Thanksgiving und Black Friday

Hello guys,

ich melde mich zurück nach einer etwas längeren Zeit. In der letzten Woche war etwas, was ich kaum erwarten konnte zu erleben, denn so richtige Festtage gab es bis jetzt noch nicht. Deswegen erzähle ich euch heute, wie mein Thanksgiving break war und ob es meinen Vorstellungen entsprach.

Am Dinstagabend ist meine Schwester Alyssa nach Hause gekommen,was mich sehr gefreut hat, denn ich liebe es ihre Geschichten vom College-leben zu hören. Außerdem ist es sehr witzig sich gemeinsam fertig zu machen, einander die Nägel zu lackieren, Disney Filme zu schauen oder sich einfach nur über andere Familienmitglieder lustig zu machen. Am Mittwoch hatten wir dann auch offiziell alle Schulfrei und da meine Gasteltern zu Hause arbeiten, haben wir sehr viel Zeit als Familie zusammen verbracht. Wir haben Kekse gebacken ( mint chocolate cookies- fragt mich nicht, wer gerne mint schokolade isst, aber hier in den USA ist das so ein big thing), wir haben den Weihnachtsbaum aufgestellt und dekoriert und das mit fast nur Weihnachtskugeln aus Disney World, ach ja habe ich schon erwähnt, dass meine Gastfamilie ein riesen Fan von Disney ist? Da wird man ja fast ein bisschen angesteckt, bei so viel Begeisterung und Euphorie.

Unser wundervoller Weihnachtsbaum

Christmas Stocking

Euphorisch war ich dann auch am Donnerstagmorgen, denn das war der eigentliche Feiertag. Wir haben uns fertig gemacht und sind zum Haus meiner Großeltern in Cleveland gefahren. Dort stand auch schon ein reich gedeckter Tisch. Turkey, corn, sweet potatoes und natürlich stuffing- alles Gerichte, die mir Mom schon zuvor gennant hat jedes Mal, wenn wir über das Thanksgiving Dinner gesprochen haben. Es wurden alle Familienmitglieder begrüßt und daraufhin ein Tischgebet aufgesagt. Die ganze Atmosphäre war sehr angenehm und gemütlich. Viele der Familienmitglieder kannte ich bereits und unterhielt mich mit ihnen. Die Menge des Essens war überwältigend und das sage ich, obwohl ich schon oft auf russichen Hochzeiten und Feiern war- glaubt mir, das hatte Ähnlichkeit damit. Nach dem Essen durften die Enkelkinder ( zu denen ich nun auch gehöre) in den verschiedensten Werbungen blättern und dabei nicht zu vergessen Gegenstände zu umkreisen, damit Grandma und Papa auch wissen, was sich jeder zu Weihnachten wünscht. Alles in allem war es wirklich ein schöner Abend mit witzigen Gesprächen und sehr viel gutem Essen.

Familienfoto

Schon wenige Stunden nachdem wir nach Hause gekommen sind, klingelte schon der Wecker und ehe wir uns versahen, saßen wir in den frühen Morgenstunden im Auto, um zur Mall zu fahren, denn jedes Jahr gibt es am Freitag nach Thanksgiving überall sehr viele Angebote und da nutzen Menschen diesen Tag, um einige Weihnachtsgeschenke für einen kleinen Preis zu ergattern. Unser erster Stop war Ulta Beauty und ich denke ich war meinem Bruder eine große Hilfe beim Aussuchen von Geschenken für einen fast ausschließlichen Frauenhaushalt. In der Mall angekommen war es um 6 Uhr morgens nicht total verrückt, man sah schon einige Leute einkaufen, dennoch hielten sich die Schlangen in Grenzen. Eine Erklärung dafür ist, dass der Sale schon am Donnerstagabend los ging, weswegen viele Leute ihren Einkauf schon getätigt haben. Wir hatten aber kein Nachteil, denn die Läden würden über Nacht wieder aufgestockt und ich kaufte einige Sachen für meine Familie, für meine Großeltern und auch etwas Kleines für mich selbst. 🙂

Ansonsten waren wir als Familie sehr viel unterwegs. Nicht weit von unserem Haus ist ein kleiner Ort mit ganz vielen niedlichen Restaurants und Privatgeschäften, welcher so eine positive und glückliche Stimmung ausstrahlt, dass man einfach gerne dort Zeit verbringt. Ich fühle mich mittlerweile so wohl in meiner Familie und ich sage mit Absicht schon nicht mehr Gastfamilie, denn diese Menschen sind für mich bereits so viel mehr. Meine Schwestern und ich verstehen uns so gut. Möchte ich ein lustiges Brettspiel spielen oder mit jemandem meine Lieblingsfilme schauen, gehe ich selbstverständlich zu Emily, die jüngste von allen. Möchte ich mich mit meinen Freunden treffen, nehme ich Abby mit, denn wir beide haben einander in unsere Freundeskreise integriert. Und sollte ich gerade Lust auf einen Kaffee oder Klatsch und Tratsch über die Ashland University haben, ist Alyssa genau richtig. Und mein Bruder ist wahrscheinlich die lustigste Person, die ich je kennengelernt habe. Niemand kann in jeder SItuation einen passenderenden Joke bringen als er.

Ich habe das Gefühl, der Familienzusammenhalt wächst von Tag zu Tag, genauso wie die Freude am Dasein von einander.

Der Spaß geht weiter, denn schon in wenigen Tagen begebe ich mich auf eine 20 Stündige Busfahrt nach Florida, denn der Schulchor, sowie die Band treten im Disney World auf, was für uns ein Tag Performance und vier Tage Spaß, Sonne und Achterbahnen bedeutet. Ich wünsche allen, die das lesen einen sonnigen Tag und melde mich schon sehr bald wieder zurück!

 

 

 

 

Mein erster Schulball

Hello guys,

Ich bin mittlerweile seit 2 Monaten hier in den Vereinigten Staaten und genieße mein Auslandsjahr bisher sehr. In den letzten Wochen ist einiges passiert und das möchte ich in diesem Bericht zusammenfassen.

Genau eine Woche ist es her, dass ich mit meinen Freundinnen zu meinem allerersten Schulball gegangen bin. Doch bevor das auf dem Plan stand, haben wir uns die Schulwoche über in verschiedene Kostüme verkleidet, die auf täglich anderen Mottos beruhten. Viele amerikanische Schüler geben nicht sehr viel Wert auf bestimmte Klamotten, sondern ziehen einfach einen Pyjama in die Schule an, weswegen sich am Montag zum Pyjama Day niemand wirklich verkleidet hat. Andere Mottos waren Twin Day ( ist übrigens sehr schwer, wenn du genau 3 Hosen und 5 T-shirts im Kleiderschrank hast, weil dein Gepäck eh schon Übergewicht hatte) Bad Taste, Favorite Movie Character (Ich trug ein Oberteil von Marty McFly) und am Freitag trugen die Klassenstufen einheitliche Farben. Am Freitag Abend gab es das große Homecoming Football game ( das Thema war white out), wobei auch die Homecoming queen ( 12. Klasse ) gewählt wurde. Es war alles wie eine große Party und ich habe sehr viel Spaß gehabt.

Am nächsten Tag war dann der erste große Ball. Ich und meine Schwester Abby haben viele Mädchen eingeladen um uns alle zusammen fertig zu machen. Als ich hörte, dass sie schon um 11 Uhr rüberkommen war ich etwas überrascht, denn ich dachte, das wäre etwas zu viel Zeit bis um 17 Uhr. Doch ich lag falsch. Wir haben snacks gegessen, uns die Nägel lackiert, unsere Schminke geteilt, Musik gehört und dazu sehr laut gesungen. Und als dann der Geruch von Haarspray und Parfüm immer penetranter wurde, hörte ich schon meine Freunde mich abholen. Wir sind zu einem See gefahren und haben dort Fotos geschossen. Daraufhin haben wir den Rest unserer Gruppe im Restaurant getroffen und uns vor dem Tanz gestärkt. Die ersten Mädchen haben sich angefangen über die schmerzenden Füße zu beschweren, und als wir dann in der Schule angekommen sind, habe beinah alle ihre wunderschönen High Heels zurück gelassen und sich zum Tanzen in die Turnhalle bewegt. Ich muss sagen, es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte und nach diesem Abend hatte ich ein paar neue Bekanntschaften gemacht und eine sehr schöne Zeit gehabt. Ich kann kaum die nächsten Bälle erwarten, denn ich habe noch Snow Ball und Prom vor mir!

Das alles ist schon aufregend genug, doch das ging diese Woche weiter, denn das einzige woran ich bin Donnerstag denken konnte, war meine Audition für das Musical ‘Beauty and the Beast’, welches auf meiner Schule im März vorgeführt wird. Ich habe keine Minute gezögert mich für die try-outs einzuschreiben, doch als es so kurz davor war, schlug mir das Herz bis zum Hals. Die Audition bestand aus einem Leseteil und einem bestimmten Lied. Ich denke, dass ich das ganz gut gemacht habe und war ziemlich stolz, dass ich es mich getraut habe. Die Rollenverteilung erfahren wir in einigen Tagen und ich hoffe sehr, dass ich und meine Gastgeschwister ein Teil vom Musical sind.

Mir geht es hier ziemlich gut zurzeit, denn in meiner Gastfamilie fühle ich mich sehr wohl. Ich habe schon gar nicht mehr das Gefühl, dass diese Menschen fremd sind, es fühlt sich an, als wäre ich schon immer hier. Ich freue mich auf die nächste Zeit und halte euch auf dem laufenden.

Ljuba 🙂

Erster Schultag

Hey guys,

Ich melde mich zurück nach einem sehr aufregenden ersten Schultag auf meiner Highschool! In diesem Blog-Post würde ich euch gerne mehr von meinen ersten Eindrücken auf einer amerikanischen High School erzählen.

Nachdem wir alle aufgestanden sind und vor der Haustür einige Fotos geschossen haben, saßen wir schon im Auto Richtung Buckeye Senior High. Meine Gefühle in diesem Moment zu beschreiben, ist recht schwer, denn noch vor paar Monaten habe ich so oft an diesen Tag gedacht und ihn mir in allen möglichen Wort-case Szenarien vorgestellt und nun war ich wirklich kurz davor. Man konnte meine Gefühle in diesem Moment mit denen am Ankunftstag ziemlich gut vergleichen -überwältigigt .

In der Schule angekommen, stand ich auch schon alleine inmitten von vielen Jugendlichen, die sich mit ihren Freunden über die vollbrachten Aktivitäten im Sommer unterhielten. Ich versuchte Ausschau nach bekannten Gesichtern zu halten, doch das brachte mich bei so vielen Schülern nicht sehr weit. An mir liefen nur kurz Victor und Takumi vorbei, weitere Austausschüler aus Frankreich und Japan. Nach 10 peinlichen Minuten des alleine-dastehens bin ich so schnell es ging zu meinem Locker gegangen und nach weiteren 5 peinlichen Minuten des exzessiven Schlossrütteln, musste ich mir leider eingestehen, dass ich sofort jemanden um Hilfe bitten muss, denn ansonsten würde ich zu spät zur ersten Stunde sein. Also fragte ich die erste Person, die älter als 14 aussah und bat sie um Hilfe. Das gefällt mir an Amerika bis jetzt sehr gut, denn jeder ist hier sehr hilfsbereit und freundlich. Nachdem ich dann mein Hefter und Federmäppchen aus meinem Schließfach geholt habe (denn mit einem Rucksack ist es einem nicht erlaubt rumzulaufen) bin ich zu meiner ersten Stunde gelaufen. Diese verlief ganz gut und ich habe zum ersten Mal von mir aus Leute angesprochen. Das ich aus Deutschland bin, wussten bereits fast alle. Das einzige Problem war es, den Amerikanern meinen Namen zuverklickern, aber mittlerweile bin ich an falsche Aussprachen schon gewöhnt. 😉

Austauschschüler ( von links: Ich, Victor, Takumi)

Die nächsten Stunden verliefen ähnlich: 1) aus der Klasse rennen, 2) zwei minuten am Locker rumrütteln und dann in der letzten Minute jemanden Fragen, 3) zum nächsten Klassenzimmer rennen. Ich muss sehr schnell lernen, wie ich mein Schließfach ohne Hilfe aufbekomme, denn in buchstäblich 3 min werde ich nicht immer Zeit und Lust haben jemanden um Hilfe zu bitten. Schon am ersten Tag wurde mein Stundenplan gewechselt, denn jetzt findet man Fotografie, Konzert Chor, Mathe, Englisch, Physik, Freistunden und US Geschichte wieder. Übrigends hat man diese Fächer jeden Tag, sehr großer Unterschied zu Deutschland. In jeder Klasse hat man deswegen 20-30 neue Schüler, im Chor sind es sogar 75 und in der Freistunde an die 50. Auf meiner Schule wird viel mit Laptops und Google Classroom gearbeitet, womit ich noch nie gearbeitet habe, was aber trotzdem cool ist.

Ich habe schon einige Leute kennengelernt, erinnern tu ich mich leider nur an die Gesichter, denn die Zahl der Namen ist viel zu hoch. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, mit welchen Leuten ich mein Auslandjahr verbringen werde und ob Victor mein einziger Buddy beim Lunch bleibt oder ob sich noch mehr dazugesellen. Gespannt bin ich auf jeden Fall auf alles, aber besonders auf das erste Football-Spiel diesen Freitag!

Ljuba

Ankunft und die ersten Tage in den USA

Hi guys, 

ich bin Ljuba und habe mich vor ungefähr 1,5 Jahren dazu entschieden ein Auslandsjahr in den Vereinigten Staaten von Amerika zu machen. Nach intensiver Vorbereitung, nach vielen schlaflosen Nächten aber auch vielen Momenten, in welchen ich es vor lauter Vorfreude kaum erwarten konnte, saß ich am 10. August im Flieger Richtung Washington, D.C. Nach einem mehr oder weniger angenehmen Flug und überraschenderweise sehr leckerem Flugzeugessen, bin ich in Washington gelandet und machte mich mit einigen anderen Austauschschülern weiter auf die Suche nach unserem nächstem Gate zum Weiterflug nach Cleveland, Ohio. Zur Hilfe standen uns dabei einige Mitarbeiter von YFU. Schon am Flughafen bemerkte ich erste Unterschiede. Manche von denen waren eher bedeutungslos, wie zum Beispiel der Teppichboden, der sich über den ganzen Flughafen erstreckte. Andere dagegen waren die unglaublich nette und offene Art der ersten Amerikaner mit denen ich sprach. Im Flugzeug nach Cleveland wurde mir nochmal bewusst, weswegen ich eigentlich hier bin. Unsere Welt ist voller Dinge, die so verschieden sind, viel besser oder auch schlechter. Und einer meiner Beweggründe war definitiv der Drang danach Neues zu sehen, zu erleben.

In Cleveland gelandet, sah ich sofort meine Gastfamilie mit zwei Flaggen und meine AreaRep mit einem Schild, wo mein Name drauf war. Ich war überglücklich endlich die Menschen kennenzulernen, die mir die Chance dazu geben, ein ganzes Jahr die amerikanische Kultur hautnah zu erleben. Diesen wunderbaren Menschen, die mir ein solches Vertrauen entgegenbrachten, konnte ich nur dankbar sein. Wir fuhren erstmal in deren Haus und neben meinen anderen 3 Gastgeschwistern lernte ich auch den Familienhund Pepper kennen, und nach 2 Tagen verbindet uns schon eine tiefe Freundschaft. Die letzten zwei Tage verbrachte ich damit, die engsten Freunde meiner Gastfamilie kennenzulernen und die Gegend, sowie Cleveland zu erkunden. Ich probierte mein erstes S’More und spielte ein typisch amerikanisches Outdoor Spiel, welches daraus bestand, kleine Säckchen in ein Holzstück mit einem Loch zu werfen. Außerdem fiel mir aus, dass Amerikaner nicht nur Fast Food essen, sondern auch alle möglichen Frucht und Gemüsearten zu Hause haben. Diese befinden sich in den super großen Kühlschränken, doch nicht nur die sind groß. Alles hier ist um einiges größer als in Deutschland. Sei es die Portion im Restaurant, oder das Auto oder das Haus. Dennoch finde ich das sehr schön, denn es ist so anders als in Deutschland und ich bin sehr gespannt noch mehr Unterschiede herauszufinden.

Bis jetzt bin ich absolut glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben, denn schon nach 2 Tagen fühle ich mich sehr wohl hier und freue mich auf die nächste Zeit.

Ljuba