Archiv des Autors: Merhaba2015

Meine lustige Gastfamilienwoche

Mit laufenden Tränen, roten Gesichtern und abertausenden Kamerablitzen verlassen wir unsere engsten Freunde aus Osteuropa. Sie werden nun im Laufe des Tages in ihr Heimatland fliegen, obwohl viele gar nicht möchten. Meine liebe Gastfamilie, wir kennen uns vom Schreiben via Whatsapp (Technik, die begeistert ;), holte mich etwas später, etwa gegen halb elf. Letztendlich lag es aber auch daran, dass noch das halbe Camp mit dem Selfiestick ankam… Auch von den Türken verabschiedeten wir uns emotional – mit Selfies… Sie kehren nun zurück nach Ankara, Trabzon, Bursa, Kayseri oder in ihr Haus hier in İzmir. Aber wir sind sicher, dass wir uns alle wiedersehen! 🙂 Schließlich leben wir im Zeitalter von Facebook und WhatsApp. 😉

IMG_6395

Meine Gastfamilie, das sind Gastvater Kazım, Gastbruder Utku und Gastmutter Sevgi, die Zuhause auf uns wartete. Das Zuhause ist ein kleines, 8-räumiges Appartement im 4ten Stocke. Es befindet sich etwa eine halbe Stunde entfernt im Nordwesten der riesigen Stadt İzmir. Die Umgebung erinnert mich an das Straßensystem New Yorks: Wie ein Schachbrett stehen reihenweise fast identische, weiß-braune Appartements nebeneinander, getrennt durch Tannen und kleine Vorgärten. Ganz anders hingegen ist es innen! Ein gerader, langer Flur verbindet die Einzelräume miteinander. Weiße, teils kunstvoll und schön verzierte Wände ziehen sich hinter glänzenden Holzmöbeln entlang. Der größte Raum, meine Gastfamilie nennt ihn „Salon“, ist eine Art Wohnzimmer mit drei Sofas.

Ich schlafe mit Utku, meinem Gastbruder, und Tona, seinem Freund, in seinem Zimmer: Ein paar Schränke, Bücher, ein Rechner mit der neuesten PlayStation, ein Schreibtisch und ein Doppelstockbett mit herausziehbarem, drittem Bette, das klassische Jugendzimmer eben.

IMG_6398

Ich glaube, am ersten Tag sahen wir nur noch Filme, denn es war wirklich sehr warm. In einigen Räumen gab es aufgrunddessen Klimaanlagen, die frischen Wind in die gute Stube blasen. Ich half  Kazım beim Kochen und Zubereiten, während Utku und Sevgi derweil den Tisch deckten. Genau weiß ich nicht, was es war, aber ich tippe auf Tomaten mit Zucchini, Couscous, Reis und einem nicht-identifizierbaren Nachtisch. Ich aß alles, es schmeckte wundervoll! Meine Gastfamilie ist an sich nicht sehr traditionell türkisch, eher westlich geprägt! Die Kochkunst und Auswahl der exotischen Speisen hingegen ist unverkennbar türkisch, worüber ich mich sehr freue. 🙂

Während der nächsten Tage gingen wir jeden Tag shoppen. Auf dem Bazar in verschiedenen Stadtteilen wie Konak, Karşıyaka oder Çeşme war Eden auf Erden: Orientalische Lampen, kunstvolle Schachbrette, bunte, weiche Stoffe in allen Farben, witzige Hüte – Türken stehen auf Hüte^^, traditionelle und auch moderne Kleidung, viele Läden, wo in großen Säcken gewürze verkauft werden, Kaffeläden, aber auch klassische Läden mit glitzerndem Krimskrams für den Touri! Gemeinsam mit Utku und Tona gingen wir in ein großes Kaufhaus. Sie erzählten mir, dass sie diese lieber mögen: Viele Türken gehen gerne auf den Bazar zum Handeln und wegen der großen Auswahl. Im Kaufhaus ist das Angebot begrenzter, es gibt feste (teils europäische^^) Preise und die Ware ist oft importiert. Utku findet die Kaufhausatmosphäre angenehm, auch weil hier garantiert nur westliche, geschäftige Türken umherlaufen und Taschendiebe  oder aufdringliche Verkäufer diesen Ort meiden. Das ist nicht ganz mein Geschmack: Es ist teuer, die Ware ist US-amerikanisch (hier: langweilige Jeans und dunkle, einfarbige Schlabberhemden) und es gibt nichts Besonderes, wir tranken also einen Cappuccino bei Starbucks.

Mittwochabend kam Sevgi früh von der Arbeit wieder. Sie konnte also kochen, wobei ich sie begleitete. Sie fertigte eine gefüllte Aubergine an und backte sie ihm Ofen. Mir gab sie Schnittlauch und ein Messer zum Kleinhäckseln. Sie gab dazu kleingewürfelte Kartoffelstücken und ein gewürfeltes Kochei. Dazu gab ich noch etwas Salz und Pfeffer, sowie einen Schuss Olivenöl. Was auch immer es war, – sie nannte es „Salat“ – es schmeckte unglaublich lecker! 🙂
Als ich ihr nach dem Essen sagte, wie es mir schmeckte, klopfte sie sich auf die Schulter und sagte: „Tja, ich bin nicht nur eine Schönheit, sondern auch die beste Köchin!“ Alle am Tisch fingen an zu lachen. Im Übrigen fragt ihr euch bestimmt, wie wir kommunizierten, oder? Ganz einfach: Soweit es geht, versuchte ich Türkisch zu sprechen und Neues zu lernen. Mit Sevgi sprach ich auch viel Englisch, weil sie gerne ihr Englisch verbessern möchte. Die ganze Familie spricht verhältnismäßig sehr gutes Englisch, wir verstanden so ziemlich immer, was der Andere möchte. 😀

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam zu einem alten Monument von etwa 2000 vor Christus. Es handelt sich um eine Gravur in Stein eines Wächters, der die Stadt beschützen soll. Es erinnert mich an den ägyptischen Gott أوزيريس  (Osiris), was auch immer er hier macht. O.O
Danach fuhren wir weiter, denn Kazım wollte mir unbedingt etwas zeigen: Wir kamen an in einer kleinen Stadt, eher Dorf, welches sehr verlassen war. Es waren vielleicht 4 Menschen zu sehen, wenn überhaupt. Ich folgte ihm hinauf zu einem kleinen Haus, wo ungewöhnlich viel Hitze herauskam. Ich sah 5 Männer mit nackten Füßen auf dem Boden sitzen. Eine Hand hielt einen Eisenstab in einen heißen Steinofen, die andere Hand hielt eine Zange mit einer schimmernden Flüssigkeit fest. Kazım erklärt, dass hier die berühmten „Nazar Boncuğu“ hergestellt werden. das sind abgeflachte blau-weiß-schwarze Glasaugen, die in Schmuck eingearbeitet werden, aber auch in Alltagsgegenständen, Dekor und sogar Wänden und Fußböden zu finden sind. Nazar Boncuğu hat einen Volksglauben, schon aus der Antike. Das Auge soll Unglück abwehren und ein glückliches Leben ermöglichen. Daran glaubt auch meine Gastmutter Sevgi. Auch ich kaufte mir ein paar schöne Dinge, zum Beispiel einen Baum aus Glas mit diesen Augen dran und Weiteres. Als wir nochmal in dem Häuschen waren sah ich zu, wie einer der lieben Arbeiter mir einen Fisch schmolz. Einen Glasfisch mit zwei Nazar Boncuğular drin. Er bewacht jetzt meinen Zimmereingang! 🙂

IMG_6397Auch sehr schön war der Besuch im Archäologiemuseum der Stadt. Es gab Funde aus Griechenland, dem antiken Osmanischen Reich, aus Ägypten oder aus Konstantinopel, dem heutigen İstanbul. Witzig war, dass die Exponate ohne Glaskasten, Seilabsperrung oder Ähnliches frei im Raum standen –originell! Die Türken hegen scheinbar kein Interesse, sich an den Exponaten zu vergehen, geschweigedenn, sich daraufzusetzen – für mich eine völlig neue Erfahrung!

Es gab noch sehr viel mehr Erlebnisse während der letzten 6 Tage in der Türkei und ich lernte noch Freunde der Gastfamilie kennen, mit denen wir zusammen aßen, etc. Besonders an meinen lieben Bora werde ich mich erinnern. Wir redeten stundenlang, kamen super zurecht und er kaufte mir einen schöne Tasche! <3
Unseren letzten Abend verbrachten wir, Sevgi, Kazım, Utku und ich auf einem Turm in einem Café, von dem aus man über ganz İzmir schauen kann. An diesem Abend gab es eine Art Gewitter in der Ferne: Es wurde endlich mal kühl, yes!!! 😀 Aber auch nach dem 50sten Photo von der gleichen Stelle schaffte ich nur 2, auf denen Blitze zu erkennen sind…^^

IMG_6396

Ich bin sehr dankbar, dass wir eine ganze Woche Spaß zusammen erlebten. Auch bin ich froh, dass sie mir einen tieferen Einblick in die Stadt İzmir gaben, sowie Erinnerungen und fürs Leben. Vielen Dank an Sevgi, die beste Köchin, Kazım, der mich auch morgen nicht im Schach schlägt, Utku, der gnadenlose Sturmangreifer in Battlefield, Tona, dir viel Erfolg bei deinem Austausch nach Schweden, Bora, den ich lieb habe, wir sehen uns wieder ;), Poyras, mit dem ich mein Türkischvokabular erweiterte und an den lieben Arbeiter am Glasofen. 🙂

Akuma für das Merhaba-Blog-Team

Klangstraße – Spiel aus Tönen, Texten, Videos

Zwei Wochen haben die Teilnehmer des Multimediacamps Klangstraßensymphonie an einem Spiel gearbeitet, das Videos, Töne, Bilder und gebastelte Szenen von verschiedenen Orten zussammenbringt. Die Spieler konnten sich dann durch die Orte und Geschichten über Liebe, Glück, Einsamkeit und Freundschaft würfeln. Petar und Theodora haben mitgemacht und erzählen und zeigen, was im Multimedia-Camp Klangstraßensymphonie entstanden ist.Merhaba_2015_Klangstraße_0853

Im Klangstraßen-Camp war das Ziel, ein Spiel zu erschaffen, durch das man viele verschiedene Städte kennenlernt und die fertiggestellten Geschichten der Schüler hört. Am Freitag haben wir das Spiel dann der Theatergruppe vorgeführt.
Nach fast zwei Wochen anstrengender Arbeit in vier verschiedenen zweitägigen Workshops waren wir aufgeregt, denn es gab nicht viel Zeit zum Proben, sondern wir mussten teilweise improvisieren.

Merhaba_2015_Klangstraße_0867     Merhaba_2015_Klangstraße_0902     Merhaba_2015_Klangstraße_0913

Doch alles lief glatt, es war ein riesiger Erfolg, und wir haben uns super amüsiert. Nicht jeden Tag bekommt man so viele geschminkte Männer in Kleidern oder Damen mit Bärten zu Gesicht!
Die Klangstraßen-Gruppen waren so eingeteilt, dass alle bei jedem Workshop mitgemacht haben. Bei Jan haben wir Sound-Geschichten gemacht: Wir haben unsere Geschichten geschrieben, und uns dann die passenden Soundeffekte ausgedacht und sie aufgezeichnet.

Merhaba_2015_Klangstraße_0562     Merhaba_2015_Klangstraße_0567     Merhaba_2015_Klangstraße_0328

Bei Pauliina haben wir unseren großen Stadtvision-Songcontest vorbereitet. Jede Band hat einen Eurovisionsong bekommen, und musste sich dazu ihre eigene Choreografie und einen deutschsprachigen Text ausdenken. Die Highlights der Songcontests waren „Affe Affe Affe (Alez Ola Olé)“, „Wir duschen (nicht!)“ und „Alles *piep* Halleluja“.

Merhaba_2015_Klangstraße_0577     Merhaba_2015_Klangstraße_0307     Merhaba_2015_Klangstraße_0314

Der dritte Workshop wurde von Matthias geleitet. Bei ihm sollten wir ein Klang-Rätsel machen, in dem wir durch Geräusche, Film und Foto ein Gefühl zeigen. Zuletzt kommt Malve. Mit ihr arbeiteten wir im Museum, wo wir auch das Spiel vorgeführt haben. Zuerst haben wir ein Gebäude aus unserer Heimatstadt gezeichnet und es dann auf die selbst gemachten Wände geklebt, sodass die Kulisse für das Spiel entstand, durch das sich die Spieler dann würfeln konnten.

Merhaba_2015_Klangstraße_0794     Merhaba_2015_Klangstraße_0699     Merhaba_2015_Klangstraße_0730
Aber es war nicht alles nur Arbeit, wir hatten auch sehr viel Spaß, vor allem während der Pausen zwischen den Auftritten, als alle in ihren Kostümen rumalberten.
Das Publikum hat die Show und das Spiel geliebt, und alle Leser können sich bald auch am Spiel versuchen, denn es wird online gestellt.

Petar und Theodora für das Merhaba-Blog-Team

 Merhaba_2015_Klangstraße_0737     Merhaba_2015_Klangstraße_0713     Merhaba_2015_Klangstraße_0707

***

Beim YFU-Kurzaustauschprogramm Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye! lernen Jugendliche aus ganz Deutschland die türkische Kultur und Sprache kennen und nehmen gemeinsam mit türkischen und süd- und osteuropäischen Jugendlichen an kreativen Camps teil. Das Theatercamp Unendliche Geschichten und das Musik- und Multimediacamp Klangstraßensymphonie finden beide vom 20. Juli–02. August 2015 in Izmir statt und werden von der Initiative PASCH des Goethe-Institut Ankara organisiert. Im Anschluss verbringen die Jugendlichen eine Woche in einer türkischen Gastfamilie. Alle YFU-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden finanziell von der Stiftung Mercator unterstützt.

 

Basar: Feilschen, plaudern, Türkisch üben

Versuch Nummer zwei der YFU-Teilnehmer ihre Türkischkenntnisse in der Praxis zu testen! Dieses mal war das Ziel der Basar in Izmir. Mia und Akuma erzählen vom Ausflug – zwei Eindrücke der türksichen Einkaufskultur.

Merhaba_2015_Bazar_P1030977

Nochmal die Vokabeln durchgehen und dann heißt es: Auf in die Menschenmenge! 
Von Ballkleidern bis Süßigkeiten war alles vertreten, an Regenrinnen hängend, auf Tischen liegend oder in kleinen Läden. Wobei die meisten Produkte – wie erwartet – mit lautem Geschrei beworben wurden. Wo soll man da denn zuerst hingucken? Vor fast jedem Geschäft wurde man von Mitarbeitern abgefangen, die einen dazu überreden wollten, den Laden zu betreten. Eine ungewohnte Situation für die meisten. 
Doch wurde endlich etwas Interessantes gefunden, hieß es erst mal den Preis runterhandeln! Von 65 auf 55 und dann irgendwann auf 40 Lira. Auch wenn es mit dem gebrochenen Türkisch/Englisch-Mix schwierig war: 
Für diejenigen, die hartnäckig geblieben sind, hat es sich mehr als gelohnt.
 Was man also über diesen Tag sagen kann ist, dass man einen einmaligen Einblick in etwas für Deutschland untypisches erhalten hat und so gut wie jeder der Truppe nun ein wenig auf Türkisch um Preise feilschen kann.

Mia für das Merhaba-Blog-Team

Shopping, Shopping … Bazar?

Früh am Morgen war es, da gingen unsere deutschen Campteilnehmer mit uns, dem Blog-Team, auf spannende Entdeckungsreise zum türkischen Shoppen. Wir gingen gemeinsam zu einem Markteingang mit dem großen Schriftzug „ALLAH“. Nun gab uns die Türkischlehrerin Eda einen Zettel mit ihrer Handynummer und dem Namen dieses Eingangs auf Türkisch. Auch, wenn es zuerst aussah, als gingen wir in 5er-Gruppen, spalteten wir uns doch auf in 2er- oder 3er-Teams. :’D
Ich war mit Alena unterwegs, denn wir setzten uns Ziele: Süßigkeiten für einen kranken Freund, typisch türkische Kleidung, schönen (und vor allem günstigen^^) Schmuck einkaufen und gemütlich Kaffeetrinken!
Nicht ganz unerwartet sprachen uns verschiedene Verkäufer an und zeigten uns ihre Ware. Interessiert gingen wir auch in einige Läden – und wieder heraus. Und wieder hinein … und wieder hinaus. 🙂 Aber ein Laden schien uns sympathisch. Vielleicht lag es am Verkäufer^^, also warfen wir einen Blick hinein. Der Laden schien von außen klein, enthielt aber einen sehr großen, langen Raum voller Gegenstände, mit denen sich einige Menschen sicher ihr Wohnzimmer dekorieren können: alte, hölzerne Uhren, große Spiegel für die Wand, Glaslampen in bunten, orientalischen Farben… Es gab so viel, dass wir eine Viertelstunde dort standen. Der Verkäufer unterhielt sich nebenbei mit uns, fragte, wie es uns geht, woher wir kommen … Er gab uns sogar gratis ein paar Süßigkeiten, die echt lecker schmeckten. 🙂 Mich interessierte besonders eine Abteilung: eine riesengroße Ansammlung unterschiedlich großer, verzierter Schachspiele! Es gab Figuren aus Holz, Silber, Aluminium, mit Szenen aus der griechischen Antike, türkischen Soldaten im ersten Weltkrieg, auch gewöhnlichen, kleineren Spielen, magnetische, einfach alles! Schon immer wollte ich mir ein großes und schönes Spiel kaufen, bis mir einfiel, dass in mein Koffer nur begrenzt Platz ist. Deshalb kaufte ich ein kleineres, griechisches Pack an Figuren. Spielplatten sind ja Zuhause. 😉 Wir bedankten uns für die freundliche Bedienung und gingen.

 

Merhaba_2015_Bazar_P1040122

Weiter im Gehen fand ich, was ich suchte: Einen kleinen, aber feinen Süßigkeitenladen. Der Verkäufer – ein schüchterner, junger Mann gegen vielleicht 25 – sprach mit mir auf Türkisch. Da es soviel Auswahl gab und ich vieles nicht kannte, sagte ich ihm, er möge bitte von allem ein wenig nehmen. Ich zeigte ihm, was mir – erstmal optisch – gefiel und er packte davon ein paar Stück in eine Tüte. Die zweite Tüte füllte ich mit süßen Würfeln in bunten Farben. Diese Süßigkeit ist typisch für die Türkei, denn wir aßen sie schon oft! 😀
Später besuchten wir noch einen Kollier-Laden. Zu unserem Bedauern war es echter Schmuck: Echter Schmuck zu echten Preisen! Deshalb entschieden wir uns, weiterzugehen. An einer Saftbar mit schöner Terrasse unter Blättern setzten wir uns und tranken frisch gepressten Apfelsaft, mit Schaum, was uns etwas überraschte^^, und für mich einen Orangensaft. Nun kamen auch die Anderen dazu und setzten sich, um auch eines dieser leckeren, großen Getränke zu probieren.

Alles in allem finde ich, dass der Vormittag ziemlich erlebnisreich und angenehm kühl verlief. Alena und ich hatten viel Spaß zusammen auf dem scheinbar endlosen Bazar. Gemeinsam als Gruppe gingen wir zurück, mit Bushaltestopp am Bäcker, denn viele hatten noch Hunger. Ich kaufte mir verschiedene Kekse, die ungewöhnlich groß waren und mit Walnüssen gefüllt. Tja, was es nicht Alles gib…! O.O

Sonnige Grüße aus dem İzmir Kız Lisesi, unserer Schule 😉
Akuma

***

Beim YFU-Kurzaustauschprogramm Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye! lernen Jugendliche aus ganz Deutschland die türkische Kultur und Sprache kennen und nehmen gemeinsam mit türkischen und süd- und osteuropäischen Jugendlichen an kreativen Camps teil. Das Theatercamp Unendliche Geschichten und das Musik- und Multimediacamp Klangstraßensymphonie finden beide vom 20. Juli–08. August 2015 in Izmir statt und werden von der Initiative PASCH des Goethe-Institut Ankara organisiert. Die dritte Woche verbringen die Jugendlichen in einer türkischen Gastfamilie. Alle YFU-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden finanziell von der Stiftung Mercator unterstützt.

Ekmek, брат, Arkadaşlık

Was ist das lustigste oder interessanteste Wort, das du bisher gelernst hast? Merhaba-Blogger Petar aus Kroatien hat sich einmal beim Sommercamp 2015 umgehört, welche Wörter die Teilnehmer schon gelernt haben. Die Camp-Sprache ist Deutsch – die Teilnehmer sprechen aber neben Deutsch und Türkisch auch Kroatisch, Moldawisch, Rumänisch und Russisch. Viel Potenzial für neue Vokabeln!

[youtube]https://youtu.be/0sp8hFyqwVE[/youtube]

***

Beim YFU-Kurzaustauschprogramm Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye! lernen Jugendliche aus ganz Deutschland die türkische Kultur und Sprache kennen und nehmen gemeinsam mit türkischen und süd- und osteuropäischen Jugendlichen an kreativen Camps teil. Das Theatercamp Unendliche Geschichten und das Musik- und Multimediacamp Klangstraßensymphonie finden beide vom 20. Juli–08. August 2015 in Izmir statt und werden von der Initiative PASCH des Goethe-Institut Ankara organisiert. Die dritte Woche verbringen die Jugendlichen in einer türkischen Gastfamilie. Alle YFU-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden finanziell von der Stiftung Mercator unterstützt.

 

Merhaba Deutschland

Heute war Akuma zu Gast im Kurs bei Jan im Sommercamp 2015 in İzmir:

Jan unterrichtet einige der osteuropäischen und türkischen Schüler ein wenig in Deutsch, macht aber auch gleichzeitig mit ihnen ein sehr interessantes Klangprojekt: Gerade zeigt er auf ein paar Sätze an der Tafel. Dort finden wir ein paar Situationen, wie z.B. „An der Ampel fährt ein Auto vorbei.“ Zuerst schreibt sich jeder Kursteilnehmer die Wörter auf sein Blatt, die er noch nicht kennt. Anschließend geht Jan mit ihnen allen verbal und nonverbal durch die Sätze. Er fragt uns, welche Bedeutung das gesuchte Wort, wie etwa „rennen“, hat. O.O

Seine Art gefällt mir sehr. Jan erklärt nicht einfach das Wort, er gibt jenem ein Szenario: Zu „rennen“ beispielsweise zeigt er zuerst, wie wir „langsam“ schreiten, anschließend, wie wir gehen, wie wir laufen und zum Schluss, wie durch den Klassenraum 1 gerannt wird, neben einem Hindernis-Parcours bestehend aus interessierten Schülern und schwer beweglichen Stühlen ausweichend. 🙂

Wir gehen nach draußen, dort, wo es schön warm und frisch ist. In İzmir passt gerade das sommerliche Wetter dazu, aber wir gehen trotzdem in den Schatten der großen Bäume. Er möchte mit uns ein kleines Spiel spielen und rate mal, wer die Testperson sein darf… 😉
Vika bindet mir die Augen mit einem Tuch zu, sodass ich nichts mehr sehen kann. Nun stellen sich die anderen Gruppenmitglieder um mich im Kreis herum. Jan gibt jedem einen Zettel mit einem Satz, den wir schon im Klassenraum geübt haben. Nun solle ich einen Satz heraushören, während die Anderen um mich herumgehen und ihr Geräusch passend zum Satz machen. Es ist ziemlich schwer, weil sie sich auch bewegen und jeder eine andere Interpretation von „rennen“, „vorbeifahren“ oder auch „husten“ kennt. Vielleicht ist das gerade das Spannende an der ganzen Sache. 🙂

Endlich bin ich befreit und der Nächste ist dran. Jan variiert das Spiel in den folgenden Runden noch etwas, ich bin froh, dass ich bei diesem Spaß dabeisein durfte.
Den anderen Teilnehmern gefiel es auch ziemlich gut im Deutschunterricht und die Wörter waren nun ziemlich einfach zu merken. 🙂

Sonnige Grüße aus İzmir 😉
Akuma

 

***

Beim YFU-Kurzaustauschprogramm Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye! lernen Jugendliche aus ganz Deutschland die türkische Kultur und Sprache kennen und nehmen gemeinsam mit türkischen und süd- und osteuropäischen Jugendlichen an kreativen Camps teil. Das Theatercamp Unendliche Geschichten und das Musik- und Multimediacamp Klangstraßensymphonie finden beide vom 20. Juli–08. August 2015 in Izmir statt und werden von der Initiative PASCH des Goethe-Institut Ankara organisiert. Die dritte Woche verbringen die Jugendlichen in einer türkischen Gastfamilie. Alle YFU-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden finanziell von der Stiftung Mercator unterstützt.