La revedere

Timpul zboară. Die Zeit fliegt. So wie auch ich in zwei Wochen.

Eigentlich ist es recht einfach. Viel muss man nicht tun. Koffer packen, zum Flughafen, einchecken, einsteigen. Dass ich nicht für immer bleiben werde, war ja sowieso von Vornherein klar. Jetzt ist es bald so weit. Es gab Zeiten, da habe ich die Tage gezählt, bis es so weit ist und Zeiten, in denen ich vergessen hatte, dass das hier nur vorübergehend ist und nicht schon immer so war. Es ist seltsam, dass es bald soweit ist. Bald ist es vorbei. Bald geht es nach Hause. 

Wenn ich hier in Rumänien von zu Hause rede, dann meine ich damit mein zu Hause in Rumänien. Meine Gastfamilie, das Haus, in dem wir leben, die Bushaltestelle, an der ich so oft auf die 5-40 warte, ohne zu wissen, wann genau sie kommen wird, die Straße, in der wir wohnen, und ihre Straßenhunde, die mich, gemeinsamen mit allen anderen Hunden in der Umgebung, des Öfteren um den Schlaf gebracht haben.

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Anfang des Monats war das Re-Entry Seminar in Bukarest. Mein letztes Seminar hier in Rumänien, auf dem wir nicht nur die Hauptstadt kennengelernt haben, sondern auch auf unser Austauschjahr zurückgeblickt haben und auf die letzten Wochen im Austauschjahr und die Zeit nach unserer Ankunft in Deutschland vorbereitet wurden. Die letzten Wochen sind schwierig. Wenn auch vielleicht nicht unbedingt die schwierigsten. Das, was sie schwierig macht, ist der Druck, alles zu machen, was man unbedingt noch gemacht haben will und jeden zu treffen, von dem man sich verabschieden will und, dass man, auch ohne zu zählen, genau weiß, wie viele Tage man noch hat, wenn man nur auf das Datum guckt; der Druck, dass man noch mehr in seinen Koffer stopfen muss, als auf der Hinreise und, dass man schon die ersten Pläne für nach dem Austauschjahr hat und damit plötzlich wieder in dem undefinierten Raum zwischen zu Hause und zu Hause 2.0, zwischen Austauschjahr und Nicht-(mehr)-Austauschjahr, schwebt.

Wenn ich hier des Nachts so sitze und diesen Blogeintrag schreibe, scheint es mir offensichtlich. Aber ansonsten ist dieser Druck für mich eher dumpf und unterbewusst. Zur Zeit ist ja aber auch noch alles normal. Noch ist Schule, noch ist Alltag. Rumänischer Alltag. Natürlich merkt man, wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, aber das Ende eines Schuljahres ist natürlich nicht so dramatisch wie das Ende eines Austauschjahres. Ich habe das Glück, dass der letzte Schultage ganze zwei Tage vor meiner Abreise ist, wodurch ich noch eine unvorstellbare Menge an Zeit, besser gesagt gar keine, mehr habe. Aber naja. Immerhin bin ich hier in Rumänien. Da wird in der letzten Schulwoche wohl kaum noch irgendjemand anwesend sein….

Es gäbe noch so viel zu sagen. Aber so wenig lässt sich tatsächlich in Worte fassen.

In diesem Sinne,

La revedere!