Schritt für Schritt – in (nur) noch 42 Tagen!

 

Zeit zum Durchatmen. Der letzte Schultag ist vorbei und damit ist nicht nur der letzte Schritt in Richtung Sommerferien getan, sondern auch ein weiterer Schritt in Richtung Austauschjahr. Doch endet mit dem Anfang der Sommerferien nicht nur mein 11. Schuljahr. Ich hatte heute das letzte Mal Klavierunterricht und, ohne es in diesen Moment zu realisieren, habe ich die meisten Leute meiner Klassenstufe, mit denen ich zum Teil seit über 7 Jahren so gut wie jeden Schultag im selben Haus verbracht habe, vielleicht zum letzten Mal gesehen.

Während ich in genau 6 Wochen im Flugzeug nach Rumänien sitze und mein gewohntes Leben in der Kleinstadt im Erzgebirgsvorland unter den Wolken zurücklasse, steht für den Rest meines (ehemaligen) Jahrgangs das letzte Schuljahr, und damit die letzte Etappe bis zum Abi, schon vor der Tür.

Ich bin übrigens Jonas, durfte meinen 17. Geburtstag auf meiner unglaublich tollen Vorbereitungstagung für das Austauschjahr verbringen, mache in meiner Freizeit viel Musik, spiele Theater und probiere mich gerne am Ungewöhnlichen. Das ist auch einer der Gründe, warum Rumänien zu meiner zweiten Heimat wird. Das Land zählt vielleicht nicht unbedingt zu den all-time favorites unter den Gastländern, hat aber durch seine Lage in Europa eine überraschend vielfältige Kultur. Außerdem war ich insgesamt schon 4 Mal in Rumänien, jedoch jedes Mal nur auf der Durchreise nach Moldawien, beziehungsweise von dort zurück. Ich habe in Constanța (Konstanza) am schwarzen Meer und in Rumäniens zweitgrößter Stadt Cluj-Napoca (Klausenburg) übernachtet, bin über die Karpaten gefahren, habe Eindrücke gesammelt, Landschaften und Leute gesehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jetzt kann ich es kaum noch abwarten, Rumänien unter der Oberfläche kennenzulernen, in einem Umfeld, das man so sonst nicht kennenlernt, persönliche Erfahrungen zu sammeln und mich darin auch selbst neu kennen zu lernen.

Noch ist mein Austauschjahr anderthalb Monate entfernt und ich habe noch die ganzen Ferien Zeit, um meine Rumänisch-Kenntnisse zu verbessern, mich von meinen Freunden zu verabschieden, endlich zu erfahren, wer meine Gastfamilie ist, mich seelisch und moralisch darauf vorzubereiten, das erste Mal zu fliegen; um mir zu besorgen,  was ich noch alles so brauche, zu erledigen, was alles noch erledigt werden muss und letztendlich hier die Zelte abzubrechen.

Bis zum nächsten Mal,

Jonas