Ein wunderbares Wochenende

Endlich war es soweit! Auch wenn ich gar nicht so richtig wusste, was mich erwartet, hatte ich mich schon lange darauf gefreut. Und jetzt ist es schon wieder vorbei – das OWO (Orientierungswochenende)– mein erstes Seminar mit YFU hier in Rumänien in Cisnădioara (Michelsberg):

  IMG_0981 (2).JPG

Da das OWO gleichzeitig auch die Nachbereitungstagung für alle rumänischen Austauschschüler 2014/15 war, bin ich gemeinsam mit meiner Gastschwester Maria und einer weiteren Freundin, die ihr Austauschjahr in Frankreich gemacht hat, am Freitag in aller Frühe um 5:30 Uhr in den Zug in Richtung Sibiu (mit Umstieg in Bukarest) eingestiegen. Allein die Zugfahrt war ein Erlebnis für sich. Neben den wirklich schönen rumänischen Landschaften, die ich durch das Zugfenster bewundern konnte, habe ich erfahren, dass man in Rumänien nie wissen kann, ob der Zug pünktlich oder doch eventuell mit anderthalb Stunden Verspätung sein Ziel erreicht.

BILD4BILD1

In Sibiu angekommen, lag noch eine kurze Autofahrt zwischen uns und Cisnădioara. Abgeholt wurden wir von der Direktorin von YFU Rumänien und waren dann noch ungefähr 12 Stunden endlich am Tagungsort angekommen. Ich habe auf dem OWO nicht nur über meine bisherigen Erfahrungen, meiner Erwartungen, über die Eigenheiten der Rumänen und deren Hintergründe geredet und ein paar typische rumänische Redewendungen kennengelernt (z.B. “la mama dracului” (wörtlich “bei der Mutter des Teufels”), das ähnlich verwendet wird wie “am Arsch der Welt”) sondern auch mit den ehemaligen Austauschschülern und Matthias, der ja wie ich ein Schuljahr in Rumänien verbringt, geredet, gesungen, gelacht und einen grandiosen bunten Abend vorbereitet. Pläne für ein Wiedersehen sind auch schon gemacht. Es herrschte das ganze Seminar über eine wunderbare Atmosphäre, natürlich auch dank der tollen (und verrückten) Teamer, die uns Schülern gegenüber sogar in der Überzahl waren. Dass fast alle von dem letzten Austauschschülerjahrgang und auch von den Teamern ihr Austauschjahr in Deutschland, manche auch in Österreich oder der Schweiz, gemacht haben, viel die Kommunikation leicht. Trotzdem haben Matthias und ich schon ziemlich viel rumänisch geredet und auch das meiste Rumänische der Anderen verstanden.

(Selbstverständlicher Weise habe ich auf dem Bild die Augen zu. :D) So schön wie es war, so schnell war es auch vorbei. Auf der Heimreise waren wir dann zu sechst, zwei davon haben uns allerdings nur bis nach Bukarest begleitet. Als wir abends am Bahnhof in Constanța ankamen, wurden wir von meinen Gasteltern dort empfangen.

Und nach nur einer Nacht begann auch schon wieder ein rumänischer Schultag für mich in meiner rumänischen Schule mit meinen 33 rumänischen Klassenkameraden. Die Zeit vergeht hier so schnell und auch wenn kein Tag dem anderen gleicht, ist das alles doch schon zu meinem rumänischen Alltag geworden.

Und wie immer bis zum nächsten Blog-Eintrag,

Jonas 🙂