Archiv für den Monat: August 2014

Schule

Ja ich bin jetzt schon eine Woche zur Schule gegangen, die Woche ging echt schnell um. Ich habe alle Fächer zusammen mit dem anderen Austauschschüler. Allerdings ist der Unterricht schon recht langweilig, denn ich verstehe nichts. Ok in Mathe kann ich ein bisschen mitmachen.
Das System ist hier auch ganz anders. Das Jahr ist in 6 Abschnitte geteilt, und in jedem hat man andere Fächer. In meinem ersten „Jakso“ gab es leider nicht so viel auswahl an Fächer. Ich habe jetzt Mathe, Kunst, Musik, Sport, Psychologie und Geschichte.
Musik, Kunst und Sport habe ich bis Weihnachten, den rest nicht so lange, hoffentlich gibt es im nächsten Abschnitt Englisch und Deutsch.
Die Stunden sind, genau wie in Deutschland, 45 Minuten lang und zwischen jeder Stunde sind 15 minuten Pause. Mittag essen gibt es um 11:45 kostenlos in der Kantine. Und für Schulessen finde ich es echt gut.
Es gibt immer was warmes, Salat und Knäckebrot, das gibt es hier immer zum essen und Milch und Wasser zum trinken. Ja sogar ich versuche mich langsam an die Milch zu gewöhnen, die hier aber auch wässriger ist und meiner meinung nach besser verträglich.
Montag und Freitags darf ich sogar ausschlafen, was leider nicht so ganz funktioniert und ich jeden morgen zwischen 5 und 6 aufwache, dafür bin ich abends aber auch sehr schnell müde, besonders wenn ich lange Schule hatte.
Am Dienstag hatte ich auch das erste mal Klavierunterricht, der Lehrer ist wirklich sehr nett und hat immer gefragt wie ich zu den Sachen auf deutsch sage und hat sich echt sehr bemüht.
Die letzten Tage mussten wir auch ganz viel für die Hochzeit vorbereiten, die heute ist. Das war sehr gut ich hatte immer eine beschäftigung, dadurch denkt man nicht so viel an Zuhause. Ja in der Schule hab ich auch schon ein par Kontakte, bis man Freunde hat braucht es glaube ich, aber mit Kontakten fängt alles an. 😀
Heute habe ich keine Fotos….

Aber ich werde euch auf jeden Fall ein paar von der Hochzeit zeigen. Denn wir haben auch ganz viel gebacken und die Schwäne sehen echt toll aus, die werde ich euch auf keinen Fall vorenthalten, ich muss nur schnell sein, damit noch nicht alles aufgegessen ist 😀 haha
Okay, ich glaube das ist erstmal alles. Achja ich bin schon seit 2 1/2 Wochen in Finnland und heute vor zwei Wochen bin ich in die Familie gekommen, die Zeit geht einerseits echt schnell um, aber wenn man das ganze Jahr so vor sich hat, ist das noch gar nichts…
Heute fliegen auch meine lieben Esti´s, ich wünsche euch einen guten Flug, eine schöne Orientation und ein gutes ankommen in die Familien 🙂
Und in genau 2 Monaten bin ich auch in Estland, in Tallinn.
Ok, bis bald

 

August – Traum oder doch traumhafte REALITÄT!

Mir fehlen momentan einfach die Worte … welch ein unglaublicher Monat

Ich hatte das Glück meiner neugewonnenen Gastfamilie etwas näher zu kommen in den letzten Tagen. Wir haben geschrieben, geskypt und ich bin einfach begeistert. Während meines Austauschjahres werde ich bei meiner herzlichen uruguayischen Mutter und ihrem Deutschen Schäferhund leben. Außerdem habe ich auch zwei erwachsene neue Schwestern und sogar eine kleine Nichte.
Es wird mir so viel Aufmerksamkeit gewidmet und das noch bevor ich überhaupt da bin, als wäre ich schon immer Mitglied der Familie gewesen!
Doch hat alles schon wesentlich früher angefangen, während meinem traumhaften Urlaub in den USA, an meinem ersten Tag in LA, dem ersten Tag eines tollen Monats: August 2014, als plötzlich die Stimme meiner Mutter im Hotelzimmer ertönte „Danko, Danko wach auf!! Eine Mail für dich von YFU“ … Noch bevor ich realisieren kann, was los ist, höre ich im Halbschlaf wie meine Mutter mir diese Vorliest
„Lieber Danko,
da Du gerade im Urlaub bist, kontaktiere ich Dich hiermit per Mail und hoffe, dass Du Deine E-Mails regelmäßig checkst! Wir haben gerade eine Anfrage aus Uruguay bekommen. Sie haben jemanden gefunden, der Dich wirklich gern aufnehmen möchte. Ich würde Dir mal erklären, worum es geht und hoffe sehr, dass Du Dir das vorstellen kannst.
Es handelt sich um eine Dame namens Patricia…“
Und schon war ich wach und doch in einer Art Trancezustand zwischen Realität und Glück. Ich konnte mein Glück kaum fassen und gab sofort meine Zusage und trat mit meiner neugewonnenen uruguayischen Familie in Kontakt. Diese scheint einfach perfekt zu sein! Heute wurde ich sogar schon als Sohn bezeichnet und durfte mich an enormen Gesten mir gegenüber erfreuen und schließlich ist meine Flug bereits diesen Donnerstag. Das ewige Warten ist nun endlich vorbei!

-10 grad….

…na wer das glaubt liegt aber mächtig falsch. Hier sind es jeden Tag über 30 grad und die Sonne scheint sehr stark. Aber einen Sonnenbrand hab ich noch nicht, auch wenn die Sonnencreme zu hause bleiben musste und ich noch keine lust hatte neue zu kaufen. Denn wer weis wie lang der Sommer noch ist. Und die Preise hier, von denen will ich erst gar nicht anfangen….Eine Kugel Eis bekommt man nicht unter 3,50€.
Es gibt hier nicht wirklich viele große Unterschiede, aber doch viele kleine.
1. Ist man hier morgens auf keinen Fall süß, ok meine Gastfamilie hat mir jetzt Nutella gekauft und Müsli wird hier auch gegessen…
2. Hat man bei Salat keine Soße…
3. Die Türen sind ganz anders 😀 und auf öffentlichen Toiletten schließt man anders herum ab…
4. Es gibt überall Trinkwasser und es ist normal das man es sich überall auffüllt.
5. Das ist der größte Unterschied man <strong>isst mindestens 5 mal am Tag</strong> und trotzdem sind alle hungrig, ausser ich 😀
…und es gibt noch ein paar mehr, die einem immer mal wieder auffallen.

Ab Montag geh ich dann auch in die Schule, ich bin echt schon aufgeregt, ja da gibt es auch viele Unterschiede, bis jetzt weis ich nur den einen, man hat statt 2 Jahresabschnitte 5. Und am Ende jedes Jakso hat man eine Testwoche. Und mittag essen ist doch um 11:45 und ist kostenlos. Aber dafür sind Bücher sehr teuer. Aber in Buchläden gibt es auch gebrauchte.

Und hier gibt es kaum Geschäfte die ich kenne..
Da fällt mir ein ich muss unbedingt noch ein paar Sachen kaufen, ich hab echt zu wenig. Aber ich bekomme auch in richtung Winter was geschickt und darf alles aus dem Kleiderschrank meiner Gastschwester nehmen.

Ich war letzte Woche auch in Helsinki, wirklich sehr schön. 🙂 Erinnert mich so ein bisschen an Hamburg.

Finnland 1.Woche 173

Finnland 1.Woche 125

Achja und die Orientation war auch sehr schön und ich habe nette Leute kennen gelernt und war, naja etwas unfreiwillig, mit Klamotten im See schwimmen 😀
Und am Donnerstag gab es auf einer Insel nähe Helsinki ein YFU Picknik, das war auch sehr schön nochmal meine Freunde wieder zusehen und ein bisschen erzählen, auch wenn nicht alle da waren…

So hier noch mal ein bisschen Essen 😀
Ich habe mit meiner Finnischen Freundin in Helsinki Korvapusti (finnische Ohrefeigen) gebacken 😀

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Und was auch sehr gut schmeckt sind Pfannekuchen aus dem Ofen 😀 Wir haben bei der Orientation aber auch richtige Pfannekuchen überm Feuer gemacht, das war auch sehr lustig. 😀

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Die Sprache ist schwerer als gedacht, aber da ich sehr viel höhre versteh ich langsam ein paar Wörter wie, ja und nein, und Zahlen 😀 mehr noch nicht wirklich. Achja und Blaubeere/Himbeere/Erdbeere und ich habe auch schon so ein bisschen beim UNO spielen die Farben gelernt.
Ok bis bald mal irgendwann. 🙂

Nur noch 15 Tage!

Ahoj (/Hallo),

ich heiße Natalie, bin 15 Jahre alt und werde mein Auslandsjahr in Tschechien verbringen. Von den Erfahrungen und Erlebnissen, auf die ich mich schon sehr freue, möchte ich euch gerne berichten.

Ich weiß nicht mehr, wie ich darauf kam, ein Auslandsjahr zu machen, aber als die Idee da war und ich mich länger mit ihr auseinandergesetzt hatte, wollte ich sie unbedingt in die Tat umsetzen. Ich wollte eine neue Sprache, Kultur und neue Menschen kennenlernen. Also bewarb ich mich, ging zum Gespräch und nach ungeduldigem Warten, Hoffen und Bangen kam dann „endlich“ (wenige Wochen später) der langersehnte Umschlag.

Als ich erfuhr, dass ich das nächste Schuljahr in Tschechien verbringen würde, habe ich mich sehr gefreut, war  aber vor allem aufgeregt. Ich kannte das Land kaum und noch weniger die Sprache. Wie sollte ich das schaffen? Die ganzen seltsamen Laute, zumal ich kein „R“ vorne rollen kann… (ich habe beim Lernen mit dem Sprachkurs das Gefühl, es käme in jedem dritten Wort vor). Dann kamen die ersten Reaktionen von meinen Freunden und Bekannten, die mich fast alle verwirrt ansahen, mit dem Blick, der ziemlich eindeutig sprach: „WARUM Tschechien???“. Die meisten sagten das dann auch, von anderen kam eher ein wenig überzeugtes „cool…“ oder ein „Pass auf dich auf wegen der Kriminalität und so…“ und ich fand es jedes Mal ein wenig schade, dass einige Westeuropäer solche Vorurteile gegenüber ,,osteuropäischen´´ Ländern haben (die meisten Tschechen wollen auf keinen Fall dem ,,Ostblock´´ zugeordnet werden). Vielleicht schaffe ich es ja hiermit, ein paar der Voreingenommenheiten abzubauen bzw. auch zu bestätigen:).

Seit Anfang März habe ich schon eine Gastfamilie, die, wie ich finde,  sehr nett ist. Ich werde in Tschechien zwei Geschwister haben –  eine Gastschwester in meinem Alter und einen drei Jahre älteren Gastbruder – und Gasteltern, die beide Polizisten sind (was ein paar meiner Freunde besonders beruhigt hat;)). Ich werde in einem Dorf in der Nähe der polnischen Grenze wohnen, das ganze 350 Einwohner hat, kann aber trotzdem mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Meine Abreise rückt immer näher, und damit wächst auch die Vorfreude, doch es kommen ab und zu auch Zweifel auf. Ob ich es so lange ohne meine Familie und Freunde aushalten werde? Schaffe ich es, die Sprache zu lernen? Ich glaube schon und ausprobieren werde ich es sowieso, denn jetzt gibt es kein Zurück mehr (wenn es das gäbe, würde ich mich trotzdem dagegen entscheiden:)!).

Ich freue mich jedenfalls sehr auf mein Jahr in Tschechien, das in genau 19 Tagen beginnen wird. Anders als die meisten Austauschschüler werde ich nicht fliegen, sondern erst mit dem Zug und dann mit dem Bus fahren. Ich bin ja schließlich auch nicht so weit weg von zuhause..;) Verabschieden muss ich mich trotzdem, aber jedes Ende ist auch ein Anfang und ich freue mich einfach riesig auf das, was kommt:).

 

Na shledanou (bis bald),

Natalie

Ein Leben in einem Jahr – Teil einer Idee

„Bom dia!“ – „Guten Tag!“
Olá ihr Lieben!
In wenigen Stunden beginnt mein Abenteuer. 2014 sollte mein Jahr werden, ich wollte neue Leute kennenlernen, eine fremde Kultur sehen, neue Eindrücke gewinnen, unbekannte Dinge ausprobieren und Erfahrungen für mein Leben sammeln. Mit dem heutigen Tag, komme ich diesem Wunsch wahrscheinlich bereits ziemlich nahe.
Zu Beginn möchte ich erst einmal ein wenig über mich erzählen, damit ihr einen Blick auf die Person hinter diesen Zeilen werfen könnt.
Ich heiße Alina. Bin 17 Jahre jung und Schülerin auf dem Gymnasium. Mitglied zweier Tanzgruppen und im Team der Nachmittagsbetreuung unseres Schulkomplexes. Spiele Geige und Golf. Gehe gerne Ski oder Snowboard fahren oder Inlinern. Liebe Zeichnen und Lesen. Eine Leseratte… Und ich denke das ist mehr als genug über mich.
Achja…
Ich bin Austauschschülerin!
Ja, ich sehe Austauschschülerin sein als etwas, über das ich mich definieren kann und möchte. Obwohl es noch ein paar wenige Stunden bis zu meinem eigentlichen Austausch sind, nenne ich mich bereits Austauschschülerin. Meiner Meinung nach, ist jedem ATS (spätestens bei seiner VBT (Vorbereitungstagung für (noch) nicht YFU-ler), aber hierzu später mehr) bewusst, dass Austauschschüler zu sein mehr bedeutet als „nur“ „ich-gehe-ein-Jahr-ins-Ausland“. Denn es bedeutet auch ein Teil einer Idee zu werden. Teil einer unglaublichen Gemeinschaft mit ganz besonderen Leuten. Man wird ein kleiner Teil eines großen Ganzen. Und das ist ein unglaublich tolles Gefühl!
Ein bisschen zu meinem Weg zum Austauschjahr:
Alles begann vor ein paar Jahren, als sich zum ersten Mal dieser wahnwitzige Gedanke formte, mein übliches, gewohntes Umfeld für ein Jahr durch eine unbekannte, fremde Variable zu ersetzen. Nach zahlreichen Gesprächen und Beratungen und langem Nachdenken, wurde das ganze Unterfangen immer plastischer.
Ich begann mich zu fragen, ob ich das überhaupt wollte. Ein Jahr lang ohne meine Familie und Freunde zu sein, in einer neuen Umgebung, während daheim das Leben weiter geht? Als ich das klar mit ‚Ja!‘ Beantworten konnte, stand die Sache jedenfalls für mich ;)) fest.
Doch lange blieb mein Gedanke, eben das. Ein Gedanke. Ein Sehnen. Ein Wunsch.
Doch nach reichlicher Überzeugungsarbeit und verstrichener Zeit, gab mir auch  meine Mutter das OK.
Meine Wunschorga stand für mich von Anfang an fest. Zwar hatte ich auch das
Angebot einer Anderen erhalten, doch war für mich klar, dass ich, sollte YFU mir einen Vertrag anbieten, diesen auf jeden Fall annehmen würde.
Und dann, während ich die Bewerbung für YFU fertig machte, kam das größte Problem für mich auf: nämlich entscheiden wohin die Reise gehen sollte! Ich persönlich glaube, dass jedes Land einem Austauschschüler einen unvergesslichen Austausch bieten kann, trotzdem war die Länderwahl mir sehr wichtig. Am Anfang hörte ich das Wort ‚Austauschjahr‘ und meine sofortige Assoziation war ‚USA‘ (wie wahrscheinlich für viele Andere auch), als ich dann aber sah, wieviele Länder angeboten wurden, verkomplizierte sich die Sache etwas und Lust nach etwas exotischerem packte mich. Nach Langem hin und her und vielen pro und contra-Listen, hatte ich dann drei Länder in der engeren Auswahl. Ich erinnere mich nicht mehr daran, welches Bild ich von Brasilien sah, aber ich verliebte mich Hals über Kopf und je mehr ich über das Land, die Kultur und die Leute erfuhr, desto größer wurde mein Wunsch, dort mein Auslandsjahr zu verbringen.
Dann kam mein Auswahlgespräch in München, das übrigens großen Spaß machte und dann ging das Warten los, die Zeit war gespickt mit : „Was wäre, wenn ich nicht nach Brasilien komme, oder gar keinen Vertrag bekomme?“ Zum Glück blieb diese Sorge komplett unbegründet und drei Tage später lag mein Vertrag über ein Austauschjahr in Brasilien in unserem Postfach! (Er wurde natürlich sofort und mit leichtem Auf- und Abhüpfen unterschrieben 😉 )
Meiner Vorbereitungstagung und dem 3-tägigen Orientation-Camp in Rio, das ich ab morgen erleben darf, möchte ich gerne einen eigenen Blogeintrag widmen, obwohl ich nichts konkretes nennen möchte, um den Zukünftigen nichts zu verderben :). Trotzdem denke ich das es einen eigenen Eintrag bedarf um die VBT zu beschreiben, nur jetzt erstmal so viel: Die VBT war eine der besten Wochen meines Lebens, während der ich so viele unglaubliche Leute kennen lernen durfte und sehr viel lernte. Spätestens hier wurde ich mir bewusst, dass ich nun Teil einer Idee war. (Ich beneide alle Zukünftigen^^)
Und nun, die Koffer sind, wenn auch etwas zu schwer, gepackt. Die To-Do-Listen sind abgehakt, das Abschiedsbuch voll und von meinen Freunden habe ich mich bereits verabschiedet. Fehlt nur noch der Abschied von meiner Familie, was sicher einer der schwierigsten Momente eines Austauschjahres ist. Ich renne der Zeit hinterher und weiß nicht wo sie sich versteckt hat, trotzdem hat alles irgendwie, mit ein wenig Stress geklappt. Nun werden noch die letzten Kleinigkeiten gepackt und dann bin ich zum Aufbruch bereit!
Also, ihr Lieben, até breve – bis bald! Der nächste Eintrag ist dann bereits aus Brasilien.
Alina