1 Monat Ecuador – 1 Monat Spanisch, Schule, Spaß und Schlafmangel

Mittlerweile ist es schon etwas über einen Monat her seitdem ich ins Flugzeug gestiegen bin und meinem Jahr hier in Ecuador entgegen geflogen bin. Es ist einen Monat her seit ich mich von meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland verabschiedet habe um ein neues Land und seine Menschen und Kultur kennenzulernen.

Nun bin ich also schon einen Monat hier in meiner neuen Heimat bis zum Sommer 2015 und langsam hat sich der Alltag hier eingelebt.

Von Montag bis Freitag gehe ich jeden Tag zur Schule. Jeden Morgen stehe ich also um 5:40 Uhr morgens auf und fange an mich fertig zu machen, also meine Schuluniform anzuziehen, Zähne zu putzen und zu frühstücken um dann um 6:35 Uhr aus dem Haus zu gehen. Mit bekannten meiner Familie fahre ich dann die circa 5 – 7 Minuten, im Morgenverkehr, zur Schule. Die Schule beginnt hier um 7 Uhr und in der Schule angekommen versammeln sich alle Schüler mit ihren Kursen auf dem Schulhof. Jeder Kurs hat einen speziellen Platz und dort wird sich dann in Jungs und Mädchenreihen aufgestellt bevor es eine kleine morgendliche Ansprache gibt. Nach der Ansprache gehen alle Kurse in ihren Klassenraum und es wird kurz aus der Bibel vorgelesen und ein Gebet aufgesagt bevor der Unterricht beginnt.

Schule hier in Ecuador ist komplett anders als ich es von Deutschland gewohnt bin. Der Unterricht beginnt um 7 Uhr und die erste und einzige offizielle Pause gibt es um 10 Uhr, nach 4 Schulstunden. Nach 35 Minuten geht es dann durchgehend, bis 14:05 Uhr, weiter wobei man sich nie sicher sein kann ob der Lehrer wirklich zum Unterricht erscheint. Sobald der Lehrer die Klasse betritt stehen alle auf, bis gesagt wird dass man sich wieder setzen kann. Der Unterricht läuft ab dann eher theoretisch ab, das heißt es wird was diktiert oder es wird ein Text mit dem Beamer an die Tafel projektiert und abgeschrieben. Trotz allem herrscht zwischen den Lehrern und den Schülern hier ein ziemlich lockeres Verhältnis, stellt nicht gerade mal wieder jemand was an oder holt sein Handy aus der Tasche. Es wird sich freundschaftlich begrüßt und im Allgemeinen viel gelacht, was den Schulalltag sehr auflockert. Um 14:05 Uhr geht es dann nach Hause wo ich was esse und dann Hausaufgaben mache und mich mit meinen Freunden oder anderen Austauschschülern treffe.

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Die Tage hier sind sehr anstrengend und meistens komme ich nicht vor 20 – 21 Uhr richtig zur Ruhe aber dennoch habe ich richtig Spaß und der Schlafmangel ist vergessen.

Ich erlebe hier jeden Tag was neues und bin immer wieder erstaunt von der Lebensfreude der Ecuadorianer. Am 23./24.09. und am 28./20.09. fand in meiner Stadt ein Fest namens „la mama negra“ (Die schwarze Mutter) statt. Dieses Fest gilt als eines der wichtigsten Feste in den Anden Ecuadors. Soweit ich weiß ist „la mama negra“ eine Danksagung an die Jungfrau De la Merced.

Es wurde getanzt, gelacht und gesungen während in den Straßen Leute, in traditioneller Tracht, getanzt haben und mit viel Musik für Stimmung gesorgt haben hat man, überall wo man hingeguckt hat, fröhliche Menschen gesehen die nichts anderes im Kopf hatten als glücklich sein. Es waren unglaubliche Tage die ich so schnell nicht vergessen werde. Anfang November findet das Fest nochmal statt und ich bin schon unglaublich aufgeregt und gespannt, vor allem auf das was mich in November erwartet, da meine Freunde mir erzählt haben dass es im November noch viel größer und spektakulärer wird als ich es schon erlebt habe.

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Ich werde euch auf jeden Fall berichten wie es war, euch mit Fotos versorgen und erzählen, was ich in der Zeit bis dahin noch so alles erlebt haben werde! Was ich euch aber jetzt schon sagen kann ist, dass die Zeit hier so schnell vergeht dass man vieles erst später realisiert da es unglaublich schnell an einem vorbeizieht!

Bis dahin, Chau und alles Gute nach Deutschland oder von wo aus auch immer ihr meinen blog lesen solltet.

Eure Amina