Mein Februar und eine wundervolle Reise

Hey guys,

der Februar ist fast schon wieder vorbei und genau heute bleiben mir noch 4 Monate, bis ich nach Hause fliege. In diesem Monat ist auch wieder einiges passiert und darüber berichte ich in diesem post!

Der Februar hat angefangen mit vielen und vor allem langen Proben für das anstehende Musical „Beauty and the Beast„. Ein großer Unterschied zu Deutschland sind die außerschulischen Aktivitäten, denn meistens besuchen Jugendliche hier keine Sportvereine, sondern machen Sport oder besuchen andere Clubs in der Schule. Das bringt der Schule Ansehen und gehört einfach zum Alltag dazu. Viele machen hier nicht nur einen Sport, sondern viele, je nach dem welche Jahreszeit gerade vorherrscht. Das mit den Jahreszeiten hier ist auch wirklich eigenartig. Vor noch einer Woche sind wir auf unserem Teich Schlittschuh gelaufen und gestern saßen wir mit T-shirt am Feuer, weil es so warm war.

Ein wenig Angst ums Wetter hatten meine Freundin Helene und ich auch, als wir unseren Trip nach Kanada, sowohl die Karten für das Konzert gebucht hatten. Doch wir wurden verschont und sind letzten Freitag mit einer Freundin der Familie Richtung Kanada gestartet. Mit strahlender Sonne hat uns Toronto empfangen und wir sind voller Glück und Vorfreude auf die nächsten Tage erstmal ein paar Runden um die Stadt gelaufen. Ich muss sagen, Toronto ist wirklich eine sehr multikulturelle Stadt, voll mit interessanten Plätzen und Menschen. Besonders hat mir der CN-Tower gefallen, denn von da hatte man einen wunderschönen Ausblick auf alle hohen Gebäude. Kulinarisch hat Toronto ebenfalls viel zu bieten; wir hatten wirklich Probleme zu entscheiden, was wir zuerst probieren sollen.

Am nächsten Tag haben wir das Bata Shoe Museum besichtigt und zu meiner Überraschung war es wirklich viel interessanter, als ich gedacht habe. Viele Schuhe, die dort zur Schau stehen, sind Einzelstücke. Zurück zum Hotel haben wir uns den Weg durch Chinatown gebahnt und sind direkt mal in eine Zeremonie für das Chinesische Neujahr reingeplatzt. Angekommen im Hotel haben wir uns angefangen für das Konzert fertig zu machen und kurze Zeit später standen wir schon in der Schlange um Tyler, the Creator zu sehen. Für mich war es das erste richtig große Konzert und ich bin schwer begeistern von der Menge und der Live-Musik, wieder in den Uber zurück zum Hotel gestiegen. Uber fahren ist sowohl in den Staaten, als auch in Kanada sehr verbreitet und ich persönlich finde es super interessant, sich mit den Menschen zu unterhalten. Jeder den du triffst, weiß etwas, was du zuvor noch nicht wusstest. Das macht es aufregend Gespräche zu führen.

Der Sonntag begann sehr langsam mit einem großen Frühstück und vielen Gesprächen über das vergangene Konzert. Schon bald saßen wir aber schon im Auto, sodass wir beide nur noch ein letzten Blick auf den kleinen Times-Square von Toronto erhaschen konnten. Doch unsere Reise war noch nicht vorbei.

Nach ungefähr zwei Stunden Autofahrt, befanden wir uns in einer Stadt namens Niagara Falls. Der Name verrät ziemlich viel, denn wir hatten noch vor die Niagara Fälle von der Kanadischen Seite aus zu sehen. Nach erneutem Einchecken in ein Hotel, ein paar witzigen Gesprächen mit Rezeptionisten und einem sehr gutem Abendessen in einem Indischem Restaurant, haben wir uns zu Fuß auf den Weg zu den Fällen gemacht. Jeden Abend werden die Niagara Fälle beleuchtet und sehen deswegen noch viel beeindruckender aus.

Die ganze Reise über habe ich mich so frei gefühlt. So dankbar für all das, was ich hier erleben darf, für all die engen Freundschaften, die ich schließen konnte, für all die Erinnerungen, die ich gesammelt habe. Trotz schlechten Zeiten, gab es keinen Moment, an dem ich jemals bereut habe, hier her gekommen zu sein und werde meine letzten Monate hier noch einmal richtig genießen.

Die zweite Hälfte der Zeit beginnt

Hallo ihr,

Eigentlich wollte ich die Abstände zwischen meinen Einträgen hier nicht so groß werden lassen, aber irgendwie hat mich der Alltag eingeholt und ich habe einfach vergessen zu schreiben.

Es ist schon wieder Februar, aber ich wollte euch trotzdem noch kurz an meinem Dezember teilhaben lassen. In den Niederlanden wir traditioneller Weise Sinterklaas, also Nikolaus, und nicht Weihnachten gefeiert. Es gibt zwar auch immer mehr Familien die Weihnachten feiern, aber meine Gastfamilie gehört da nicht zu. Wir haben Sinterklaas so gefeiert, dass jeder jedem was geschenkt hat. Ausserdem musst du aus der Sicht von Piet, dem Helfer von Sinterklaas, ein Gedicht an denjenigen schreiben. Dann wird erst das gedicht gelesen und dann erst das Geschenk ausgepackt. Meistens hat man dann schon eine Ahnung, was sich in dem Geschenk befindet, weil das Gedicht von dem Geschenk handelt, ohne es zu benennen.

Über Weihnachten sind wir nach Österreich in die Ferien gefahren. Wir waren dort Skifahren. Das ist etwas was ich noch nie davor gemacht habe. Ich habed davor einen Skifahranfängerkurs bestehend aus 5 Stunden gemacht, um zu gucken, ob mir das gefällt und das ich dann nicht später auf der piste stehe und noch gar nichts kann. Der Urlaub war total schön und wir konnten total entspannen. Wir haten die meinste Zeit super Wetter und es war auch relativ warm, was das skien noch um einiges erleichtert hat.

Ansonsten ist nicht mehr so viel passiert. Die Hälfte meiner Zeit hier ist schon um. Die Erkenntnis kam ganz plötzlich und ich hatte das noch garnicht erwartet. Die Zeit ging einerseits ziemlich schnell, aber andererseits habe ich das Gefühl, dass ich schon viel länger hier bin als ein habes Jahr. Dementsprechend hatten wir vor zwei wochen das Mid-yaer camp und ich fand es total schön, all die Menschen wieder zu sehen. Ich habe mich mit netten Menschen unterhalten können und wir konnten unsere Erfahrungen aus dem letzten halben Jahr austauschen. Ich habe auch Herausgefunden, dass ich die Erste Email von meiner Gastfamilie schon vor beinah einem Jah bekommen habe. Genaugenommen am 23. März. Das fühlt sich total komisch an.

Das wars für heute auch schon wieder von mir. Nele