrscheinlich schon in  zehn  Stunden dänischen Boden unter den Füßen habe 😀

Mange hilsener, Jasmina

 

Hej, jeg hedder Jasmina

Ich heiße Jasmina, bin 15 Jahre alt und wohne zusammen mit meinen beiden kleinen Schwestern und meinen Eltern in einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein. Aber bald, um genau zu sein in 17 Tagen, breche für ca. 11 Monate in unser wunderschönes Nachbarland Dänemark auf. Um genauer zu sein fahre ich nach Hjadstrup, ein kleines Dorf im Norden der Insel Fünen, zu meiner Gastfamilie, die aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und meinen beiden kleinen Gastbrüdern (8 und 11 Jahre) besteht.

Ich habe mich schon immer für fremde Kulturen und andere Länder interessiert und deshalb stand auch schon so früh für mich fest, dass ich ein Austauschjahr machen will, weil man ein Land viel besser kennenlernt, wenn man komplett in die Kultur eintaucht.

Um ehrlich zu sein hatte ich Dänemark nur als Zweitwahl angegeben und war zuerst ein wenig skeptisch als ich eine Woche nach meinem Auswahlgespräch die Bestätigung für Dänemark bekommen hab. Doch mittlerweile freue ich mich einfach nur noch riesig darauf endlich in mein Austauschjahr zu starten.

Die Vorbereitungszeit hat für mich zwei Seiten. Einerseits freue ich mich riesig auf Dänemark, doch andererseits merke ich auch wie meine Zeit in Deutschland weniger wird und ich eigentlich noch so viel machen muss und möchte. Natürlich nervt es teilweise den ganzen Papierkram auszufüllen, aber eigentlich freue ich mich jedes Mal, wenn etwas neues von YFU im Briefkasten ist, weil ich dann jedes Mal merke das mein Traum näher rückt.

Das tollste an meiner Vorbereitungszeit war meine Vorbereitungstagung, durch die meine Vorfreude nur noch verstärkt wurde. Ich habe dort unglaublich viel gelernt, hatte so viel Spaß und habe eine Menge neuer und netter Leute kennengelernt, die in der selben Situation sind und genauso denken wie ich.

Nach meiner Vorbereitungstagung gab es wirklich nichts anderes mehr an das ich denken konnte. Dänemark hier, Dänemark da… Ich bin einfach nur hin und weg.

Mir wird jedes Mal, wenn ich jemandem erzähle, dass ich ein Austauschjahr in Dänemark mache, gesagt: „Was willst du denn in Dänemark?! Das ist doch gleich nebenan und dort ist es auch nicht anders als hier. Und außerdem was willst du mit Dänisch anfangen? Das spricht doch niemand!“ Am Anfang wusste ich selbst nicht so genau was ich auf diese Frage antworten soll, doch mittlerweile weiß ich es ganz genau. Ich finde Dänemark ist ein unheimlich interessantes Land, auch wenn oder gerade weil es nicht weit weg ist. Viele kennen Dänemark nur aus dem Urlaub, aber ich möchte Dänemark unbedingt auch aus der Sicht der Einheimischen kennenlernen. Die Meisten wollen in ihrem Austauschjahr so weit wie möglich von zu Hause weg, aber wenn man mal darüber nachdenkt ist es viel einfacher wenn man nicht so weit weg fährt, da man nach dem Austauschjahr seine Familie und Freunde viel einfacher besuchen kann, weil man nicht jahrelang auf einen Flug sparen muss. Außerdem ist Dänisch eine tolle Sprache und die dänischen Häuser und Städte sind einfach nur toll.

Die erste Woche meines Austauschjahres werde ich einem Arrival Camp mit vielen anderen Austauschschülern verbringen. Ich freue mich schon total meine Leute wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen, es wird bestimmt richtig toll!

Ich hoffe und glaube das es ein super tolles Jahr wird und die Zeit in Dänemark für immer unvergesslich bleiben wird.

Ich möchte diesen Blog schreiben, weil ich mehr Leute für Dänemark begeistern möchte und auch die Schüler, die sich schon für Dänemark entschieden haben, an meinem Austauschjahr teilhaben lassen.

 

Farvel, Jasmina