Välkommen till Sverige

Jetzt bin ich wirklich da!

Es fühlt sich unwirklich an, endlich das zu tun, auf das ich mich so lange vorbereitet habe. Als das Flugzeug auf die Startbahn gerollt ist, dachte ich: So, jetzt fängt es richtig an. Aber ich konnte es nicht ganz glauben. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben.

Am Flughafen in Stockholm wurden wir von den „Leaders“ empfangen, die das Arrival Camp leiten. Nach einer kurzen Autofahrt kamen wir schließlich auf eine kleine Insel im Mälarsee, wo das Camp stattfand. Für mich gab es dort nicht sehr viele neue Informationen, da es vor allem um die schwedische Kultur ging. Vergleicht man Detuschland und Schweden, sind da nun mal wesentlich weniger Unterschiede als zwischen den USA und Schweden. Aber es war schön, mit so vielen Jugendliche von so unterschiedlichen Orten an einem Fleck zu sein.

Am Samstag wurde es dann ernst: viele von uns mussten schon morgens abreisen, um rechtzeitig zu ihren Familien zu kommen. Andere – wie ich- wurden abgeholt. Nachdem die Koffer gepackt und das Haus geputzt war, mussten wir immer noch zwei Stunden warten, bis wir unsere Familie treffen konnten. Dabei waren sie alle schon da- sie hatten ein Treffen am selben Morgen in einem anderen Gebäude. Wir spielten also zwei Stunden lang Spiele und hatten genügend Zeit, um so richtig nervös zu werden: Wie soll ich sie begrüßen? Was sage ich bei der Heimfahrt? Was, wenn ich sie nicht erkenne?

Letztendlich war es soweit und wir durften alle zusammen zu unseren Familien, die auf einem kleinen Platz warteten. Jeder wusste, das dieser Moment einer der eindrücklichsten im gesamten nächsten Jahr werden würde. Nach einigem Starren und Suchen fand ich dann auch meine Gastmutter und meine jüngste Gastschwester. Wir fuhren zusammen nach Hause, wo ich meine andere Gastschwester und meinen Gastbruder kennenlernte.

Heute schließlich war mein Geburtstag. Ich wurde morgens von meiner Familie mit einem Lied geweckt und habe Geschenke und Kuchen am Bett bekommen. 🙂

Mittags waren wir baden und gegen Abend habe ich mit meinen Gastgeschwistern Blaubeeren im Wald gesammelt. Es war ein wirklich schöner, wirklich schwedischer Geburtstag 😉

Übermorgen beginnt die Schule und ich bin sehr gespannt, wie ich mich dort schlagen werde…