Archiv des Autors: Joscha

Wieder mal was von mir!

Ja es gibt viel zu erzählen, doch ich hatte zu wenig Zeit oder Lust etwas zu schreiben, fangen wir mal von vorne an. Seit meinem letzten Eintrag hat sich so einiges getan. Neue Freunde, besseres Chinesisch und neue Sachen, die man ich kennengelernt hat habe. Ende November bin ich nach Peking gefahren, um eine andere Austauschschuelerin zu besuchen und ich muss sagen, dass Peking echt riesig ist! In der U-Bahn hat man kaum Platz zum stehen und ueberall sind Menschen. Egal,  ob man direkt im Zentrum ist oder ein wenig ausserhalb. Da kamen mir die deutschen Städte im Vergleich echt winzig vor. In der Straße, in der ich hier in China lebe, leben ca. 55000 Menschen. Das sind 1/4 von den Menschen, die in meiner Heimatstadt in Deutschland leben. In Peking haben wir uns dann alle möglichen Sehenswürdigkeitenangeguckt, wobei wir das bei minus 13 Grad eher doppelt so schnell gemacht haben. Im Dezember begann es dann fuer meine Mitschueler in der Schule richtig loszugehen. Einen Monat bis zu den Prüfungen und darauf folgten Hausaufgaben und Zusatzunterricht. Fuer mich zählte das
zwar nicht, aber es hieß, das nur die Wenigsten mit mir etwas unternehmen konnten. Aber ich musste mich auch ein wenig auf meine Tests vorbereiten und unternahm sehr viel mit den anderen Austauschschuelern in meiner Stadt.

Weihnachten war dann ein Tag wie jeder andere. Morgens um 6:25 auf zur Schule, aber nachmittags durfte ich dann schon um 16:15 nach Hause . Dort haben wir dann am Abend Pizza gegessen und ich habe Geschenke bekommen und auch welche verteilt. Ein fuer mich sehr anderes Weihnachten, vor allem habe ich die Besuche auf dem Weihnachtsmarkt vermisst . Am Tag darauf ging ich dann mit meiner Schulleiterin und zwei weiteren Lehrerinnen und der anderen Austauschschuelerin essen, was wirklich gut und lecker war. Neujahr wurde hier auch nicht wirklich gefeiert! Um null Uhr war nicht eine Rakete am Himmel und es war Totenstille. Nur im TV gab es eine Neujahrsgala. Dann standen schon die ersten Tests an. Diese habe ich eigentlich alle ganz gut gemeistert. Danach ging es direkt in die Ferien, die mir wirklich gut getan haben. Endlich mal wieder richtig entspannen und runterkommen von dem normalen Alltagsstress. Außerdem konnte ich mich wieder mehr häufiger mit meinen Klassenkameraden treffen, die wieder mehr Freizeit hatten. Auch dadurch, dass das Verständnisproblem kleiner ist, kánn ich viel mehr unternehmen
Bald darauf kam dann die MTO (Mittelseminar) , in der alle Autauschschueler nach Shanghai gekommen sind, um ueber unsere Erfahrungen zu reden. Shanghai ist wirklich eine beeindruckende Stadt! Riesig, alles ist voller Lichter und es ist echt cool. Im Gegensatz ist Tianjin viel kleiner. Alles ist voller Menschen, vom Peoples Square bis zum Bund sind die Straßen und Wege ueberflutet. Es war eine schöne Zeit, in der ich die anderen Austauschschueler wieder sehen konnte.

Danach war auch schon fast Zeit fuer das Fruehlingsfest am zehnten Februar,Neujahr nach dem chinesischen Mondkalender und das größte chinesische Fest. Es war ein riesiges Fest, bei dem das Feuerwerk 3 Tage lang nicht aufhören wollte! Die Familien kommen zusammen treffen sich, die Kinder bekommen Geschenke, man isst und
trinkt gemeinsam und genießt das Leben! In diesen Tagen hatte ich
echt sehr viel Spaß , aber es war echt anstrengend, durchweg
chinesisch zu hören und immer so viele Menschen im Haus zu
haben. An den ersten beiden Tagen waren wir nur um die zwanzig Leute,
aber am dritten Tag ca. 35. Dafuer gab es aber jeden Tag super
Essen. Ich habe gefuehlte 5 Kilo zugelegt, die ich auch nicht wieder
verloren habe…

Danach fuhr ich mit meiner Gastfamilie nach Nanjing. Eine weitere sehr bedeutende und historische Stadt in China, die sehr viel Kultur zu bieten hat, von der ich leider nur wenig verstanden habe. Mein Chinesisch hat fuer die Museen und anderen Sachen meistens noch nicht gereicht hat. Trotzdem hat es mir sehr viel Spass gemacht und ich habe viele neue Sachen und Eindrücke kennengelernt. Als wir wieder zurueck waren, hatte ich nur noch eine Woche Ferien, in denen ich nichts gemacht habe! Ausser mich ab und zu mit Freunden zu treffen. In der Schule ging es dann wieder mit der alten Routine los ,
stressig, viel Stoff, schwierig. In zwei Wochen versuche ich mein
Glueck mit dem Hsk 4 Test. Mal sehen wie mein Chinesisch so ist…
Nächste Woche Dienstag kommt fuer 5 Tage ein Deutscher in meine Familie, was mich einerseits freut, aber mich mir auch ein bisschen Heimweh macht, denn jetzt bin ich langsam echt wieder bereit wieder in Deutschland durch die Strassen zu ziehen, meine Familie und Freunde wieder zu sehen und wieder mal eine richtig gute Pizza zu essen, geschweige denn von Döner, Muesli und Spaghetti.
Anfang Mai fliege ich übrigens fuer 6 Tage nach Südkorea. Darauf freu ich mich ganz besonders, da ich mal die Kulturunterschiede zwischen den asiatischen Ländern kennenlernen möchte!
Viele Gruesse
Joscha

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Dies und Das

So, jetzt wird es langsam mal wieder Zeit etwas zu schreiben… In dem
letzten Monat ist echt viel passiert und ich versuche, dass mal ein
wenig in Reihenfolge zu bringen.
Also am 29.September war Sportsmeeting in unserer Schule. Das heißt, alle Schüler kommen auf dem Sportplatz zusammen und haben Leichtathletikwettbewerbe. Der erste Wettbewerb war etwas Besonderes und zwar begann es mit dem Einlaufen auf dem Sportplatz. Jede Klasse hatte sich eine Performance überlegt, manche dazu noch einheitliche Kleidung und führten diese dann den Lehrern und Schulleitern unserer Schule vor. Außerdem gab es 10 Wettkampfrichter die, diese dann bewerteten. Danach gab es Wettbewerbe wie Laufen, Hochsprung u.s.w.  Meine Klasse wurde am Ende zweite in unserem Jahrgang. Ich habe nur zugeschaut und nicht an den Wettbewerben teilgenommen. Die meisten aus meiner Klasse machen echt gerne Sport und besonders im Laufen sind einige richtig gut. Wie in Deutschland ist Fußball sehr beliebt. Ich glaube Basketball ist etwa genauso beliebt und Badminton kommt knapp danach. In meiner Schule kann man während der Pause auf den Sportplatz wo es 2 Fußballfelder und 3 Basketballfelder gibt, die eigentlich immer voll sind. Was mich verwundert ist, dass es viele Schüler gibt die einfach während der Pause laufen gehen.
Nachdem das Sportmeeting zu Ende war fingen für unsere Schule die Nationaldays an. Das sind 7 Tage Ferien und ich bin mit meiner Familie für die ersten drei Tage nach Jixian gefahren, ein Ort ungefähr 2
Stunden von Tianjin entfernt, der in den Bergen liegt. Wir waren
ungefähr 20 Leute, alles Familiemitglieder, die mitgekommen sind und
alles in allem war es echt eine super Zeit, nur dass ich mir die Namen
von allen nicht merken konnte… Da haben wir eingentlich nur relaxt. Das heißt Karten spielen, Essen, Lesen, Reden und Fernsehn schauen. Zweimal haben wir Berge bestiegen und haben uns die Gegend angeschaut.
Nachdem wir zurück gekommen sind, habe ich mich dann die restliche Zeit mit meinen Mitschülern getroffen, um ins Kino zugehen, Basketball/Fußball zuspielen oder sowas halt. Die meisten meiner Mitschüler mussten aber nach 5 Tagen Ferien für 10 Tage ins Militärcamp, was nach den Erzählungen der Teilnehmenden echt schlimm war. 10 Tage kein Fleisch, 1 mal in 10 Tagen duschen,(man konnte sich sonst nur waschen. Nur die wenigen die Krank waren oder aus anderen Gründen verhindert waren, durften zuhause bleiben. Im Camp muss man um 5:30 aufstehen, um Laufen zu gehen. Am Tag mussten meine Mitschüler maschieren oder einfach stehen.
Ich hatte anstatt 7 Tage 15 Tage Ferien. Ich musste zwar jeden Tag 4 Stunden zur
Schule, aber das war sehr entspannt. In dieser Zeit hatte ich alternativen Unterricht, also mal Badminton oder Taiji oder sowas in der Art.
Als meine Klassenkameraden wieder kamen, ging es wieder mit dem Alltag los. In der Woche zur Schule, die ich jetzt von 7:20-18:20 besuche da ich mir dachte, dass ich hier bin, weil ich wie ein chinesischer Schüler leben möchte, und am Wochenende mit Freunden treffen. Zum Glück habe ich in meiner Klasse gleich ein paar Freunde gefunden, sodass mir nicht langweilig wird. Natürlich probiere ich auch alle möglichen Arten von chinesischem Essen und lerne auch selber kochen. In der Schule haben wir auch Kunstunterricht, wo ich gerade meine kreative Ader endecke. 🙂

Das war’s erstmal

Joscha!

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60 Unterrichtsstunden die Woche.

Hallo ihr da draußen.

Nun sind bei mir die ersten zwei Woche Schule um und ich muss echt sagen, dass es anstrengend ist. Und das sage ich der sich mit 38 Stunden die Woche, echt nicht beklagen darf. Meine Mitschüler müssen nämlich 60 Unterrichtsstunden die Woche büffeln. Nicht ,dass das genug sei, nein Hausaufgaben gibt es auch noch jede Menge. Da dürfen wir deutschen Schüler uns in Deutschland echt nicht beklagen.

Im Klartext bedeutet das, dass meine Mitschüler Schule von 7:20-18:30 haben. Wie lange sie genau Hausaufgaben machen weiß ich nicht, aber bei meinem Gastbruder geht es dann schonmal bis in die Nacht um die 1 Uhr. Eine Ausnahme gibt es und das ist die zwölfte Klasse von meiner Schule. Ab November haben sie jeden Tag von 7:20 bis 20:30 Schule und zwischen März und Mai jeden Tag von 7:20-22:00 Schule und danach manchmal so viel Hausaufgaben, dass sie die Nacht durchmachen müssen. Dagegen ist mein Tag echt easy. Ich bin echt glücklich, dass wir nicht diese zwölfte Klasse in Deutschland haben

Ich muss aber nur von 7:55 bis 16:35 in die Schule. . Mein Tagesablauf sieht immer so aus, dass ich vier Stunden vormittags und drei Stunden nachmittags habe. Um 12 gibt es zwei Stunden Pause. In den ersten 45 Minuten gibt es Essen und danach ist Mittagsschlaf oder Selfstudy. Ein weiterer großer Unterschied ist, dass um 9:45 sich alle Schüler auf dem Sportplatz versammeln und zusammen Übungen machen. Die sind sehr unterschiedlich, aber fast immer sehr einfach zu machen. Am Montag gibt es zur selben Zeit den Fahnenapell. Deshalb muss ich jetzt auch die chinesische Nationalhymne lernen, was aber eigentlich nicht so schwer ist. Ich spiele im Basketballteam von meiner Schule und habe vier mal die Woche Training, was echt anstrengend ist. Außerdem habe ich, da ich den Unterricht nicht verstehe mit eine Austauschschülerin von AFS neben dem Klassenunterricht, noch weitere Stunden die in Englisch sind. Die wären Chinesisch, Chinesische Kultur, Taiji, Tischtennis, Chinesische Kunst/Musik und Mathe.

Mit meinem Chinesisch geht es jetzt langsam vorwärts und ich kann immer mehr von den Sachen, die um mich herum gesagt werden, verstehen. Aber die fünf verschiedenen Töne hinzubekommen ist eine Kunst für sich.

In den Ortsteil wo ich lebe bin ich wahrscheinlich der einzige Ausländer, was dazu führt dass ich angeguckt werde, als wäre ich ein Alien und mich viele auf Englisch ansprechen, auch wenn sie nur fünf Wörter können. Das hat mich am Anfang ein wenig gestört, bis ich den ersten anderen Ausländer gesehen habe und ihn ungefähr 30 Sekunden angeguckt habe und gemerkt habe, dass es bei mir ja nicht anders wäre.

Ich habe noch ein paar Orte besucht aber jetzt nicht die Lust die aufzulisten. Kommt dann beim nächsten Mal.

Das war’s und jetzt hab auch ich es geschafft Bilder hochzuladen…

Tschüssi

 

So viel Neues!

Jetzt, da die ersten 10 Tage vergangen sind wollte ich euch ein bisschen über mein Leben hier in 中国 erzählen.

Erstmal wollte ich sagen, dass hier in Tianjin kein Hund gegessen wird und als ich gefragt habe ob Hund gegessen wird, da ein Bild in den Nachrichten war, wurde mir geantwortet, dass ein Hund ein Haustier wäre. Aber in manchen Regionen, dieser noch gegessen wird. Es gibt auch keine Katze oder andere für uns untypische Tiere zu essen. Was es aber gibt ist das Hühner ganz verwertet werden. Also Kopf und Fuß auch.

Hier bei mir essen wir mindestens zweimal am Tag warm. Morgens wechselt es zwischen Brot und warmen Sachen. Das Essen hier in Tianjin ist echt supergut. Das kann eventuell auch daran liegen, dass mein Papa früher Koch war, aber es wird auch gesagt, das in Peking die Geschichte Chinas ist, in Shanghai die Mode und Buisness ist und in Tianjin das Essen. Bis jetzt kann ich das über Tianjin nur bestätigen.

Tianjin ist echt riesig. Es ist die drittgrößte Einzelstadt in China. Ich muss echt sagen, dass es hier sehr billig ist. Heute habe ich bei Mc Donalds ein Mc Menü für 1.75 Euro bekommen. Nur europäische und amerikanische Marken sind sehr teuer. Man kann für 25 Cent Bus fahren und die U-Bahn kostet ungefähr genau so viel. Außerdem wird hier fast alles frisch verkauft. Ein weiterer Punkt der mir persönlich gefällt ist, dass alle Läden auch am Sonntag geöffnet haben.

Bis jetzt hat mir das Ebenbild von Londoneye hier in der Stadt Tianjin gefallen. Abends wenn die Lichter angehen, ist die gesamte Stadt beleuchtet und aus dem Tianjineye ist die Aussicht einfach geil! Auch das Culture Center, die Culture Street und die Foodstreet gefallen mir sehr. (Bilder kommen noch)

Ich gehe auf die Tianjin No.3 Highschool. Ich brauche 20 Minuten mit dem Bus, um zur Schule zu kommen. Außer mir gehen noch 2400 weitere Schüler auf die Schule und heute morgen habe ich das erste Mal meine Klasse gesehen. Am Freitag beginnt die Schule richtig. Ich habe jeden Tag von 7:20-16:35 Unterricht. Zum Glück bekomme ich mit einer anderen Austauschschülerin Chinesischunterricht, wenn meine Mitschüler Unterricht haben. Außerdem habe ich noch Taiji- und Tischtennisstunden. Ich kann am Freitag noch meine P-Fächer wählen, wo ich so wie ich es verstanden habe Badminton und andere Sportarten nehmen kann.

Ich verstehe mich super gut mit meiner Gastfamilie und fühle mich schon wie ein Familienmitglied.:)

Das war’s dann erstmal von mir. Tschüssi!

 

PAO und Ankunft

Ja wie schon oben stehend, bin ich in China angekommen.  Am 14.August ging es fuer uns Chinafahrer los. Um 8:00 nach 9 Stunden Flug sind wir in Peking angekommen. Direkt danach ging es in das PAO (Postarrivalcamp), was nicht wie wir Austauschschueler dachten in Peking war, sondern 1 Stunde weiter in eine Jugendherberge, wo wir 2 Tage Unterricht hatten. Danach heute morgen sind wir dann in unsere Gastfamilien aufgebrochen und wir 4, die nach Tianjin gefahren sind, sind nach 1 Stunde auch angekommen. Dann ging es mit dem Taxi zu einem Restaurant, wo unsere Gastfamilien auf uns gewartet haben. Ich war komplett nervoes, auch wenn ich jetzt weiss, dass es nicht noetig war. Wir haben dann noch zusammen gegessen und sind danach nach Hause gefahren. Wir wollten mein Visum noch bestaetigen, doch wird bei der Polizei dieses am Samstag nicht gemacht. Nun werden wir das am Montag machen. Am Montag habe ich auch das erste Mal Sprachkurs mit den anderen Austauschschuelern. Soweit ich weiss geht dieser 2 Wochen lang und ab dem 1.9 habe ich dann normal Unterricht.

Auf jeden Fall bin ich superglueklich, dass es losgeht und meine Gastfamilie ist super nett.

Liebe Gruesse aus Tianjin (wir haben hier immoment 30 Grad und es ist 17.11 Uhr) Bilder kommen spaeter, weil es ewig dauert diese hochzuladen.

Joscha