Habt ihr schon mal versucht einen „Locker“ zu öffnen?

Es ist unglaublich viel passiert in den letzten zwei Wochen.

Also erstmal zum Alltag in meiner Gastfamilie:

Ich fühle mich jetzt schon sehr zu Hause hier. Ich fühle mich nicht mehr wie ein Gast hier im Haus sondern wie jemand der auch hier wohnt.

Auch meine Gastfamilie hat einen sehr großen Anteil daran, dass ich mich jetzt so zu Hause fühle. Alle haben mich direkt angenommen und ich komme mit allen (Gastmutter,-vater,-Schwester und meinen beiden Brüdern) sehr gut klar. Meine Gastbrüder sind jetzt zurück im College und es ist ruhiger, aber immer noch unglaublich tol

Bevor die Schule angefangen hat, haben wir sehr viel unternommen und haben unter anderem einen meiner Gastbrüder zum College gebracht, was sehr interessant war weil ich das erste Mal auf einem amerikanischen College Campus war und ich muss sagen, dass es mir gefällt, dass alle Studenten zusammen wohnen und es viele Aktivitäten gibt.

Auch hat meine Gastfamilie zwei kleine Schweine und neue Hühner bekommen. Das hat mich sehr gefreut. Seitdem ist es meine Aufgabe ihnen morgens Futter zu geben und dafür zu sorgen dass es sauber ist und es den Tieren gut geht. Das klingt vielleicht im ersten Moment komisch, aber es macht sehr viel Spaß. Auch bin ich oft mit meinem Gastvater zu den Kühen gegangen, weil es momentan fast jeden dritten Tag ein Kälbchen gibt. Das ist richtig süß!

Ich habe mich schon ans Landleben  gewöhnt und nicht nur das ich habe auch gelernt dass es total toll  ist!

Am Tag bevor die Schule angfangen hat, war Labour Day in den USA und ich bin mit meinem Gastvater zu einer Parade gegangen, da er State Senator ist, läuft er da mit und macht „Werbung“ für sich. Ich bin auch mitgelaufen und habe ein Schild für meinen Gastvater gehalten. Es war eine richtig tolle und neue Erfahrung und man hat total gemerkt dass man in Amerika ist.

Als wir gewartet habe, dass die Parade losgeht habe ich eine der beiden Senatoren von Minnesota, Amy Klobuchar getroffen. Sie war sehr nett und hat sich direkt bereit erklärt mit mir ein Foto zu machen.

 

Jetzt zum ersten Schultag:

Ich war ja schon mal in der Schule um meine Fächer zu wählen, also bin ich direkt wie alle Schüler ins Auditorium gegangen um die Ansprache der Direktorin zu hören.

Nachdem wir dann die Regeln und unsern Stundenplan bekommen haben, sind wir auch schon in den Unterricht.

Am ersten Tag wurde eigentlich nur über Regeln geredet. Beim Lunch wurde ich direkt von ein paar Leuten gefragt ob ich mit ihnen sitzen will und an diesem Tisch sitze ich jetzt schon die ganze Woche 🙂

Habt ihr schon mal versucht einen Locker zu öffnen? Nein?! Es ist eine komplizierte Angegelegenheit und hat mich am ersten Tag meine Pünktlichkeit gekostet, weil man in meiner Schule nicht seine Tasche mit sich rumträgt sondern immer zum Locker läuft und alles holt.

Also bei meiner Kombination 30 12 18 geht es so:

Erstmal ein paar mal rechts rumdrehen um das Schloss wieder „neutral“ zu machen, dann bei der 30 stoppen.

Danach nach links drehen und dann einmal an der 12 vorbei drehen und beim nächsten Mal bei der 12 stoppen.

Als letztes wieder nach rechts drehen und direkt bei 18 stoppen.

Das ist unglaublich kompliziert wenn man nur eine Hand hat!

In der ersten Schulwoche ist noch mehr passiert. Ich habe schon ein paar Freunde gefunden, da die Leute hier sehr an Austauschschüler gewöhnt ist das aber gar nicht so einfach!

Auch hat der Unterricht hat richtig angefangen. Ich muss sagen, dass alles recht einfach zu verstehen ist, außer Mathe und Anatomy. Daher habe ich mit Anatomy aufgehört und stattdessen jetzt American Sign Language (Gebärdensprache) was ein echt tolles Fach ist. Es ist eine Klasse die per Webcams unterrichtet wird. Und das ist irgendwie toll, auch sind in der Klasse nur drei Leute!

Meine Lieblingsklasse ist bis jetzt CIS (College English). Es hat ein unglaublich hohes Niveau. Aber die Lehrerin und die anderen Schüler sind sehr motiviert. Ich musste schon einen Aufsatz schreiben, der über drei Seiten geht und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Das einzige womit ich sehr viele Probleme habe ist, trotz einem unglaublich netten Lehrer, ist Mathe. Ich konnte das schon in Deutschland nicht einfach lernen und dann noch auf Englisch, aber auch das wird schon besser. Mathe ist übrigens auch das Einzige Fach wo ich ein B habe, sonst habe ich überall ein A.

Auch habe ich in der ersten Woche Audition für das Musical gehabt und ich war unglaublich aufgeregt, weil ich singen musste und ich dass noch nie vor Leuten gemacht hab. Aber ich habe das gemacht und war dann auch sehr stolz auf mich 🙂

Ich habe auch einen kleinen Part bekommen, was mich sehr sehr glücklich gemacht habe.

Wir spielen „Brigadoon“, was von einem schottischen Dorf, das nur alle 100 Jahre für einen tag erscheint und das zwei New Yorker entdecken, außerdem gibt es noch eine Liebesgeschichte und viel Tanz. Ich freue mich schon sehr.

Diese letzten zwei Wochen waren sehr toll. Auch wenn man sich in der Schule oft alleine und verloren vorkommt, wird es jeden Tag besser.

Mein Heimweh wird auch seltener, mir hilft es beschäftigt zu sein, aber auch mit Leuten zu skypen, danach habe ich immer ein unglaublich glückliches Gefühl. Auch hilft es mir sehr mit meiner Gastfamilie darüber zu reden, da sie und vor allen Dingen meine Gastmutter sehr verständnisvoll ist!

Ich bin jetzt schon fast einen Monat hier und ich muss mich jetzt schon bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben und die die ersten Wochen so toll gemacht habe.

 

 

 

Meine erste Woche in den USA

Letzten Donnerstag bin ich – nach endlos langen und anstrengenden Flügen – endlich in Seattle angekommen!

Für mich ging es dann auch schon gleich richtig los, denn direkt am Freitag hatte ich mein erstes Mal Schwimmtraining! Das Team ist sehr groß (63 Schüler) und alle – die Trainer eingeschlossen – sind super nett und man findet viel schneller Anschluss, wenn man eine Sportart macht. Jetzt habe ich also jeden Tag nach der Schule Training und optional auch an Samstagmorgen, was besonders gut ist, weil nur ungefähr die Hälfte des Teams kommt und es heute nach dem Training Donuts gab, yummy!

Am Montag war ich mit meinen Gastfamilie auf dem Mt. Rainier wandern. Er ist der höchste Berg der Kaskadenkette und von Washington State und er liegt in einem National Park. Und ich sage euch: Ich bin eigentlich kein Fan vom Wandern, aber das war einfach wunderschön!

[singlepic id=461 w=320 h=240 float=]

Am Dienstag habe ich meinen fertigen Stundenplan bekommen, viele Klassen waren schon voll, also habe ich nicht alle Kurse bekommen, die ich wollte, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Mein Stundenplan für das erste Semester sieht so aus:

 1. Art Introduction; 2. Spanish III; 3. English 11; 4. Mathe (eigentlich UW PreCalculus, aber mein Kurs wird noch geändert); 5. US History und 6. Food&Nutrition (ein Kochkurs – und es gibt noch vieeel mehr von solchen ungewöhnlichen Kursen). Die Schule macht mir bisher viel Spaß, vor allem deshalb weil die Lehrer alle ziemlich cool sind 🙂

Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Schultag. Zuerst sind alle zur Assembly in der Sporthalle zusammengekommen, um die brandneu gebaute High School einzuweihen. Sie ist wirklich schön, aber im Verhältnis zu meiner Schule in Deutschland riesengroß mit ihren 1600 Schülern, 3 Etagen und zehntausenden von Gängen und Klassenräumen! Ich hatte schon Angst, dass ich alle meine Klassen gar nicht finde, aber glücklicherweise hatten alle anderen genau dasselbe Problem und es gab Pläne von den gesamten Etagen und Gängen! By the way: Ich bin ein Junior, darf aber soweit ich weiß trotzdem am Prom und der Graduation teilnehmen – Austauschschülerbonus 🙂

Gestern Abend war ich bei meinem ersten Football Game und es war toll! Meine Gasteltern haben mir schon im Voraus erzählt, das unsere Schulmannschaft ziemlich schlecht ist und generell eigentlich nicht so richtig auf das Spiel geachtet wird, sondern die Football Games mehr als ein Event gesehen werden, wo man alle seine Freunde trifft und Spaß mit ihnen hat. – Und so war es auch! Ich habe eigentlich die ganze Zeit mit Leuten von meinem Schwimmteam geredet und das Football Game war eher nebensächlich. Tja und letztendlich hat unsere Mannschaft auch verloren. Besonders toll war es, als unsere Schulband gespielt hat und die Cheerleader und das Flagteam ihre Performance gemacht haben.

Ich hoffe, das hat euch einen guten ersten Eindruck von dem gegeben, was ich in meiner ersten Woche hier so erlebt habe!

Eine große Umarmung an alle meine Freunde und an meine Familie in Deutschland!

Sarah

Minnesota- Best State

Für mich waren diese ersten Wochen vollgestopft mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und Allem was man sich wünscht.

Es begann schon am zweiten Tag, als ich das erste Mal auf der Farm richtig mithelfen konnte. Wir haben den Kühen Stroh gegeben. Das war das erste Mal dass ich mitten auf der Kuhwiese stand und 40 Kühe um mich rumliefen. Richtig tolle Erfahrfahrung!

Außerdem waren wir in den ersten Tagen bei einer Art Volksfest, es gab einen Teil mit Achterbahnen und Karusells, einen Teil mit richtig gutem Essen und vor allen Dingen extrem guten selbstgemachten Lemonade. Awesome. Der letzte Teil bestand aus Schuppen für unterschiedliche Tiere, die dort verglichen wurden, unter Anderem Rinder zum Schlachten oder zum Melken, Ziegen, Hühner, Schweine, Kanninchen und und und. Es war total interessant.

Wir sind dort viel rumgelaufen und haben mit vielen Leuten geredet weil mein Gastvater Gott und die Welt kennt. Die Menschen hier sind unglaublich offen und freuen sich wenn sie ihre deutschen Wörter aufsagen können und ich sie dann lobe J

In den nächsten Tagen, war ich vor allen Dingen bei der Farmarbeit dabei, vor allen Dingen bei den Kühen und auf den Apfelplantagen, das macht echt Spaß und man lernt was.

Außerdem war ich dabei als wir ein Kälbchen gefunden haben und mein Gastvater es kurz festgehalten hat um es zu untersuchen, es war echt süß. Ich lerne jeden Tag was Neues über die Farmarbeit, was echt toll ist.

Auch habe ich schon eine befreundete Familie kennengelernt und die sind auch total nett, die Leute hier sind unglaublich offen und freundlich und freuen sich über Alles.

Auch war ich in der Highschool um mich anzumelden.

Ich bin 15 Jahre alt und werde erst im April 16 und werde trotzdem Senior sein, das ist einfach nur awesome.

Meine Fächer hier sind

1-       1.Semester: Pottery   2. Semester: Economy

2-      Study Hall

3-      Anatomy

4-      CIS (College Niveau Englisch)

5-      Trigonometry/Pre Calculus

6-      Government/ World History

7-      American History

 

Die Schule sieht total cool aus!

Ein paar Tage später sind wir auf die Madeline Island. Eine große Insel im Lake Superior, dem größten See der USA.

Wir waren auf dem Grundstück meiner Gastfamilie und bei einem langen Strann wo niemand außer uns war, wir haben richtig gut gegessen und es hat echt Spaß gemacht.

Der Lake Superior ist wunderschön, es gibt total klares Wasser und eine wunderschöne Landschaft.

In den nächsten Tagen gibt es ein Lagerfeuer mit drei oder vier der Austauschschüler an meiner Schule und deren Familien. Darauf freue ich mich schon sehr!

In ziemlich genau einer Woche startet auch die Schule und ich bin schon sehr aufgeregt.

Bis zum nächsten Mal-

Abschied, Flug, Erster Abend, Erster Tag!

Hello again!

Mein erster Blogeintrag aus Minnesota.

Nach einem langen, langen Flug bin ich endlich hier.

Vor dem Flug war der Abschied und der war schlimm. Ich wäre am liebsten wieder mit meiner Familie ins Auto gestiegen und auf dem schnellsten Weg nach Hause gefahren. Es  war total schlimm als ich meine Familie das letzte mal umarmt habe, für zehn ganze Monate. Zum Glück waren andere YFU’ler da, so dass ich nicht die ganze zeit alleine war.

Der erste Flug von Düsseldorf nach Frankfurt war sehr kurz. In Frankfurt habe ich dann mit zwei anderen YFU’lern gewartet und wir haben uns über unsere Gastfamilien und so Sachen unterhalten. Das hat gegen den Abschiedsschmerz sehr gut geholfen. Der Flug von Frankfurt nach Chicago war seehr lang. Es gab aber einen Bildschirm für jeden, was richtig cool war. Das Essen war auch in Ordnung. Neben mir saß eine Amerikanerin und mit ihr habe ich mich ein bisschen unterhalten. Als wir da waren, mussten wir erst mal durch Immigration. Bei mir war die Frau total nett und hat sich mit mir unterhalten, aber andere Leute haben erzählt, dass die Leute dort total unfreundlich waren.

Nach dem Zoll wurden wir dann von YFU Mitarbeitern zu unserem Gate gebracht. Die Security dort ist sehr streng. Erst musste man durch einen Nacktscanner und dann wurde auch noch ein Abstrich von meiner Hand gemacht und mein Handgepäck durchsucht.

Mein letzter Flug hatte Verspätung, was aber nicht so schlimm war. Als ich dann im Flugzeug war habe ich direkt geschlafen und bin erst wieder aufgewacht als wir gelandet sind. Ab dem Moment als ich aus dem Flugzeug raus war, war ich unglaublich nervös und meine Knie haben total gezittert. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt: Wird die Familie mich mögen? Finden wir Gesprächsthemen? Werde ich sie verstehen?

Als ich dann aber meine Gastfamilie gesehen habe wurde es besser. Sie haben mich direkt total nett in Empfang genommen und wir haben dann erstmal den Koffer geholt und ein Foto gemacht. Danach sind wir nach Saint Paul gefahren und waren erstmal in einem Autozubehör Laden. Was, wie mein Gastvater und mein Gastbruder sagen eine „very American experience“ ist. Dann sind wir zum State Capitol in St Paul gefahren, wo der Senat von Minnesota sitzt. Dort  arbeitet mein Gastvater und wir haben uns das deshalb angeguckt. Es war wirklich total beeindruckend und es ist ein richtig schönes Gebäude.

Bevor wir dann nach Hause gefahren sind, waren wir noch Eis essen. Ich habe die kleinste Portion genommen und es war so groß wie sechs Kugeln in Deutschland wären. Dort habe ich dann noch mit meinem Gastbruder telefoniert der gerade verreist ist und deshalb nicht am Flughafen war.

Als wir dann nach zwei Stunden Fahrt zu Hause waren bin ich direkt ins Bett und habe geschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich so gegen Elf aufgestanden und nach dem Frühstück habe ich von meinem Gastbruder und seiner Freundin eine Tour über das Grundstück. Wir haben uns die Hühner, die Küken, die Ziege, die Kühe, den See in der Nähe und noch mehr angeguckt. Da ist unglaublich viel Platz und es total schön dort ist, aber man merkt auch das man in der „middle of nowhere“ ist, wie meine Gastmutter es ausdrückt.

Am Nachmittag waren wir in meiner zukünftigen Highschool und das war echt cool. Es waren nur ein paar Leute da und die waren total nett und haben sich direkt mit mir unterhalten und mich gefragt wie ich es hier finde. Die Leute hier sind total offen und wenn man sie nicht versteht, erklären sie es einem nochmal anders.

Dann sind wir wieder nach Hause und haben Abend gegessen. Ich bin jetzt ziemlich müde und ich merke den Jetlag richtig. Ich versuche jetzt noch so lange wie möglich aufzubleiben.

Mein erster Schultag werde ich in ungefähr zwei Wochen haben, dann werde ich nochmal schreiben.

Bis zum nächsten Mal.