Minnesota, State One Act Festival…

Minnesota- sehr gewöhnungsbedürftig im Winter!

Mir wurde erzählt das sogar im deutschen Fernseher Nachrichten über die Rekord Kälte kam!
Tatsächlich war es hier kälter als auf dem Mars. Wir hatten für eine Woche Temperaturen um-50 Grad Celcius. Also geht man eigentlich nicht raus. Aber wenn man, wie ich, immer noch die Hühner füttern muss, muss man sich Millionen Lagen anziehen und sich rausquälen.
Wenn man kochendes Wasser hoch wirft gefriert es bevor es den Boden berührt, das ist schon ziemlich witzig!!

Die letzte Zeit hier war ziemlich ereignisreich aber auch sehr stressig.
Ich war Student Director in One Act.
One Act ist eine Theatercompetition bei der Schulen ein Theaterstück vorbereiten und dann gegeneinander antreten.
Es gibt bestimmte Richtlinien:
Das komplette Set muss in 10×10 feet passen und in 10 Minuten aufgebaut und abgebaut werden können
Das Stück darf nicht länger als 35 Minuten dauern und und und…

Unser Stück ist “And They Dance Real Slow in Jackson” und es ist echt gut. Hier mal eine Zusammenfassung:

In Jackson, a small town in rural Indiana, Elizabeth Ann Willow lives with her father and mother. Crippled at birth with polio, Elizabeth Ann is confined to a wheelchair and must wear leg braces, which cuts her off from the other children and prevents her regular attendance at school. Although she tries to reach out and make friends, Elizabeth Ann is increasingly isolated from and then taunted by the others, whose small-town prejudices are reinforced by a polio scare, of which Elizabeth Ann is a chilling embodiment. Comprised of a brilliantly conceived mosaic of interlocking scenes which move back and forth in time, with four performers portraying a varied assortment of children and townspeople, the play captures not only the moving story of Elizabeth Ann’s inexorable descent into madness, but also the small-mindedness and unfeeling callousness of her fellow townspeople—whose fear of the unknown or abnormal makes them the unintentional agents of her destruction. Culminating in a chilling scene in which Elizabeth Ann’s leg braces are torn from her by a frenzied mob, the play becomes in the final essence a moving and poetically evocative plea for understanding and compassion in a world where prejudice and casual cruelty are too often the norm.
(http://www.dramatists.com/cgi-bin/db/single.asp?index=0&key=1200)

Wir haben um die vier Wochen trainier, dann waren schon SUb Sections.
Wir haben uns um 5 Uhr getroffen unser Set in den Truck geladen und sind zwei Stunden zu der Schule gefahren wo die SUb Sections stattfanden. Dann haben wir den Truck entladen, alle Kostüme in unseren Raum gebracht und angefangen uns vorzubereiten. Das heisst ich habe den Schauspielern mit ihrem Make Up geholfen. Sowohl Jungen als auch Mädchen bekommen Wings (Linien die man mit Eyeliner macht und die am Ende des Auges sind. Sie sollen das Auge größer machen), Rouge, Mascara und Lippenstift. Das nennt man Stage Make Up. Danach mussten alle ins Kostüm. Wir waren die zweite von acht Schule, das heisst ich bin ins Theater, weil ich ja nicht ein Schauspieler bin, sondern mehr so Assistentin des Direktors. Die Schauspieler haben dann das Set aufgebaut und aufgeführt. Ich war noch nie so nervös!
Dann haben sich alle umgezogen und wir haben für den Rest des Tages die anderen Schulen angeguckt.
Als dann alle Shows vorbei waren hat sich die Jury, aus drei leuten bestehend, beraten. Dann ist eine Frau auf die Bühne gekommen. Da der erste und zweite Platz weiterkommen, hat sie zuerst den zweiten Platz bekannt gegeben. Eine andere Schule. Dann hat sie den ersten Platz bekannt gegeben: And our first place at Sub Sections 7A is East Central High School” Das war das beste Gefühl im Leben. Wir haben Medaillen bekommen und unseren Award. Und haben gefeiert.

Den darauffolgenden Samstag hatten wir dann die nächste Stufe: Sections an unserer eigenen Schule. Also mussten wir den Truck nicht laden oder entladen. Auch diesen Tag waren wir wieder früh. Dritter von Sechs. Wieder das Gleiche: Make Up, Kostüm, Set aufbauen und los… Es war die beste Performance die wir jemals hatten. Aber alle anderen Schulen waren auch toll! Also hieß es warten!
Am Nachmittag nach allen Shows und der Beratung der Jury kam unsere Direktorin, die Managerin dieser Veranstaltung, auf die Bühne. Bei Section rückt nur der erste Platz auf zu State, was das höchste ist das man erreichen kann. Der zweite Platz waren unsere größten Konkurrenten, Wir hielten alle unsere Hände und waren so nervös. Dann machte unsere Direktorin eine lange dramatische Pause und gab den ersten Platz bekannt: East Central High School. Wir gehen zu State.
Das war einer der besten Tage in meinem Leben. Am Montag hat uns die ganze Schule beglückwünscht!

Schon am Mittwoch Nachmittag sind wir dann mit gepackten Sachen für zwei Übernachtungen in die Hauptstadt von Minnesota gefahren und haben in einem Hotel übernachtet. Wir haben am pool geprobt und sind dann ins Bett. Am Donnerstag hatten die größeren Schulen ihre Shows und wir haben es angeguckt. Bei State gibt es übrigens nur Star oder nicht Star das heißt nicht 1. oder 2. Platz. Am Donnerstag Abend hatten wir unsere letzte Probe und sind früh ins Bett. Wir haben am nächsten Morgen das make Up im Hotel gemacht und sind los. Unsere Performance war toll und es war super, in so einem riesen Theater (Bühne eines Colleges) zu sein. Leider haben wir nicht gestarred aber bei State gild: Dabei Sein ist Alles! Es war eine echt tolle Erfahrung, die Leute bei One Act sind die besten, wir waren in einem Hotel, hatten echt viel Spaß, haben jeden Tag zweimal im Hotel gegessen. Es war genial!

SOnst ist in der letzten Zeit nicht wirklich viel passiert, weil ich so viel mit One Act zu tun hatte. Ich habe jetzt allerdings einen zweiten Englisch Kurs der echt Spaß macht und die schule wird stressiger, aber die Schule macht immer noch Spaß!

Bald wird dann schon wieder fürs Spring Play gecastet und ich werde mich wieder als Actor versuchen, auch werde ich mich wahrscheinlich am Sport versuchen. Entweder Track oder Softball. Ich tendiere mehr zu Track habe mich aber noch nicht ganz entschieden…

Im Winter gab es oft Höhen und Tiefen, weil der Winter echt ganz schön depriemierend aber es kommen immer schnell bessere Zeiten.

So viel aus meinem Lieblingsstaat MINNESOTA

One Act Subsection champs

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