Archiv des Autors: Michelle

Veränderung

 

Bei mir hat sich die letzten zwei Wochen viel verändert. Ich habe die Gastfamilie gewechselt. Die genauen Gründe werde ich hier nicht schreiben, da es ja auch ein kleines Stück Privat ist. Die letzte Zeit war wirklich nicht einfach für mich. Es war echt eine Herausforderung und nicht immer einfach. Die vielen Sachen, die wir auf der Vorbereitungstagung gelernt haben, haben mir aber manchmal echt geholfen und auch YFU hat mir super geholfen bei allem! Wie ich vorher von vielen anderen gehört habe, kann auch ich es nur sagen. Es ist eine schwere Zeit, aber man lernt sehr viel. Ich glaube auch, diese Zeit war mit einer der stärksten, wo ich eigenständiger geworden bin und wo ich am meisten gelernt habe.

Nun möchte ich aber das ganze Thema vergessen. Mir geht es in meiner neuen Gastfamilie sehr gut! Ich hab nicht nur die Gastfamilie, sondern auch den Ort und Schule gewechselt. Nun wohne ich 30min von der Stadt entfernt. Ich habe eine Gastmutter und eine 18 jährige Gastschwester. Ich freue mich sehr auf mein Norwegisches Weihnachten! Ich werde zusammen mit meiner Gastfamilie und den Großeltern der Gastfamilie Weihnachten auf einer Farm verbringen. Hört sich doch ziemlich spannend an.

Michelle

Schon fast 3 Monate in Norwegen

Hei!

Die Zeit vergeht im moment so schnell hier. Jetzt bin ich schon fast 3 Monate in Norwegen und es fühlt sich an wie nur eine Woche. Der Alltag ist hier auch eingekehrt also passiert im moment nicht mehr ganz so viel. Aber es ist immer noch spannend!

Vor zwei Wochen ist auch ein kleiner Traum von mir in Erfüllung gegangen! Ich habe Nordlichter gesehen. Es war so wunderschön und ein Moment, den ich niemals vergessen werde. Die Norweger finden das ganze nicht mehr so spannend, somit ist meine Gastfamilie im Haus geblieben. Aber ich hatte Lena (eine andere Deutsche Austauschschülerin) zu Besuch und wir haben Fotos gemacht. Ich glaube ich muss nicht mehr viel sagen. Das Bild sagt einfach alles.

DSC_0795Michelle

Ut på tur, aldri sur!

“På tur” ist typisch für Norwegen. Es ist eine Wandertour zu bestimmten Orten oder Hütten. Heute sind wir mit anderen Leuten 3Km zu einer Hütte gewandert. Norweger machen dies sehr oft. Dabei solltet Ihr euch denn Satz: “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung” merken. Denn dieser Satz trifft 100 Prozent zu. Wir sind im Starkregen gewandert, aber es hat mega Spaß gemacht. An der Hütte angekommen gab es dann auch Kvikk Lunsj. Das berühmte norwegische Kit Kat.

Kvikk lunsj

Aber ich möchte euch natürlich auch von meinen letzten Wochen erzählen, denn ich bin jetzt schon drei Wochen in Norwegen und ich finde es immer noch total schön hier. Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich immer noch sehr gut und sie helfen mir sehr, mich hier einzuleben.

Aber kleinere Schwierigkeiten gibt es schon in Sachen Sprache und Müdigkeit.

Die neue Sprache und die neuen Eindrücke machen dem Körper sehr zu schaffen, sodass ich andauernd Müde bin. Dazu ist es ein reinstes Sprachchaos in meinem Kopf. Ich denke auf Englisch, Deutsch und Norwegisch. Aber es wird immer besser.

Die Schule hier unterscheidet sich sehr zur deutschen. Es ist erlaubt an den Handys zu sitzen und das nutzen die Schüler hier auch voll und ganz aus. Sie fängt um 8:00Uhr an und endet ca. um 14:30Uhr. Die Beziehung zu den Lehrern ist etwas lockerer, denn die Lehrer werden mit dem Vornamen angesprochen. 

Michelle

 

 

Im Land der Fjorde und Trolle angekommen!

Da war der Tag nun. Der Tag, auf den ich seit über einem Jahr gewartet hab. Ich war so überglücklich aber aufgeregt an diesem Tag. Der Abschied von meiner Familie viel mir schwer aber nicht so schwer wie gedacht. Ich kann mich erinnern, dass ich im Flugzeug war und mein Abschiedsbuch gelesen habe, wo meine Freunde und Familie vorher reingeschrieben haben. Aber kaum waren wir in der Luft, sind wir auch schon wieder gelundet. Am Flughafen angekommen wurden wir schon von YFU Mitarbeitern in Empfang genommen. Wir sind noch ca. 1 Stunde nach Hønefoss gefahren, wo unser Arrival Camp war. Das Arrival Camp hat auch alle Erwartungen übertroffen! Besser hätten die ersten Tage auf norwegischem Boden nicht sein können. Es war wie eine kleine Vorbereitungstagung mit neuen Leuten aus anderen Ländern. Wir haben lustige Videos über Norwegen geschaut, es gab einen internationalen Abend und einen Abend, den die Returnees gestaltet haben.

Am Samstag mussten ein paar von uns (inklusive mir) um 5.00Uhr aufstehen, da um 6.30Uhr unser Bus zum Flughafen kam.
Ich bin alleine nach Trondheim geflogen. Der wohl aufregendste Moment war, als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin. Es ist ein unglaubliches Gefühl, was einem in diesen Sekunden durch den Kopf geht.
Ich war so nervös endlich meine Gastfamilie zu treffen. sie besteht aus eine Gastmutter (Eldbjørg), einem Gastbruder (Erlend 22) und zwei Gastschwestern ( Mia,15 und Ida,24). Als sie dort standen, habe ich sie gleich erkannt. Während der Autofahrt haben wir viel geredet.
Abends sind wir mit dem Boot zur anderen Insel gefahren. Denn auch Ich wohne auf einer Insel. Das war so wunderschön. Ich kann es wirklich nicht beschreiben aber es war so ein tolles Gefühl auf diesem Boot zu sitzen und einfach in die Natur zu schauen.
Bis jetzt fühle ich mich echt wohl bei meiner Gastfamilie und sie sind echt nett und helfen mir bei allem!

YFU Arrival Camp

Die Aufregung Steigt!

Hei! Jeg heter Michelle og jeg er seksten år gammel (Hallo! Ich heiße Michelle und ich bin 16 Jahre alt). Das war der erste Satz, den ich gelernt habe, als feststand, dass ich mein Auslandsjahr im schönen Norwegen verbringen werde. Auf diesem Blog möchte ich Euch gerne an meinen Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben lassen. Es sind noch 42 Tage, bis das wahrscheinlich größte Abenteuer meines Lebens beginnt. Vor ungefähr drei Wochen ist ein Brief von YFU bei mir ins Haus geflattert, auf dem mein Abflugdatum stand. Ich finde es aufregend zu merken, wie die Zeit immer und immer weniger wird und man noch trotzdem so viel wie möglich in Deutschland erleben möchte. Es ist ein Zwiespalt. Auf der einen Seite würde ich am liebsten sofort ins Flugzeug hüpfen und auf der anderen Seite würde ich gerne noch ein bisschen Zeit in Deutschland verbringen können. 🙂 Deshalb fällt es mir auch immer schwerer auf meinen Countdown zu schauen, denn der Abschied von Deutschland nähert sich.

Wenn ich Bekannten, Freunden und Familie erzähle, dass ich ein Auslandsjahr machen werde, sind Sie total begeistert. Meistens kommt dann die Antwort: „Wow cool! Wie toll!” Wenn ich dann aber sage, dass mein Gastland Norwegen ist, sehe ich immer wieder mehr oder weniger geschockte Gesichter mit Fragezeichen. 🙂 🙂 🙂 Ich erzähle dann immer ein bisschen über Norwegen und versuche ihnen zu zeigen, dass dieses Land auch sehr spannend ist. Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich mich für Norwegen entschieden habe. Es ist etwas anderes! Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, dass er Norwegisch spricht? Nicht viele! Es sind manchmal kleinere aber manchmal auch größere Gründe, weshalb ich mich für ein Auslandsjahr allgemein und auch für Norwegen entschieden habe. Ich möchte eine neue Kultur kennenlernen, Erwachsener werden, eine neue Sprache sprechen, internationale Freundschaften schließen und noch vieles mehr. Dass es mich in den hohen Norden zieht, in das Land der Trolle und Fjorde war für mich eine sehr überdachte, aber auch spontane Entscheidung, denn früher wollte ich immer in die USA. Heute denke ich mir einfach: „Warum denn nicht?” 🙂 Dafür ist ein Auslandsjahr doch da. Um etwas Neues auszuprobieren! Ein sehr großer Punkt war auch die norwegische Natur die mich sehr fasziniert. Eine Gastfamilie habe ich leider noch nicht aber ich bin sehr aufgeregt und hoffe sie bald zu bekommen.

Auch wie es wohl sein wird, sie das erste Mal zu sehen kann ich mir bis jetzt noch nicht vorstellen aber ich glaube, dass es sehr schön wird.

Zu einem Auslandsjahr gehört auch die Vorbereitungszeit, die ich als Achterbahn der Gefühle erlebe. Meine Vorfreude steigt und steigt immer weiter, aber manchmal gibt es auch kleinere Tiefs. Das sind dann die Zweifel, die aber immer sehr schnell verschwinden. Vor einem Monat hatte ich die VBT und ich danke YFU, den Teamern und allen anderen für diese wundervolle Woche. Ich finde YFU hat uns in dieser Woche sehr gut auf das Auslandsjahr vorbereitet und so fühle ich mich momentan auch.

Was ich mir von einem Auslandsjahr erhoffe ?

 

Ich finde, das ist eine sehr schwierige Frage. Ich erhoffe mir einen Einblick in ein anderes Land. In eine neue Kultur. Ich möchte selbstständiger und erwachsener werden, Freunde und vielleicht auch mein Zweites zu Hause finden. Aber ich möchte mir auch nicht zu viel erhoffen, weil es dann eventuell zu Enttäuschungen kommen kann, wenn diese Sache nicht eintrifft. Somit nehme ich mir vor mich über alle meine Fortschritte, alles schöne und alles Positive in meinem Auslandsjahr zu freuen und es vor allem zu genießen. Bald stehe ich vor der nächsten Herausforderung. Nämlich das packen. Ich werde euch natürlich davon berichten

“Packing one room, one life and one year in one bag”.

 

Mein Fazit: Ich freue mich über jede/n Leser/in auf diesem Blog und ich hoffe, dass ich ein wundervolles Jahr mit fantastischen Erlebnissen haben werde. Sodass ich Euch davon berichten kann! 🙂

Ha det (Tschüss) und schöne Sommerferien 😉

 

Michelle