Auf nach Finnland

Moi liebe Leserinnen & Leser,

Ich bin Helene und werde, wie viele andere Austauschschüler auch, in diesem August in mein Austauschjahr aufbrechen. Für mich wird es nach Finnland gehen.
Hä, Finnland?
Ja genau, Finnland! Das Land da oben, mit den Saunen und den vielen Seen!
Aber wie kam es zu diesem, doch eher ungewöhnlichen Austauschland? Wahrscheinlich ist es besser, wir fangen gaaaanz vorne an:
Der Ursprung meines Auslandsjahrwunsches ist eigentlich ziemlich unspektakulär – es gab eine Infoveranstaltung an meiner Schule, und ich war zum einen hin und weg von dieser, ein Jahr die Luft der weiten Welt zu schnuppern, zum anderen hat mich das Leitbild von YFU sehr fasziniert:
Eine fremde Kultur kennenzulernen und zu verstehen, aber sich dadurch auch die eigene Kultur näher zu bringen.

Die Bewerbungsunterlagen waren gleich angefordert, ausgefüllt und zurückgeschickt.
Dann kam das Auswahlgespräch, und darauf folgte das quälende Warten, ob man genommen wird oder nicht. Ich zerpflückte in meinen Gedanken jeden Satz, jedes Wort, das ich während des Auswahlgesprächs gesagt hatte, und wertete meine Chancen aus.
Und dann kam der heißersehnte Brief;  die Zusage für Finnland.
Ich hatte mich für sechs Länder beworben, Finnland war auf Platz 6, und somit mein letztes „Wunschland“. Aber inzwischen würde ich ‚mein‘ Finnland nicht mehr hergeben.
Aber warum ausgerechnet in das kalte Finnland?
Ich wollte in ein „exotisches“ Land. Viele gehen in die USA, Australien oder andere ‚typische‘ Austauschländer. Wenn man jemanden erzählt, dass man ein Austauschjahr macht, dann wird man immer gefragt: „Cool, wo geht’s denn hin? USA?“ Wenn ich dann antworte, dass ich nach Finnland gehe, endet das häufig in Gelächter.
Aber warum denn nicht in dieses Land, das fast die Größe Deutschlands, aber nur 5,3 Millionen Einwohner hat?Warum nicht dieses Land, das tausende von Seen & Saunen hat? Warum nicht in dieses Land mit der, für mich zumindest, ziemlich unausprechlichen Sprache? Warum nicht mal ins – buchstäblich – kalte Wasser springen und ein bisschen aus der Reihe tanzen?

Bald – nämlich am 1.8. – wird es für mich und 35 andere Austauschschüler ernst: Dann wird der Flug nach Helsinki gehen.
Viel gibt es für mich nicht mehr zu tun, außer zu warten. Der Koffer ist schon halb gepackt 😉

Ende Mai hatte ich meine Vorbereitungstagung, die mir wirklich weitergeholfen hat. Der anfangs als doch ziemlich unüberwindbar erschienene Berg namens „Ängste bezüglich des Austauschjahrs“ ist sehr viel kleiner geworden, und die Vorfreude steigt stetig.

Meine Gastfamilie habe ich schon, sie hören sich sehr nett an und ich freue mich schon darauf  sie endlich kennen zu lernen.

 

Das wars erstmal von mir,

ganz liebe Grüße,

Helene