Una despedida con puntos suspensivos – esto no es el fin

Wie einige von euch wahrscheinlich schon wissen, bin ich seit Sonntag dem 25.01.2015 wieder in Deutschland. Viele von euch fragen sich jetzt bestimmt warum so früh und ob ich abgebrochen habe, jedoch war der frühzeitige Rückflug nicht meine Entscheidung, sondern ich wurde von meiner Organisation, nach der Halbzeit, gezwungenermaßen hierher nach Deutschland geschickt. Doch wie kam es dazu?

Am Dienstag, der vergangenen Woche, bekam ich die bestimmt schlimmste Mitteilung meines Lebens; „Amina, du musst früher nach Hause, dein Flug wird noch diese Woche gehen.“

Der Grund meiner frühzeitigen Rückreise; ich bin von der Schule geflogen, da ich gegen einige Regeln verstoßen habe die ich, aus privaten Gründen, ungern ins Detail beschreiben möchte. Und jetzt würde mich in ganz Ecuador keine Schule mehr für das ganze Schuljahr mehr annehmen und da mein Visum von dem Schulbesuch abhängig ist sollte es also nach Hause gehen und mein großer Traum „Auslandsjahr“ sollte vorbeigehen und das schon nach 5 Monaten.

Worte können nicht beschreiben, wie ich mich in dem Moment gefühlt habe als mir diese Worte zu Ohren kamen und gleichzeitig Tränen aus meinen Augen schossen und sich mein ganzer Körper anspannte und sich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Ich versuchte mir einzureden, dass das alles nur ein Traum ist, dass mein Jahr nicht nach 5 Monaten enden kann, da ich doch noch mehr als die Hälfte meiner Zeit vor mir hatte – sogar um einen Monat verlängern wollte um den Abschluss meines Kurses mitzuerleben und daraufhin mit ihnen zum Strand fahren wollte. Doch es war kein Traum – all dies war pure Wahrheit und ich musste es so hinnehmen, ob ich wollte oder nicht.

Also ging es ab nach Hause, zu meiner Gastfamilie bei der ich nun 3 Monate gelebt hatte, um meinen Koffer zu packen und zu meinem Area Rep zu fahren um mir eine Unterkunft für die kommenden Tage zu suchen. Mit viel zu vollem Koffer, zwei Rucksäcken und 3 Plastiktüten ging es dann in das Büro der YFU Mitarbeiterin. Unter Tränen und zitternd verabschiedete ich mich vorher noch von meiner Gastschwester, die in den 3 Monaten zu meiner zweiten Hälfte geworden ist und die genauso fertig war wie ich, und meinen Gastgroßeltern bevor es mit meinen Gasteltern zum Büro ging.

Im Büro von YFU angekommen und völlig fertig mit den Nerven stand noch der schmerzhafte Abschied von meinen Gasteltern an, die mir, ebenfalls unter Tränen, gesagt haben ich soll mich regelmäßig bei ihnen melden und von mir hören lassen, da ich mittlerweile wie ihre dritte Tochter sei und sie mich unendlich lieben.

Sobald meine Gasteltern gegangen waren sprach mein Area Rep noch ein bisschen mit mir und suchte mir dann, während ich draußen ein bisschen durch die Gegend gelaufen bin um mich zu beruhigen, eine Unterkunft in dem Haus des Area Reps von Ambato, einer Stadt 1 Std. südlich von Latacunga, meiner zweiten Heimat. Es war 19:30 Uhr als mein Taxi ankam um mich wegzubringen in meine neue Heimat, bis mein Flug zurück nach Deutschland gehen würde.

Angekommen in Ambato kamen mir wieder die Tränen aus den Augen geschossen, denn nun war es klar; ich würde definitiv nach Hause fliegen.

Nun bin ich also schon seit Sonntag Abend wieder hier in Hamburg, bei meiner Familie. Die erste Zeit war es ein bisschen schwer sich wieder anzukommen und sich an das alte und jedoch neue Zuhause zu gewöhnen, doch meine Familie und Freunde hier geben sich die größte Mühe mir die erste Zeit hier leicht zu machen.

Nächste Woche fängt dann auch schon wieder die Schule für mich an – so ganz ohne Uniform und morgendliche Aufstellung auf dem Schulhof.

Ich hatte, in Ecuador, die bisher schönste Zeit meines Lebens und bin froh wenigstens 5 Monate gehabt zu haben. Ecuador ist jetzt schon ein Teil von mir und meine zweite Heimat. Das Land hat mich vom ersten Tag an mit seiner Freundlichkeit, seinen Straßenfesten und der offenen und warmherzlichen Kulter fasziniert und mir innerhalb von kürzester Zeit eine neue Welt gezeigt die sich in mein Herz eingepflanzt hat.

Und auch, wenn ich unglaublich traurig bin wie alles geendet hat bin ich überglücklich Ecuador nun für den Rest meines Lebens in mir zu tragen.

Bereits jetzt schon plane ich im Sommer wieder für 2 Monate rüberzufliegen und meine Zeit dort „fortzuführen“. Bis dahin verabschiede ich mich erstmal und überlasse nun meiner Freundin Vanessa  alleine die Aufgabe Berichte aus dem schönsten Land der Welt zu schreiben.

Eure Amina.

Weihnachten unter der Sonne

Weihnachten. In Deutschland die kälteste und jedoch schönste Zeit des Jahres. Während man jeden Tag ein weiteres Türchen des Adventskalenders öffnet, den Weihnachtsbaum schmückt, auf den Weihnachtsmarkt geht und abends im Licht der Weihnachtslichter mit der Familie, und heißer Schokolade in den Händen, einen Film guckt, steigt die Vorfreude auf Heiligabend. Raus geht man eingepackt in warmen Klamotten und trotzdem friert man, während man im Haus die Heizung aufdreht, sich unter seine decken kuschelt und das weiße Wunder von drinnen aus beobachtet.

Nach 24 Tagen warten ist es dann endlich soweit – Heiligabend. Wie verrückt stürzt man sich auf seine Geschenke während die Familie die Kameras zückt und reichlich Fotos macht, bevor es ans gemeinsame Abendessen geht.

Doch dieses Jahr bin ich in Ecuador und Weihnachten hier, das ist etwas komplett anderes – kein Schnee, keine Kälte, keine Weihnachtsmärkte oder Adventskalender und lediglich ein kleiner, zusammengebauter, Plastikbaum geschmückt mit bunten Plastikkugeln und glitzernden Girlanden in allen möglichen Farben, der im Esszimmer steht. Von deutscher Weihnachtsstimmung kann man hier also nicht sprechen. Doch die Hoffnung, dass an Heiligabend vielleicht doch noch etwas Weihnachtsstimmung verstreut wird, starb nicht.

Als am 24.12.2014 dann Familie aus dem ganzen Land zu uns nach Hause kam konnte das Weihnachtsfest endlich losgehen. Morgens habe ich mit meiner Familie in Deutschland geskypet und dann zum Mittagessen kamen meine drei Tanten mit ihren Familien und mein Onkel um bei uns, zusammen mit der ganzen Familie, wie hier in Ecuador üblich, Truthahn und Meerschweinchen – eine ecuadorianische Delikatesse- zu essen. Doch das Essen verschob sich, da mein Gastvater vor Mitternacht nicht von der Arbeit kommen würde.

Während wir also auf meinen Vater warteten wurden einzelne Geschenke verteilt und ausgepackt und es wurden Kartenspiele gespielt, um sich die Zeit zu vertreiben. Mit dem Temperament der Ecuadorianer wurden Geschichten erzählt und viel gelacht, sodass einen die Müdigkeit nicht einholen konnte. Außerdem wurden „Humitas“ serviert. Das ist ein Gericht bestehend aus Masa (Maisteig) der mit Hühnchen, Käse oder Rosinen gefüllt in Maisblättern gedämpft wird und am Ende kleinen Kuchen ähnelt.

Gegen 23:45 Uhr kam dann endlich mein Gastvater und wie die verrückten stürmten alle zum Essen. Es gab viel Fleisch, wie hier üblich, und für mich, als Vegetarierin, viel Reis und dazu Salat, Kartoffeln und was zu trinken.

Nach dem Essen saßen alle noch eine Weile zusammen bevor sich die ersten dann auf den Weg ins Bett gemacht haben. Um ca. 2 Uhr morgens konnte dann auch ich friedlich einschlafen.

Am nächsten Tag stand ich zeitlich perfekt zum Mittagessen auf und wieder versammelte sich die ganze Familie im Esszimmer der Großeltern, zum Essen, bevor die ersten sich wieder auf den Weg nach Quito machten. Nachmittags, während die Kinder draußen spielten, gab es dann nochmal Kaffee und Tee zusammen mit Mangos und „Emborrajados de Platano“ – das sind kleine Bananenstücke gebraten in einem Pfannkuchenähnlichen Teig. Und damit wurde das Weihnachtsfest abgeschlossen.

Auch wenn mein Weihnachten hier in Ecuador vielleicht nicht so ablief wie man sich Weihnachten eigentlich vorstellt oder wie man es aus Deutschland kennt, hatte ich trotzdem ein schönes Weihnachtsfest, da ich die wichtigsten Tage im Jahr mit meiner zweiten Familie verbracht habe und eine komplett neue Erfahrung gesammelt habe für die ich dankbar bin.

Vielen Austauschschülern geht es während der Weihnachtszeit schlecht, da Weihnachten ein unersetzbares Familienfest ist an dem man am liebsten mit seiner richtigen Familie in seinem gewohnten Umfeld ist. Und es ist wahr, dass Weihnachten einfach unersetzbar ist und auch ich manchmal lieber zuhause gewesen wäre um Fondue mit meiner Familie zu essen und meine Geschenke auszupacken – doch am Ende habe ich hier in Ecuador eine weitere Erfahrung für’s Leben gewonnen und werde mein nächstes Weihnachten in Deutschland wieder richtig genießen.
Ich möchte nur allen zukünftigen Austauschschülern auf den Weg geben, dass euer Heiligabend im Ausland für euch eine total neue und fremde Erfahrung sein wird und euch vielleicht viele Sachen überflüssig oder falsch vorkommen werden, ihr euch deshalb aber nicht unterkriegen lassen solltet. Denn auch wenn ihr tausende Kilometer von eurer Familie entfernt seit habt ihr eine zweite Familie in eurem Gastland hat die mit euch ihr Weihnachten teilt und somit auch ihre Liebe mit euch teilt.

Mit diesen Worten schließe ich meinen heutigen Bericht ab. Ich hoffe ihr hattet alle ein tolles Weihnachtsfest und ich wünsche euch einen guten Rutsch in das Jahr 2015! Verrückt wie schnell die Zeit vergeht.

Eure Amina

Mein neues Leben hier in Ecuador

Nachdem sich in meiner vorherigen Familie hat die Lage mit der Zeit immer mehr angespannt und ich gemerkt habe, dass dort Persönlichkeiten aufeinander getroffen sind, die nicht Zusammenleben können, habe ich beschlossen mich an YFU zu wenden und über einen eventuellen Gastfamilienwechsel zu reden. Daraufhin habe ich mit meinem Area Representative geredet und ihr erklärt wie ich mich fühle und dass ich glaube, dass es für alle Betroffenen besser wäre, wenn ich die Familie wechseln würde. Gespräche mit meiner Familie und meiner Organisation haben nicht wirklich zum positiven beigetragen, so dass sich meine Familie immer mehr von mir abgewendet hat und ich mich immer schlechter gefühlt habe. Denn manchmal passt es einfach nicht und so habe ich nach 2 Monaten, am 19.10.2014, die Gastfamilie gewechselt.

Ich wohne jetzt bei einer Klassenkameradin dessen Familie sich, nachdem sie von meinen Problemen erfahren hat, dazu bereiterklärt hat mich für den Rest des Jahres gerne aufzunehmen.

Meine neue Familie lebt in Salcedo, einem kleinen Ort nahe Latacunga, etwas ländlicher und mit vielen Tieren. Ich lebe zusammen mit den Großeltern in einem Haus und meine Gasteltern leben mit ihren Töchtern (9 & 17 Jahre alt) in dem anderen Haus, welches gegenüber liegt. Die Familie in der ich jetzt wohne ist katholisch und jeden Morgen, auf dem Weg zur Schule, wird gebetet. Am Anfang kam mir das alles noch ein bisschen komisch vor, mittlerweile jedoch ist es für mich schon normal dass alle zusammen ein Gebet aufsagen. Meine Gasteltern sind außerdem ein bisschen strenger was das ausgehen auf Partys angeht, was mich aber nicht sonderlich stört, da ich jetzt endlich zusammen mit einer Familie wohne mit der ich klarkomme und die bereit ist mir bei allen meinen Problemen zu helfen.

In dem einen Monat, den jetzt schon hier lebe habe ich unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und Probleme überstanden. Auch wenn ich am Anfang einem Gastfamilienwechsel aus dem Weg gehen wollte war es am Ende doch die richtige Entscheidung. Meine neue Familie hat vielleicht nicht den Reichtum oder die Lockerheit wie andere Familien; was diese Familie jedoch hat ist Liebe, die sie bereit ist mit mir zu teilen. Zum Abschluss kann ich also sagen dass ich mir gut vorstellen kann hier die nächsten Monat, bis zu meiner Abreise, zu verbringen.

An meinem Leben hier sonst hat sich nicht wirklich was geändert. Ich gehe weiterhin zur gleichen Schule und stehe jeden Morgen total verschlafen aus. Langsam beginnen hier die Weihnachtsvorbereitungen und es wird klar dass Weihnachten hier total anders gefeiert wird als in Deutschland. Aber dazu werde ich euch nach dem Fest mehr erzählen.

Bis dahin, alles Gute nach Deutschland

Eure Amina

Der Dschungel Ecuadors – ¡Viaje al Oriente!

Tag 1 / Tag 2
Am 5 November ging es für mich und 43 andere Austauschschüler, aus der ganzen Welt, in den Dschungel Ecuadors. Zwischen drückender Hitze, vielen kleinen Insekten, dem Amazonas und eigenartigen örtlichen Köstlichkeiten verbrachten wir die nächsten Tage.
Am Mittwoche fuhr ich also mit den anderen YFU-Schülern aus Latacunga los nach Quito, wo wir auf viele bekannte Gesichter trafen. Nachdem wir dort die erste Nacht verbrachten ging es am nächsten Morgen früh los und zusammen mit allen Austauschschülern machten wir uns auf den Weg in den Dschungel, den wir nach ca. 5 – 6 Stunden Busfahrt erreichten.

Von dem Busfahrer wurden wir an einem Fluss abgesetzt, wo uns breites kleine Motorboote erwarteten um mit uns zum Hotel „La Casa del Suizo“ zu fahren. Wir zogen uns unsere Schwimmwesten an und stiegen in die wackeligen Boote ein. In ein Boot passten jeweils 10 – 12 Leute und sobald ein Boot voll war ging es auch schon über denAmazonas, in schwüler Hitze, zwischen dem Dschungel, zum Hotel. Die Luft, die uns während der 10 – 15 Minuten langen Fahrt ins Gesicht wehte lies mich dabei die unglaubliche Wärme vergessen.

Mit diesen Booten wurden wir zum Hotel gefahren

 

Im Boot, auf dem Weg zum Hotel

 

Am Hotel angekommen stiegen wir aus und gingen hoch, wo uns unsere Zimmer mitgeteilt worden. Für mich ging es mir drei weiteren Mädchen aus Deutschland, Belgien und Kanada auf ein Zimmer. Nachdem wir Zeit hatten uns das Hotel und die Landschaft anzugucken und uns in den Hängematten auf den Balkonen auszuruhen ging es zum Mittagessen. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit und haben diese überwiegend im Pool des Hotels verbracht.

Tag 3

Am darauffolgenden Tag, Freitag, gab es um 7:30 Uhr Frühstück und kurz danach, um 9 Uhr, machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zum richtigen Dschungel. Also fuhren wir mit den Booten den Amazonas runter bis wir ein Schild sahen, dass „La Casa del Suizo“ sagte. Dort angekommen wurden wir in zwei Gruppen mit jeweils 22 Schülern aufgeteilt. In Gummistiefeln, viel zu wärmen Klamotten und drei Schichten Insektenschutz auf der Haut ging esrein in den Dschungel.
Von allen Seiten war man von großen Pflanzen und den Geräuschen des Dschungels umgeben. Ab und zu lief einem ein kleiner Frosch oder eine kleine Spinne über den Weg und man müsste wackelige Brücken überqueren um auf die andere Seite zu gelangen.

Nachdem wir ca. 1 1/2 Stunden durch den Dschungel gewandert sind erreichten wir die Spitze desBerges, die uns eine unglaubliche Aussicht auf die von Dschungel bedeckte Landschaft und den Amazonas bot. Bevor es weiterging hatten wir Zeit umFotos zu machen und uns von den vielen Treppen, die wir zuvor hochgelaufen waren, zu erholen. Von dort aus ging es den Berg wieder runter und nach ca. einer halben Stunde kamen wir wieder unten an.

Um und abzukühlen und zu entspannen führen wir, nachdem wir uns umgezogen hatten, auf kleinen Holzflößen den Amazonas lang, bis das Wasser tief Genus war um schwimmen zu gehen. Um 13 Uhr ging es dann wieder zurück zum Hotel um etwas zu essen, bevor es um 15:30 Uhr losging um einheimische Familien zu besuchen. Insgesamt besuchten wir drei Familien die uns zeigten wie sie leben, uns ekelhafte Getränke wie „Chicha“ zum probieren gaben und uns in ihren Geschäften die Möglichkeiten haben selbsthergestellte Produkte zu kaufen. Als wir Abends wieder am Hotel ankamen gingen einige von uns im Pool schwimmenoder verbrachten den Abend in Ihrem Zimmern, zusammen mit anderen Austauschschülern.

Eine Einheimische stellt „Chicha“ her

Tag 4

Am Samstag ging es für uns wieder um 9 Uhr los. Diesmal führen wir zu einem Auffanglager für exotische Tiere, die in falschen Lebensräumen gehalten wurden und nun rehabilitiert werden um vielleicht wieder in ihren richtigen Lebensraum entlassen zu werden. Wir verbrachten dort ungefähr eine stunden bevor es weiterging um mit den Schwimmreifen vom Hotel die Strömung des Amazonas runter zu schwimmen, bis wir an eine kleine Klippegelangten von der wir mit einer Liane ins Wasser springen konnten.

Später am Nachmittag, nachdem wir unser Mittagessen beendet hatten, gingen wir zu Fuß zu einem Schmetterlingshaus, wo wir Zeit hatten Fotos zu machen und uns die bunten Schmetterlingsarten des Orients anzugucken. Danach hatten wir Freizeit und am Abend ging ich mit einigen anderen Austauschschülern in einen kleinen Club um den letzten Abend auf Ecuadorianische Weise ausklingen zu lassen.

Tag 5

Am fünften Tag, Sonntag, ging es um 11 Uhr zurück nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, welche wir nach 7 Stunden Busfahrt erreichten. Dort verbrachten wir noch eine Nacht bevor es am nächsten Morgen in Bussen zurück in die verschiedenen Städte ging.

Die Reise in den Dschungel war meine erste Reise mit YFU und auf jeden Fall ein unglaubliches Erlebnis und eine einmalige Chance, die man auf jeden Fall nutzen sollte wenn sie sich einem bietet! Denn auch wenn es anstrengend war und ich den Dschungel und seine Hitze manchmal verflucht habe, sieht man den Amazonas, wenn man ihn überhaupt sieht, wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben.

Die Aussicht von der Spitze des Dschungels

1 Monat Ecuador – 1 Monat Spanisch, Schule, Spaß und Schlafmangel

Mittlerweile ist es schon etwas über einen Monat her seitdem ich ins Flugzeug gestiegen bin und meinem Jahr hier in Ecuador entgegen geflogen bin. Es ist einen Monat her seit ich mich von meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland verabschiedet habe um ein neues Land und seine Menschen und Kultur kennenzulernen.

Nun bin ich also schon einen Monat hier in meiner neuen Heimat bis zum Sommer 2015 und langsam hat sich der Alltag hier eingelebt.

Von Montag bis Freitag gehe ich jeden Tag zur Schule. Jeden Morgen stehe ich also um 5:40 Uhr morgens auf und fange an mich fertig zu machen, also meine Schuluniform anzuziehen, Zähne zu putzen und zu frühstücken um dann um 6:35 Uhr aus dem Haus zu gehen. Mit bekannten meiner Familie fahre ich dann die circa 5 – 7 Minuten, im Morgenverkehr, zur Schule. Die Schule beginnt hier um 7 Uhr und in der Schule angekommen versammeln sich alle Schüler mit ihren Kursen auf dem Schulhof. Jeder Kurs hat einen speziellen Platz und dort wird sich dann in Jungs und Mädchenreihen aufgestellt bevor es eine kleine morgendliche Ansprache gibt. Nach der Ansprache gehen alle Kurse in ihren Klassenraum und es wird kurz aus der Bibel vorgelesen und ein Gebet aufgesagt bevor der Unterricht beginnt.

Schule hier in Ecuador ist komplett anders als ich es von Deutschland gewohnt bin. Der Unterricht beginnt um 7 Uhr und die erste und einzige offizielle Pause gibt es um 10 Uhr, nach 4 Schulstunden. Nach 35 Minuten geht es dann durchgehend, bis 14:05 Uhr, weiter wobei man sich nie sicher sein kann ob der Lehrer wirklich zum Unterricht erscheint. Sobald der Lehrer die Klasse betritt stehen alle auf, bis gesagt wird dass man sich wieder setzen kann. Der Unterricht läuft ab dann eher theoretisch ab, das heißt es wird was diktiert oder es wird ein Text mit dem Beamer an die Tafel projektiert und abgeschrieben. Trotz allem herrscht zwischen den Lehrern und den Schülern hier ein ziemlich lockeres Verhältnis, stellt nicht gerade mal wieder jemand was an oder holt sein Handy aus der Tasche. Es wird sich freundschaftlich begrüßt und im Allgemeinen viel gelacht, was den Schulalltag sehr auflockert. Um 14:05 Uhr geht es dann nach Hause wo ich was esse und dann Hausaufgaben mache und mich mit meinen Freunden oder anderen Austauschschülern treffe.

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Die Tage hier sind sehr anstrengend und meistens komme ich nicht vor 20 – 21 Uhr richtig zur Ruhe aber dennoch habe ich richtig Spaß und der Schlafmangel ist vergessen.

Ich erlebe hier jeden Tag was neues und bin immer wieder erstaunt von der Lebensfreude der Ecuadorianer. Am 23./24.09. und am 28./20.09. fand in meiner Stadt ein Fest namens „la mama negra“ (Die schwarze Mutter) statt. Dieses Fest gilt als eines der wichtigsten Feste in den Anden Ecuadors. Soweit ich weiß ist „la mama negra“ eine Danksagung an die Jungfrau De la Merced.

Es wurde getanzt, gelacht und gesungen während in den Straßen Leute, in traditioneller Tracht, getanzt haben und mit viel Musik für Stimmung gesorgt haben hat man, überall wo man hingeguckt hat, fröhliche Menschen gesehen die nichts anderes im Kopf hatten als glücklich sein. Es waren unglaubliche Tage die ich so schnell nicht vergessen werde. Anfang November findet das Fest nochmal statt und ich bin schon unglaublich aufgeregt und gespannt, vor allem auf das was mich in November erwartet, da meine Freunde mir erzählt haben dass es im November noch viel größer und spektakulärer wird als ich es schon erlebt habe.

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Ich werde euch auf jeden Fall berichten wie es war, euch mit Fotos versorgen und erzählen, was ich in der Zeit bis dahin noch so alles erlebt haben werde! Was ich euch aber jetzt schon sagen kann ist, dass die Zeit hier so schnell vergeht dass man vieles erst später realisiert da es unglaublich schnell an einem vorbeizieht!

Bis dahin, Chau und alles Gute nach Deutschland oder von wo aus auch immer ihr meinen blog lesen solltet.

Eure Amina