Unidad Educativa Particular Mixta Hermano Miguel

Das ist der komplette Name meines „colegios“. Ich fühle mich dort mittlerweile richtig richtig wohl und immer, wenn ich in der Stadt jemanden mit der Uniform sehe, denke ich ‚wie schön, jemand von „meiner“ Schule‘.

[singlepic id=486 w=560 h=400 float=]
Mit diesem Transport, „buseta“ genannt, werde ich jeden Tag vor meiner Haustür abgeholt und den ungefähr 500m weiten Weg direkt bis vor das Tor meiner Schule gefahren, welches man auch im Hintergrund sieht. In diesen Wagen passen ungefähr 15 Schüler, aber es ist meistens ziemlich eng.

Dann betrete ich den Schulhof, ab und zu steht am Eingangstor die Inspektorin und kontrolliert, ob man auch ordentlich die Uniform trägt. Vom Eingangstor aus sehe ich dann das:
[singlepic id=490 w=560 h=400 float=]
Ich empfinde die Schule als ziemlich groß. Rechts geht das Gebäude nochmal ein ganzes Stück weiter und links hinter dem Fußballplatz auch. Ich sehe jeden Tag so viele Schüler, die ich noch nie gesehen habe und entdecke neue Räume, obwohl ich schon über einen Monat jeden Tag zur Schule gehe. Die Jüngsten hier sind ca. 4 Jahre alt, die ältesten 19. Das liegt daran, dass es in meiner Schule sowohl einen „jardin“ (Kindergarten), als auch die „escuela“ (Grundausbildung), als auch das „colegio“ (weitere Bildung) gibt.

[singlepic id=501 w=560 h=400 float=]
Das ist mehr oder weniger das Hauptgebäude, mein Klassenzimmer ist rot eingekreist. Wenn ihr ganz oben ins Fenster guckt, seht ihr einen meiner Klassenkameraden, der über der Schule wohnt und mir gerade aus dem Fenster gewunken hat.
[singlepic id=494 w=560 h=400 float=]
Das ist dann der Eingang zu meinem Klassenzimmer. Es ist hier so üblich, dass jede Klasse ihren eigenen Raum hat und die Lehrer die Schüler in ihrem Klassenzimmer aufsuchen. Es gibt in Ecuador staatliche Schulen, die kostenlos sind und private Schulen, für die man monatlich einen gewissen Betrag bezahlen muss. Wer es sich leisten kann, schickt sein Kind auf eine der Privatschulen. Mein „cole“ ist eine Privatschule, was aber nicht zwangsläufig heißt, dass es dort immer ganz ordentlich und gesittet zugeht. Nach dem Kindergarten geht man 10 Jahre zur Schule, das nennt sich „Educación General Básica“, der Name erklärt sich denke ich von selbst. Wer sich dann noch weiter bilden möchte, für den Eintritt in die Universität, der schließt noch 3 Jahre „bachillerato“ an. Dabei wählt man eine bestimmte Fachrichtung. Bei mir gibt es z.B. „Soziales“, „Rechnungswesen“, „Informatik“, „Chemie“ und mich hat man, wie ihr ja schon wisst, einfach in Informatik gesteckt.

[singlepic id=495 w=560 h=400 float=]
[singlepic id=496 w=560 h=400 float=]
So sieht mein Klassenzimmer aus, bevor der Unterricht beginnt. Danach stehen dann die Tische komplett durcheinander oder umgedreht. Die Tür bleibt während des Unterrichts eigentlich immer offen, da ständig irgendwelche Lehrer, Inspektoren oder Schüler reinkommen. Das ist mein Platz..
[singlepic id=498 w=320 h=240 float=]
Ich bin einigermaßen froh, weit vorne zu sitzen, da ich weiter hinten überhaupt nichts verstehen könnte und so wenigstens ein bisschen vom Unterricht mitbekomme. Die Schule beginnt um 7 Uhr, dann hat man 3 Stunden durchgängig Unterricht. Es folgt die erste Pause von 20 Minuten, in denen man auch auf den Hof gehen und sich sportlich betätigen oder einfach etwas essen und entspannen kann. Dann schließen sich weitere 3 Stunden an, worauf wieder 20 Minuten Pause folgen und zum Schluss hat man nochmal 2 Stunden, sodass man am Ende auf 8 Stunden täglich kommt.
[singlepic id=499 w=560 h=400 float=]
Hier ist noch ein Bild mit Uniformen, das Mädchen links trägt die normale Uniform, die beiden anderen die Sportuniform.

In den letzten Wochen haben die Schüler hier jeden Tag Examen geschrieben, manchmal 3 am Tag. Das war für mich ab und zu ein bisschen langweilig, weil ich nicht mitschreiben durfte und daher nur dasitzen und warten konnte, bis die anderen fertig waren. Ein einziges Mal hat mich der Englischlehrer mitschreiben lassen, damit ich nicht nur dasitze.  Jetzt allerdings haben wir 2 Wochen Ferien um uns von den Strapazen der vielen Examen zu erholen.

Als letztes Bild seht ihr jetzt noch mich mit ein paar Jungs aus meinem Kurs. Ich trage deshalb keine Uniform, weil an diesem Tag der „Schwur auf die Flagge“ stattgefunden hat und wir Austauschschüler nicht teilnehmen durften. Darüber schreibe ich sicher nochmal
etwas, denn dieses Erlebnis war schon etwas Besonderes. Aber erstmal sollte es um die Schule gehen.
[singlepic id=500 w=560 h=400 float=]
Die ist übrigens jeden Tag 13.30 Uhr zu Ende, dann muss ich auf meine „buseta“ warten und werde wieder nach Hause gebracht.

 

Ich hoffe, dieser Eintrag war euch nicht zu lang, ich wollte euch nur gerne meine Schule vorstellen und wie das hier so läuft.
Es drückt euch
Maria