Spring Break und die letzten zwei Monate!

Hello guys,

während Deutschland das sommerliche Wetter genießt, kann ich mich nur an die Wärme der Sonne aus Florida erinnern. In diesem Blogeintrag werde ich über mein Spring Break berichten, über meine Geburtstagsfeier und euch außerdem erzählen, wie es ist zu wissen, dass man in weniger als 2 Monaten nach Hause fliegt.

Ende März hatten wir Spring Break und meine Gastfamilie hat sich dazu entschieden die lange Autofahrt runter nach Florida in Kauf zu nehmen, um auch nur für eine Woche den kalten Winden von Ohio zu enfliehen. Denn das mit dem Wetter ist hier wirklich so eine Sache. Man kann sich auf warme Tage nie verlassen, denn im nächsten Moment könnte schon ein neuer Schneefall warten. Angekommen in Destin, Florida hat aber niemand mehr auch nur einen Gedanken an Schnee verloren, sondern sich einfach nur der strahlenden Sonne erfreut.

Unser Apartment war direkt am Meer und der Strand in nur ein paar Minuten zu erreichen. Die Sonne hat jeder genossen, wobei ich es vielleicht ein wenig übertrieben habe. Lebensweisheit Nummer 1: Gehe in Florida nie ohne Sonnenschutz aus dem Haus. Denn selbst im März wird dich diese Sonne zerstören. Rot, wie eine Krabbe habe ich die nächsten Tage dennoch sehr genossen. Wir haben sehr viele neue Restaurants besucht, sowohl auch Zeit am Strand zusammen verbacht. Außerdem gibt kaum etwas schöneres als seinen Geburtstag am Strand zu verbringen.

Doch all diese Familienzeit war wohl nicht genug, denn Dad hat sich dazu entschieden mit uns Tiefseefischen zu gehen. Bevor noch die Sonne aufging, standen wir schon am Hafen und waren bereit uns unser Abendessen zu verdienen. Doch an diesem Tag war es besonders windig und man konnte die Wellen des Mexikanischen Golfes schon von Weitem sehen. Deswegen kommt hier meine Lebensweisheit Nummer 2: Gehe niemals auf ein kleines Boot, wenn die Wellen so aussehen, als würden sie das Boot sofort verschlucken. Es kam, wie es kommen musste: Alle wurden Seekrank, außer natürlich Dad, der das alles sogar zu genießen schien. Das Resultat war dennoch für keinen zufriedenstellend, denn das Boot musste umkehren, auf Grund von dem starkem Wellengang.

Zurück in Ohio wollten meine Schwester Abby, die nur drei Tage nach mir Geburtstag hatte, und ich diesen noch unbedingt nachfeiern. Eingeladen haben wir alle unsere Freunde und wir hatten wirklich einen wunderschönen Abend. Unser Motto war ‘International’ und das haben besonders Victor und Takumi, Austauschschüler aus Frankreich und Japan, genossen. Am Ende des Abends hat mich Victor gefragt, ob ich sein Date beim Prom sein möchte, was der Abschlussball ist und ich habe natürlich ja gesagt.

Spring Break, Geburtstagsfeier uns bald ist schon Prom – wie schnell doch die Zeit vergeht. Im Auslandjahr kann man kaum schnell genug einen Moment einfangen, so schnell ist er schon wieder vorbei. Zwei Monate ist alles was mir noch bleibt und dann sitze ich im Flugzeug wieder nach Hause. Zurzeit merke ich immer mehr, was ich an Deutschland alles vermisse. Wer mir in Deutschland besonders fehlt. Ich erinnere mich zurück an mein Leben vor dem Auslandsjahr. Ein Leben, welches ich für eine solch lange Zeit geführt hatte, nur um es zu verlassen und hier ein komplett neues auf Zeit anzufangen. Und ehrlich gesagt, macht mir der Gedanke daran nach Hause zu gehen auch Angst. Denn dieses Auslandsjahr hat mich innerlich so verändert, so geprägt, mir die Augen geöffnet. Und in Deutschland scheint alles gleich geblieben zu sein.

Zwei Monate ist keine lange Zeit mehr. Ich führe ein Leben zwischen Trauer, all das bald verlassen zu müssen und mein amerikanisches Leben als eine werdende Erinnerung zu akzeptieren. Aber auch zwischen unglaublicher Freude auf meine Familie und Freunde, auf meine Freiheit und auf mein Leben in Deutschland, welches ich nur wegen dieser Erfahrung mit neuen Augen sehen werde.

Ljuba

 

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