Meine Schule

Hey alle zusammen,

Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe aber ich habe, anders als am Anfang gedacht, nicht so viel Zeit. Das ist aber nichts schlimmes, im Gegenteil es ist gut immer etwas zu tun zu haben. Warum ich aber so wenig Zeit habe, erkläre ich euch in einem anderen Beitrag. In diesem Beitrag erzähle ich ein bisschen was über meine Schule. Alle eindrücke von der Schule und dem System sind natürlich nicht an jeder Schule gleich und haben auch etwas mit der persönlichen Meinung zu tun. Ich möchte, dass ihr beachtet,dass nicht jede Schule gleich ist.

Ich gehe auf die St. Paul’s Secondary School in Oughterard. Etwas was ich in Deutschland an meiner Schule nicht hatte ist die Schuluniform. Diese besteht aus einer dunkelblauen Hose, mit Nadelsteifen, für Mädchen und einer grauen Hose für die Jungs. Allerdings tragen die meisten Mädchen nicht die echte Hose für die Schuluniform sondern eine normale dunkelblaue. Außerdem haben wir ein weißes Poloshirt oder Bluse und einen blauen Jumper, für die Junior (1st-3th year) ist dieser dunkelblau und für die senior(TY-6th year) ist er etwas heller. Dazu müssen wir blaue oder schwarze Schuhe tragen und eine dunkle Jacke.

 

 

Eine weitere Sache die anders ist, als in Deutschland, dass man sich seine Schulbücher selber kaufen muss. Ich brauche 8 Bücher und 2 Lektüren. Für manche Fächer mussten wir Austauschschüler allerdings keine Bücher kaufen, da es sich für uns nicht lohnt. Sonst hätten wir mehr als 10 Bücher. Zum glück haben wir einen Spind für unsere Sachen. 🙂

Die Schule beginnt jeden Tag um 9:00 Uhr und geht Montag und Dienstag bis 15:50 Uhr und Mittwoch bis Freitag bis um 15:10 Uhr. Eine Schulstunde dauert immer 40 Minuten. Nach den ersten 3 Stunden haben wir 15 Minuten Pause. In der Zeit sitzen wir meistens zusammen in der Yearbase essen etwas und reden. Danach haben wir wieder 3 Stunden und um 13:15 Uhr bis 13:50 Uhr Lunchbreak. In dieser Pause verlassen die meisten Schüler das Schulgelände und gehen in einen der Shops. Ich und meine Freunde essen meistens erst Lunch und gehen dann auch in einen der kleinen Shops. man kann sich in den Pausen auch etwas in der Mensa kaufen. Dort gibt es in der Lunchpause auch warmes Essen, allerdings nur zum mitnehmen.

Am ersten Tag mussten wir 3 Wahlfächer wählen. Ich habe mich für Biologie, Geschichte und Hauswirtschaft entschieden.Außerdem konnte man entscheiden ob man Französisch oder Deutsch machen möchte. Ich habe mich natürlich für Deutsch entschieden. Irische Schüler können noch entscheiden ob sie LCVP machen wollen  (dort macht man viele kleine Projekte, aber was genau weiß ich auch nicht). Wir Austauschschüler haben in dieser Zeit mit den Schülern die kein LCVP machen Religion, Sport und Career guidance ( eine art Berufsvorbereitung).Weitere Pflichtfächer sind Englisch,Irisch und Mathe. Für alle die nicht wissen, was Irisch ist, Irisch ist eine der Amtssprachen Irlands. Die Straßenschilder und offizielle Dokumente sind alle in Englisch und in Irisch. Es hat allerdingst keine Ähnlichkeit mit Englisch. Wir Austauschschüler sitzen zwar in Irisch in der Klasse, machen aber unsere Hausaufgaben.

In den meisten Fächern kann man wählen ob man higher oder ordinary level machen möchte. In Mathe und in Englisch sind die Level getrennt aber in den anderen Fächern haben alle Schüler zusammen unterricht machen aber unterschiedliche Hausaufgaben und Tests. Es gibt im 5th year zwei Prüfungen, einmal das Christmas Examen und das Summer Examen. Wir Austauschschüler müssen diese auch mit schreiben.

Ich gehe hier gerne zur Schule. Die Lehrer sind sehr locker und verständnissvoll. In den Klassen ist es im Gegensatz zu meiner Klasse in Deutschland sehr ruhig. Allerdings finde ich es manchmal auch etwas anstrengend, da der Stoff in manchen Fächern sehr schnell durchgenommen wird. Aber mittlerweile, habe ich mich daran gewöhnt.

Es ist jetzt etwas länger geworden als ich dachte und ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen. Bis zum nächsten Beitrag werde ich nicht so lange warten, versprochen. 😉

Eure Anna:)

Mein Auslandsjahr in Irland

Wann geht es los? Weißt du schon, wo genau du hinkommst?

All diese Fragen bekomme ich im Moment von allen zu hören. Denn ich werde Ende August für 10 Monate nach Irland gehen. Wie alles anfing und wie ich mich bis jetzt auf mein Austauschjahr vorbereitet habe, möchte ich euch in diesem Eintrag erklären. Doch zuerst kurz etwas über mich.

Ich heiße Anna und bin 16 Jahre alt. Ich gehe zur Zeit in die 10. Klasse. In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit meinen Freunden. Außerdem reite ich, gehe zur Jugendfeuerwehr und fahre Quad.

Ich habe mich bereits vor fast 2 Jahren dazu entschieden, ein Austauschjahr zu machen. Also informierte ich mich im Internet und besuchte die Jugendbildungsmesse in Kassel. Als ich mich dann im Sommer 2016 für meine Organisation (YFU) entschieden hatte, bewarb ich mich dann in den Sommerferien. Dies kann man online auf der Internetseite machen.

Einige Wochen später hatte ich dann auch das Auswahlgespräch in Hannover. Vor dem Auswahlgespräch,hatte ich mir etwas Sorgen gemacht, diese hätte ich mir aber gar nicht machen müssen, denn alle waren dort sehr nett zu mir gewesen.

Ein paar Tage später bekam ich dann auch schon per Post die Zusage und die Vertragsunterlagen. Ich habe mich so sehr darüber gefreut, dass ich gleich allen meinen Freunden die gute Nachricht erzählen musste.

Der nächste Schritt auf den Weg zum Auslandsjahr war dann, die Platzierungsunterlagen auszufüllen. Dies macht man teilweise online und manches muss man hochladen oder per Post zuschicken. Dies ist zwar etwas aufwendig, aber gut zu schaffen.

Im Dezember hatte ich dann den ELTIS-Test. Dies ist ein Englischtest, den die Schulen im Ausland haben möchten. Davor muss man aber keine Angst haben.

Ende März war dann 6 Tage lang mein Vorbereitungsseminar. Es ist für alle Austauschschüler verpflichtend daran teilzunehmen. Man lernt dort viel Hilfreiches für das ATJ. Dies macht sehr viel Spaß, weshalb ich nicht genau erkläre, was man dort macht, damit, falls ihr auch ein Austauschjahr macht wollt, ihr selber diese Erfahrung machen könnt. Ich habe dort viele nette Menschen kennenlernen dürfen. Mit ein paar von ihnen treffe ich mich auch manchmal noch und wir skypen regelmäßig.

Vor einigen Wochen war ich dann noch auf dem Landesgruppenvorbereitungswochenende (LVW). Die Teilnahme daran ist freiwillig. Dort waren wir eine kleine Gruppe von Austauschschülern, die in viele verschiedene Länder gehen werden. Wir haben uns unser ,,Programm“ dort selber gestalten können. Viele dort kannte ich bereits von dem Vorbereitungsseminar, allerdings waren auch ein paar Leute da, die ich noch nicht kannte.

Es war sehr schön, da wir uns alle sehr gut verstanden haben und zusammen hatten wir sehr viel Spaß.

Jetzt sind es noch 14 Tage bis ich nach Irland fliege und ja, ich habe, wie glaube jeder Austauschschüler, einen Countdown. Die Zeit ist so schnell vorbeigegangen; es wirkt zwar immer noch so lange, aber ich glaube die Zeit geht schneller vorbei als man denkt.

Ich habe noch so viel mit Freunden geplant, ich weiß gar nicht, wann ich das alles machen soll. Aber wenn die Freunde vor einem stehen und sagen wir müssen unbedingt nochmal etwas unternehmen, bevor du fährst, dann kann man nicht Nein sagen. Aber ich freue mich, dass ich mit meinen Freunden und meiner Familie noch ein bisschen Zeit verbringen kann, bevor ich sie 10 Monate nicht mehr sehen werde.

Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen.

Anna