¡No puede ser que haya pasado tanto tiempo desde mi llegada!

Ich kann es kaum glauben, dass ich schon seit über 8 Monaten in Urguguay bin und mir nur noch knapp 3 Monate bleiben, bis ich wieder nach Hause fliegen muss. Habe ich mich denn nicht erst vor Kurzem beworben und bin ich denn nicht erst neulich in Uruguay angekommen?! Die Zeit ist einfach so schnell vergangen im Land der Sonne und es gibt natürlich  viel zu erzählen, insbesondere nach 4 einhalb  Monaten Sommerferien:

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit mich mit YFU-Teamern aus Montevideo zu treffen und etwas Werbung für YFU im Departamento de Colonia zu machen. Wir haben uns in Juan Lacaze, einem Ort in ca. 20 km Entfernung im dortigen „liceo“ getroffen und über unsere Erfahrungen gesprochen und am nächsten Tag das gleiche in Tarariras, dort wo ich wohne und Colonia Del Sacramento wiederholt.

Den Abend haben wir dann in im traumhaften „Campo“ meiner Stadt im Haus meiner Arearap verbracht, wo ich für uns alle Pizza gebacken habe. Tim, mein in Uruguay neugewonner deutscher Freund aus Buxtehude, der übrigens in Juan Lacaze als YFU-Austauschschüler wohnt, war dabei meine rechte Hand. Zusammen haben wir Zwiebeln geschnitten, Teig ausgerollt, Pizzen belegt und unsere Meisterstücke im Ofen bestaunt. In letzter Zeit habe ich schon mehrmals Pizza für Freunde und Familie gebacken und mittlerweile klebt auch das Backpapier auch nicht mehr am Teig 🙂 , ein wahrer Erfolg!

Doch gabs im Sommer wesentlich mehr als nur Pizzaabende, Urguay ist ja immerhin bekannt für dessen schöne Strände und traumhafte, warme Sommernächte. Zusammen mit YFU sind wir nach La Paloma gefahren, wo wir eine traumhafte Woche an den schönsten Orten im Departamento de Roche verbracht haben und uns es einfach mal gut gehen ließen. Wir haben dort in La Pedrera, einem niedlichen Dörfchen an der Atlantikküste gewohnt dort Sonnen- und Wasserbäder gemacht, jedoch auch traumhafte Orte wie Cabo Paloño, dem Dorf, dessen Strand einer Wüste gleicht und wo es keine Elektrizität gibt, Punta del Diablo, Santa Teresa, das sich nahe der brasilianischen Grenze befindet und La Paloma besucht.  Aber auch die Cataratas del Iguazú, eins der sieben Weltwunder, war ein abenteuerliche und atemberaubende Erfahrung, die ich zusammen mit YFU-Uruguay erleben durfte. Obwohl die Reise auf dem ersten Blick doch ziemlich kurz aussah, war sie es total Wert! Unter uns Astauschschüler bezeichnen wir die Reise als die beste YFU-Reise die wir bis jetzt erleben durften und bereuen nicht mal eine Sekunde der 20-stündigen Busreise. Auf der Reise habe ich mir übrigens den Rekord von Selfies in der Geschichte YFU-Uruguays mit 200 Selfies von uns Uruguayos an einem atemberaubenden Ort gebrochen und bin somit in die Geschichte eingegangen 🙂 … Welch ein Erfolg!

Doch nicht nur mit YFU dürfte ich während der Sommerferien einige großartige Orte besuchen, nein, auch Mit meiner Familie bin ich während den Sommerferien verreist. Wir sind beispielsweise im Auto nach Punta del Diablo gefahren und während den Osterferien, die auch „semana de turismo“ genannt wird, nach Mar del Plata (Argentinien) gefahren, wo wir zusammen als eine Familie eine großartige Zeit verbracht haben und nochmal deutlich wurde, dass wir alle EINE FAMILIE sind.

Im Großen und Ganzen, wenn ich auf die vergangenen 8 Monate zurückschaue, muss einfach zugeben, dass ich das (fast-) Jahr meines Lebens verbringen durfte und glücklicherweise nochimmer darf. Es kommt einfach unglaublich vor, dass ich schon so bald meine neugewonnene Heimat verlassen und zurück in den deutschen Alltag kommen muss. Doch bleiben mir noch immer diese 3 Monate und deshalb: „¡¡Hay que aprovecharlas lo mejor posible!!“

Hola del país del sol :)

Mir geht es momentan „simplemente fenomenal“: solangsam wird es Sommer, nächste Woche Dienstag habe ich Geburtstag, den Freitag darauf gibt es bis März Sommerferien und ich bin gerade von der ersten YFU-Reise zurückgekommen.
Wir waren in den Thermen bei Salto im Nordwesten des Landes von Freitag bis Sonntag. Es ist ein unglaubliches Gefühl sich einfach in einen Omnibus zu setzten, quer durchs Land zu fahre, dann plötzlich alle YFUler wiederzusehen und Erfahrungen oder Erlebnisse untereinander zu teilen.
Einfach nur mal SEIN und von morgens bis abends im warmen Thermalbad zu baden und dabei pausenlos Spaß zu haben und lachen. Und genau das durfte ich dieses Wochenende erleben. Es ist unglaublich wie wir uns alles in „uruguayos“ transformiert haben und die enorme Entwicklung die wir emotional und sprachlich erlebt haben, so als hätte man uns einer Gehirnwäsche unterzogen.

Ich bin schon auf die Ferien gespannt; wir werden in unser Strandhaus nach Artilleros umziehen und dort den Sommer lang wohnen. Dazu kommt noch, dass es im Dezember zusammen mit mehr als 40 YFUlern nach la Paloma für eine Woche geht!

¡Uruguay ich komme!

Heute ist es soweit… Jetzt heißt nur noch ¡Adiós Alemania y Hola Uruguay! Ich darf endlich in dem so lang ersehnten Flugzeug sitzen und in wenigen Stunden landen und den erhofften uruguayischen Boden unter meinen Füßen spüren.

Jetzt bin ich hier … Tarariras, Colonia, Uruguay 🙂 … Und das schon seit 3 Wochen. Es scheint als sei nicht nur der August 2014 ein toller Monat, sondern jegliche Erfahrungen die mir Uruguay zu tun haben.
Mittlerweile habe ich mich auch schon an das uruguayische Spanisch gewöhnt… Hier wird jegliches y oder ll als „sch“ ausgesprochen und das „s“ ist so wie das deutsche „r“ … Etwas was man kaum ausspricht. Dazu kommt noch, dass man hier das spanische du (tú) kaum nutzt und stattdessen eine neue Verform nutzt, dem „vos“. Statt „vosotros“, der zweiten Person plural, wird „ustedes“ genutzt (dritte Person plural) …
Es dauert zwar ein bisschen bis man sich daran gewöhnt hat, jedoch ist das das uruguayische Spanisch wesentlich melodischer und für mich „schöner“ als das Original.
Angefangen hat alles auch ziemlich angenehm … Direkt am ersten Tag in der Schule wurde ich zum „café del bosque“ eingeladen, um die Nacht der Nostalgie (noche de la nostálgica) zu feiern, der Nacht, der einer Zeitreise gleich ist. Erwachsene ziehen sich so an, wie es vor 20-40 Jahren üblich war und erleben deren Jugend alljährlich wieder und wieder.
Die Musik war zwar nicht so wirklich ganz nostalgisch, dafür durfte ich aber direkt die in Uruguay typische Musik erleben … Cumbia, Cumbia und Cumbia … Und das ÜBERALL!!
Cumbia im Auto, Cumbia auf der Straße, Cumbia in der Schule, Cumbia sogar bis ins Schlafzimmer … Ich brauche an einem Wochenende nur das Fenster zu öffnen … Und schon höre ich Cumbia.
Man sitzt im Auto dreht kreise und hört Cumbia bei voller Lautstärke und offenen Fenstern. Wenn man mal am Platz mit Freunden Mate trink … Cumbia aus den Autos!

August – Traum oder doch traumhafte REALITÄT!

Mir fehlen momentan einfach die Worte … welch ein unglaublicher Monat

Ich hatte das Glück meiner neugewonnenen Gastfamilie etwas näher zu kommen in den letzten Tagen. Wir haben geschrieben, geskypt und ich bin einfach begeistert. Während meines Austauschjahres werde ich bei meiner herzlichen uruguayischen Mutter und ihrem Deutschen Schäferhund leben. Außerdem habe ich auch zwei erwachsene neue Schwestern und sogar eine kleine Nichte.
Es wird mir so viel Aufmerksamkeit gewidmet und das noch bevor ich überhaupt da bin, als wäre ich schon immer Mitglied der Familie gewesen!
Doch hat alles schon wesentlich früher angefangen, während meinem traumhaften Urlaub in den USA, an meinem ersten Tag in LA, dem ersten Tag eines tollen Monats: August 2014, als plötzlich die Stimme meiner Mutter im Hotelzimmer ertönte „Danko, Danko wach auf!! Eine Mail für dich von YFU“ … Noch bevor ich realisieren kann, was los ist, höre ich im Halbschlaf wie meine Mutter mir diese Vorliest
„Lieber Danko,
da Du gerade im Urlaub bist, kontaktiere ich Dich hiermit per Mail und hoffe, dass Du Deine E-Mails regelmäßig checkst! Wir haben gerade eine Anfrage aus Uruguay bekommen. Sie haben jemanden gefunden, der Dich wirklich gern aufnehmen möchte. Ich würde Dir mal erklären, worum es geht und hoffe sehr, dass Du Dir das vorstellen kannst.
Es handelt sich um eine Dame namens Patricia…“
Und schon war ich wach und doch in einer Art Trancezustand zwischen Realität und Glück. Ich konnte mein Glück kaum fassen und gab sofort meine Zusage und trat mit meiner neugewonnenen uruguayischen Familie in Kontakt. Diese scheint einfach perfekt zu sein! Heute wurde ich sogar schon als Sohn bezeichnet und durfte mich an enormen Gesten mir gegenüber erfreuen und schließlich ist meine Flug bereits diesen Donnerstag. Das ewige Warten ist nun endlich vorbei!

Meine emotionsreiche Vorbereitungszeit

Anfangs fühlte sich mein Vorhaben noch fast irreal und in weiter Zukunft platziert an: Ich hatte mir die Bewerbungsunterlagen schicken lassen, diese ausgefüllt und abgeschickt, gefolgt von einem langen Nichts: Keine Mail, kein Anruf, einfach nichts.

Aber an diesem einen Donnerstag klingelte das Telefon. Es war ein freundlicher Anruf von YFU mit einer Einladung zu einem Auswahlgespräch nach Frankfurt – in nicht einmal 48h!

Und dann ging alles nur noch extrem schnell: Ich fuhr voller Aufregung mit der Bahn nach Frankfurt und kam mit einer noch größeren Aufregung zurück: Mit den Gedanken, ob ich nun genommen werde oder nicht!
Ich versuchte diese Gedanken zu verdrängen und mir die vorausgesagte Wartezeit von ca. 3 Wochen zu erleichtern. Anders als erwartet, kam die große Erlösung nach nur 10 Tagen!
Da war er! Ich hielt in den Händen einen DIN-A4 großen Brief mit den wohl schönsten Worten: „angenommen für Uruguay“!

So schnell wie die Vorfreude und das Glücksgefühl kamen, so schnell versanken diese auch schon wieder im Alltag. Es kamen Klassenarbeiten, Klassenfahrten, Hausaufgaben, jede Menge Termine und ein Schüleraustausch nach Madrid.

Doch jetzt habe ich meine VBT (Vorbereitungstagung) in Mühlhausen bereits erlebt und ich muss schon sagen … ¡EINFACH SPITZE! Mehr geht es kaum!
Ich kam mit Gleichgesinnten zusammen, lernte sie kennen, durfte zusammen mit ihnen und unseren Teamern „eine Art innere Vorbereitung“ erleben und endlich verinnerlichen, dass mein Vorhaben REAL ist!
Wir wuchsen während dieser Woche immer näher zusammen, tanzten, lachten und träumten miteinander und fühlten uns wie eine große, fröhliche Familie.
Es war und ist immer noch wie ein Feuerwerk voller Emotionen, und das, obwohl das wahre Abenteuer noch nicht einmal angefangen hat!

Seit genau dieser unglaublichen VBT steigen mit jedem Tag, jeder Stunde, sogar jeder Minute meine Aufregung und mein Fernweh immer weiter an. Ich sehne mich nur noch danach endlich in dieses Flugzeug in Frankfurt um 22 Uhr am 14. August einzusteigen und nach dem Zwischenstopp in São Paulo den uruguayischen Boden unter meinen Füßen zu spüren!

 

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