Chaosgedanken

Hallo Leute!

Jetzt melde ich mich auch mal wieder, nach ziemlich langer Zeit. Mir kam sie gar nicht so lang vor. Ehrlich gesagt war der Januar gefühlt eine Woche lang, der Februar hat gar nicht existiert und wir sind einfach so jetzt – fast in der Mitte vom März – einfach so hier. Es ist so komisch und ich kann es gar nicht erklären. In einigen Tagen sind es weniger als 100 Tage bis nach Deutschland. Es kommt der Frühling. Dann werden es weniger als drei Monate sein. Dann Ostern. Und dann fängt der Sommer auch bald schon an. NEIN. Ich will noch überhaupt nicht daran denken!

Mitte Februar hatten wir unser Mittelseminar. Das war relativ international, denn zu uns nach Bulgarien kamen auch noch die Austauschschüler aus Rumänien und Serbien mit ihren Teamern. WIr haben das vergangene halbe Jahr reflektiert, viel Spaß gehabt, natürlich einige Energizer gemacht, geredet, gelacht und so weiter. Diese 4 Tage haben viele neue Freundschaften gebracht und es war so super, sich mit den anderen auszutauschen. Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten, als auch viele Unterschiede zwischen den Ländern. Kulturell und sprachlich. Auch wenn rumänisch keine slawische Sprache ist, haben wir einige Worte gefunden, die fast genau gleich sind. Serbisch ist sowieso sehr ähnlich. Wir können uns untereinander so ziemlich verstehen, wenn jeder in seiner Sprache redet.

Genau das, hab ich auch eine Woche nach dem Seminar wieder erleben können. Mit meiner Gastfamilie sind wir nach Österreich gefahren, zum Snowboarden und Skifahren. Mit dem Auto ging es durch Bulgarien, Serbien, Kroatien, Slowenien und dann nach Österreich. So ca. 13 Stunden hat das Ganze gedauert und zu 5. in einem normalen Auto mit Gepäck für 8 Tage war es schon sehr kuschelig. 😉 Auf jeden Fall haben wir natürlich auch Pausen gemacht, in denen wir beispielsweise gegessen haben an irgendwelchen Raststellen. Und ich weiß nicht warum, aber ich fand es so unglaublich cool, dass mein Gastpapa in Serbien und Kroatien einfach auf bulgarisch geredet hat und die anderen in ihrer Muttersprache und alle haben sich untereinander verstanden. Und auch meine Gastschwestern und ich wurden einmal gefragt, ob wir denn „Pomotsch“ (so hat es für mich geklungen) benötigen. Das bulgarische Wort dafür ist „Pomoscht“ und es heißt „Hilfe“. Es war einfach lustig für mich und es klang sehr sonderbar! 😀 In Österreich hatten wir eine super tolle Woche, wir sind viel Snowboard gefahren, wovon ich vor Bulgarien nie gedacht hätte, es mal zu machen und es auch noch recht gut zu können, nach nur einer Saison, haben am Abend Filme angeschaut und waren einfach als Familie zusammen.

Als wir am ersten Abend im Restaurant waren, gab es die Speisekarte nur auf Deutsch und ich habe für meine Familie übersetzt. Dann kam die Bedienung und es war alles vorbei mit meinem Gehirn. Ich habe es einfach nicht auf die Reihe bekommen, mit der Kellnerin auf Deutsch- und mit meiner Gastfamilie auf bulgarisch zu sprechen. Es ist wirklich unglaublich schwer gewesen, nach jedem Satz mit der Bedienung auf einmal wieder auf bulgarisch zu wechseln und meine Gastfamilie zu fragen, was die Bedienung so eben auf Deutsch gefragt hat, um dann der Bedienung im nächsten Satz wieder auf Deutsch zu sagen, was meine Gastfamilie auf bulgarisch geantwortet hat… Das gleiche ist mir auch passiert, als wir im Krankenhaus waren, weil mein Gastpapa sich den Fuß beim Boarden gebrochen hat. Außerdem habe ich die Krankenschwester fragen müssen, ob sie Hochdeutsch kann. Ihr Österreichisch war einfach nicht verständlich.. Das war schon ziemlich peinlich!

Aber dieser Urlaub war einfach großartig und ich bin noch ein Stückchen näher mit meiner Familie zusammengewachsen. Ich liebe sie einfach alle so sehr, sie geben mir das Gefühl, ein richtiges Familienmitglied zu sein und das ist einfach das Beste, was einem Austauschschüler passieren kann.

Diese Schulwoche geht von Montag bis Samstag. Warum, weiß ich nicht so genau, aber es ist nicht cool. Ich lerne recht viel, mache Hausaufgaben, treffe auch Freunde und so weiter und so fort und unter der Woche schlafe ich nicht viel, weshalb mir das Wochenende eigentlich wichtig ist, um wenigstens einen der beiden Tage nur das zu tun, was ich will und den anderen Tag eben diese Dinge zu tun, die sein müssen. Auch sind es die beiden einzigen Tage, um wieder Schlaf für die nächste Woche aufzutanken. Naja, was soll’s. Ist ja nur dieses eine Mal und im Gegensatz zu Deutschland, geht die Schule hier auch um einiges schneller vorbei. Eine Unterrichtseinheit dauert 40 Minuten, wir starten 7:30 und enden 13:15. Es gibt eine Essenspause von 20 Minuten und ich hätte, das in Deutschland auch so gerne. Wir haben viel zu viele Pausen in meiner Schule in Deutschland und ich hasse sie, weil man einfach nichts produktives in Schulpausen machen kann und auch richtig entspannen kann man sowieso erst wieder am Abend…

Genug gelabert für heute! Hoffentlich war das wenigstens ein bisschen interessant. Ansonsten ist es nämlich einfach so, dass alles so normal für einen geworden ist, man lebt einfach, als wäre es ein ganz normales Leben. Es passiert das alltägliche. In eurer Muttersprache werdet ihr an diesem Zeitpunkt, wo ich jetzt bin, weniger wortgewandt, vergesst, wie man schreibt. Ihr habt weniger Kontakt mit Deutschland, denkt in der Sprache eures Gastlandes, lernt für die Schule, trefft immer mehr neue Leute und habt Spaß. Aber es passiert auch immer häufiger, dass ihr daran denkt, dass es bald wieder nach Deutschland geht. Wie ihr darauf blickt, ist aber bei jedem ganz unterschiedlich. Ich kenne viele, die sich jetzt schon riesig freuen, weil sie so viel vermissen, manche können es gar nicht mehr abwarten, manche wissen nicht, was sie fühlen sollen und manche sind so wie ich. Ich vermisse Dinge und Personen in Deutschland, das ist ganz klar. Aber es überwiegt zu 100% alles, was hier ist und ich will nicht daran denken müssen, dass es nur noch 3 Monate sind. 🙁 Das war es jetzt aber wirklich. Bis bald!

Suzi

Bald ist Halbzeit.

Hallo ihr Lieben!

Es ist unglaublich. Die Zeit vergeht, nein sie rennt sogar. Einfach davon. Dagegen ist leider überhaupt Nichts zu machen, sie lässt sich nicht aufhalten. Wichtig ist es aber, diese Zeit zu nutzen. So viele Erfahrungen wie möglich zu machen und es zu genießen!

In meiner letzten Zeit hier habe ich viel erlebt. Ich glaube, dass geht jedem Austauschschüler so wenn die Weihnachtszeit da ist, dann Silvester kommt und man gleichzeitig auch noch Ferien hat. Außerdem sind die Sommerausgereisten jetzt auch schon ungefähr 5 Monate weg von Zuhause. 5 Monate! Einfach weg.

Die bulgarischen Weihnachtsferien fingen am 24.12, also relativ spät, an und den ganzen Vormittag haben wir gekocht – Alles vegane Speisen, denn bis zu diesem Tag geht die Fastenzeit der Orthodoxen Kirche und am Abend des 24. gibt es nur Veganes. Das hängt auch damit zusammen, dass Gott möchte, dass die Menschen sich möglichst lange dem Beten widmen und nicht den ganzen Tag mit dem Zubereiten von tierischen Speisen verbringen.

Am Abend kam dann die ganze Familie zu uns. Erst wurde gebetet und es gab eine Art Ritual zur Vertreibung des Teufels und anschließend haben wir gegessen. Auf dem Tisch befindet sich auch immer eine ungerade Anzahl von Gerichten. In Bulgarien wird typischerweise immer lange gegessen und so hat auch dieses Essen ca 4 Stunden gedauert. Die meiste Zeit wird nämlich geredet und ich finde das wirklich super, auch um das Familiengefühl zu stärken! Normalerweise werden die Geschenke erst am 25. ausgepackt, bei meiner Gastfamilie jedoch schon am Heiligen Abend, denn die ganze restliche Familie geht ja wieder weg und es ist so am aller einfachsten gewesen. 🙂

Am 25. waren wir bei der Großmutter zum Mittagessen eingeladen und es gab (hoffentlich habe ich das richtig geschmeckt 😉 ) Ente in Sele… Das ist so Kraut, aus irgendwelchem Kohl und leicht säuerlich. Die Großmutter macht immer gutes Essen. Ich mag es, dorthin zu gehen. Sie ist zur Hälfte Österreicherin und kann deswegen, auch wenn sie es langsam vergisst, ganz gut Deutsch sprechen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es dann endlich los in den Urlaub. Wir haben eine Villa in den Bergen und dorthin sind wir auch gefahren, um für einige Tage Snowboarden, beziehungsweise Skifahren zu können. Ich habe noch nie davor eines dieser beiden Dinge gemacht und mich dann für das Snowboarden entschieden. Es war lustig bei diesen Unterrichtsstunden. 100 Mal hingefallen. 300 Mal gedacht „Was tue ich hier eigentlich?“ und dann war es umso schöner, wenn die ersten Dinge geklappt haben! Und gerade das macht das Auslandsjahr aus! Neue Dinge auszuprobieren und alles mitzunehmen, was geht. <3

Vom 1.1. zum 2.1. habe ich das erste Mal auf Bulgarisch geträumt. Das Gefühl nach dem Aufwachen war einfach so unbeschreiblich wunderbar!

Meine Ferien waren leider recht kurz und so ging es ab dem 4.1. auch schon wieder in die Schule. Alltag. 🙂

Aber ja, dieser Alltag ist großartig. Ich fühle mich hier zuhause. Und ich verstehe auch, was damit gemeint ist, dass man bei einem halbjährigen Austausch dieses Gefühl vielleicht nicht wirklich bekommt, denn die ersten Monate ist immer alles neu und man muss sich an alles gewöhnen. Situationen. Die Sprache. Freunde finden. Hobbies finden. Sich an die Regeln gewöhnen und auch mit der Gastfamilie eine richtige Familie zu werden.

Bis dahin erstmal,

Сузи

Schon mehr als 100 Tage hier!

Hallo Leute!

Ich möchte mich bei euch riesig doll entschuldigen, denn ich weiß, dass ich sehr lange nichts geschrieben habe. Das tut mir wirklich leid, und wenigstens einen Grund möchte ich euch dafür geben:

Also ihr wisst ja, dass ich am Anfang einen Monat in Sofia war, wo der Sprachkurs stattgefunden hat. Das war ein wirklich supertoller Monat. Dann bin ich nach Blagoevgrad gegangen. Geplant war, dass ich dort die verbleibenden 9,5 Monate verbringe und  zur Schule gehe und so weiter. Aber es kam ein wenig anders. 🙂

Also, wie fange ich an? Der Monat in Blagoevgrad war ganz cool. Ich war nicht so super glücklich, weil mir der ganze Teil aus Sofia einfach so gefehlt hat. Ich habe in dem ersten Monat sehr viele nette Menschen kennengelernt und sie dann einfach vermisst. Aber es ging aufwärts. Ich habe Freunde gefunden und  war im Debattierclub der amerikanischen Universität. Meine Gastfamilie war ganz OK, also ich will im Nachhinein darüber nicht schreiben, weil meine ganze Meinung von ihnen durch diese eine Sache beeinflusst wurde und ich nichts wirklich Gutes mehr über sie denken kann. An einem Freitagabend, es war der 16.10., kam ich nach Hause von einem Treffen mit einer Freundin hier und sie haben mir gesagt, was sie für ein Problem haben und dass sie mich nicht mehr haben wollen. Eigentlich habe ich gedacht, es wird so ein ganz normaler Wechselprozess. Ich kann meine Schule behalten und sie suchen in Blagoevgrad eine neue Familie.

Ha – schön wär’s gewesen! Am nächsten Mittag so gegen 13/14 Uhr hat die Cheffin von YFU Bulgaria (sie kommt ursprünglich aus Deutschland) mich angerufen und mir gesagt, dass auch die Schule mich nicht mehr will (Die Direktorin ist gut mit meiner ehemaligen Gastmutter befreundet gewesen und die haben sich da wahrscheinlich abgesprochen) und die Gastfamilie möchte, dass ich heute ihre Wohnung verlasse. So geschickt war ich lange nicht und anfangs konnte ich mit der Situation nicht umgehen. Ich hatte 3 Stunden zum Packen und konnte keinen einzigen meiner Freunde verabschieden. Auf jeden Fall habe ich dann gepackt. Einfach alles in meinen Koffer gestopft und ich wusste nichts mit meinen Gefühlen anzufangen. Die Cheffin vom YFU kam, sie hat mich mitgenommen und ich habe für 2 Wochen in ihrem Haus in Sofia gelebt. Nach einer Woche hatten sie auch eine neue Schule für mich gefunden. Ich gehe seitdem auf das „nacionalna gimnaziq za prilozhni izkustvo – sveti luka“ 🙂 Das ist das Beste, was mir je passiert sein könnte. Es ist eine Schule für angewandte Kunst. Es gibt viele unterschiedliche und verrückte Leute und die meisten Fächer haben irgendwas mit Kunst zu tun.Wir haben zum Beispiel kein Chemie, Mathe, Physik oder Geographie, aber dafür Malerei, Kunstgeschichte, Werbegrafik und so weiter!

Also wie gesagt, nach 2 Wochen bei Iris (der Cheffin) wurde für mich eine neue Gastfamilie gefunden. Ich habe jetzt 2 Gasteltern und 2 Gastschwestern und ich liebe sie einfach. Mir geht es so perfekt hier! Die sind so super und wir waren gleich am ersten Wochenende in deren Haus in den Bergen. Und in den Weihnachtsferien gehen wir Snowboarden. Und bei ihren Freunden haben sie mich als ihre neue Tochter vorgestellt!

Ich fühle mich das erste mal seit Beginn meines Auslandsjahres so richtig zu Hause. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl und ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dieses unglaubliche Land jemals wieder zu verlassen!

Ihr hört bald mehr von mir, also bis dahin!

Suzii <3

P.S.: Den genauen Grund für meinen Rauswurf möchte ich euch nicht sagen, um meine alte Gastfamilie nicht „in den Dreck zu ziehen“. Aber glaubt mir, ich habe nichts falsch gemacht. Nichts illegales. Nichts schlimmes. Eigentlich gar nichts. 🙂

Хайде!

… ist wahrscheinlich eines der ersten Worte, die man als Austauschschüler in Bulgarien lernt. Zumindest war es bei mir und mindestens 3 anderen Austauschschülern in diesem Jahr so! Und dabei gibt es keine treffende Übersetzung für dieses Wort. Es wird einfach immer und überall verwendet. Am Telefon, bei Treffen, wenn jemand möchte, dass du etwas erledigst, beim Verabschieden, und so weiter. Ich kann es nicht mehr hören. 😀

Aber in diesem Post soll es darum nicht gehen, sondern vor allem um meine Ankunft in Bulgarien und den ersten Monat!

Am 14.08. ging es nämlich endlich los. Wir sind mitten in der Nacht zum Flughafen gefahren, denn der ist knapp 2 Stunden entfernt von meinem Zuhause und das Flugzeug nach Frankfurt ging um kurz nach 6.. Am Flughafen habe ich eingecheckt und dann ging es echt schnell. Verabschieden. Sicherheitskontrolle. Boarding. Los. Es war so aufregend, traurig und unbeschreiblich zur selben Zeit. In Frankfurt bin ich umgestiegen, um dann zusammen mit dem anderen Bulgarien-ATS aus Deutschland, Olrik, weiter nach Sofia zu fliegen. Wir sind über die Berge und über wirklich schöne Landschaften geflogen und in Sofia wurden wir am Flughafen von 2 YFU Personen ganz lieb empfangen. Auch Ádám aud Ungarn war schon da! Wir sind in ein Restaurant gegangen und haben unseren ersten originalen Shopska-Salat gegessen.

Am Nachmittag haben wir zu 3. (die Anderen 4 ATS sind erst später gekommen) eine Art TreasureHunting in Sofia gemacht. Nach einer Nacht ohne Schlaf und einem bis dahin schon anstrengenden Tag, war das zwar nicht ganz einfach, aber dennoch sehr lustig!

Am Abend ging es zur Orientation, die für den ganzen Samstag und einen Teil des Sonntages geplant war, zum Vitosha-Gebirge. Die Orientation war wirklich super mega toll und wir haben viel gelernt!

Am Sonntag haben unsere 4-Wochen-Sprachkursgastfamilien uns abgeholt und nach einer kurzen Begrüßung sind wir in unser Zuhause für 4 Wochen gefahren. Dort habe ich erst einmal meine Sachen ausgepackt und dann war der Tag auch schon fast wieder vorbei.

Am Montag hat der Sprachkurs angefangen. Sie haben die ATS in 2 verschiedene Sprachkurse aufgeteilt. In der ersten Woche war ich in einem Sprachkurs, wo wir ganz viel Grammatik und Vokabeln auswendig lernen sollten, aber das war wirklich doof und YFU Bulgaria hat mir die Möglichkeit gegeben, für die folgenden 3 Wochen in den anderen Kurs zu gehen. Dieser war wirklich richtig toll und ich vermisse ihn jetzt schon. Der Lehrer war super gut und ich bin von der Methode (Suggestopedia), mit der wir gelernt haben, vollkommen überzeugt. Die 3 Wochen vergingen wirklich viel zu schnell.

Wir haben uns am Nachmittag ganz oft mit den anderen ATS getroffen und irgendetwas unternommen. Am Freitag war es dann aber soweit. Abschied. Abschied vom Sprachkurs. Abschied von den anderen ATS. Abschied von der gerade wieder erreichten Komfort-Zone. Denn am nächsten Tag ging es für mich weiter nach Blagoevgrad, wo ich den Rest meines Auslandsjahres verbringen werde.

In Blagoevgrad hat meine Gastfamilie mich am Busbahnhof abgeholt und wir sind nach Hause gefahren. Abends haben wir auch schon Freunde von meiner Gastschwester getroffen und heute waren wir im Kletterpark, was super lustig war! Blagoevgrad ist bis jetzt auch echt schön, weil es nicht zu groß und nicht zu klein ist. Es gibt hier 2 Universitäten und 20.000 Studenten, weshalb die Stadt recht jung ist.

Morgen werde ich meine Schuluniform einkaufen gehen und am Dienstag beginnt die Schule! Ich bin echt schon mega aufgeregt! :O

Liebe Grüße, Susi

„Bis in einem Jahr.“ – Abschiedsfeier, Kofferpacken & Co.

Hey Leute!

In etwa einer Woche geht es schon los und von vielen Freunden und Verwandten habe ich mich schon verabschiedet. Es ist jedes Mal ein komisches Gefühl – diese Vorstellung, dass sie einfach ein Jahr nicht da sein werden, dass das Leben in Deutschland ohne einen weitergehen wird, dass man sich selber verändern wird und dass danach nichts genau so sein wird, wie es vorher war.

Am 03.08. hatte ich meine kleine Abschiedsfeier. Wir waren „nur“ zu 6., weil es dann viel persönlicher ist und ich es mehr mag, wenn wirklich nur die engsten Freunde dabei sind. ^.^ Auf jeden Fall hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte vorher ein Paar Salate vorbereitet, unter Anderem den für Bulgarien typischen „Shopska Salata“, in dem Schafskäse und ganz viel Gemüse und ein paar Kräuter enthalten sind und meine Mama hat für uns gegrillt. Außerdem haben wir einfach nur Spaß gehabt und geredet, Stadt-Land-Fluss  und BlackStories gespielt.

Inzwischen habe ich auch meine 4-Wochen-Sprachkursfamilie für Sofia, die aus einer Gastmutter, einer Gastschwester (12) und einem Gastbruder (7) bestehen wird. Mit Katya, der Gastmutter habe ich schon ein wenig über Facebook kommuniziert und sie ist richtig nett!

Auch wenn noch ein bisschen Zeit bleibt, habe ich schon das Meiste in meinen Koffer gepackt und erstaunlicherweise hat es dank Vakuumbeuteln gut reingepasst und tatsächlich sind die maximal erlaubten 23 Kilogramm auch nicht zu wenig. Ich finde, dass es echt lustig aussieht, wie in der einen Hälfte einfach fast nur Süßigkeiten und eingepackte Gastgeschenke liegen. 😀

Das war jetzt vermutlich der letzte Eintrag aus Deutschland. Ich melde mich aus Bulgarien zurück, sobald sich mir dort die Möglichkeit eröffnet und nächstes Mal, wenn ich herausgefunden habe, wie man die verkleinert, gibt es bestimmt auch ein Bild! 🙂

Liebe Grüße, Susi