Halbzeit und vieles anderes

Ende Januar hatte ich die Chance für 3 Tage mit meiner Gastfamilie nach Washington D.C. zu fahren um an dem Pro-Life March  (eine Demonstration gegen Abtreibung) teilzunehmen. Von St. Louis, Missouri nach Washington D.C. fährt man ungefähr 15 Stunden mit dem Auto. Eine lange Reise die sich für mich absolut gelohnt hat. Am ersten Tag haben wir alle Gedenkstätten auf der sogenannten American Mall angeschaut und waren bei D.C. Cupcakes, einer Cupcake Bäckerei über die es eine TV-Show hier in Amerika gibt. Am zweiten Tag hatte ich die Chance, die Original Amerikanische Verfassung zu sehen. Dies hat mich sehr beeindruckt. Vor allem durch den Geschichtsunterricht habe ich inzwischen sehr viel darüber gelernt und verstanden. Anschließend haben wir an der Demonstration gegen Abtreibung teilgenommen. Abends konnten wir noch das Weiße Haus besichtigt (mein  persönliches Highlight) und anschließend noch das American History Museum angeschaut. Washington D.C. ist wirklich eine wunderbare und für mich als Europäerin moderne Stadt.

Im Februar gab es eigentlich nichts Besonderes, außer dass wir 3 Snow Days und somit keine Schule hatten. Snow Days sind Tage an denen es geschneit hat und da hier niemand Winterreifen hat, ist es zu gefährlich mit dem Auto in die Schule zu fahren. Das Wetter hier in Missouri ist total verrückt. Im Januar hatten wir teilweise über 20 Grad und im Februar Schnee. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es hier nie richtig kalt ist. Denn obwohl es Schnee hatte, habe ich noch kein einziges Mal meine Winterjacke benutzt.

Letzten Montag hat die „Track season“ für mich begonnen (Leichtathletik). Das heißt, dass ich nun jeden Tag bis zum Ende des Schuljahres nach der Schule Training habe. Deswegen komme ich nun jeden Tag um 5 Uhr (anstatt 3 Uhr) von der Schule nach Hause. Das ist für mich ein ziemlich langer Schultag. Zudem muss ich auch noch meine Hausaufgaben bewältigen und für die vielen Klassenarbeiten und Tests lernen.

Außerdem hat mein 2. Halbjahr angefangen. Ich bin nun schon seit über 7 Monaten in Amerika und ehrlich gesagt fühlt es sich immer noch an, als sei ich gerade erst angekommen. Es gibt jeden Tag neue Dinge die ich über Amerika lerne und neue Dinge an die ich mich anpassen muss. Aber ich liebe immer noch jede Sekunde davon.