Archiv des Autors: Lisa

Electionday

 

Schon bei meiner Abreise habe ich mich auf das Ereignis der Wahl des amerikanischen Präsidenten gefreut. Selber erleben, was man nur aus dem Fernseher kennt. Vor ein paar Tagen war es dann endlich so weit. Am 6. November war Electionday. Der Wahlkampf war etwas besonders, da wir das in Deutschland so nicht kennen. Vor allem wie die Kandidaten sich gegenseitig fertig gemacht haben sind wir in Deutschland nicht gewohnt und das hat wirklich genervt. Da Missouri wenig Electoral Votes (Wahlmänner) hat und zudem als sicheres republikanisches Land gilt, war der Wahlkampf hier eher ruhig. Sieht man von den Werbungen ab, die den ganzen Tag im Fernsehen gelaufen sind. Da wir in American History die ganze amerikanische Verfassung und das Wahlrecht gelernt haben, habe ich in den USA erst realisiert wie spannend und knapp das alles werden kann. Am Wahltag, dem 6. November liefen überall wo man hingekommen ist Fernseher, so dass man ständig die News, Hochrechnungen und Spekulationen sehen könnte. Nach der Schule saß ich dann den Rest vom Tag vor dem TV. Es war teilweise wirklich spannend und aufregend, vor allem weil Obama und Romney lange gleichviele Electorial Stimmen hatten. Da das meiste aber nur Spekulationen waren wurde es mit der Zeit für mich etwas langweilig. Da der Electionday an diesem Tag wirklich das einzige Thema war, verfolgten mich in dieser Nacht sogar Romney und Obama in meinen Träumen. Nachdem mir meine Gastmama , als sie mich weckte, mir das Ergebnis verkündet hat, haben wir natürlich sofort den TV eingeschalten und uns die Nachrichten angeschaut.  Es war und ist immer noch eine wunderbare Erfahrung während den Wahlen in den Staaten zu sein und das alles mitzuerleben. Ich habe dadurch sehr viel gelernt und bin so froh, tolle Gasteltern und einen tollen Amerikan History Lehrer zu haben, die mir alles ausführlich erklären. Der Wahlkampf unterscheidet sich so sehr zum dem was  wir in Deutschland kennen. Angefangen bei den vielen Werbungen, den Reden, die mit voller Begeisterung gehalten werden, die vielen Wahlpartys, bis hin zu der anderen Verfassung und natürlich dem überall sichtbaren Nationalstolz. Ich glaube, ich habe am Electionday so viele amerikanische Flaggen gesehen und Gebete für Amerika gehört wie noch nie in meinem Leben. Es war ein unglaublich spannender und aufregender Tag, den ich nie vergessen werde und ich bin gespannt wie Amerika sich weiter entwickeln wird.

 

American way of life und High School vom feinsten:)

Hallo:) Heute habe ich mich entschlossen euch mal ein wenig über meinen Alltag in Amerika zu berichten. Wenn Schule ist, stehe ich um ca. 6:45 Uhr auf, um ins Badezimmer zu gehen und meine Uniform anzuziehen. Sie besteht aus einem blau, grau karierten Rock und einem blauen Poloshirt. Ich liebe meine Uniform, denn wir haben die Möglichkeit, unseren Schmuck, die Frisur und die Schuhe dazu, selbst wählen zu können. Außerdem muss ich nicht jeden Morgen überlegen, welches Outfit ich aus dem Schrank ziehe. Dann gehe ich in die Küche wo meine Gastmama gerade unser Lunch zubereitet. Zum Frühstück esse ich meinen Bagel mit Nutella und schau mir nebenbei die Nachrichten an. Etwas später kommen dann noch meine Schwester und mein Bruder dazu. Danach, und immer ziemlich knapp, fährt mein Bruder uns in die Schule, wo wir nur noch schnell Zeit haben zu unserem Locker zu gehen (Locker= Schließfach, es ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt seinen Rucksack  in den Unterricht mitzunehmen). Um pünktlich 8 Uhr müssen wir in unserem Homeroom sein. Dort sind wir etwa 20 Schüler und um kurz nach 8Uhr beginnt auch schon die Durchsage. Zuerst beten wir und danach sagen die Amerikaner das Pledge of Allegiace, indem sie auf die Amerikanische Flagge und die Nation schwören.  Danach wird uns noch durchgesagt was an diesem Tag ansteht ,wie unsere Sportteams gespielt haben und wir haben Zeit unsere Hausaufgaben zu erledigen. Um 8:20Uhr beginnt der eigentliche Schultag. Ich habe jeden Tag 6 Klassen(Schulstunden), von 8:20Uhr bis 2:40Uhr. Unsere Pause zwischen den jeweiligen Unterrichtsstunden ist 3 Minuten lang und unsere Lunchpause 20 Minuten. Meine Fächer sind: Study Hall (Zeit um Hausaufgaben zu machen), Chemie, Film (wir schauen nur Filme während des Unterrichts), American History (sehr interessant), Spanisch, Englisch, Algebra und Religion(dies ist nicht üblich für eine amerikanische High- School, jedoch ist meine High-School eine katholische Schule). Es wird jeden Tag durchgewechselt, sodass wir nicht immer die gleichen Fächer haben. Um 2:40 Uhr holt meine Gastmama meine Gastschwester und mich ab (mein Gastbruder hat Football Training) und wir fahren nach Hause. Dort entspannen wir meistens ein wenig, machen dann unsere Hausaufgaben, gehen mit unserem Hund spazieren, oder wir schauen  einen Film an. Leider konnte ich weder im Herbst noch im Winter eine Sportart wählen, da die Try-outs (dort wird getestet ob du gut genug bist) schon im Frühling waren. Dies ist mein Alltag den ich so gut wie jeden Tag hier lebe, jedoch gibt es in meiner High- School viele außerschulischen Veranstaltungen. Oft sind viele Abende mit diesen Terminen verplant.
Nun habe ich euch mal meinen Tagesablauf hier beschrieben. In vielen Dingen deckt er sich doch mit meinem Alltag in Deutschland aber irgendwie ist es doch jeden Tag etwas Besonderes für mich. Ich spreche eine andere Sprache und die jeden Tag besser. 😉

 Meine Uniform:)

In meiner Schule

Homecoming Week

In der vergangenen Woche war an meiner Schule Homecoming Week. Da es an meiner High School eine Uniform gibt, konnten wir diese waehrend der Homecoming week gegen “normale’ Kleidung tauschen. Jedoch hatten wir jeden Tag ein anderes Thema nachdem wir uns angezogen haben. Am ersten Tag war es Hawai und Blumen, am zweiten Tag war es Schwimmsachen, am dritten Tag war Fake-Krankheiten Tag, am vierten Tag Group Day (wir Austauschschueler an meiner Schule haben uns unsere Flagge auf unsere Backen gemalt) und am letzten Tag haben wir unsere Schulfarben (Blau und Gold) getragen. Wir haben uns jeden Morgen in unserer Turnhalle versammelt und verschiedene Spiele gespielt, bei denen es darum ging welche Jahrgangsstufe gewinnt. Natuerlich haben die Seniors (aeltester Jahrgang) gewonnen. Am Donnerstag Abend war das Powder Puff Game, was so viel heisst, dass die Maedchen Football spielen. Natuerlich nicht so extrem und agressiv wie die Jungs. Ausserdem hatten wir noch ein grosses Lagerfeuer vor unsere Schule. Am Freitag hatten wir nur bis um 10:30 unterricht. Danach sind wir wieder alle in die Turnhalle gegangen. Diesmal haben uns aber die Cheerleader angefeurt und Stimmung fuer das Homecoming Football Game am Abend gemacht. Eigentlich war danach eine Parade geplant, welche aber leider wegen schlechtem Wetter abgesagt wurde. Zum Glueck wurde aber das Football Spiel (trotz extremer kaelter und Unterbrechungen wegen Unwetter) nicht abgesagt. Die ganze Schule war da und wir hatte wirklich viel Spass- aber leider hat meine High School verloren. Am Samstag war dann der grosse Homecoming Tanz. Nachdem mein Date mich abgeholt hat, wir uns mit Freunden getroffen haben um Bilder zu machen und wir Essen gegangen sind, sind wir los zum Tanz in meiner Schule. Meine Freunde und ich haben den ganzen Abend durchgetanzt und wir hatten alle echt viel Spass. In diesem Moment war ich einfach nur gluecklich und froh darueber die Chance zu haben, ein Amerikanisches Leben zu leben. Danke an alle, die das Moeglich gemacht haben.

Meine Gastschwester und ich am Fake-Krankheiten Tag

Powder-Puff Game

Meine Gastgeschwister und ich am Homecoming Dance

 

Ich bin angekommen- und ich liebe es:)

Ja, viel ist passiert in den letzten Wochen. Wenn ich ehrlich bin hab ich keine Ahnung wo ich anfangen soll. Das wichtigste ist wahrscheinlich, dass ich die Gastfamilie gewechselt hab. Es hatte seine Gruende, die ich aber nicht im Internet veroeffentlichen will. Jetzt bin ich bei einer Familie 10 minuten von meiner alten Gastfamilie entfernt. Ich habe eine 15 jaehrige Gastschwester und einen 18 jaehrigen Gastbruder. Und zwei wunderbare Gasteltern.

Das ist wohl die groesste Veraenderung. Sonst fuehl ich mich hier immer wohler und ich geniesse meine zeit soo sehr. Jetzt bin ich hier seit knapp 2 monate. Heisst, nur noch 8  Monate. Schon allein die Vorstellung das alles hier zurueckzulassen macht mir Angst. Ich beginne richtige Freundschaften zu machen, die Schule hier mehr als zu lieben und vorallem fuehl ich mich angekommen. Ausserdem genies ich das Gefuehl jeden morgen aufzustehen und einfach zu wissen, dass jeder Tag ein neues Abenteuer ist. Ausserdem gefaellt mir Amerika von Tag zu Tag mehr. Ich beginne die Menschen zu verstehen und vorallem beginne ich auch selber so zu sein. Ich mein, in Deutschland hab ich noch nie Eis in meinen Getraenken gehabt- hier mache ich freiwillig die haelfte meines Glasses voll mit Eis. All die kleinen Dinge, machen mich einfach gluecklich.

Ich hoffe alles ist klar in Deutschland- ich werde nun versuchen oefters hier zu schreiben und ich freu mich ueber jeden Kommentar.

 Meine Gastschwester, eine freundin und ich am Missouri River

YFU Meeting

Eine Tradition an meiner High SChool ist es, dass alle Seniors and Austasuchschueler ihre Hand an die Wand malen und dann daneben unterschreiben- Here I am

Erstes Baseballgame

Sonnenuntergang von unserem Wohnzimmer aus

It’s amazing

Hallo an Alle:) Gerade sitze ich in meiner Schule, hoere Englisch neben mir, muss mich konzentrieren, dass ich nicht auf Englisch schreibe und habe in 20 Minuten Schule aus. Dann werde ich mit dem gelben Schulbus den highway entlangfahren, nach Hause kommen, meine Schuhe ins Eck schmeissen, meiner Gastmutter von meinem Tag erzaehlen und solang ich auf meine Schwester warte ein bisschen TV schauen und waehrenddessen wahrscheinlich einschlafen, weil der Tag so anstrengend war und ich mal wieder so viel neues erlebt habe.  Wenn meine schwester kommt, werde ich mein Pepsidose oeffnen, die Pizza in den Ofen schieben und mit ihr ueber alles moegliche der Welt reden.

So wird mein Tag heute wohl noch aussehen. Ich bin nun seit knapp 3 wochen hier und geniesse mein ATJ in vollen Zuegen. Ich habe eine wundervolle Gastmama und eine genauso tolle Gastschwester. Seitdem ich hier bin ist viel passiert. Nach meiner Ankunft habe ich ersteinmal viele Verwandte kennengelernt, hab ein Baseballspiel (mein allererstes in meinem ganzen Leben- die Amerikaner sind immer ganz erstaunt) live erlebt, hatte ich meinen ersten Schultag, und hab noch sooo viele andere Dinge erlebt und getan, dass ich sie gar nicht alle auflisten kann. Die Schule ist einfach unbeschreiblich. Jeder traegt die selbe Uniform, man betet gemeinsam, man isst gemeinsam und man lernt gemeinsam. Es ist ein wunderbares Gefuehl ein Teil einer High School, die wie im Film ist:), zu sein. Obwohl es hier echt toll ist, ist Schule auch wirklich anstrengend. Ich habe zwischen jeder stunde 3 Minuten Zeit um mein Klassenzimmer zu finden, manchmal den Raum zu wechseln und zu meinem Locker zu gehen um meine 3 Kilo Buecher fuer die naechste Stunde zu holen. Auch das staendige Englischsprechen straengt an, aber es ist wunderschoen, wenn man merkt, dass man immer mehr versteht und die anderen auch einen immer mehr verstehen:) Ich muss sagen, mir geht es hier wirklich gut und ich freu mich schon total auf alles was dieses Jahr noch kommt:) Ich versuche in naechster Zeit wirklich mehr zu schreiben und auch mal Bilder hochzuladen, aber ich bin soo beschaeftigt hier und deswegen ist das sehr schwer.  Aber am Montag ist schulfrei, vielleicht komm ich ja dann dazu.  Liebe Gruesse aus dem viel zu heisem (fuer mich) und zu trockenem Missouri:) Lisa