7.900km Fernweh

 Ca. 7.900km entfernt von meinem Wohnort in Deutschland liegt meine neue Heimatstadt: Beijing (Peking).
你好!
Ich heiße Jana, bin 15 Jahre alt, komme aus dem kleinen Saarland und werde bald ein Schuljahr in dem spannenden Land China verbringen.
Ich wurde oft gefragt, wieso ich denn ausgerechnet nach China gehe und (sehr) viele konnten meinen Entschluss nicht nachvollziehen. Aber wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich es eigentlich selbst nicht so genau. Was mich aber letztendlich dazu bewegt hat, China ganz oben auf meine Länderwahl-Liste zu setzen, war wohl der große Kulturunterschied. Ich möchte möglichst viel Neues kennen lernen und neue Eindrücke bekommen. Außerdem finde ich das Land , ihre Geschichte und die Sprache sehr faszinierend.
Wieso ich ein Auslandsjahr machen möchte, fällt mir schon leichter zu beantworten. Ich möchte ohne Vorurteile in das Land gehen und mir eine eigene Meinung bilden, neue Erfahrungen sammeln, an Herausforderungen wachsen und mich selbst besser kennen lernen. Es ist eine einmalige Möglichkeit, ein Jahr in einem fremden Land in einer fremden Familie zu leben, und wie eine Jugendliche in dem Land zur Schule zu gehen.
Ich komme nach Beijing, der Hauptstadt Chinas mit 21 Millionen Einwohnern (20.999.000 Einwohner mehr als in meinem Dorf 😀). Es wird bestimmt eine tolle neue Erfahrung werden in so einer Großstadt zu wohnen und ich freue mich schon darauf, für ein Jahr ein neues Leben ausprobieren zu können.
Auch mit meiner Gastfamilie, die neben meinen Gasteltern noch aus meinem 16 jährigen Gastbruder besteht, habe ich mittlerweile regelmäßigen Kontakt und sie sind echt total nett. Ich kann es kaum erwarten sie endlich zu treffen.
Die Zeit bis zu meinem Auslandsjahr bestand größtenteils aus warten (auf die Bewerbung, Zusage, Platzierung, Gastfamilie, Visum, Abflug…) und sehr viel Papierkram. Trotzdem wuchs mit jedem Tag die Vorfreude.
Anfang Mai hatte ich auch schon meine VBT (Vorbereitungstagung) in Lauenburg, die echt super war. Dort habe ich viele tolle Leute kennen gelernt, die genau das gleiche vorhaben und einen verstehen konnten. Danach wollten wir alle am liebsten gleich zum Flughafen und unser Auslandsjahr antreten. Ich fühle mich jetzt auf jeden Fall gut auf das Jahr vorbereitet und kann es kaum erwarten, bis ich am 9. August endlich mit den anderen zusammen nach Peking fliegen werde.
Bis es los geht sollte ich wohl noch etwas chinesisch lernen, da mein Wortschatz bis jetzt noch recht überschaubar ist. 😀 Am Schwierigsten finde ich die Zeichen und die 4 Töne (so kann zum Beispiel das Wort „ma“ entweder Mutter, Hanf, Pferd oder schimpfen bedeuten). Aber ich hoffe, dass wenn ich dann in China bin und keine andere Wahl habe als chinesisch zu reden, ich die Sprache schnell lernen werde.
Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei der Stiftung Mercator für das Stipendium bedanken ohne das mein Traum vom Auslandsjahr nur ein Traum geblieben wäre.
Heute sind es nur noch 12 Tage…
Bis bald
Jana