Lapplandtrip, Nordlichter, Eisschwimmen und vieles mehr!

Terve liebe Leser und Leserinnen! (:

 

Viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Eintrag, und es ist auch vieles passiert.

Anfang März hat die zweitägige Midyearorientation stattgefunden. Es war toll, wieder alle anderen Austauschschüler zu sehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Abends   haben sich ein paar Mutige nach der Sauna in den eiskalten See gewagt.  Loch ins Eis, und los gehts! Es war nicht so kalt wie ich es erwartet hatte, und ich bin schon eine ziemliche Frostbeule. Also, wer die Gelegenheit bekommt, Eisschwimmen zu gehen, der sollte es wirklich unbedingt ausprobieren! Es ist eine einmalige Erfahrung.

Nach dem Wochenende sind einige Austauschschüler wieder zurück zu ihrer Gastfamilie gefahren, und die anderen sind dann gleich mit dem YFU-Bus nach Lappland aufgebrochen. Es war eine ziemlich lange Fahrt (~11-12 Stunden), aber wir haben auch einen Zwischenstopp beim Joulupukki – dem Weihnachtsmann – eingelegt. Das Weihnachtsdorf liegt übrigends genau auf dem Polarkreis, in der Nähe von der Stadt Rovaniemi.

Am darauffolgenden Tag haben wir dann eine Rentier- und eine Huskeyfarm besucht. Das Huskeyschlittenfahren hat wirklich Spass gemacht, man wird wirklich sehr schnell. „Die Rentiere bekommen sicher nicht so einen Speed drauf“ – dachten wir. Unser Rentier war ziemlich bockig und sehr sehr schnell – ich war froh, dass wir die Fahrt lebend überstanden haben. 😉

An den nächsten drei Tagen konnten wir wählen, was wir machen wollten – Skifahren, Snowboarden oder Langlaufen. Am Donnerstagabend waren wir in der „Artic Explorer Station“, wo uns jemand etwas über Nordlichter erzählt hat. Es war recht interessant und die Bilder, die sie uns zeigte, waren atemberaubend.

In der letzten Nacht beschlossen wir dann, auf Nordlichterjagd zu gehen. Es war bitterkalt, als wir um halb eins in der Nacht über einen zugefrorenen See stapften (Tiefschnee), und wir schliesslich am Horizont ein passives Nordlicht erblickten. Als sich unsere Augen dann an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah man fast überall am Horizont passive Nordlichter. (Passive Nordlichter sind sozusagen einfache Lichtflecke am Himmel, einfach ausgedrückt – also nicht die Tanzenden, die man immer auf Bilder sieht). Aber schon alleine für den Sternenhimmel hat sich der Ausflug gelohnt – in Lappland habe ich meine erste Sternschnuppe gesehen (:  Ein Teil unserer Gruppe ging dann wieder zurück zum Hotel (auf dem Weg haben wir auch noch ein leichtes tanzendes Nordlicht gesehen), der andere Teil blieb auf dem See und hatte später noch mehr Glück & stärkere Nordlichter gesehen.

Am Samstag sind wir dann wieder heimgefahren, mit einem kleinen Zwischenstopp bei dem Schneeschloss von Kemi, einem Hotel, das nur aus Eis und Schnee besteht.

In der nächsten Nacht, zurück bei meiner Gastfamilie, passierte dann das, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Nordlichteralarm in Südfinnland!

Also schnell Jacke angezogen und raus auf die Strasse. Direkt über unserem Haus haben ziemlich schwache Nordlichter getanzt, aber ein paar Minuten später wurden sie dann richtig aktiv und man konnte sie sehr gut sehen.

 

 

Vor ein paar Tagen sind die Rückflugdaten gekommen, und auch die Informationen für die Heimreise vom YES (Young European Seminar). Die Zeit läuft nur so dahin, die 100 Tage Grenze ist schon lange überschritten. Einerseits freue ich mich auf Deutschland, andererseits habe ich hier ein total neues Leben aufgebaut – mit neuen Freunden und einer tollen Familie. Das loszulassen wird nicht einfach.

Mein Ziel bis dahin ist es, mit Finnischsprechen anzufangen. Ich verstehe nun schon wirklich fast alles, aber das mit dem Sprechen klappt noch nicht so ganz. Ich hoffe, dass das noch wird.

 

 

Das war es erstmal von mir,

bis zum nächsten Mal!

Helene