Archiv des Autors: Max

Kyoto und Japaner

Hey Leute!

Tut mir schon wieder leid, dass das so lange gedauert hat, aber man hat echt viel zutun hier. Also erstmal ein kleines Update. Es sind hier endlich Ferien und jetzt habe ich jeden Tag Club, was ich aber eher genieße als doof finde. Ich hab dadurch echt viele neue Freunde gefunden und es macht unfassbar Spaß mit allen zusammen Musik zu machen.

Morgen geht es dann ins Clubcamp und ich freue mich so dermaßen darauf, das glaubt ihr nicht. Es geht in einen Tempel für 3 Tage und es wird fleißig geprobt. Überhaupt wird viel geprobt, ich hatte die letzte Woche nur bis mittags Schule und dann wurde nicht früher aufgehört sondern einfach mal von 13:00-18:00 geprobt. Naja mehr oder weniger jedenfalls, teilweise waren in dem Raum mehr als 35°.

Als nächstes versuche ich mal Japaner zu beschreiben. Eigentlich geht das ja nicht, ich kenne ja nicht ganz Japan und man benutzt dann ganz schnell Vorurteile, also versuche ich das ein bisschen anders und erzähle Dinge, die mich beeindruckt haben. Daraus konnte ich jedenfalls am meisten schließen ^^

Ich fange mal damit an, dass es einfach überall Warnhinweise gibt, wirklich überall! Alleine an der Zugtür sind 6! Sticker, die darauf hinweisen, dass man sich die Finger einquetschen kann. 6!

Auch beeindruckt hat mich, dass jeder Japaner entweder ein Iphone hat oder aber ein Handy mit Antenne. Nein so alt sind die Handys nicht, die Antenne ist zum Fernsehen! Im Zug und im Bus sind dann alle auch dran, aber nicht um zu schreiben, sondern eher um Spiele darauf zu spielen. Merkwürdige Logik.

Als ich das erste Mal Tokyo und Osaka gesehen habe, verschlug es mir den Atem, diese Städte sind so riesig und haben richtig viele Wolkenkratzer, aber gleichzeitig sind manche Gebäude so winzig und es gibt Büros unter Brücken. Das Gleiche mit Neu und Alt. Ich habe mal einen alten Tempel gesehen, der war direkt neben einem Internetcafé.

Als letztes erzähle ich von Kyoto. Ja ich war in Kyoto und wer Kyoto nicht kennt sollte es schnellstens googlen. So etwas gibt es nur einmal auf der Welt. Ich war vor dem berühmten goldenen Tempel und in einem Zen-Buddhismus Garten. Erfahrungen die man nicht oft macht. Diese Orte waren so unfassbar schön, aber auch gleichzeitig voll mir Touris. Außerhalb der Anlagen war dann alles so für Touristen zugeschnitten, dass ich mir als hier Lebender schon unwohl vorkam.

Vor zwei Wochen bin ich mit meiner Gastschwester und 4 weiteren Austauschschülern in Namba gewesen, einer meiner Lieblingsorte in Osaka. In Namba sind einfach immer viele Menschen und es ist sowas von dermaßen interessant dort. Namba ist aufjedenfall ein Besuch wert, wenn man schon hier ist.

Ich denke, das war dann mal alles soweit J Ich verspreche lieber nicht, dass ich mich schnell wieder melde, aber es wird noch genug kommen. J

Bis denne

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Große Veränderungen

Es ist schon arg langer her, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe und das tut mir auch leid, aber ich hatte wirklich viel um die Ohren.

Vor ungefähr 3 Wochen habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Manchmal passt es einfach nicht und das muss man dann auch akzeptieren. YFU hat sein Möglichstes getan, um eine neue Familie in meinem Ort zu finden aber ohne Erfolg. Also musste ich ziemlich weit weg, vom „kleinen“ Ort Tsuruga in die Metropole Osaka, welche mit 2,4 mio Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Japan ist.

Der Abschied von meinen Schulkameraden war etwas traurig, aber es war aufjedenfall die richtige Entscheidung zu wechseln. Ich wohne jetzt in einer neuen Familie, die sehr eng mit YFU verbunden ist. Ich bin der 3. Austauschschüler den sie aufnehmen und mein Gastbruder war mit YFU in Dänemark und meine Gastschwester kommt am 1. Juli zurück aus den USA. Diese Familie ist einfach so toll! Als ich sie das erste Mal getroffen habe, war ich etwas nervös, aber mein Gastvater sagte: „ Entspanne dich, du bist jetzt zuhause“ Mir ist einfach so ein Stein vom Herzen gefallen, als ich diesen Satz gehört habe und ich bin so überglücklich Teil dieser Familie zu sein!

Jetzt zu meiner neuen Schule. Ich gehe jetzt auf die Nagano High School. Die Schule ist eine „internationale“ Schule; das heißt, sie hat regelmäßig Austauschschüler. Im Moment sind wir 4, aber nach den Sommerferien bin ich nach dem jetzigen Stand alleine, was aber überhaupt nicht schlimm ist, da ich jetzt schon extrem schnell gute  Freundschaften geschlossen habe! Eine besondere Hilfe war ein Austauschschüler aus den USA, der zwar bald Japan verlässt, aber der mich allen Leuten vorgestellt hat und mir geholfen hat Freundschaften zu schließen. Abgesehen vom Drang zum Internationalen ist meine Schule so, wie man sie aus Animes oder Mangas kennt und ich fühle mich richtig wohl hier!

Da wir im Moment so viele ATS sind, kommt es nicht selten vor, dass man ein Foto mit uns machen will. Dann entsteht das berühmte „japanische Selfie“, auf dem sich gleichzeitig 10 Leute vor das Handy quetschen. 😀 Letzten Freitag war dann die Abschiedsfeier des Austauschschülers aus den USA und gleichzeitig auch die Willkommensfeier von mir und 2 weiteren Kurzzeit-ATS aus den USA. Das war wirklich unfassbar lustig und es wurde viel gelacht. 😀 Ich habe hier 5-mal die Woche japanisch Unterricht mit einem extrem netten Lehrer. Auch das macht wirklich enorm Spaß und ist wirklich sehr hilfreich! Ich hänge ein paar Bilder an, wo ich mit meiner Gastfamilie auf dem höchsten Gebäude Japans war und von dem Ausflug mit meinen Freunden gestern.

 

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Der erste Monat

Der 16. März. Ich sitze im Flugzeug und schaue nochmal auf Frankfurt. Jetzt bin ich schon einen Monat in Japan und habe schon so unfassbar viel erlebt. Aber zuerst mal was zu mir. Mein Name ist Max und ich bin 16 Jahre alt. Ich bin einer von 29 Austauschschülern aus Deutschland die mit YFU in Japan sind. Ich sag nur eins : Es lohnt sich ! Klar es ist nicht einfach, aber es ist auch sehr toll.

Jetzt mal was zu meinem Leben in Japan! Als ich ankam war ich erstmal 5 Tage in Tokio, um von YFU Japan auf das Leben in den Gastfamilien vorbereitet zu werden. Danach gings ab zur Familie. Meine wohnt in Tsuruga, was in der Präfektur Fukui liegt. Ich finde sie einfach toll. Sie ist unfassbar nett und hilft mir immer, wenn ich Probleme habe. Schule habe ich jetzt erst seit knapp einer Woche, da in Japan die Ferien ein Stück anders sind. Ich gehe hier auf die Tsuruga Kehi High School, eine Privatschule. Die Schule ist lang, aber meiner Meinung nach total interessant. Und dieser Moment wenn der erste Schüler schläft ist unbezahlbar. Ich bin dem Judoclub beigetreten, da ich Judo auch schon in Deutschland seit Ewigkeiten mache. Das Training ist jeden Tag, auch am Wochenende,  und viel konzentrierter als in Deutschland, aber man hat auch seinen Spaß.

Was man ja immer über Japan denkt, ist dass es das Land der Mangas und Animes ist. Am Anfang dachte ich mir, dass es nicht so extrem ist und nur ein Vorurteil ist, aber es stimmt wirklich. Jeder liebt Mangas und die Abteilung dafür im Buchladen ist so groß, wie in Deutschland manche Bibliotheken. Diese Auswahl ist einfach richtig cool !

Ich wurde überall sehr nett aufgenommen und die Japaner helfen mir, wo es geht. Klar es ist anstrengend jeden Tag erst um 18:30 h zuhause zu sein,  aber es macht sehr viel Spaß. Ich hab total schnell Freunde gefunden, die super nett sind und die sehe ich ja auch in der Schule.

Was ich auch noch erwähnen möchte, ist das japanische Essen. Es ist einfach nur cool ! Ganz anders, aber auch sehr lecker 😀 Mein Japanisch wird auch immer besser und es ist schön, immer mehr zu verstehen.

Ich versuche hier ab und zu mal was zu schreiben 🙂

Bis zum nächsten mal !

Max