Lebensverändernd?

Folgender Text stammt nicht von mir, sondern wurde auf dem 5. Bielefelder Hörsaal-Slam von Julia Engelmann vorgetragen, aber ich denke es wird alle, die gerade ein Tief in ihrem Austauschjahr haben, motivieren etwas aus ihrem Jahr zu machen. Vielleicht wird es auch denjenigen, die noch zweifeln ein Austauschjahr zu machen, den letzten Stups geben etwas zu unternehmen.

„One day baby we’ll be old, oh baby we’ll be old and think about all the stories that we could have told.“
– Asaf Avidan „One Day“

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich, ich bin der Meister der Streiche, wenn’s um Selbstbetrug geht. Bin ein Kleinkind vom Feinsten wenn ich vor Aufgaben steh‘, ein entschleunigtes Teilchen, kann auf keinsten was reißen, lass mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein anderer ihn lebt. Und ich denke zu viel nach, ich warte zu viel ab, ich nehm‘ mir zu viel vor und mach davon zu wenig, ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel‘ alles an, ich wäre gerne klug. Allein das ist ziemlich dämlich. Ich würde gern‘ so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde wär‘ das viel zu viel. Ich würde gern‘ so vieles tun. Meine Liste ist so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen. Also fang‘ ich gar nicht an. Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone, wart‘ bloß auf den nächsten Freitag. „Njach das mach ich später“ ist die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul, wie ein Kieselstein am Meeresgrund. Ich bin so furchtbar faul, mein Patronus ist ein Schweinehund. Mein Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft mich auf. Mein Dopamin das spar‘ ich immer, falls ich’s nochmal brauch‘.
Eines Tages, Baby, werde ich alt sein, oh Baby werde ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.

Und du, du murmelst jedes jahr neu an Silvester die wiedergleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast. Dabei sollte 2013 das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden. Du wolltest abnehmen, früher aufstehen, öfter rasugehen, mal deine Träume angehen, mal die Tagesschau sehen fürmehr Smalltalkallgemeinwissen. Aber wie jedes jhrobwhl du nciht damit gerechnet hast kam dir mal wieder dieser Alltg dazwischen.

Unser Leben ist ein Wartezimmer. Niemand ruft uns auf. Unser Dopamin das sparen wir immer falls wir’s nochmal brauchen. Und wir sind jung und haben viel Zeit. Warum sollen wir was riskieren? Wir wollen doch keine Fehler machen, wollen auch ncihts verlieren und es bleibt so viel zu tuen. Unsere Listen bleiben lang und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land und eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können und die Geschichten, die wir dann stattdessen erzählen werden, traurige Konjunktive sein, wie „Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen und hätte fast die Buddenbrooks gelesen. Einmal wäre ich beinahe bin die Wolken wiedr lila sind noch wach gewesen und fast, fast hätten wir uns einmal demaskiert und gesehen wir sind die Gleichen und dann hätten wir un fast gesagt wie viel wir uns bedeuten“. Sowas werden wir sagen und das wir bloß faul und feige waren, das werden wir verschweigen und das wir uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben. Wenn wir dann alt sind und unsere Tage knapp und das wird sowieso passieren. Dann erst, dann erst werden wir kapieren wir hatten  nie was zu verlieren. Das Leben das wir selber führen wollen, das können wir selber wählen.

Lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gerne erzählen. Lass uns nachts lange wach bleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die aller tollsten Lieder singen. Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehen wie sie zu Boden reisen und die gefallenen Feste feiern bis die Wolken wieder lila sind und lass ma‘ an uns selber glauben. Es ist mir egal ob das verrückt ist und wer genau guckt sieht, dass Mut auch nur ein Anagramm von Glück ist. Wer immer wir auch waren, lass uns mal werden wer wir sein wollen. Wir haben schon viel zu lang gewartet, lass mal Dopamin vergeuden.

„Der Sinn des Lebens ist leben.“ das hat schon Casper gesagt.

„Let’s make the most of the night.“  das hat schon Kesha gesagt.

Lass uns möglichst viele Fehler machen und lass uns möglichst viel aus ihnen lernen. Lass uns jetzt schon Gutes sähen, damit wir später gutes ernten. Lass uns alles tuen, weil wir können und nicht müssen, weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen. Unsere Zeit die geht vorbei und das wird sowieso passieren. Bis dahin sind wir frei und es gibt nichts zu verlieren. Lass uns uns mal demaskieren und dann sehen wir sind die Gleichen und dann können wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten, denn das Leben, das wir führen wollen können wir selber wählen.
Also los schreiben wir Geschichten, die wir später gerne erzähl’n.
Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die für immer unsere sind

– Julia Engelmann

Der Link zum YouTube-Video: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8[/youtube]

Half Time

Ich kann es nicht glauben, dass schon die Hälfte meiner Zeit rum sein soll.

Wir haben vor Kurzem die Graduation Sachen bestellt, Cap and Gown, und Alles und ich war total verwundert und habe auf den Kalender gekuckt und es war echt ein Schock dass schon so viel Zeit rum ist. Ich möchte hier niemals weg. Am Liebsten würde ich meine Deutsche Familie und Freunde einfach hierhin bringen!

Ich kann gar nicht ausdrücken wie dankbar ich an jeden bin. An jeden der mir das ermöglich hat und mir immer noch schreibt und an jeden hier, der mich unterstützt!
Minnesota im Winter

Halbzeit – halv tid

Halbzeit.. Ja es ist wirklich schon so weit, wenn man nur die Zeit von Ankunft in Norwegen bis zum Abflug nach Berlin rechnet ist nun Halbzeit.. 🙂

Ich weiß das ich schon länger nichts mehr geschrieben habe 🙂 also sorry : D aber es passiert halt nicht mehr so viel neues, : )  aber ich werde versuchen mich jetzt trz immer mal wieder ein wenig zu melden.

Aber ich dachte mir jetzt mal zur Ehre des Tages werde ich dann mal so einen Halbjahresrückblik schreiben : )

Also 14.08.2013 um genau zu sein vor 158 Tagen ging morgens recht früh mein Flieger Richtung OSLO – NORWEGEN. Ich weis es noch ganz genau ich stand im Sicherheitsbereich und wartete auf das boarding und war bereit, bereit in den Flieger zu steigen und in ein neues Teil meines Lebens zu starten.

Und ich kann sagen ich bin glücklich das es doch nicht Autralien geworden ist, Ich habe hier in Norwegen eine neue Heimat gefunden, eine neue Familie und ich weiß auch das nicht jeder eine solche Möglichkeit hat, deswegen möchte ich nochmals DANKE sagen, DANKE an alle in Deutschland die mich unterstützen, und auch DANKE an alle hier in Norwegen.

Jetzt mal dazu was ich hier so alles erlebt habe, in Bildern. : ) Es kann sein das sich dabei einige Wiederholen, aber gehört ja trz mit zum Jahr! : )

 

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Ich habe den Holmenkollen im Sommer gesehen ✔️

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Ich habe einen „Elch“ gesehen ✔️

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Ich habe unvorstellbar viel geschlafen am Anfang des Austausches ✔️

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Es ist Herbst geworden ✔️

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Ich war auf der YFU Oslo Herbstversammlung : ) und wir hatten viel Spaß ✔️✔️

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Wir hatten Halloween ✔️

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Ich habe viel norwegische und deutsche Schokolade gegessen : D ✔️ aber damit ist jetzt im neuen Jahr Schluss ✔️✔️

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Ich habe einige Landschaften fotografiert ✔️

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Ich habe mittlerweile auch einen von den großen „Schrei“en gesehen ✔️

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Wir hatten wenig Schnee ✔️

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Wir haben Pfefferkuchenmännchen und ein tolles Pfefferkuchenhaus gebastelt ✔️✔️

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Wir haben zu Weihnachten das Silber poliert und einen norwegischen Weihnachtsfilm gesehen ✔️

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Ich hatte ein wunderbares Weihnachten : ) ✔️

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Wir hatten Silvester ✔️

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Wir waren öfters mal im den Bergen ✔️

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Wir waren auf Langlauftour bei -20 Grad, aber bei schönem Wetter ✔️✔️✔️✔️✔️

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Und nun haben wir momentan ein wenig mehr Schnee in Oslo : ) ✔️

Ich bin bereit für das was in den nächsten Tagen noch passiert ✔️

So das war bis jetzt eigentlich so das was bis jetzt eigentlich wichtiges passiert ist.

Und natürlich soll ich noch liebe Grüße an Lea bestellen : ) ✔️

Und natürlich auch liebe Grüße an alle anderen die meinen Blog hier lesen 🙂

Halbzeit

Halbzeit?! Am Dienstag, dem 14. Januar hatte ich Halbzeit zu meiner Abreise aus Dänemark zum YES (Young Europeans Seminar: Ein Seminar von YFU, dass für alle Europäer, die in Europa ihr Austauschjahr mit YFU verbracht haben.) und heute ist Halbzeit bis ich meine Familie wiedersehe.
Über die Halbzeit zu seien ist seltsam. „Ab jetzt wird es weniger.“ Bei diesem Gedanken habe ich mich selbst erwischt und dachte mir dann gleich im nächsten Moment wie doof ich denn bin, weil es ja schon die ganze Zeit abwärts geht. Aber jetzt kann an sich nicht mal mehr sagen, dass man noch mehr Zeit vor sich hat, als man schon hinter sich hat.
Ich weiß noch wie ich vor gut zwei Monaten versucht habe eine Freundin zu überzeugen, dass wir auf dänisch zusammen schreiben sollten und wir dann einen Deal gemacht haben, dass wir nach der Halbzeit dänisch schreiben. Da erschien es noch so unglaublich weit weg.

Ein kleines Gemütsupdate: Ich weiß nicht recht ob ich froh oder traurig über die Halbzeit sein soll.
Ich habe zwar ein schönes Jahr hier, habe Freunde gefunden, die über die ganze Welt verteilt leben, eine neue Sprache gelernt (und Stückchen anderer Sprachen gelernt) und einfach eine Menge Erinnerungen gesammelt, aber ich hab nicht unbedingt „Das Jahr meines Lebens“ , wie ein Auslandsjahr immer gerne genannt wird. Allerdings bereue ich die Entscheidung ein ATJ zu machen kein Stück.
Ich bin glücklich hier. Nicht himmelhochjauchzend, aber glücklich. Ich könnte nicht mehr einfach von einen Tag auf den anderen nach Deutschland zurückkehren ohne das mir was fehlen würde. Außerdem ist da die Sache mit der Sprache: Ich kann noch einigermaßen Deutsch sprechen (Ich hoffe diese Texte sind nicht zu schlimm ;)), aber es kommt mir seltsam vor in der Öffentlichkeit Deutsch zu sprechen. Es geht einfach nicht mehr. Ich sollte einen Vortrag vor meiner Klasse auf Deutsch halten und ich habe mir einen abgebrochen, ich glaube da wär es sogar auf Dänisch noch besser gelaufen. Wenn ich mir jetzt also vorstelle, wie ich in Deutschland in einem Laden stehe und dann Deutsch sprechen müsste .. gruselig!

Ich bin insgesamt auch ein bisschen Dänisch geworden würde ich sagen:
Ich trage tatsächlich noch farblosere  Klamotten als ich es in Deutschland gemacht habe. In Deutschland war ich schon nicht der farbenfroheste Mensch, aber die jungen Däninnen tragen ausschließlich schwarz. Zumindest habe ich manchmal das Gefühl. Ganz schlimm ist es natürlich nicht, aber manchmal fühle ich mich schon wie ein kleiner Farbklecks, wenn ich meine  hellblauen und nicht die schwarzen Jeans anhabe.
Mein Entfernungs- und Stadtgrößengefühl: In Deutschland habe ich einer Kleinstadt (mittlerweile würde ich sie eher als Großstadt bezeichnen, aber dazu gleich) gewohnt, wo du 15 min mit dem Fahrrad von einem Ende zum anderen brauchst und da bist du dann auch nicht rausgekommen, weil sich schon die 20 min Bahn in die nächste größere Stadt wie eine halbe Weltreise angefühlt haben.
Jetzt wohne ich auf Nordfünen.. Wir haben hier ca. 500 Einwohner weniger pr. km² als in meiner Heimatstadt und deine Klassenkameradin kann schon mal 40km von dir entfernt wohnen.
Meine Strecke zum Sport besteht aus 6 km zur Bushaltestelle radeln, 25 min Bus fahren und dann noch mal 10 min gehen. Das hätte ich in Deutschland nicht gemacht und hier erscheint es mir mehr als normal.
Zu meinem Stadtgrößengefühl: Zu Hause haben wir unsere 14.000 Einwohner als „könnte definitiv größer sein“ eingestuft. Jetzt würde ich sogar Morud mit seinen ca. 1000 Einwohnern als groß bezeichnen. Ich meine immer hin fährt der Bus da mehr als stündlich 😉
Mein Preisempfinden: Dänemark ist teuer. Man kann es drehen und wenden wie es will, aber 3 € für 100 gr Gummibärchen sind teuer. Das nur als kleines Beispiel. Der Tipp dazu: Rechnet nicht mehr um! Es tut sowieso nur im Herzen weh..

Nochmal etwas ganz anderes: Wir sind alle keine „Newbies“ mehr und einige der „Oldies“ sind schon weg.
Ende Dezember sind die Halbjahresstudenten und die, die von Winter bis Winter hier waren gefahren. Es war echt traurig, weil wir alle eine große Gruppe geworden sind und ich mit einer auch enger befreundet war. Allgemein sind meine „internationalen“ Freundschaften sogar „besser“ als zu den Dänen, weil dieses ganzes Austauschding – in einem Land mit fremder Sprache starten, niemanden kennen, bei wildfremden Menschen einziehen, kleinere und größere Probleme – zusammenschmeißt. Wenn ich mir vorstelle wie traurig es schon war als die anderen gefahren sind mag ich mir gar nicht vorstellen wie es ist, wenn auch der ganze Rest im Sommer wieder nach Hause muss.
Am Wochenende haben wir (die Studenten auf Fünen) die neuen Austauschschüler kennengelernt. Die ATS hatten ihr Vorbereitungscamp im YFU-Haus und wir sind am Samstagabend zum Abendessen eingeladen. Es war interessant den Vergleich zu sehen zwischen den alten Studenten und den neuen, dänisch unwissenden, Jetlag geplagten, vor nicht mal 24 Stunden angereisten Studenten zu sehen.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch den YouTube-Kanal von Luis, einem Freund aus Mexiko, der auch grade auf Fünen sein ATJ verbringt, ans Herz legen. Er macht meiner Meinung nach sehr lustige und gute Videos über sein Jahr hier und Dänemark.

http://www.youtube.com/user/LuisCarlos0405

Feliz Natal e Feliz Ano novo! (leicht verspätet)

Hallo meine Lieben,

von mir kommt jetzt auch endlich mal der schon längst fällige Weihnachts- und Neujahrs-Post. 🙂

Und ich beginne auch gleich bei Weihnachten: Ich muss ganz ehrlich gestehen mein 24. Dezember hat ein wenig langweilig angefangen, denn meine Familie war in der Frühe (als ich noch geschlafen habe) in die Stadt gefahren und war dann dort auch bis in den späten Nachmittag & so verbrachte ich einen Großteil des Tages damit, Forrest Gump/Criminal Minds zu schauen und Subway zu essen haha. Aber als sie wieder zurück waren, hatten wir super viel Spaß. Zunächst haben wir alle zusammen „French Toast“ (Ich gestehe, ich habe das portugiesische Wort vergessen..) und ein paar andere Kleinigkeiten vorbereitet & dann am Abend kam mein Bruder mit seiner Frau, seiner Tochter & einem Mädchen. Das Mädchen nehmen sie wohl jedes Jahr zu Weihnachten mit, da ihre Familie kaum Geld hat und Weihnachten somit so gut wie keine Priorität hat – fande ich echt schön von ihnen. Wir haben uns alle im Wohnzimmer gesammelt und dann wurden nach und nach die Geschenke untereinander verteilt (Sie lagen vorher alle seit Tagen unter dem Weihnachtsbaum, das hätten die Deutschen mit ihrer Neugier niemals ausgehalten :D). Ich habe auch ein paar Sachen bekommen und zwar ein paar Schuhe, ein kleines Duschbad und worüber ich mich am allermeisten gefreut habe : Eine Mtv-Akustik-Dvd meiner brasilianischen Lieblingsband! Wir hatten es vor einiger Zeit nur ein-zwei Mal davon,dass ich die Band echt gut finde und dass sie sich sowas merken und mir dann die DVD schenken fande ich echt super super süß. Ich verlink euch mal ein Lied von der Band :

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JRJj4z-prvM[/youtube]

Nachdem wir die Geschenke ausgepackt und gegessen haben, haben wir uns noch alle zusammen eine Dvd von Michael Jackson angeschaut, da mein kleiner Neffe ein totaler Fan von ihm ist und sogar ein „Michael-Jackson-Kostüm“ haben möchte. Zur Abwechslung hat in der Weihnachtszeit übrigens mal nicht die Sonne geschienen, sondern es hat relativ viel geregnet und sich ein klein wenig (vielleicht so auf 26 Grad am Tag) „abgekühlt“.

Silvester hingegen war das wieder das totale Gegenteil. Am 29. hatte ich mit einer Freundin geschrieben und sie hat mich gefragt, was ich Silvester machen würde und ja, ich hatte keine Ahnung, da meine Familie selber noch nicht wusste was bzw. ob wir etwas machen und da hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr, ihrer Familie & ein paar Freunden Silvester im Strandhaus ihrer Großeltern verbringen möchte und nachdem meine Gastmama eingewilligt hat, habe ich natürlich auch sofort zugesagt und musste dann auch sofort meine Sachen packen und mich fertig machen, weil sie gleich an dem Tag los wollten. Dort angekommen ware ich so überwältigt, es ist ein riesiges wunderschönes Grundstück und von dem Haus sind es maximal 25 Meter bis zum Strand. Es sah wirklich aus wie im Paradies mit den ganzen Palmen und allem drum und dran, super bequem eingerichtet und es gab sogar eine geniale Outdoor-Dusche und einen „Bereich“ sage ich mal, mit einem Pizzaofen, einem Grill und einem großem Sitzbereich. Wir haben die Tage am Strand verbracht, da das Wetter einfach optimal dafür war und das Wasser wunderbar abgekühlt hat,auch wenn es schon fast wieder zu warm dafür war 🙂

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Außerdem sind wir in die Nähe von Itacaré gefahren um dort Empadas zu essen & es war wie immer suuuuper lecker! Ich liebe Empadas! Ich weiß nicht wirklich wie ich Empada erklären soll, deswegen schaut am besten einfach mal bei Google nach Bildern, da könnt ihr euch am Besten was drunter vorstellen. Den 31. haben wir auch am Strand verbracht und abends hat sich dann jeder etwas „besonderes“ angezogen. Mit Besonders meine ich,dass sich jeder in bestimmten Farben gekleidet hat, denn jede Farbe steht für ein bestimmtes Gefühl bzw. einen bestimmten Zustand und will man zum Beispiel Frieden in seinem neuem Jahr, dann zieht man sich etwas weißes an, für Liebe trägt man Rot, für Tod und Sterben schwarz. Zu essen gab es „Pao de aniversario“ (Geburtstagsbrot? – An sich einfach Mini-Hefebrötchen), Ente, Schwein, Schinken, Käse mit Marmelade (überhaupt nicht mein Fall!), Schokokuchen und Weintrauben. Hier wird übrigens gesagt, dass Weintrauben Reichtum beziehungsweise mehr Geld im nächstem Jahr versprechen 😉 Kurz vor Mitternacht sind wir dann mit je einem Gläs’chen Sekt an den Strand gelaufen und haben Mitternacht alle zusammen angestoßen, uns ein frohes neues Jahr gewünscht und um uns herum die Feuerwerke beobachtet, denn hier ist es nicht wie in Deutschland üblich, dass so gut wie jede Familie Rakten/Böller/usw kauft,was ich eigentlich echt schade finde, aber es war super schön und ich hätte mir kein besseres Silvester vorstellen können. Die Nacht haben wir dann mit Kartenspielen ausklingen lassen und ich habe mich noch etwas auf die Hängematte gelegt und den atemberaubenden Sternenhimmel angeschaut, wo wirklich tausende Sterne zu sehen waren und ich keine einzige Wolke am Himmel finden konnte.

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Mit dem neuem Jahr ist aber auch gleichzeitig etwas naja „Trauriges“ angebrochen, denn ich habe inzwischen Halbzeit in meinem Auslandsjahr. Wie bitte? Waaaas? Ich bin doch eben erst hier eingezogen und hab meine ganzen Sachen ausgeräumt und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alles hier in ca. 5 Monaten schon vorbei sein soll 🙁 Aber bis dahin heißt es einfach : Zeit genießen! Apropros genießen, gestern waren bei mir 3 Freunde spontan zu Hause und wir hatten echt ne Menge Spaß, auch wenn wegen heftigem Unwetter 3 Mal kurz der Strom ausgefallen ist (Kommt hier öfters mal vor) und ich weiß nun auch endlich, wann die Schule bei mir wieder anfängt, nämlich am 05. Februar. Vorher konnte mir das nämlich nie jemand sagen, weil sie alle nicht wussten, wann die Schule wieder anfängt und ich habe mich gefragt, wie man mit so einer Ungewissheit leben kann haha, Deutsche halt.

Noch kurz was zu meinem Portugiesisch : Ich spreche mit meiner Familie und mit meinen Freunden (sogar mit den anderen Austauschschülern) so gut wie nur noch Portugiesisch :)! Außer halt, wenn wir Wörter nicht wissen, oder etwas vom Zusammenhang her überhaupt nicht verstehen, was aber eher selten vorkommt. Ich würde niemals behaupten dass mein Portugiesisch sehr gut oder perfekt ist, aber es ist ein super schönes Gefühl Serien/Filme auf Portugiesisch gucken zu können, sich unterhalten zu können und selbst wenn man nicht jedes einzelne Wort kennt, doch den ganzen Inhalt zu verstehen & es ist natürlich auch genial, wenn neue Freunde einem sagen,dass man schon richtig gut für diese kurze Zeit spricht, da ich ja vorher keinen Sprachkurs oder sonst irgendwas hatte – Also an alle, die in ein Land gehen, wo sie absolut keine Sprachkenntnisse haben : Bleibt entspannt, das kommt alles mit der Zeit und wenn man dann langsam die Grundsachen drauf hat, wird es mit der Zeit immer ein bisschen leichter 🙂

Das war’s dann auch erstmal wieder von mir,bis bald!