Noch 7 Wochen

Hallo ihr Lieben,

ein wenig Zeit ist vergangen, seitdem ihr das letzte Mal von mir gehört habt. Nächste Woche sind meine 3-monatigen Ferien zu Ende und irgendwie verging diese Zeit doch relativ schnell. Ich kann mich schon fast nicht mehr daran erinnern, wie es ist, zur Schule zu gehen. 😉
Auch wenn die Ferien sicherlich nicht wahnsinnig spannend sind, dachte ich, es könnte dennoch den Ein oder Anderen interessieren, was ich in letzter Zeit erleben konnte.

Im April nahm mich meine Gastfamilie mit in den Urlaub. Das Ziel: eine riesige Hotelanlage im Norden Perus, die von Machala ca. 3 Autostunden entfernt liegt. Als ich im Vorfeld einigen Ecuadorianern von dieser Reise erzählte, musste ich mir teils sehr negative Aussagen über die Peruaner anhören. Sie seien schlechte Menschen, Diebe, ihr Essen schmecke nicht und ich solle bloß auf meine Sachen aufpassen. Bereits vor einiger Zeit ist mir schon aufgefallen, dass einige Ecuadorianer nicht besonders positiv zu ihrem Nachbarland eingestellt sind. Doch dem Urlaub tat das keinen Abbruch, wir verbrachten schöne Tage und ich genoss ganz besonders das Meer und den Strand.

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Ein anderes schönes Erlebnis war für mich die Arbeit in einem Kindergarten. Im März begannen zwei Freundinnen und ich, in einem staatlichen Kindergarten hier in Machala, zu helfen. Ähnlich wie bei den Schulen gibt es private und staatliche Kindergärten. Während die privaten Einrichtungen einen Beitrag von den Eltern erheben, sind die staatlichen kostenlos. Ich arbeitete von Anfang an in der Gruppe mit den jüngsten Kindern, sie sind ungefähr ein Jahr alt. Zu Beginn fühlte ich mich noch ab und zu etwas unsicher, da ich nicht so recht wusste, wie ich in manchen Situationen handeln sollte, doch mit der Zeit fand ich mich immer mehr in die Arbeit hinein und habe es am Ende wirklich sehr genossen, auf die Kleinen aufzupassen, mit ihnen zu spielen, zu essen oder zu tanzen. Die ecuadorianischen Kindergärten sind den deutschen ziemlich ähnlich, vielleicht ein wenig einfacher, aber der Umgang mit den Kindern ist unheimlich liebevoll und herzlich. Eventuell werde ich die Arbeit nach den Ferien weiterführen.

Ich kann diesen Teil des Austauschjahres nur jedem empfehlen!!

Wie ihr schon dem Titel entnehmen konntet, bleiben mir nur noch sieben Wochen hier in Ecuador. Nicht besonders viel, wenn ich mir überlege, wie viel schon hinter mir liegt..

Mal sehen, was mich in meinen letzten Wochen hier noch erwartet, ich blicke der letzten Zeit gespannt entgegen. Gleichzeitig freue ich mich wahnsinnig auf zu Hause und auf alles, was ich in den letzten Monaten doch mehr oder weniger vermisst habe.

Ich wünsche euch allen einen schönen Frühling und bis bald!
Eure Mari