Mein Austauschland Italien: Fakten, Vorurteile und Dinge, die tatsächlich so sind, wie alle denken

Zuerst einmal wurde Italien 1861 gegründet, hat 60 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Rom, Staatsoberhaupt ist Präsident Sergio Mattarella und Regierungschef ist Ministerpräsident Matteo Renzi. Die Amtssprache ist Italienisch, es wird aber auch in einigen Teilen Deutsch, Französisch oder Slowenisch gesprochen. Außerdem gibt es sehr viele Dialekte, die teilweise für andere nicht verständlich sind, so z.B. Napoletanisch (Es ist quasi wie eine neue Sprache). „Hochitalienisch“ (also das reinste Italienisch) wird in Florenz und Umgebung gesprochen. Es gibt 20 Provinzen, darunter z.B. die Toskana, Umbrien oder Kampanien (wo ich gerade bin).

Nun ein paar Fun-Facts: 😀

1. Rom hält den Weltrekord für die Stadt mit den meisten Fahrstühlen.

2. Über 75 % der italienischen Landschaft besteht aus Hügeln und Bergen.

3. Seit Ende des 2. Weltkrieges gab es ungefähr 60 Regierungswechsel.

4. Pizza ist eines der wenigen Wörter, die auf der ganzen Welt verstanden werden.

5. In Italien heißen die Schlümpfe Puffis.

6. Paparazzi ist Italienisch und heißt so viel wie „nervige Mücken“.

7. In Italien ist es üblich an Silvester rote Unterwäsche zu tragen, um somit Glück für das neue Jahr zu haben.

8. Mit mehr als 40 Millionen Besuchern, zählt Italien zu den fünf bestbesuchten Ländern der Welt.

9. Täglich landen rund 3000 Münzen im Trevi-Brunnen in Rom.

10. Der Durchschnittsitaliener isst 26kg Pasta im Jahr.

Der letzte Fakt zeigt schon, dass es nicht nur ein Vorurteil ist, dass in Italien viel Pasta gegessen wird. Es gibt eigentlich fast jeden Tag ein oder sogar zweimal Pasta* mit verschiedenen Soßen oder Beilagen. Zum Beispiel gab es einmal Pasta mit Kartoffelstücken und Tomatensauce, was für mich irgendwie verwirrend war, weil für mich gibt es entweder Pasta oder Kartoffeln :D.
Auch Pizza gibt es zwei oder drei Mal pro Woche (wenn man jeden Samstag mit zählt, wo es grundsätzlich immer Pizzetta (was soviel wie eine viertel Pizza ist)).
Es wird auch nicht umsonst gesagt, dass immer alle zu spät sind. Grundsätzlich kann man mindestens eine Viertelstunde auf alle Vereinbarungen draufrechnen. Aber da das alle so handhaben ist es auch kein Problem, wenn man dann zu spät ist. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich das Leben hier so spät abspielt und man immer zu wenig schläft.
Man hat, wenn man an eine(n) Italienier(-in) denkt, immer jemand sehr lebendigen im Kopf. Auch das stimmt, zummindest hier im Süden Italiens. Alle gestikulieren, reden sehr laut und viel. Man ist eigentlich immer unterwegs und unter Leuten.

Schaut auch bei meinem eigenen Blog vorbei!

Eva

(*Ich kann nur von meinem Leben hier in Italien berichten und nicht grundsätzlich für alle sprechen. Vielleicht trifft es auf andere Region, Familien usw. nicht zu.)