La ruta del sol – eine wunderbare Reise

Falls ich vor dieser Reise noch nicht vollkommen davon überzeugt davon war, dass Ecuador ein wunderschönes Land ist, so bin ich es spätestens jetzt zu 100%.

Ich war mit YFU für eine Woche lang auf Reise und ich würde diese Woche als eine der schönsten meines Auslandsjahres bezeichnen. Wir fuhren auf die „Ruta del sol“ (Sonnenroute), welche man im Prinzip als eine Route von der nördlichen Pazifikküste Ecuadors bis hinunter in den Süden beschreiben kann.

Wir Leute aus Machala fuhren bereits in der Nacht mit dem Bus nach Quito, sodass wir morgens um 7 Uhr schon ankamen. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Stadt, wir besuchten Märkte, aßen zum ersten Mal seit langem wieder vertrautes Essen, gingen durch die Straßen und genossen einfach die freie Zeit. Quito ist wirklich eine tolle Hauptstadt, fast überall hat man die Berge vor oder hinter sich, wenn man Glück hat, strahlt die Sonne vom Himmel und beleuchtet alles rundherum. Ich freue mich schon sehr darauf, diese tolle Stadt bald noch genauer kennen zu lernen.

[singlepic id=631 w=560 h=400 float=]

Ein Kunsthandwerksmarkt in Quito

[singlepic id=632 w=560 h=400 float=]

Abends saßen wir noch gemütlich in einem Park

Über Nacht fuhren wir dann zu unserer ersten Unterkunft: Puerto López. Das Erste, was wir sahen, als wir aus dem Bus ausstiegen, war Meer, Strand, Fischerboote, Palmen, es war wie im Traum. Gleich nachdem wir in die Zimmer gezogen sind, konnten wir zum Strand und baden gehen. Obwohl ich an der Küste Ecuadors wohne, war ich noch nie im Meer und es war einfach nur ein unheimlich glücklicher Moment, in die Wellen zu springen und das Wasser zu genießen.

[singlepic id=633 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=634 w=560 h=400 float=]

Eine Kokusnuss, die am Strand herumlag

[singlepic id=635 w=560 h=400 float=]

Puerto López ist ein kleines Fischerdorf, welches in einer Bucht liegt und vor allem vom Fischfang und dem Tourismus lebt. Es war unheimlich idyllisch, die alten, kleinen Fischerboote am Strand liegen zu sehen und die größeren Fischkutter auf dem Meer stehen. Dieses Dorf hatte einen umwerfenden Charme.

Am Nachmittag fuhren wir in eine kleine Kommune namens „Agua Blanca“. Dabei handelt es sich um eine kleine Gemeinschaft von Menschen, welche in einem Naturreservat leben. Zunächst schauten wir uns ein Museum an, in welchem uns die Geschichte des Dorfes erklärt wurde, denn früher lebte dort ein indigener Stamm. Anschließend gingen wir durch das Reservat, sahen bunte Vögel, Wildschweine und Ziegen, die einfach herumliefen und hatten traumhafte Ausblicke. Der Höhepunkt war aber die Lagune, die sich in der Mitte des Reservats befand. Man roch sofort, dass es sich um eine Schwefellagune handelte, doch das Wasser war sehr angenehm und der Schlamm soll sehr gut für die Haut sein, weswegen sich alle komplett damit einschmierten.

[singlepic id=636 w=560 h=400 float=]

Das kleine Dorf, rechts eine Kirche

[singlepic id=637 w=560 h=400 float=]

Die Schwefellagune

[singlepic id=638 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=639 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=640 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=641 w=560 h=400 float=]

Wir hatten Glück, dass die Sonne schien, so bekamen wir einen atemberaubenden Ausblick zu sehen.

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Boot ungefährt 2 Stunden aufs Meer hinaus, um die „Isla de la plata“ (Insel des Silbers) zu besuchen. Diese Insel wird auch „Galapagos für Arme“ genannt, da es ähnliche Tiere und Vegetation gibt. Zunächst mussten wir eine Weile bei großer Hitze bergauf gehen, wurden aber dafür mit fürstlichen Ausblicken belohnt. Außerdem bekamen wir Blaufußtölpel zu sehen, die es sonst fast nur auf den Galapagos-Inseln gibt. Ganz besonders schön, war die Aussicht, die wir schließlich hoch über dem Meer bekamen. Die Sonne strahlte und ließ das Meer hellblau leuchten, die Wellen brachen sich an den schwarzen Felsen und bildeten weiße Kronen, es war einfach wundervoll.

[singlepic id=642 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=643 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=644 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=645 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=646 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=647 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=648 w=560 h=400 float=]

Die „Isla de la plata“

[singlepic id=649 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=650 w=560 h=400 float=]

Ein Blaufußtölpel, blaue Füße kriegt er aber erst im Laufe seines Lebens, die Küken haben schwarz-graue Füße.

[singlepic id=651 w=560 h=400 float=]

Die wundervolle Aussicht

[singlepic id=652 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=653 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=654 w=560 h=400 float=]

Mit Lina, einer lieben Freundin.

Die Insel hat es mir ganz besonders angetan, vor allem der unglaubliche Ausblick auf’s Meer. Anschließend fuhren wir mit dem Boot noch ein Stück um die Insel herum und durften schnorcheln gehen. Es gab nicht wahnsinnig viel zu sehen, aber ein paar schöne Korallen und vereinzelte bunte Fische waren schon dabei. Danach bekamen wir sogar noch Schildkröten zu sehen, angelockt von kleinen Melonenstückchen. Sie schwammen ganz nah an unserem Boot und man konnte sie richtig gut sehen.

[singlepic id=655 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=656 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=657 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=658 w=560 h=400 float=]

Dieser Ausflug war so unglaublich beeidruckend und ich hoffe, diese Bilder werde ich niemals vergessen.

Am nächsten Morgen besuchten wir den Nationalpark Pacoche. Es war fast ein wenig Dschungelähnlich. Dort bekamen wir zunächst gezeigt, wie man eine traditionelle Hühnchenspeise mit Reise in einem traditionellen Ofen macht. Danach sahen wir, wie man einen Ecuador-Hut herstellt. Die Welt kennt ihn als „Panama-Hut“, aber diese bezeichnung ist falsch, da der Hut aus Ecuador kommt und auch dort hergestellt wird. Es ist ein monatelanger Prozess, einen Hut zu machen, weshalb die Hüte auch nicht gerade günstig sind. Schließlich bekamen wir noch zu sehen, wie man Zuckerrohrpflanzen auspresst, durften den Saft probieren und konnten danach die Herstellung eines bestimmten Zuckers beobachten.

[singlepic id=659 w=560 h=400 float=]

Der traditionelle Ofen…

[singlepic id=660 w=560 h=400 float=]

…und das darin zubereitete Gericht.

[singlepic id=661 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=662 w=560 h=400 float=]

Über dieses Holzstück gebeugt flechtet man die Ecuador-Hüte.

[singlepic id=663 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=664 w=560 h=400 float=]

Das Maultier geht immer im Kreis um die Pressmaschine herum, wodurch der Saft aus dem Zuckerrohr gepresst wird.

[singlepic id=665 w=560 h=400 float=]

Zuckerrohrsaft

[singlepic id=666 w=560 h=400 float=]

Und die Herstellung eines besonderen Zuckers.

Den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand von Manta. Mit Kokusnuss und ganz viel baden.

[singlepic id=667 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=668 w=560 h=400 float=]

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Puerto López und machten uns auf in Richtung Montañita, einem Traumstrand für Surfer und ein Örtchen, das durch Einfachheit und unheimlich viele Stände mit Kunsthandwerk verzaubert. Doch vorher besuchten wir noch eine Kirche, die hoch über dem Meer lag und fast ganz offen war, sodass man immer das Meer im Blick hatte.

[singlepic id=669 w=560 h=400 float=]

Danach besuchten wir noch ein „Wassermuseum“, in welchem es Schildkröten, Fische, Krebse usw. zu sehen gab. Außerdem ein Seelöwe und Pinguine. Das gefiel mir nicht ganz so gut. Der Guide meinte zwar, die Tiere wären krank, aber so ganz überzeugt hat mich das nicht.

[singlepic id=670 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=671 w=560 h=400 float=]

In Montañita verbrachten wir dann den ganzen Nachmittag. Die Wellen waren im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend, noch nie habe ich in so hohen Wellen gebadet. Am Abend fuhren wir dann nach Salinas, der Endstation der Ruta del Sol. Dort bekamen wir Abendessen bei cubanischer Musik und gingen anschließend alle zusammen in eine Bar.

Am letzten Tag brachen wir gleich morgens mit dem Bus zu einer Insel auf, welche tausende Vögel bewohnen. Die Vögel sind aber nicht besonders ansehnlich, viel spannender war, was wir danach erlebt haben. Wir konnten Delfine beobachten, ganz nah an unserem Boot. Sie spielten, sprangen sogar mal aus dem Wasser, leider waren sie zu schnell, um Fotos zu machen.

Abends schauten wir uns noch Guayaquil an, die größte Stadt Ecuadors. Wir liefen am Malecón entlang, einer Art Promenade direkt am Fluss, besuchten den Park der Leguane, eine Kathedrale und stiegen zuletzt 444 Treppenstufen zu einem Leuchtturm hinauf.

[singlepic id=672 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=673 w=560 h=400 float=]

[singlepic id=674 w=560 h=400 float=]

Und mit diesem Abend war die Reise auch schon zu Ende. Am nächsten Morgen verließen wir alle wieder die Stadt in Richtung „zu Hause“. Ich hätte nie gedacht, dass Ecuador SO viel zu bieten hat und bin völlig überwältigt von der Schönheit dieses Landes. Aber vor allem hat diese Reise mich wahnsinnig glücklich gemacht, mich mal abgelenkt, von allem, was mich in Machala belastet und mir Freude und Kraft gegeben für die nächste Zeit. Diese positiven Gefühle möchte ich mir so lange wie möglich bewahren und die wunderbaren Eindrücke, die ich sammeln durfte, begleiten mich hoffentlich noch eine ganze Weile. Ich danke meiner Familie ganz doll dafür, dass sie mir diese tollen Tage ermöglicht haben.

Ich hoffe, dieser Eintrag war nicht zu lang oder zu langweilig, ich wünsche allen, dass sie den Winter zu Hause genießen können.
Liebe Grüße,
Maria