Schwedisch-Deutsch

Sprache ist so eine Sache… Ich hätte am Anfang meines Aufenthaltes hier nie gedacht, dass ich so schnell ins Schwedische finde. Ich verstehe jetzt wirklich alles (bis auf ein paar schwierige Wörter) und spreche jeden Tag mehr Schwedisch. Gestern hatte ich Theater und habe auf Schwedisch improvisiert… ich bin noch lange nicht gut, aber ich werde besser.

Seit geraumer Zeit denke ich jetzt schon auf Englisch und nach und nach kommen schwedische Wörter dazu… manchmal weiß ich gar nicht mehr, was das englische Wort für einen Gegenstand ist… Hilfe, mein Englisch macht sich aus dem Staub!

Doch jetzt zum Deutschen und Schwedischen: Ich habe mit der Zeit einige Wörter entdeckt, die sich total ähneln. Eigentlich ähnelt sich fast alles in Schwedisch und Deutsch. Aber es gibt, wie immer, ein paar Fettnäpfchen. Ich hab euch mal ein paar hier aufgelistet:

snäll – nett

snabb – schnell

en termin – Semester

en semester – Ferien

en gang – Termin

en stund – Moment

en timme – Stunde

Das war am Anfang ganz schön verwirrend für mich. Dazu kam, dass viele Fachbegriffe in der Schule zwar ähnlich sind, aber nicht gleich geschrieben werden. Und manchmal sind sie komplett verschieden (grundämne – Element)

Ich bin froh, dass ich langsam aus dem Gröbsten raus bin… Nur manchmal packt mich die Sprachverwirrung und ich spreche ein Mischmasch aus Deutsch, Schwedisch, Englisch und manchmal Französisch. Dann hilft nur noch eins: Einfach nichts sagen 😉

 

Ut på tur, aldri sur!

„På tur“ ist typisch für Norwegen. Es ist eine Wandertour zu bestimmten Orten oder Hütten. Heute sind wir mit anderen Leuten 3Km zu einer Hütte gewandert. Norweger machen dies sehr oft. Dabei solltet Ihr euch denn Satz: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ merken. Denn dieser Satz trifft 100 Prozent zu. Wir sind im Starkregen gewandert, aber es hat mega Spaß gemacht. An der Hütte angekommen gab es dann auch Kvikk Lunsj. Das berühmte norwegische Kit Kat.

Kvikk lunsj

Aber ich möchte euch natürlich auch von meinen letzten Wochen erzählen, denn ich bin jetzt schon drei Wochen in Norwegen und ich finde es immer noch total schön hier. Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich immer noch sehr gut und sie helfen mir sehr, mich hier einzuleben.

Aber kleinere Schwierigkeiten gibt es schon in Sachen Sprache und Müdigkeit.

Die neue Sprache und die neuen Eindrücke machen dem Körper sehr zu schaffen, sodass ich andauernd Müde bin. Dazu ist es ein reinstes Sprachchaos in meinem Kopf. Ich denke auf Englisch, Deutsch und Norwegisch. Aber es wird immer besser.

Die Schule hier unterscheidet sich sehr zur deutschen. Es ist erlaubt an den Handys zu sitzen und das nutzen die Schüler hier auch voll und ganz aus. Sie fängt um 8:00Uhr an und endet ca. um 14:30Uhr. Die Beziehung zu den Lehrern ist etwas lockerer, denn die Lehrer werden mit dem Vornamen angesprochen. 

Michelle

 

 

Salut aus Frankreich! ??

Salut aus Frankreich! ??
Jetzt bin ich erst 1 Woche in Frankreich und es kommt mir schon vor wie eine halbe Ewigkeit. In den letzen Tagen ist einfach so viel passiert: Vom Arrival-Camp über die scheinbar unendlich lange Reise zu meiner Gastfamilie, das Treffen mit meiner Gastfamilie, die ersten Versuche mit der neuen Sprache klar zu kommen, bis hin zum ersten Schultag. Und das alles in 7 Tagen!
Aber jetzt nochmal von Vorne: Vergangenen Mittwoch musste ich mitten in der Nacht aufstehen (wohlbemerkt extrem müde), um pünktlich um 5 Uhr am Flughafen zu sein. Um 7 Uhr startete dann endlich der Flieger und ich war sehr aufgeregt. Es folgte eine Reise mit zwei Flugetappen, einem längeren Aufenthalt am Flughafen Paris und noch einer Busfahrt, bis wir endlich im Camp ankamen. Im Arrival-Camp wurden alle YFU Austauschschüler weltweit begrüßt, die das kommende Jahr in Frankreich verbringen würden. Es war schön dort Austauschschüler kennen zu lernen, die in der selben Region in Frankreich wohnen werden wie ich. Im Camp haben wir viel über die Gewohnheiten und Gepflogenheiten der Franzosen gelernt und eine Sache fand ich besonders nützlich. Wir haben Küsschen geben geübt (auf französisch: bises), denn das ist gar nicht so leicht, wie man denkt. Die Wangen müssen sich berühren, das Küsschen muss aber in die Luft gemacht werden! Außerdem darf das Küsschen nicht geräuschlos sein! ? Und das ist definitiv eine Sache, die ich jetzt schon tausendmal gebraucht habe, denn Franzosen geben sich einfach immer Küsschen! Hände schütteln, so wie wir das in Deutschland machen, ist unüblich.
Für Samstag war die Weiterreise zu unseren Gastfamilien geplant. Wir waren alle schon ganz gespannt und konnten es kaum erwarten endlich unsere Gastfamilien zu treffen! Die Reise dauerte jedoch um Einiges länger als geplant, denn die Autobahn war von Demonstranten blockiert worden und unser Bus hatte sich somit um mehrere Stunden verspätet. Während der Reise quer durch Frankreich mit Bus und Bahn sind wir von Station zu Station immer weniger geworden, weil immer wieder Austauschschüler an Haltestellen von ihren Gastfamilien abgeholt wurden. Um 18 Uhr waren dann auch wir, die St. Étienne Gruppe, endlich am Ziel. Unsere Gastfamilien warteten bereits alle in einem Raum in einer Schule, zu der wir gebracht wurden. Jeder Schüler wurde einzeln aufgerufen und durfte erst dann in den Raum zu allen Familien. Die jeweilige Gastfamilie stand zur Begrüßung auf einer Bühne. Ich lief auf die Bühne zu meiner Familie und es gab… na was denkt ihr? Richtig! Ein Küsschen ?! Dann wurde noch ein Foto gemacht und ich durfte mich mit meiner Familie hinsetzen, bis alle Gastschüler ebenso von ihren Familien begrüßt worden waren.
Ich habe mich riesig gefreut, meine Gasteltern endlich kennen zu lernen! Ich hatte sie so lange nur auf einem Foto gesehen und nun standen sie neben mir!!! ? Ich habe wirklich eine tolle Familie! Sie geben sich sehr viel Mühe, damit es mir rundum gut geht, sie helfen mir mit allen organisatorischen Dingen und sie sind sehr geduldig! Wenn ich etwas auf Französisch nicht verstehe, erklären sie es mir noch einmal. Und ja, die Fremdsprache ist eine große Herausforderung!
Dienstag war dann der erste Schultag. Allerdings war er nur sehr kurz und deshalb kann ich noch nicht viel über die Schule berichten. Bald werde ich aber mehr wissen und euch wieder schreiben!
À bientôt, Sandra