Wundervolle Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit in Dänemark ist wundervoll.

Unser Haus versank seit Ende November in all dem Weihnachtsnippes, an jeder Ecke in Odense war Weihnachtsbeleuchtung angebracht,

[singlepic id=623 w=320 h=240 float=] Die Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone von Odense.

im Park „Konges Have“ vor dem „Odense Schloss“ wurden bis zu Weihnachten jeden Abend 1000 Fackeln angezündet,

[singlepic id=621 w=320 h=240 float=] Die Fackeln im Park vorm Schloss (Ich weiß, dass es nicht die Beste Qualität ist.)

jeden Tag zum Adventskalender im Fernsehen Æbleskiver, Pfeffernüsse oder eine andere weihnachtliche Süßigkeit essen und die meiner Meinung nach doch sehr entspannte (Ich finde in Deutschland ist die immer sehr hektisch, weil man noch Geschenke besorgen muss und hier noch was machen und da noch was machen und hier ist es irgendwie nicht so.) Weihnachtszeit hier in Dänemark genießen.

Adventszeit

Wie schon gesagt war pünktlich zum 1. Advent alles geschmückt. In Massen. Sogar im Badezimmer saß ein kleiner Weihnachtsmann. Weil ich am Abend als alles dekoriert wurde bei einer Freundin war bin ich erst aus dem Grinsen nicht mehr raugekommen, weil ich an jeder Ecke mehr Deko gefunden habe.
Wir haben hier eine Menge „Adventskalender“ bzw. Dinge/Rituale mit denen man zu Weihnachten runterzählt:
Einmal einen aus Schokolade wie ihn wahrscheinlich auch die meisten in Deutschland zu Hause haben.
Dann haben wir eine „Kalenderlys“ also eine Kerze mit Zahlen drauf, allerdings klappt das mit dem jeden Tag einen Tag abbrennen nicht ganz so gut, weshalb man dann vor Weihnachten etwas in Stress verfällt, wenn am 22. laut der Kerze immer noch der 14. ist.

[singlepic id=624 w=320 h=240 float=] Unsere Kalenderlys

Das nächste sind die Adventskalender (Dieses Jahr waren es zwei.) im Fernsehen. Es ist jeweils eine Geschichte die um/zu Weihnachten spielt, die in 24 Teile aufgeteilt wird. Eigentlich sind es kinderfreundliche Geschichten und auch nicht so spannend oder so, aber bei mir wurde sogar in der Schule manchmal darüber gesprochen was in der Folge gestern passiert ist.
Die „Adventsgeschenke“. Man bekommt hier jede Adventssonntag zum Frühstück ein kleines Geschenk.
Genauso wie in Deutschland haben wir auch einen Adventskranz. Eigentlich werden die Kerzen auch traditionell in allen vier „Ecken“ platziert, aber mein Bruder hat sich dieses Jahr mal kreativ ausgetobt.

[singlepic id=626 w=320 h=240 float=] Unser Adventskranz

Und dann zu guter Letzt die Weihnachtssocke; in der man fast jeden Tag etwas Süßes findet.

[singlepic id=622 w=320 h=240 float=] Die Weihnachtssocken von mir und meinen Brüdern.

Weihnachtsfeiern

Dann als nächstes gehören Weihnachtsfeiern (Julefrokost) mit zur dänischen Kultur.
Bei mir an der Schule (Ich weiß nicht, ob dass nur meine war oder ob man das für ganz Dänemark sagen kann.) hat jede Klasse sich für Donnerstagabend (also die Nacht vorm letzten Schultag) eine eigene Weihnachtsfeier  privat organisiert. Zu einer typischen dänischen Weihnachtsfeier gehören auf jeden Fall das Essen – Flæskesteg (Schweinebraten), Medister (eine bestimmte Art Wurst), Tarteletts mit Huhn und Spargel, Backfisch, Leberpastete mit Speck und Pilzen, braune (gezuckerte) Kartoffeln und Rotkohl und das alles (mal von den Tartelettes abgesehen) wird mit Rugbrød (dänisches Schwarzbrot) gegessen. – und dann noch Snaps und Julebrygg (Weihnachtsbier).

Heiligabend

Weihnachten wird in Dänemark auch am 24. Dezember gefeiert, man geht nachmittags in die Kirche und auch die Geschenke werden am 24. abends ausgepackt.
Mein Weihnachten:
Am Abend des 23. sind wir zu meinem Gastonkel gefahren, wo wir die kompletten Weihnachtsfeiertage verbracht haben.
Am 24. haben wir schon morgens angefangen das Essen vorzubereiten. Das Weihnachtsessen ist hier sehr traditionell und man kann sich sicher sein, dass ganz Dänemark um 6 Uhr abends am Tisch sitzt und jeder das Gleiche isst. Das Weihnachtsessen ist Schweinebraten und/oder Gans/Ente, Medister, weiße (ganz normale, gekochte) Kartoffeln, braune Kartoffeln (in Zucker und Butter gebratene Glaskartoffeln), Rotkohl und gesalzene Chips (ich bin mir nicht ganz sicher wie das da mit reinpasst).
Am Nachmittag sind wir in die Kirche gefahren und haben die Weihnachtsmesse besucht. Die Kirche war proppenvoll, allerdings ist das auch der einzige Tag im Jahr an dem die meisten Dänen in die Kirche gehen, obwohl sie beinahe alle Mitglieder der Folkekirke (die evangelische Kirche Dänemarks) sind.
Wieder zu Hause wurde das Essen weiter gekocht, die Disney Weihnachtsshow geguckt und uns noch den Rest des Adventskalenders angesehen und dann wie schon gesagt um 6 Uhr abends gegessen.
Nach dem Essen sind wir um den Weihnachtsbaum getanzt

[singlepic id=625 w=320 h=240 float=] Unser Weihnachtsbaum (Hier werden die Geschenke schon vor dem Heiligabend runtergelegt.)

[singlepic id=627 w=320 h=240 float=] Der Weihnachtsbaum von Freuden, den ich hier eigentlich nur mit reingenommen habe, weil er wie auch viele andere Bäume hier mit dänischen Flaggen geschmückt wurde. Das jemand die Flagge an den Baum hängt hätte ich mir in Deutschland nie vorstellen können.

und haben Weihnachtslieder gesungen.

Et barn er født i Betlehem [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=bT_Zje9LeNg[/youtube]

Dejlig er den himmel blå [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=vS_m_knV1lA[/youtube]

Dejlig er jorden [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=5OPKZCaIiiE[/youtube]

Søren Banjomus [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=hasJBmVzt-U[/youtube]

Danach war die Bescherung, die im wahrsten Sinne des Wortes Stunden gedauert hat.

Noch zwei Weihnachtslieder, die mir immer wieder über den Weg gelaufen sind, aber nicht traditionell sind (glaube ich).

Jul i Angora [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=jbSGfexC9xk[/youtube]

Jesus og Josefine [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=FhKZ2Y1hVMg[/youtube]