Archiv für den Monat: August 2016

Tervetuloa Suomeen!

Willkommen in Finnland!

Schon der Blick aus dem Flugzeugfenster war atemberaubend. Hunderte von Seen und Wälder, dazu bestes Wetter. Es war 17 Uhr, als unser Flugzeug sicher am Airport in Helsinki-Vantaa landete und ich das erste mal finnischen Boden betrat. Der Flughafen war überschaubar und zusammen gingen wir alle zur Kofferausgabe, wo wir von YFU Finland Mitarbeitern empfangen wurden. Bis der Bus uns nach Anjala fahren würde, mussten wir jedoch noch dreieinhalb Stunden warten, bis auch die Austauschschüler aus den anderen Ländern da waren. Die Zeit ließ sich jedoch gut überbrücken 🙂 Ich unterhielt mich mit ATS aus der Türkei und Amerika und schlenderte das erste Mal durch einen finnischen Supermarkt am Flughafen. Gekauft habe ich mir jedoch nichts, weil es wirklich super teuer ist, für eine mini kleine Tüte Haribo muss man fast zwei Euro auf den Tisch legen…

Ruck zuck waren die Stunden vergangen und wir konnten unsere Koffer im Bus verstauen. Die Fahrt zum Arrival Camp nach Anjala dauerte etwa eineinhalb Stunden. Da es schon spät am Abend war bekamen wir unsere Zimmer zugeteilt und fielen dann müde in unsere Betten.

Das war also mein erster Tag in Finnland! Inzwischen bin ich schon seit zwei Wochen hier und habe schon eine Menge erlebt. Am dritten Tag auf finnischen Boden war ich für ein paar Stunden in Helsinki. Es war zwar nur ein kurzer Trip, durch die Shoppingmeile, am Hafen entlang, bis zum Dom und zurück zum Bahnhof, aber ich kann trotzdem schon von dieser Stadt schwärmen und ich werde auf jeden Fall wiederkommen!

Bevor die Schule angefangen hat, war ich eine Woche vorher dort, um mir meinen Stundenplan zusammenzustellen. Auf meiner Schule habe ich eine riesige Auswahl an Fächern und kann nach Belieben nehmen, was ich gerne machen möchte. Meine Fächer für die erste Periode sind jetzt Mathe, Englisch, Sport, Deutsch, Musik und Fotografie 🙂 Die Lehrer sind super freundlich und man spricht alle mit ihrem Vornamen oder „Opettaja“ (Finnisch für Lehrer) an. Nach dem Unterricht besteht die Möglichkeit, im Study-Cafe sich nochmal das Thema von seinem Lehrer erklären zu lassen, wenn man Fragen hat oder etwas nicht verstanden hat. Die Schulen in Finnland sind technisch gut ausgestattet mit PCs etc. Das Mittagessen gibt es an allen Schulen in Finnland kostenlos! Bis jetzt bin ich von dem Schulsystem hier echt begeistert und ich bin gespannt, wie es weitergeht. 🙂

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland ist das Essen. Wie schon erwähnt gibt es für gewöhnlich fünf Mahlzeiten am Tag, zu jedem Essen wird meistens Milch getrunken. Es gibt sehr fetthaltige Milch oder fettfreie Milch, die viele Deutsche als quasi Wasser bezeichnen. Sage das jedoch nicht einem Einheimischen, denn die Finnen sind der festen Überzeugung, dass das die beste Milch überhaupt ist. Und übrigens: Den größten Kaffeekonsum der Welt haben die Finnen! Aus Deutschland bin ich es gewöhnt zu warten, bis alle am Tisch sitzen und zu warten, bis alle fertig sind mit Essen. Hier nimmt man sich einfach sein Essen und fängt an, es wird auch nichts wie „Guten Appetit gesagt. Das Essen verläuft größtenteils schweigend, denn wenn man nichts wichtiges zu sagen hat, kann man es auch lassen 😀 Wenn man fertig ist, steht man einfach auf. Jedoch niemals vergessen: „Kiitos“ (Danke) sagen nach jeder Mahlzeit! Das ist sehr wichtig in Finnland.

Wenn ihr Fragen habt, schreibt sie einfach in die Kommentare 🙂

Bis zum nächsten Mal dann,

Lena

Schon ein Monat in Paraguay

Hola.

So begrüßt man sich hier in Paraguay.

Ich bin Marie und verbringe mein Auslandsjahr in Paraguay.

Bevor ich euch jetzt von meinen ersten Eindrücken erzähle, möchte ich kurz sagen warum ich mich für Paraguay entschieden habe. Eigentlich war Paraguay gar nicht meine erste Wahl…. Meine erste Wahl war nämlich Australien, aber dank meinem Vater, der das noch geändert hat, wurde Paraguay zu meiner Nummer 1. Ihr fragt euch jetzt vielleicht warum mein Vater das gemacht hat und die Erklärung ist, dass ich am Anfang das Jahres eh viel auf Englisch reden werde, was auch stimmt, und dadurch dann mein Englisch verbessern werde. Unter anderem habe ich auch die südamerikanischen Länder gewählt, weil ich nicht viel über sie wusste und auch noch nie dort war. Auch habe ich schon zwei Jahre lang Spanisch in der Schule gelernt und wollte mein Spanisch somit verbessern. Klar ich hätte auch nach Spanien gehen können, aber ich wollte was neues erleben, wo hingehen wo ich dachte später kein Urlaub machen zu wollen, wo ich die Kultur nicht kenne und weit weg von meinem gewohntem Umfeld bin.

Schließlich wurde mir Paraguay zugeteilt und meine Familie und ich habe uns Gedanken gemacht wie wohl das Leben dort so ist. Ich muss gestehen, dass ich wie meine Stiefmutter auch dachte, dass es nicht so modern ist wie Deutschland, aber damit liegt man total falsch. Hier in Paraguay benutzen sie genau die neusten Sachen wie in Deutschland.

Was jedoch anders ist, ist nicht nur die Sprach, das Klima oder die Kultur sondern vieles mehr. Was zum Beispiel anders ist, sind die Essensmahlzeiten. Hier in Paraguay gibt es 5 Mahlzeiten und selbst wenn du kein Hunger hast isst du was, weil es so verdammt gut ist!!

Seit ungefähr zwei Wochen bin ich in der Schule und auch hier sind viele Dinge anders. In meiner Schule fängt der Unterricht schon um 7.20 an und geht bis 15.40, was für mich anfangs sehr ungewohnt war, so früh aufzustehen.

Doch die Leute, nicht nur in der Schule, sind die nettesten und offensten Menschen die ich kenne. Meine Familie hat mich aufgenommen wie ihr eigenes Familienmitglied, in der Schule kümmert sich jeder um dich und schaut das es dir gut geht. Generell kommt es mir so vor als wären hier die Menschen hier offener und freundlicher.

Was ich mir immer wieder sage ist, dass ich durch dieses Auslandsjahr nicht nur eine neue Kultur oder eine neue Sprache kennenlerne, sonder viel mehr. Ich lernen neue Leute kennen, lerne zu verstehen wie die Menschen in dem Land denken und vieles mehr.

Natürlich hab ich schon schlechte Tage gehabt und habe daran gedacht wie es Zuhause war, wie ich es dort in manchen Sachen besser hatte, aber im selben Moment war ich wieder so glücklich hier zu sein und diese Möglichkeit bekommen zu haben, auch wenn manche Sachen anders sind.

Aber seit ich hier bin, gab es nie wirklich einen Tag an dem ich bereut habe dieses Auslandsjahr zu machen und ich hoffe, bzw. denke, dass das auch so bleiben wird.

 

Ich hoffe ich konnte euch ein guten ersten Eindruck geben

Eure Marie

Noch 32 lange Tage, die wahrscheinlich vorbei rasen werden … :)

Hey Leute!

Mein Name ist Neela und ich würde mich unglaublich freuen, wenn ihr mich auf dem mit Abstand größtem Abenteuer meines bisherigen Lebens begleiten würdet.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich gefühlt habe, als ich den dicken braunen Umschlag mit dem kleinen YFU Logo in der Ecke in der Hand gehalten habe. Es war später Abend und ich unglaublich müde, doch jegliche Müdigkeit war wie wegblasen als ich den Umschlag öffnete und den dicken Stapel Papier heraus zog. Mein Magen verkrampfte sich und gespannt überflogen meine Augen die ersten Zeilen. „… für ein Auslandsjahr in Irland ausgewählt.“ Dann gab es für mich kein Halten mehr. Ich fiel meinem Vater in die Arme und tanzte durch die ganze Wohnung …

Auf meinen Lippen liegt immer ein Lächeln, wenn ich an diesen Tag denke. Denn an ihm begann ein riesiger Traum von mir Wirklichkeit zu werden. Und ich kann das immer noch nicht richtig glauben.

Jeden zukünftigen Austauschschüler kann ich schon einmal vorwarnen: in den Monaten vor deiner Abreise entwickelst du einen unbändigen Drang danach, jeden Umschlag, der ins Haus flattert nach einem YFU-Logo abzusuchen. Einfach, weil jeder Umschlag dich einen Schritt näher an dieses Abenteuer bringt.

Aber jetzt erst einmal ein bisschen was zu mir. Ich bin 16 Jahre alt und in meiner Freizeit lese ich sehr gerne oder ich singe in einem Chor. Ich habe einen jüngeren Bruder und wohne mit ihm, meinen Eltern und unserem Hund in Hannover.

Für mich gibt es unendlich viele Gründe ein Auslandsjahr zu machen. Du lebst ein Jahr ein anderes Leben. Mit einer fremden Familie, neuen Freunden, einer anderen Schule und einem komplett unterschiedlichen Alltag. Ich finde es unheimlich spannend so eine Erfahrung zu machen.

Ich denke, ein Land als Touri zu entdecken kann viel Spaß machen, aber es ist mehr ein oberflächliches Ankratzen einer Kultur. Als Austauschschüler hat man die Chance diese erste Schicht, bestehend aus Sehenswürdigkeiten und alten Bauwerken zu durchbrechen und gleich in das echte Leben und alles was damit zusammenhängt einzutauchen. Das ist einer der Gründe, warum ich für ein Jahr ins Ausland gehe

Ich habe mittlerweile schon meine Vorbereitungstagung hinter mir. Diese eine Woche war etwas Besonderes. Dich verbindet etwas mit den Leuten, die du dort triffst. Ihr alle habt das gleiche Ziel und die gleichen Ängste. Mehr möchte ich hier nicht vorwegnehmen, damit jeder diese Erfahrung auf seine eigene Art und ohne falsche Erwartungen machen kann. Nur so viel:

Freut euch drauf!

Direkt an dem Tag, an dem meine Sommerferien begonnen haben, bekam ich die Nachricht, zu welcher Familie ich kommen werde. Das ist jetzt 6 Wochen her und ich finde es war ein toller Start in die Ferien!

Deswegen kann ich euch jetzt auch schon ein bisschen was dazu erzählen. Ich werde bei einer alleinerziehenden Mutter mit ihrem 11-jährigen Sohn und ihrem Hund Beauty in Cork leben. Das ist die zweitgrößte Stadt Irlands und sie liegt an der Südküste. Meine Gastfamilie lebt in einem kleinen Haus direkt in Cork und auch meine Schule wird dort in der Nähe sein, so dass ich alles gut erreichen kann. Meine Schule heißt St Aloysius School und dort werde ich eine grau-dunkelgrüne Schuluniform tragen. Das finde ich super, denn es ist definitiv schöner als lila oder orange, wie das an manchen anderen Schulen in Irland ist. Die Schule ist eine katholische Mädchenschule, was ich auch spannend finde, da es wirklich mal etwas komplett Neues für mich ist. Naja es wird ja eigentlich sowieso alles neu sein … J

32 lange Tage wird es jetzt noch dauern bis ich endlich in den Flieger nach Irland steige.

Aber erst einmal werde ich steige ich nur in das Flugzeug nach Frankfurt, von dort nach Edinburgh, wo ein sogenanntes Arrival Camp stattfindet und dann nach Cork, aber trotzdem …J

Warum Irland? fragt ihr euch vielleicht. Jedenfalls wurde ich das jedes Mal gefragt wenn ich von meinen Plänen erzählt habe.

Ehrlich gesagt kann ich das so hundertprozentig gar nicht sagen. Für mich stand fest, dass ich auf keinen Fall in die USA möchte. Es gehen so viele in die USA, dass mittlerweile jeder eine feste Vorstellung von so einem Jahr dort hat. Ich glaube, dass jeder einzigartige Erfahrungen macht, egal in welchem Land er ist. Aber ich wollte in ein Land, dass ich mehr für mich alleine entdecken kann. Mit dem nicht jeder so feste Vorstellungen verbunden hat.

Viel ausschlaggebender war für mich aber eigentlich ein Gespräch mit einem Mädchen, das für ein Jahr in Panama war. Was sie zu mir gesagt hat, werde ich nie vergessen, denn es fasst meine Gefühle zu dieser Situation perfekt in Worte: „Du schaust dir diese Liste an, und denkst dir, ich muss mir ein Land aussuchen. Aber das ist nie so. Du stolperst über ein Land, und in diesem Moment sucht es dich aus. Nicht umgekehrt.“

Und so bin ich halt bei der grünen Insel gelandet. Ich war dort noch nie zuvor. Aber ich verschlinge jeden Reiseführer und jede Dokumentation im Internet und aus irgendeinem Grund habe ich mich schon jetzt in dieses Land verliebt. Fast ein bisschen wie eine Internetbeziehung. Ich hoffe meine Erwartungen werden nicht enttäuscht werden.

Und jetzt ist alles, was ich noch tun muss, diese 32 Tage abwarten.

Hofft für mich, dass sie schnell umgehen!

Eure Neela

Yes! Let´s go!

Yes! Let´s go!

 

 

(PS: Ihr könnt mich auch live auf Instagram begleiten, wenn ihr wollt :@neelasabenteuerirland   Das würde mich sehr freuen :))