Endlich wieder da! Jetzt mal Chronologisch!

Hallo alle mit einander!

Erst mal entschuldige ich mich hiermit für die lange Inaktivität, aber ich hatte Probleme mit meinem Email Account und konnte mich daraufhin nicht mehr einloggen. Jetzt scheint aber wieder alles in Ordnung zu sein, also mach ich mich mal ans Werk und hole nach was ich die letzten 5 Monate versäumt habe: Euch zu berichten.

Fangen wir also ganz hinten an:

Am Anfang war doch sicherlich noch einiges ungewohnt. Zunächst musste ich lernen auf Englisch zu „denken“. Den Satz im Kopf auf Deutsch zu formulieren und dann zu übersetzen dauert, und klingt mies. Glücklicherweise habe ich das schon lange Zeit vor meiner Abreise gelernt und so war ich mit meinen Englisch Kenntnissen recht zufrieden und fühlte mich vorbereitet. Mittlerweile ist es für mich völlig normal den ganzen Tag Englisch zu sprechen und obwohl ich eine Deutsche Austauschschülerin an meiner Schule habe, unterhalten wir uns, wenn überhaupt, auf Englisch. Es ist einfach zum Alltag geworden.

So geht es mir auch in der Schule. Das Gebäude fühlt sich wie eine Schule an und nicht mehr wie ein seltsames großes Gebäude, in dem niemand meine Sprache spricht. Ich habe mich an Alle meine Unterrichtsfächer gewöhnt und bin sehr zufrieden mit Ihnen. Hier eine kurze zusammen Fassung von meinen Schulfächern:

Psychology Honors: Sehr interessantes Fach in welchem man viel darüber lernen kann warum andere sind wie sie sind,  warum wir auf gewisse Situationen unterschiedlich reagieren aber auch wer wir selber sind.

US History Honors: Nach den 5-6 Monaten habe ich das Gefühl, als wüsste ich mehr über Amerikansche als über Deutsch Geschichte, obwohl meine Kenntnisse auch bei letzterem sehr ausgeprägt sind. Der Unterricht macht tierisch viel Spaß, was nicht zuletzt an unserem genialen Lehrer Coach Ramsey liegt.

Visual Communication: Das ganze ist im Prinzip eine Mischung aus Grafikdesign und Photografie. Da ich mich für beide bereiche sehr interessiere hatte ich nur leider schon so enorm viel Vorwissen das ich bis jetzt noch nichts Neues gelernt habe. Aber was soll’s, das A ist mir sicher.

Photography: Wie der Name schon sagt… Aber hier das gleiche wie bei Vis Com.

Englisch III Honors: Englisch. Ja, das ist es auch schon. Hier lesen wir alle 6 Wochen ein neues Buch zu welchem wir die verschiedensten Projekte machen.

AP Physics: Mein absoluter Lieblings Kurs! Sehr interessant, für jemanden den Physik fasziniert. Da dies ein AP (Advanced Placement) Kurs ist, werdet ihr euch hier nur mit begabten Schülern versammeln. In meinem Physik Kurs sitzen nur die klügsten Köpfe der Schule. Aber keine Angst, geniale Leute, keine Super Nerds.

AP PreCalculus: Ähnlich wie Physik, sehr fordernd und mit ner Menge Hausaufgaben verbunden. Nach einem Jahr in diesem Kurs seid ihr aber auf jeden Fall auf die 12 vorbereitet. Zumindest an meiner Schule ist das Niveau generell betrachtet recht hoch.

 

So viel zur Schule. Nach der Schule geht’s mit Training weiter:

Ich war vom Sommer bis zu den Weihnachtsferien in Cross Country. Ziemlich hart, aber nach jedem Training fühlt man sich, als hätte man RICHTIG was geleistet. Das ganze muss man so verstehen; Ihr lauft ca. 5 bis 15 Meilen am Stück so schnell es irgendwie geht. Dazu kommt intensives Krafttraining und Entspannungsübungen für die Muskulatur. Die tatsächlichen rennen Allerdings sind nur 3,3 Meilen also 5 Kilometer lang. Das ganze ist nicht jedermanns Sache aber da ich auch schon in Deutschland viel gelaufen bin (auch Halb-Marathons) wollte ich gerne mal die amerikanische „Kunst des Laufens“ erleben.

 

Damit der Text nun nicht zu lang wird, da ja wirklich viiiel passiert ist, mach ich mal Schluss für heute und erzähle euch die nächsten paar Tage mal von einigen Events die hier so anstanden.

Also dann;

LG Fabi

Schule mal ganz anders

Nach zwei Wochen Amerika ist es mal Zeit ein wenig zu berichten  😉

Die erste Woche hatten wir hier noch Ferien. Dementsprechend konnte ich mich erst mal in Ruhe einleben. Meine Gastfamilie ist wirklich unglaublich nett und ich verstehe mich wirklich gut mit meinem gleichaltrigen Gastbruder Josh. Obwohl wir beide tausende Kilometer von einander entfernt aufgewachsen sind haben wir unglaublich viel gemeinsam was das ganze noch einmal angenehmer gestaltet. Doch nur faulenzen war in dieser Woche nun wirklich nicht angesagt. Bei der Anmeldung in der Schule und dem Belegen der Kurse bekam ich erst mal das Summerassignment für meinen Pre Calc (Mathekurs). Eigentlich war Mathe schon immer eines meiner Lieblingsfächer aber diese Arbeit verlangte mir doch einiges ab. Nicht das die Aufgaben unglaublich schwierig waren, aber so ziemlich alles heißt einfach völlig anders und es dauerte einige Zeit sich mit den doch recht anderen Aufgabentypen auseinander zu setzen. (Später stellte sich dann in der Schule übrigens heraus das die Sekretärin falsch informiert war und das ich als Austauschschüler das ganze gar nicht hätte machen müssen. )

Die erste Woche in der Schule:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefällt das ich meine Kurse frei wählen konnte (bis auf die YFU Vorgaben). So habe ich Beispielsweise einen Kurs über Fotographie und einen über Grafikdesign was mich persönlich sehr interessiert. Auf Grund von äußerst qualifiziertem Lehrpersonal macht der History Unterricht tatsächlich irgendwie Spaß und ist nicht annähernd so trocken wie man es manchmal aus Deutschland gewohnt ist 😉 Nach der Schule hab ich JEDEN Tag Training von meinem Crosscountry Team. In Deutschland war ich zwar schon immer ein Begeisterter Läufer aber hier sind die Bedingungen doch etwas härter: Zu der deutlich höheren Temperatur kommt noch hinzu das die Luftfeuchtigkeit sehr viel höher und die Luft ein wenig sauerstoffärmer ist. Da das Team aber wirklich super drauf ist und ich hier in Rekordzeit unglaublich viele Freunde gefunden habe macht mir das nicht viel^^

Meistens komme ich wegen dem Training erst gegen 7 Uhr nach Hause und muss dann erst mal Hausaufgaben machen. Die Menge ist hier an meiner Schule im vergleich zu meiner alten Schule deutlich größer. Durchschnittlich brauch ich ca. 2 bis 3 Stunden. Das heißt es bleibt nahezu keine Zeit für sonstige Aktivitäten was meinem Filmprojekt über das Jahr etwas zu Schaden kommt.

Trotzdem denke ich nach wie vor, dass das ein absolut geniales Jahr wird

35 Stunden später..

Endlich in Tennessee angekommen!

Nach 35 Stunden ohne Schlaf stieg ich vor zwei Tagen dann endlich aus der Maschine die mich von Chicago nach Nashville flog. Da ich mit meiner Gastfamilie bereits vorher viel Kontakt über Facebook hatte erkannten wir uns sofort und fielen uns darauf hin freudig in die Arme. Nach einer gefühlten Stunde Wartezeit auf den Koffer fuhren wir dann zunächst etwas essen in einem typisch amerikanischen Steakhouse. Das Essen war wirklich klasse und die Portionen deutlich größer als in Deutschland üblich 😉 Als wir dann zu Hause ankamen zeigte mir meine Gastmutter April noch schnell das Haus bevor ich völlig K.O. ins Bett fiel.

Gelungener erster Tag, würde ich sagen 😉