Archiv des Autors: Sarah

Goodbyes are not forever

Es tut mir wirklich leid, dass ich euch so lange auf einen neuen Blogeintrag habe warten lassen.
Ich will mir hier auch gar keine Ausreden einfallen lassen, nur so viel soll gesagt sein: Ich kann jetzt endlich die Blogschreiber der letzten Jahre verstehen. Die letzten Monate des Auslandsjahres sind einfach nur so dahin geflogen und, ganz plötzlich, war es auf einmal schon Juni – der endgültig letzte Monat war angebrochen und man hatte das Gefühl einfach jede Sekunde so gut wie möglich nutzen zu müssen.
Die Highlights der letzten Monate werde ich einfach mal mit ein paar Bildern zusammenfassen.

Bei einem Track and Field Meet:

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Bei meinem ersten Baseball-Spiel. Ich muss sagen ich bin ein Fan geworden:

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Graduation – mein Highlight (ich liebe die amerikanische cap and gown):

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Trip durch die Olympic Peninsula mit Kurzstopp an der felsigen, wunderschönen Küste:

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… und in Forks (übrigens sehr enttäuschend :D):

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I’m totally in love with Seattle :

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Auf ein baldiges Wiedersehen…

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Nun bin ich seit einem Monat wieder zu Hause. Es fühlt sich oft so an als wäre ich nie weggewesen und doch merkt man das einfach etwas fehlt.
Dieses Jahr war unbeschreiblich. Ich habe in 10 Monaten viel gelernt, vor allem über mich selbst. Das Jahr hier noch einmal zusammenzufassen ist praktisch unmöglich, deshalb einfach so: Hätte ich die Chance, würde ich mich immer wieder für ein Auslandsjahr entscheiden. Es war mit Abstand die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe! Die Erfahrungen, die ich gesammelt habe – ganz gleich ob positiv oder negativ – werden mir für immer bleiben.

Zu guter Letzt möchte ich mich natürlich noch bedanken. Danke an meine Eltern, die mir das Auslandsjahr ermöglicht haben und danke an meine Gasteltern, die mich von Anfang an wie ihre eigene Tochter behandelt haben und die für immer meine zweite Familie und in meinem Herzen bleiben werden!! Ein Wiedersehen mit ihnen ist jedenfalls schon geplant 🙂

Danke auch an YFU für die tolle Vorbereitung vor und Unterstützung während des Auslandsjahres und natürlich dafür, dass ich meine Erlebnisse hier auf diesem Blog mit euch teilen durfte.

So wie ich meinen Blog mit einem Spruch gestartet habe, möchte ich ihn auch mit einem Spruch beenden.

„You will never be completely at home again, because part of your heart will always be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.“ – Miriam Adeney

Es könnte gar nicht passender sein.

Allen zukünftigen Austauschschülern wünsche ich ein einzigartiges und erfahrungsreiches Jahr. Ergreift alle Chancen, die sich euch bieten und macht das Beste aus ihnen!
Viel Glück!

Reisen, Geburtstagsfeier und Track

In den letzten zwei Monaten habe ich ganz schön viel Neues erlebt. Ich war in zwei anderen US-Staaten, hatte eine amerikanische Geburtstagsfeier und habe angefangen einen neuen Sport auszuprobieren. So, das war die Kurzzusammenfassung und jetzt mal ein wenig ausführlicher.

Mitte Februar ging es mit meiner Gastfamilie über die Winterferien nach Kalifornien. Zuerst waren wir für drei Nächte in Death Valley und dann ging es für weitere vier Nächte nach Palm Springs. Es war schön mal für eine Woche aus dem kühlen und regnerischen Wetter raus und die Wärme zu kommen. Wir sind seehr viel gewandert und haben die Sonnenstrahlen genossen.

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Zwei Wochen später ging es für mich dann nach Oahu, Hawaii! Diese Woche habe ich zusammen mit ca. 50 anderen YFU-Austauschschülern aus der ganzen Welt verbracht. Das war auf jeden Fall noch einmal ein Höhepunkt meines Auslandsjahres und ich bin sehr froh, dass ich mich dazu entschlossen habe mich für die Reise anzumelden. Es war ein tolles Programm, wir alle haben neue Freundschaften geknüpft und viel von der hawaiianischen Kultur kennengelernt.

Am ersten Tag ging es gleich los zum Surfen lernen und zu einer Katamaran Tour, bei der wir Wale und Seeschildkröten gesehen haben. Das Surfen hat allen viel Spaß gemacht, auch wenn ich es persönlich schwerer fand als gedacht. Nach einigen Malen des Herunterfallens war es dann einfach ein tolles Gefühl, wenn man endlich auf dem Surfboard stehen blieb.

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In den nächsten Tagen waren wir auf einer Ananasplantage, an der Nordküste, im Polynesian Cultural Center, in Pearl Harbor, wandern auf einem Vulkankrater und shoppen im größten open-air shopping center der Welt. Mein persönliches Highlight war der letzte Tag, an dem wir schnorcheln in Hanauma Bay waren. Nachdem man sich erstmal an das etwas ungewohnte Atmen gewöhnt hatte, war es eine einzigartige Erfahrung! Wir haben hunderte Fische gesehen und wir hatten sogar Glück, denn eine Seeschildkröte hat unseren Weg gekreuzt. Wir sind ihr für gute zehn Minuten gefolgt, weil wir es einfach unglaublich interessant fanden.

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Falls ihr genau wissen wollt, was wir so alles gemacht haben: http://hawaiiexpeditionmar1.blogspot.com/

Da haben wir jeden Tag über unsere Erlebnisse gebloggt.

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Beim Abschied gab es dann schon ein paar Tränen, weil wir uns alle so gut verstanden, so viel Spaß und so eine gute Zeit zusammen hatten.

Nach Hawaii ging es los mit den Spring Sports. Ich habe mich schlussendlich dafür entschieden Track&Field auszuprobieren, Leichathletik, und das habe ich jetzt also jeden Tag nach der Schule. Das Team ist noch viel größer als das Schwimmteam (so um die 100 Leute), aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich es nicht so gern mag wie Schwimmen. Es macht aber trotzdem viel Spaß. Ich renne die Sprint Events und nächste Woche habe ich mein erstes Meet.

Letzten Sonntag hatte ich eine tolle amerikanische Geburtstagsfeier! Zum Frühstück gab es Pancakes und am Nachmittag sind zwei Freundinnen zu mir gekommen und wir sind Eislaufen gegangen. Zum Abendessen sind meine Gasteltern, meine Freundinnen und ich nach Seattle zur Cheesecake Factory gegangen. Die Cheesecake Factory ist eine ziemlich bekannte Restaurantkette in den USA und hat Burger, Pasta, Sandwiches und andere Hauptgerichte. Dann hat sie aber auch so um die 30 verschiedene Käsekuchen (daher der Name :D) und die sind einfach suuuper gut. In dem Restaurant sollte man auf jeden Fall mal gegessen haben (auch wenn man keinen Käsekuchen mag).

Vor zwei Tagen waren es noch 100 Tage bis zu meinem Abflug zurück nach Deutschland. Die letzten drei Monate sind angebrochen. Ende April haben wir unsere letzte Orientation, die uns auf den Abschied und das Wiedereinleben in Deutschland vorbereiten soll.

Bis dahin,

Sarah

Weihnachtsferien und Semesterende – Halbzeit!

Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014 (auch wenn das jetzt schon ein wenig her ist)! Das erste Schulsemester ist jetzt vorbei und somit auch die Hälfte meines Austauschjahres – seit 5 Monaten lebe ich nun schon in den USA.

Aber nun erst einmal zu meinen Weihnachtsferien:

Während der Ferien habe ich fast jeden Tag etwas anderes unternommen – ich war immer ganz schön beschäftigt!

Für die Ferien hat uns Justin, der erste Austauschschüler meiner Gastfamilie aus Südkorea besucht, und hat mit uns Weihnachten gefeiert, da er während seines Austauschjahres nicht die Chance dazu hatte (er ist im Januar gekommen und Anfang Dezember desselben Jahres wieder gegangen).

Heiligabend haben wir mit der Verwandtschaft auf Seite meines Gastvaters verbracht. Wir saßen zusammen, haben Spiele gespielt, gegessen und gegen späteren Abend hatten wir auch  schon eine vorgezogene Bescherung, bei der sich die ganzen Verwandten untereinander beschenkt haben. Ich habe auch Geschenke von meinen Gasttanten, -onkels, und –cousinen bekommen, die mich immer an meine Zeit hier erinnern werden (:

Am Morgen des Christmas Day hatten wir dann die eigentliche Bescherung zu Hause mit meinen Gasteltern. Zuerst haben wir die „Stockings“ (die Socken, die über dem Kamin hängen) ausgepackt, wo für jeden ein paar Süßigkeiten drin waren. Dann haben wir alle Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt, die schon ein paar Tage vor Weihnachten darunter gelegt wurden. Den Nachmittag und Abend haben wir dann bei den Verwandten meiner Gastmutter verbracht und abends gab es dann dort nochmal eine kleine Bescherung.

Am 26. Dezember haben Justin und ich den Bus nach Seattle genommen und er hat mir viele Plätze in Downtown gezeigt. Wir waren zum Beispiel auf dem Riesenrad direkt am Ozean und Hafen, in Chinatown und auf einer Aussichtsplattform, die sich im 76. Stock eines Hochhauses befindet und haben viele tolle Fotos geschossen.

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Seattle – eine wunderwunderschöne Stadt!

Eine Art Tradition ist, dass meine Gasteltern ihre Nichten als ein Weihnachtsgeschenk zum Essen einladen und danach ein Musical mit ihnen anschauen gehen. Dieses Jahr durfte auch ich Teil dieser Tradition sein und so haben wir uns am Freitag Abend alle in Downtown getroffen und haben in einem richtig tollen Restaurant gegessen, in dem die Köche direkt am Tisch eine Art Show-Kochen gemacht haben. Danach sind wir dann zum Theater gegangen um uns das Musical „Oliver!“ (basiert auf der Geschichte von Oliver Twist) anzuschauen. Das war echt ein tolles Musical und ein wunderbarer Abend!

Während das Wochenende dann eher ruhig war, haben wir Silvester dann wieder mit allen Verwandten zusammen gefeiert. Alle sind bei meinem Gastonkel und deren Familie zusammengekommen, wir haben Spiele gespielt und auch dort übernachtet. Um 12 Uhr haben wir im Fernsehen die Übertragung der Feuerwerke in Seattle und an der Space Needle angeschaut. Dazu kann man nur ein Wort sagen: Awesome!

Am Wochenende bevor die Schule wieder begonnen hat, hatte ich die YFU Mid-Year Orientation in der Great Wolf Lodge. Wir haben von Samstag auf Sonntag in der Lodge übernachtet und konnten auch den Wasserpark der Lodge mit vielen guten Rutschen nutzen. Der Schwerpunkt der Orientation lag darin uns zum Nachdenken zu bringen, was wir im nächsten halben Jahr noch alles erleben wollen, oder auch was wir ändern wollen.

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Dann ging der Schulalltag auch schon wieder los und letzte Woche hatten wir dann unsere End of Semester Finals, da war dann nochmal richtig lernen angesagt. In manchen Fächern hatten wir Projekte, aber in den meisten Multiple-Choice Tests. Jetzt haben wir ein dreitägiges Wochenende und am Dienstag beginnt dann das neue (und letzte) Semester. Das Wochenende ohne jegliche Hausaufgaben habe ich jedenfalls genutzt, um einen Sleepover mit einer Freundin zu machen.

Der Eintrag ist ein wenig länger geworden als sonst, aber immerhin hatte ich ja viel aufzuholen.

In drei Wochen sind Winterferien und meine Gastfamilie und ich verbringen sie im Death Valley, California. Anfang März fliege ich mit einer von den YFU Reisen nach Hawaii, worauf ich mich schon seehr freue! Danach wird auf jeden Fall wieder ein neuer Blogeintrag kommen.

Ganz viele liebe Grüße!

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Mein Kunstprojekt – ein T-Shirt Druck ganz nach dem Motto „Auslandsjahr“

JV Championship, Schwimmbankett, Halloween und Thanksgiving

Es gibt viel Neues zu berichten (:

In der Woche vor Halloween bin ich mit ein paar Freunden zu einem Corn Maze gefahren, einem Maislabyrinth. Als wir dort ankamen, war es schon stockdunkel und gut vorbereitet wie wir waren, hatten wir natürlich keine Taschenlampen mit, aber unsere Handys haben letztendlich auch geholfen. Es war jedenfalls ein sehr lustiger Abend und es hat viel Spaß gemacht, den Weg aus dem Labyrinth heraus zu suchen (:
Am Sonntag darauf haben wir Kürbisse ausgehöhlt – das macht ziemlich viel Arbeit (und auch eine riesige Sauerei), aber es hat auch gleichzeitig viel Spaß gemacht. Hier ein Bild von meinen Kreationen:

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Im Maislabyrinth (:

Am 31.10. bin ich mit ein paar Freunden in der Nachbarschaft „Trick or Treating“ gegangen, eine sehr amerikanische Erfahrung! Besonders cool waren die ganzen Halloween Dekorationen und das so ziemlich alle in der Nachbarschaft auf „Trick or Treater“ vorbereitet waren und es viele Süßigkeiten gab (:

Der 1.11. war für mich ein besonderer Tag – und vielleicht auch der Beste, den ich bisher hatte. Es war mein letztes Schwimmeet und zwar die „JV (Junior Varsity) Championship“. Alle Junior Varsity Schwimmer (Varsity sind die Profis und Junior Varsity alles darunter) von den Schulen, gegen die wir die ganze Saison über einzeln angetreten sind, sind zu unserem Pool gekommen und wir sind alle gegeneinander angetreten. Das war einfach unglaublich! Es wurde wie wild angefeuert und jeder hat sein Bestes gegeben. Das Meet war außerdem das längste überhaupt – es ging fünf Stunden lang, weil es einfach so viele Schwimmer waren. Der Wettkampf lief für mich sehr gut und ich bin noch einmal Bestzeiten geschwommen (: Vor allem mein 100 yards Freistil Event lief sehr gut – mein Gastvater hat mir später erzählt, dass ich noch die nächsten 2 Durchgänge mit meiner Zeit gewonnen hätte. (In jedem Event gibt es mehrere Durchgänge (sog. „Heats“). Im ersten Durchgang schwimmen die Leute mit den langsamsten Zeiten, im letzten dann die mit den schnellsten Zeiten)

Letzte Woche nach den Distrikt– und Staatwettkämpfen im Schwimmen hatten wir dann auch ein Schwimmbankett. Das ganze Team ist noch einmal zusammengekommen und unsere Coaches haben zu jedem Einzelnen etwas gesagt (das fand ich persönlich sehr schön, dass sie über alle 59! Leute geredet haben). Dann wurden auch noch Awards vergeben. Und ich war ganz schön baff, als ich auch einen Award bekommen habe: Meine Teammitglieder haben bei der Wahl für den „JV Most Inspirational“ (= meist inspirierender Junior Varsity Schwimmer) für mich gestimmt. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es hat mir noch einmal gezeigt, wie gut die Entscheidung war im Schwimmteam mitzumachen.

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Am Donnerstag habe ich dann meinen ersten richtigen amerikanischen Holiday erlebt: Thanksgiving. Meine Gastfamilie und ich haben schon am Tag vorher angefangen die Pies zu machen und andere Dinge vorzubereiten. Wir haben ganz traditionell Pumpkin Pie gemacht, dann aber auch noch Pumpkin-Cheesecake und Pumpkin-Ice Cream Pie. Obwohl ich kein großer Fan vom Kürbisgeschmack bin, haben mir die Kuchen echt gut geschmeckt (: Am Thanksgiving Day ist dann die ganze Familie zu uns gekommen und wir sind zusammen gesessen, haben Karten gespielt, geredet und natürlich gegessen! Es gab Turkey, Stuffing, Gravy, Cranberry Sauce und Sweet Potato Casserole (Süßkartoffelauflauf mit braunem Zucker und Marshmallows – eine typische Beilage zum Turkey) – und das war nur ein Ausschnitt von der Auswahl (:

Mit einer Freundin war ich dann auch ein wenig Black Friday shoppen und es gab wirklich viele gute Deals, aber die Haupteinkaufszeit (von ca. 24.00-8.00 Uhr), in der die Geschäfte einfach nur überfüllt sind und alle sich um die Sachen reißen, haben wir verpasst; wir sind erst um 10.00 Uhr losgezogen. Danach waren wir in einem Hotel, in dem es eine Art „Gingerbread“ (=Lebkuchen) Ausstellung gab. Dort waren kleine Städte, ein Schiff und mehr nur aus Lebkuchen und anderen Süßigkeiten aufgebaut. Direkt nach Thanksgiving wird hier nämlich alles schon für Weihnachten vorbereitet und geschmückt.

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So, das war alles, was ich in dem letzten Monat so erlebt habe, zusammengefasst.

Bis bald,

Sarah

P.S. Danke an alle, die meine Blogeinträge kommentieren. Ich lese mir die Kommentare immer durch und freue mich sehr, dass ihr meinen Blog und meine Erlebnisse verfolgt (:

Schule, Homecoming Week – Update

Mal wieder ein neuer Blogeintrag… Und schon ist wieder ein Monat vorbei!

Mir geht es hier nach wie vor super und mittlerweile ist alles zum Alltag übergegangen. Ich werde euch jetzt einfach mal über die Ereignisse der letzten Wochen berichten und ich dachte mir, ich könnte auch mal ein bisschen mehr über das Schulleben hier in den USA erzählen.

Zu Beginn des Schultages um 7.50 Uhr ertönt erst einmal die Pledge of Allegiance, gefolgt von den Announcements und einem „random fact of the day“. In jedem Klassenraum hängt die Flagge der USA und die Amerikaner stehen (für gewöhnlich, nicht alle machen es) auf, drehen sich zur Flagge, mit der Hand auf dem Herzen und hören sich die Pledge of Allegiance an (manche sprechen sie auch mit). Das hört sich dann ungefähr so an: „Good morning Shorewood! Please stand for the Pledge of Allegiance. <I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands, one nation under god, indivisible, with liberty and justice for all.>”

Mittlerweile habe ich sie schon so oft gehört, dass ich sie mitsprechen könnte. Ich habe normalerweise jeden Tag drei Fächer, die jeweils ca. 2 Stunden lang gehen. Nach den ersten beiden Klassen haben wir Lunch und die Schule endet um 14.25 Uhr. Die Hausaufgaben werden hier eigentlich immer kontrolliert bzw. eingesammelt und man bekommt Punkte für die Aufgaben. An meiner Schule bekommt jeder Schüler zu Beginn des Schuljahres ein iPad, was ziemlich praktisch ist, weil man dann die ganzen Schulbücher auch online hat und somit sein gebundenes Buch zu Hause lassen kann. Hier schreiben auch generell alle mit Kuli oder Bleistift; als ich neulich meinen Füller im Spanischunterricht rausgeholt habe, weil ich meinen Kuli vergessen hatte, waren alle ganz begeistert und als ich dann auch noch meinen Tintenkiller benutzt habe, waren sie hin und weg! Und ich fand es sehr amüsant meiner Mitschülerin erklären zu müssen, wie ein Killer funktioniert 😀

Eine Freundin hat mich auch das erste Mal mit nach Seattle genommen und mir Downtown Seattle gezeigt. Wir haben Pike Place Market besichtigt, haben den ersten Starbucks-Laden überhaupt besucht und unser Kaugummi an die Gum Wall geklebt. Die Gum Wall ist eine Wand, die über und über mit gekautem Kaugummi zugeklebt ist und sie ist mittlerweile eine Art Wahrzeichen von Seattle. Die Vorstellung ist ganz schön eklig, aber wenn man direkt vor ihr steht, ist sie ziemlich beeindruckend. 😀

[singlepic id=538 w=320 h=240 float=] Pike Place Market

[singlepic id=532 w=320 h=240 float=] Gum Wall (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/93/Gum_wall2.JPG)

An meiner Schule war außerdem in der letzten Woche Homecoming Week, wo sich alle jeden Tag zu verschiedenen Themen verkleidet haben. – Und ich kann euch sagen, während dieser Woche spielt die ganze Schule einfach nur verrückt! Am Freitag war die Homecoming Assembly, alle haben sich in der Sporthalle versammelt und die Klassenstufen sind in Spielen gegeneinander angetreten. That was so much fun and I experienced a lot of school spirit! Außerdem wurden während der Assembly Homecoming King und Queen verkündet. Am Abend war dann das Homecoming Football Game, was wie jedes Football Game total viel Spaß macht. Am Samstagabend wurde der Homecoming Dance in der Sporthalle der Schule veranstaltet. Am Nachmittag vor dem Dance wurde sich fertig gemacht und dann bin ich mit einer Gruppe zuerst zum Dinner, dann zum Dance und später ins Kino gegangen (wir haben uns „Gravity“ angeschaut- echt sehenswert). Alles in allem war es eine unglaublich tolle, aber auch sehr lange Nacht!

[singlepic id=536 w=320 h=240 float=] [singlepic id=535 w=320 h=240 float=] Homecoming Assembly

[singlepic id=537 w=320 h=240 float=] Homecoming Dance

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Die Schwimmsaison neigt sich langsam dem Ende zu – die letzten zwei Wochen sind angebrochen und ich kann es gar nicht glauben und finde es auch etwas schade, dass das Schwimmtraining bald vorbei sein soll. Die Meets laufen super, ich verbessere mich jedes Mal und unser Team hat einen unglaublichen Zusammenhalt! Am Donnerstag ist unser letztes Homemeet, an dem das ganze Schwimmteam teilnimmt, und deshalb gehen wir danach alle zusammen zum Dinner. Über das Wintersemester werde ich keinen Sport machen, da es einfach nicht viel Auswahl gibt, aber im Spring werde ich wahrscheinlich mit Wasser Polo anfangen.

Ich hoffe, dieser Eintrag hat euch mal wieder einen Eindruck von dem gegeben, was seit meinem letzten Bericht hier so alles passiert ist.

Nächste Woche werde ich dann Halloween in den USA erleben und in einem Monat ist schon Thanksgiving. Spätestens dann werde ich wieder berichten,

Sarah