Die kindliche Schul-Rückkehrsfreude!

Gerade habe ich nochmal ordentlich Sonne getankt, um dann auch wirklich vorbereitet zu sein, sollte der Herbst nun schon bald einbrechen. Doch die heissesten Monate sind nun schon vorbei, der Januar, der Februar, und man merkt deutlich, dass es am Abend wieder frueher dunkel wird. Nun, mit dem zu Ende gehen meines wohl laengsten Sommer ging, puenktlich zum ersten Montag des Maerzes, die Schule wieder los! Ich war freudig aufgeregt, wie ich es als kleines Kind vor Schulbeginn war, und putzte am Sonntag eifrig meine Schuhe!

Gluecklich nach ehrlich langer Zeit wieder in die Uniform zu schluepfen, wartete ich dann Punkt 7, anbrechender Daemmerung, auf den Schulbus. Der erste Schultag war mit Euphorie verbunden! Alle waren gluecklich, alle wieder zu sehen, und unter vielen Umarmungen, Sommer-Erzaehlungen, Wiedersehens-Bemerkungen fanden wir nur schwer zur Ruhe. Dementsprechend war der erste Schultag entspannt, und den paar Sachen, denen wir unterrichtstechnisch folgten, folgte ich mit ganzer Aufmerksamkeit. Fuer dieses Halbjahr moechte ich am Unterricht mehr teilhaben, indem ich mich wirklich ganz verantwortlich mache; d.h. jeden Test mitzuschreiben, ohne dann, mehr als hin und wieder, meine besondere Stellung als Austauschschueler zu nutzen und die Zeit des Chemie-Tests andersweitig zu fuellen.

So habe ich in den letzten Tagen auch alle Wissenueberpruefungen freudig mitgemacht und mich den neuen Lehrern garnicht mal mehr besonders vorgestellt, auch wenn dann auf Grund meines wohl unausprechbaren Nachnamens dann doch immer nochmal nachgefragt wurde.

Fuer dieses zweite Halbjahr bin ich mit voller Power dabei. In diesen Tagen… fuehle ich mich von dieser wunderbaren Sinnesgebung begleitet, nach der ich mich ueber heute genauso freue, wie ueber morgen; habe genauso Lust, die Momente in 3 Wochen zu leben, oder die in 4 Monaten, wenn ich schon wieder in Deutschland sein und den naechsten Sommer geniessen werde!

Das ist toll.

Die letzte Zeit der Ferien habe ich reisend verbracht, den kleinen Sueden Chiles kennengelernt, wohin ich auch mit YFU nochmal reisen werde. Habe viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht, sie immer lieber gewonnen. Es passierte mir auch die ersten Male, dass ich aufrichtig und von innen her, Trauer verspuert habe, diesen Ort, dieses Zuhause, in schon so weniger Zeit wieder verlassen muessen zu werden.

Nun ist Essenszeit angesagt und bald Schlafenszeit, um morgen schon mit Energie in die Vorlaeufer des ersten Wochenendes zu starten! Die herzlichsten, sonnenwarmen Chile-Gruesse schicke ich zu Euch herueber in die ferne Heimat!