Kein Year abroad?! Ein Jahr im zweite zu Hause!

Ich bin jetzt schon eineinhalb Monate hier. Es ist kaum zu glauben aber wahr.

Die Zeit vergeht so schnell. Jeder Tag alleine kommt einem so lange vor und wenn man auf die letzte Woche zurück blickt fragt man sich nur wo die Zeit geblieben ist.

Nun zu meiner letzten Zeit:

Ich lebe mich von Tag zu Tag und Woche zu Woche besser ein!

Ich verstehe mehr im Unterricht und komme auch besser mit. Auch traue ich den Lehrern Fragen zu stellen, was die meisten Lehrer hier echt freut. Also wenn man Fragen stellt 🙂

Auch werde ich immer offener meinen Mitschülern gegenüber und rede viel mehr mit ihnen, weil ich nicht mehr so viel Angst wegen der Sprache. Auch hat es sehr geholfen, dass ich meinen Lunchtable gewechselt habe. Das klingt irgendwie ziemlich klischeehaft, dass man am richtigen Lunchtable sitzen muss, aber es stimmt. An meiner Schule ist es aber nicht so dass alle Footballer, alle Cheerleader und so zusammensitzen. Es ist einfach gemischt.

Auch haben vor einer Woche die Musicalproben angefangen. Es ist ein Community Musical, das heißt das auch viele Erwachsene aus dem Ort mitmachen. Daher fängt das Musical erst um 18 Uhr an. Ich habe also mehr als eineinhalb Stunden Pause zwischen Schule und Probe. Ich gehe entweder mit einer Freundin nach Hause oder ich bleibe in der Schule und mache meine Hausaufgaben. Ich selber kann nicht nach Hause weil der Schulbus so 2 Stunden brauchen würde und meine Gastmutter mich nicht immer abholen kann.

Die Musicalproben gehen, wenn es nur ums singen geht meistens bis 20/21 Uhr, wenn wir Tanzproben haben auch manchmal bis 22 Ihr oder länger. Es ist sehr hart und lang, aber es macht einfach nur unglaublich viel Spaß. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal mache und jetzt mache ich es jeden Tag.

Die Hausaufgaben sind immer noch viel, aber ich lerne es mir besser einzuteilen. Zum Beispiel, dass ich ein paar Sachen in meiner Study Hall mache und nicht alles zu Hause oder vor der Musicalprobe.

Ich liebe das Landleben sehr, auch wenn man früher aufstehen muss, oder es stinkt wenn man die Schweine sauber machen muss. Seit Kurzem hat auch die Apfelernte begonnen. Auch das macht Spaß ist aber natürlich auch anstrengend.

Morgen gehe ich mit meinem Englischkurs zu einem Rennessaincefestival. Ich bin schon sehr gespannt!

Ich habe immer noch Momente wo ich meine Familie, meine Freunde und Deutschland sehr vermisse. Aber ich weiß auch immer besser damit umzugehen.

Was ich jetzt schon sagen kann, obwohl es sehr früh ist, ist:

Mein Austauschjahr ist nicht ein „Year abroad“. Es ist ein Jahr im zweiten zu Hause.  

Ein zu Hause mit einer neuen Familie, neuen Freunden und vielen spannenden Erlebnissen. Und natürlich zu Hause ist immer noch Deutschland, bei meiner leiblichen Familie und meinen Freunden. Aber ich habe schon jetzt ein zweites zu Hause hier!