Die Uhr tickt

Noch knapp 20 Tage bleiben mir, bis ich mein Auslandsjahr mit dem Flug nach München beginne. Dort werde ich auf die anderen treffen, die mit mir nach Italien fliegen. Italien? Was willst du denn da? Das ist eine häufig gestellte Frage, jedoch ist es ganz einfach sie zu beantworten. Es gibt keinen Grund warum genau Italien. Es ist einfach ein Bauchgefühl, das ich schon seit einigen Jahren habe. Ich wollte dort schon immer hin, und jetzt verbringe ich volle zehn Monate dort. Meine Vorfreude ist echt riesig und ich glaube ich kann es immer noch nicht ganz begreifen, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt. Es fühlt sich noch recht weit weg an. Viele haben ja auch schon Frühzeitig angefangen zu Packen… Soweit bin ich aber noch nicht. Ich schätze das wird eine ganz spontane Aktion, aber dann ist auch nur das drin, was ich wirklich brauche. Sonst wäre ich ja schließlich drauf gekommen, oder?:) Jedoch ist das ganze hier näher gerückt, als ich endlich meine Gastfamilie bekommen habe. Meine Gastfamilie besteht aus meinem Gastvater Francesco, meiner Gastmutter Simona und meinen drei Gastgeschwistern Nico, Angelo und Alice. Sie sind zwar alle jünger (neun und zwölf) aber das macht mir nichts aus. Sie reden dann ja hoffentlich nicht zu gehobenes Italienisch. Ich kann nämlich noch kaum einen ganzen Satz italienisch, aber das wird sich schnell ändern hoffe ich. Meine Italienischlerngruppe besteht hier aus Rentnern und Hausmuttis und einem aus Neapel stammenden „Lehrer“. Ich habe das Gefühl, dass ich bereits jetzt schon viel für mein zukünftiges Jahr gelernt habe und dafür bin ich sehr dankbar. Auch meine Vbt in Lauenburg war echt hilfreich. Man kann so vieles mitnehmen und hoffentlich auch anwenden. Ein wenig mulmig wird mir allerdings bei dem Gedanken, mich mit meiner Gastfamilie zu streiten, aber das werde ich auch noch wuppen. Schließlich werde ich auch meine Mitschüler von mir Überzeugen müssen. Ich schätze, dass dies die größte Herausforderung wird: richtige Freunde finden. Wenn man hier Zuhause schon so lange gebraucht hat um seine Freunde zu finden, wie wird es erst, wenn man die Landessprache noch nicht spricht und auch nicht gut versteht?

Meine Schule hat den Schwerpunkt Naturwissenschaften. Mathe und Physik sind jetzt nicht unbedingt meine besten Fächer. Aber wenn man es positiv sieht, sind es ja Zahlen und Buchstaben, die in jedem Land das selbe bedeuten oder? Vielleicht lerne ich ja noch etwas in Mathe, etwas was ich auch hier zuhause anwenden kann. Ich freue mich auch schon auf Chemie. Das musste ich nämlich vor einem Jahr abgeben.

Um zu meiner Gastfamilie zurück zukommen: sie lebt in Fiumicino. Mein Weg in den Norden, den Süden und speziell nach Rom ist also gar nicht mal so weit. Ich freue mich schon auf meine ersten Erkundungstouren durchs Land, die ich hoffentlich mit meiner Gastfamilie zusammen unternehmen kann. Los geht’s mit erkunden schon am 28.09. Da fährt meine Familie mit mir nach Florenz und wir treffen zehn weitere Familienangehörige und verbringen dort das Wochenende. Ich freu mich schon riesig, jedoch könnte es anfangs Verständigunsprobleme geben. Naja, mit Händen und Füßen zu reden, haben die Italiener ja praktisch erfunden:)

 

 

Mein Jahr in Minnesota(USA)- Der Beginn

Hey. Ich bin Thaddäus  und gehe dieses Jahr in die USA und verbringe dort mein Auslandsjahr in Minnesota. Diesen Blog werde ich hoffentlich regelmäßig mit neuen Updates füttern 😁.  Ich bin voller Vorfreude auf dieses Jahr und kann es garnicht mehr abwarten in dieses Abenteuer zu starten. Ich werde auch noch ein Videotagebuch führen, aber ob das auf Youtube zu sehen sein wird, oder nur für mich als Erinnerung dient entscheide ich spontan. So, aber wieso denn die USA? Mein Papa war in seiner Jugend in einem Auslandsjahr auf einer Rinderfarm in Nebraska. Schon als ich ein kleiner Junge war wollte ich durch seine Erzählungen auch in die USA in ein Auslandsjahr und ich bin so froh, dass meine Eltern mir dies ermöglichen können und wollen. Ich fliege mit der gleichen Organisation wie mein Vater damals in die USA. Ich habe mir YFU (Youth For Understanding) ausgesucht und glaube mittlerweile, ich hätte keine bessere Entscheidung fällen können. Auf meiner einwöchigen VBT (Vorbereitungstagung) in Tornow habe ich wunderbare, gleichgesinnte Menschen kennengelernt. Für alle die YFU kennen ist es nicht nur eine Austauschgesellschaft, sondern eine Familie, eine Familie auf der ganzen Welt. Vor ein paar Tagen habe ich mit meiner Gastfamilie gefacetimed. Sie machen einen super netten Eindruck und ich bin mir sicher, dass ich bei ihnen gut aufgehoben bin. Ich habe einen Gastbruder auf den ich auch schon ganz gespannt bin, weil ich immer einen Bruder haben wollte.

Und nun zu meinem Bundesland:

Minnesota, das Land der 10.000 Seen und das ist untertrieben, denn es gibt nämlich 11.842 Seen. Minnesota kommt von dem Wort Mnisota aus der Sioux-Sprache der Dakota und heißt „klares Wasser“. In Minnesota entspringt der Missisipi und wird dann immer größer und reißender bis er in New Orleans  im Antlantik mündet. Die Flora reicht von Nadelwäldern und Borealen im Norden, über Präriegrasländer im Westen und Südwesten  bis hin zu Laubwäldern im Südosten Minnesotas. Im Nordosten grenzt Minnesota an den riesigen Lake Superior. Minnesota ist von 5 anderen US-Bundeststaaten umgeben: Northdakota, Southdakota, Iowa, Wisconsin und nicht zu vergessen ganz im Nordosten grenzt Minnesota an Michigan. Minneksota ist der zweitkälteste Bundestatt der USA nach Alaska und es kann im Winter schoneinmal bis zu -30 Grad Celsius werden.

Aber von der Kälte lass ich mich nicht einschüchtern sondern bin ziemlich gespannt.

Das soll es erstmal gewesen sein

Thaddäus

G’day mates

und ganz herzlich wilkommen zu meinem ersten Beitrag!

Mein Name ist Korbinian, ich bin 16 Jahre alt und mittlerweile schon seit fast einem Monat in Strathalbyn, einem kleinen Ort in Südaustralien. Doch meine Beiträge sollen gar keine Blogs werden, ich betreibe einen kleinen YouTube Kanal mit Infos über mein Austauschjahr. Gerne könnt ihr dort einmal vorbeischauen und euch Videos und Erfahrungen aus erster Hand über mein Jahr am anderen Ende der Welt anschauen.

See ya,

Corbis

 

O tempo voa por – time flies by…

Oi! Eu sou a Elisabeth, tenho 16 anos e vou ao Brasil em 2018/19.

Das war brasilianisches Portugiesich und heißt:

Hallo! Ich bin Elisabeth, bin 16 Jahre alt und gehe 2018/19 nach Brasilien.

Und damit herzlich willkommen auf meinem Blog!

In meinem allerersten Beitrag würde ich euch gerne die Geschichte erzählen, wie ich zu einem Auslandsjahr gekommen bin, und von meinen Gefühlen, so kurz vor dem Abflug.

Mittlerweile sind es noch genau 5 Tage, bis ich ins Flugzeug steige und brasilianischen Boden betrete… für mich ist das schon seit über einem Jahr eine unglaubliche Vorstellung. Ich weiß noch genau, wie sich, auch durch die Hilfe meiner Mutter, im Herbst 2016 nach und nach die Idee in meinem Kopf festgesetzt hat, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen, irgendwo, irgendwann, Hauptsache alleine. Ich wollte irgendwie ein Abenteuer erleben. Meine größter „Auslöser“ war mit Abstand eine Austauschmesse, die ich mit meiner Mutter besucht habe. Nach einigen Stunden Auf-mich-eingerede, Fragengestelle und wahnsinnig viel Information sowie Inspiration verließ ich die Messe, aber außer mit einem Beutel, in dem bestimmt knapp 15 Kataloge von Austauschorganisationen waren, stieg ich auch noch mit einem überwältigendem Gefühl ins Auto: Ich war, glaub ich, noch nie so Feuer und Flamme für eine Idee wie nach diesem Besuch. Ich wollte ein Jahr ins Ausland! Ab da begann eine Zeit, in der ich sämtliche Kataloge gewälzt und mehrere Stunden im Internet recherchiert habe, um eine passende Organisation und ein Land zu finden. Langsam nahm ein Bild in meinem Kopf Gestalt an, dass sich mit jedem Erfahrungsbericht-Lesen und Informieren festigte. Ich fing an, mir Situationen vorzustellen, Situationen, wie das Auswahlgespräch, die Gastfamilie zu bekommen und die Vorbereitungstagungen, die zu diesem Zeitpunkt noch unerreichbar weit weg schienen und die ich immer mit dem Gedanken „Ach, das dauert doch eh noch voll lange“ wegschob. Aber es passierte. Nach langem Überlegen und Abwägen habe ich für die Organisation YFU entschieden, bei der ich aber von Anfang an ein gutes Gefühl hatte. Nach dem Auswahlgespräch kam eine Phase, die sehr lang war, aber die ich hier einmal im Kurzen zusammenfassen werde: Sie bestand eigentlich nur aus Warten und viiiiel Bürokratie (wobei das „Schlimmste“ in Hinblick auf Formulare ausfüllen ja noch kommen sollte), denn ich habe eine lange, ausführliche Bewerbung geschrieben, bei der ich mich und mein Leben detailreich beschrieben habe und die echt Zeit gekostet hat, allerdings auch gut war, um sich selbst einmal zu reflektieren. Ein großer und schwieriger Punkt war definitiv die Länderwahl. Die Auswahl ist bei YFU einfach unglaublich groß, und so oft ich Probleme bei anderen Sachen habe, mich zu entscheiden, so sah es auch bei der Länderwahl aus. Nach vielem Überlege und Gezögere standen dann ausschließlich Länder aus Südamerika auf meiner Wunschliste. Warum ich gerne in so ein Land wollte und warum besonders Brasilien mit auf Platz 1 auf dieser Liste war, darüber würde ich gerne noch einmal einen gesonderten Beitrag schreiben. Rückblickend kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich mir viel zu viele unnötige Gedanken und Sorgen über die Länder gemacht habe und, zumindest momentan, sagen würde, dass ich mir kein besseres Austauschland als meines vorstellen könnte und echt zufrieden bin. Und, es ist zwar eine nervige Floskel, aber: Es kommt nicht so sehr auf das Land an und man kann überall ein cooles und spannendes Auslandsjahr erleben! Das sagen zumindest fast alle Austauschschüler, und ich glaube es. Jedenfalls kam dann im Juli 2017 ein großer Umschlag von YFU an: Ich wurde für für BRASILIEN angenommen! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt und fröhlich ich war, als ich das gelesen habe. Das war echt ein toller Moment, den ich nicht vergessen werde. Mit dem Wissen, in welches Land ich fliegen werde, wurde es nun ernst. Ich musste noch viel mehr Formulare ausfüllen und einen Brief für die zukünftige Gastfamilie schreiben, und dann kam auch schon, schneller als ich dachte, die VBT (Vorbereitungstagung), eine absolut coole Woche mit anderen Austauschschülern, in der ich nicht nur echt viel Spaß hatte und viel Interessantes zum Thema Austausch gelernt habe, mein ganzes Auslandsjahr wurde durch die vielen Berichte und Tipps auch viel greifbarer und reeller. Ich hab gedacht: „ Oh, stimmt, bald geht es wirklich los.“ In der nächsten Zeit wurde ich dann geimpft und habe mal mehr, mal weniger ausdauernd Portugiesisch gelernt, bis ich dann im Mai 2018 am Anfang einer Mathestunde meine Gastfamilie bekommen habe. Ich sag mal so: Ich bin aufgeregt in der Klasse herumgesprungen, konnte mich kaum einkriegen vor Freude und habe alle Leute umarmt. Auf Mathe konnte ich mich dann auf jeden Fall nicht mehr konzentrieren (nich,t dass ich es sonst super gut kann 🙂 ).
Tja, und jetzt sitze ich hier, bin nicht mal mehr 50 Tage in Deutschland und das Auslandsjahr rückt immer näher und näher, schneller, als es mir eigentlich lieb ist. Wobei… vielleicht auch schon. Ich kann es nämlich nicht mehr wirklich erwarten. Alle Situationen, wie in das Flugzeug steigen oder seine Gastfamilie sehen, stellt man sich immer vor, als wären diese noch meilenweit entfernt. Aber manchmal trifft es mich wie ein Schlag, dass sie es eben nicht sind und es bald wirklich ernst wird. Die Zeit ist wirklich wie im Flug vorbeigegangen, obwohl ich so aufgeregt war. Nicht, dass es unerwartet ist, dass ich bald fliege. Es ist ja schon seit zwei Jahren geplant. Aber dass ich mich in einer Woche tatsächlich von allem hier in Deutschland verabschieden muss und für ein ganzes Jahr auf einem fremden Kontinent, in einem fremden Land und in einer fremden Familie leben werde, ist trotz der ganzen Informationen und Vorbereitungen einfach unvorstellbar und ich hab es noch nicht realisiert. Werde ich wahrscheinlich auch nicht, bis ich tatsächlich beim Flughafen bin. Der Countdown läuft, der Abflug rückt näher und näher und mit jedem Tag werde ich aufgeregter und auch gestresster. Es gibt noch immens viel zu tun, und ich habe Bedenken, dass ich es nicht mehr schaffe.
Wenn ich an den Abflugtag und die restliche Zeit davor denke, fühle ich eine komische Mischung aus Trauer, Angst, Stress, Freude und Aufregung. Doch die zwei letzten Punkte überwiegen sehr stark und trotz dass ich mein Leben hier wahrscheinlich vermissen werde und ich auch den Druck habe, noch alles von den Sachen, die ich mir vorgenommen habe, vor dem Abflug zu schaffen, kann ich es wirklich kaum erwarten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich bei dieser unglaublichen Reise begleitet und genauso wie ich erlebt, wie aus Vorstellungen echte, hoffentlich schöne Erlebnisse werden.

Até logo! Bis bald! Eure Elisabeth

Bald geht es los

Eigentlich ist schon alles gemacht. Habe ein Visum, eine Gastfamilie und ein Abflugdatum. Ich kann es kaum erwarten dass es jetzt endlich losgeht. Langsam fange ich schon an Koffer zu packen.
Am 23. August geht mein Flieger nach Detroit. Ich werde dort gleich in der Nähe wohnen.

So, viel mehr gibt es zur Zeit nicht zu sagen, außer dass ich mich schon wahnsinnig freue:)