Archiv des Autors: Marie

Die andere Seite von Paraguay

Vor ungefähr zwei Wochen waren meiner Mutter, meinen zwei kleinen Schwestern und Ich auf dem Gran Chaco, das ist der Ort der für viele Arten von Landwirtschaft genutzt wird, weil eine Klassenkamerad von meiner kleinen Schwester Emma sein Geburtstag gefeiert hat.

Ich dachte am Anfang wir müssen so fünf Stunden fahren, weil mein Vater auch manchmal auf dem Chaco arbeitet und er fünf Stunden braucht, aber zum Glück waren es nur zwei.

Doch der Weg dorthin war etwas holprig. Die Straßen sind keine Straßen, dass sind eher breite Feldwege mit ab und zu paar Teerflecken…katastrophal und ich meine in der Hauptstadt sind die Straßen auch schon nicht besonders gut…  Auch ist da mal ein „Ort“ mit Häusern und dann wieder weit und breit nichts. Meistens laufen die Tiere frei rum oder sind nur an einer Schnur festgebunden, die aber ewig lang ist.  Trotz allem fand ich es sehr schön, ich meine es ist ja nichts Schlechtes dabei. Alles war sehr entspannt, an den Straßenrändern standen manchmal Palmen, was meines Ehrachtens immer eine gute Atmosphäre macht. Auch habe ich ein Baum gesehen an dem Bananen gewachsen sind, wie cool ist das den.

Im großem und ganzem gefällt mir alles an Paraguay und genau weil es nicht perfekt ist, ist es perfekt.

 

2016-08-21-12-01-53

Straßen vom Gran Chaco

Gran Chaco

Schon wieder eine Woche vorbei

Und schon wieder ist eine Woche vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, weil ich einfach immer was unternehme…

Zum beispiel war ich dieses Wochenende mit meiner Familie in Sanber, das ist im Sommer ein sehr berühmter Urlaubsplatz. Dort waren wir  dann auch in so einem Art Freizeitpark, indem wir erst ein bisschen gespielt haben und das Highlight für mich war dann, als wir reiten durften. Klar war es nicht wie bei mir zuhause, aber immerhin war ich auf einem Pferd und meine Familie hat sich sehr bemüht dass ich reiten kann. Am Samstag hab ich mich dann mit Freunden getroffen und am Abend war ich dann mit meinen Eltern im Kino. Mittlerweile fällt mir das sprechen mit meinen Eltern oder anderen schon leichter, aber mir fehlen immer noch viele Wörter. Was auch immer total witzig ist, ist wenn ich was nicht verstehe oder ich ein Wort nicht weiß muss mein Vater immer lachen und ich dann auch  :).

Gestern hatte ich mein erstes „Date“. Und das war total süß, weil meine Eltern so richtig auf mich aufgepasst haben und mich mit mir auch geredet haben, dass die Jungs hier anders sind und wenn ich was nicht möchte muss ich das auch sagen. Die „beschützen“ mich wie ihr eigenes Kind und das macht mich immer ganz fröhlich. Auch war ich zum Beispiel mit bei einem Casting für Filme und dann hat die Frau gefragt wer ich bin und meine Mutter hat geantwortet, dass ich ihre Tochter bin. Ich finde das einfach immer noch faszinierend wie freundlich und offen die hier alle sind. Gestern habe ich auch mit einem Jungen geredet, der vor einem Jahr für ein halbes Jahr ein Austausch nach Deutschland gemacht hat, und er spricht immer noch sehr gut deutsch. Klar ist es nicht perfekt, aber er meinte auch, dass Deutsch schwerer ist als jetzt zum Beispiel Spanisch, wegen der ganzen Grammatik. Ich kann es kaum erwarten das erste mal in Spanisch zu denken oder zu träumen.

In der Schule fangen morgen die Proben an und ich bin sehr aufgeregt, weil ich in paar Fächern eben nichts verstehe, weil ich manches noch nicht hatte und viele Fächer auch in Spanisch sind, doch ich werde mein bestes geben. Auch ist es für mich ungewohnt so lange zu schrieben, denn in Deutschland habe ich maximal einen Stunde geschrieben und hier in Paraguay schreib ich einfach mal bis zu drei Stunden. Aber ich setz mich einfach mit meinem Duden rein und übersetze erstmal alles und versuche dann die aufgaben zu bearbeiten;)

Wünscht mir Glück

Eure Marie

Schon ein Monat in Paraguay

Hola.

So begrüßt man sich hier in Paraguay.

Ich bin Marie und verbringe mein Auslandsjahr in Paraguay.

Bevor ich euch jetzt von meinen ersten Eindrücken erzähle, möchte ich kurz sagen warum ich mich für Paraguay entschieden habe. Eigentlich war Paraguay gar nicht meine erste Wahl…. Meine erste Wahl war nämlich Australien, aber dank meinem Vater, der das noch geändert hat, wurde Paraguay zu meiner Nummer 1. Ihr fragt euch jetzt vielleicht warum mein Vater das gemacht hat und die Erklärung ist, dass ich am Anfang das Jahres eh viel auf Englisch reden werde, was auch stimmt, und dadurch dann mein Englisch verbessern werde. Unter anderem habe ich auch die südamerikanischen Länder gewählt, weil ich nicht viel über sie wusste und auch noch nie dort war. Auch habe ich schon zwei Jahre lang Spanisch in der Schule gelernt und wollte mein Spanisch somit verbessern. Klar ich hätte auch nach Spanien gehen können, aber ich wollte was neues erleben, wo hingehen wo ich dachte später kein Urlaub machen zu wollen, wo ich die Kultur nicht kenne und weit weg von meinem gewohntem Umfeld bin.

Schließlich wurde mir Paraguay zugeteilt und meine Familie und ich habe uns Gedanken gemacht wie wohl das Leben dort so ist. Ich muss gestehen, dass ich wie meine Stiefmutter auch dachte, dass es nicht so modern ist wie Deutschland, aber damit liegt man total falsch. Hier in Paraguay benutzen sie genau die neusten Sachen wie in Deutschland.

Was jedoch anders ist, ist nicht nur die Sprach, das Klima oder die Kultur sondern vieles mehr. Was zum Beispiel anders ist, sind die Essensmahlzeiten. Hier in Paraguay gibt es 5 Mahlzeiten und selbst wenn du kein Hunger hast isst du was, weil es so verdammt gut ist!!

Seit ungefähr zwei Wochen bin ich in der Schule und auch hier sind viele Dinge anders. In meiner Schule fängt der Unterricht schon um 7.20 an und geht bis 15.40, was für mich anfangs sehr ungewohnt war, so früh aufzustehen.

Doch die Leute, nicht nur in der Schule, sind die nettesten und offensten Menschen die ich kenne. Meine Familie hat mich aufgenommen wie ihr eigenes Familienmitglied, in der Schule kümmert sich jeder um dich und schaut das es dir gut geht. Generell kommt es mir so vor als wären hier die Menschen hier offener und freundlicher.

Was ich mir immer wieder sage ist, dass ich durch dieses Auslandsjahr nicht nur eine neue Kultur oder eine neue Sprache kennenlerne, sonder viel mehr. Ich lernen neue Leute kennen, lerne zu verstehen wie die Menschen in dem Land denken und vieles mehr.

Natürlich hab ich schon schlechte Tage gehabt und habe daran gedacht wie es Zuhause war, wie ich es dort in manchen Sachen besser hatte, aber im selben Moment war ich wieder so glücklich hier zu sein und diese Möglichkeit bekommen zu haben, auch wenn manche Sachen anders sind.

Aber seit ich hier bin, gab es nie wirklich einen Tag an dem ich bereut habe dieses Auslandsjahr zu machen und ich hoffe, bzw. denke, dass das auch so bleiben wird.

 

Ich hoffe ich konnte euch ein guten ersten Eindruck geben

Eure Marie