Archiv für den Monat: September 2013

Ein Jahr In Deutschland? Warum nicht?

Herzlich Willkommen zu meinem Blog! Ich heiße Mauricio, ich bin 18 Jahre alt und ich komme aus Argentinien. Da wohne ich in San Juan, einer schönen Stadt. Es gibt dort 115.000 Einwohner. Es ist ein schöner Ort zum leben, umgeben von Bergen, nahe Chile. Seit 4 Wochen erlebe ich, so hoffe ich, die beste Erfahrung meines Lebens.

Es ist wunderbar für mich, diesen Blog über meine Erfahrungen in Deutschland zu schreiben. Ich habe niemals gedacht, die Möglichkeit zu haben, ein Austauschüler zu werden!

Alles hat im Dezember letzen Jahres angefangen, als eine Freundin mir erzählte, dass es einen Wettbewerb für ein Austauschjahr gibt. Ich interessiere ich mich für Reisen,
dafür eine neue Sprache zu lernen und neue Leute kennenzulernen und neue, fremde Kulturen ! Ich habe Deutsch zwei Jahre lang gelernt, also sagte ich: Warum nicht?

Die Aufgabe war einfach: Eine Fotovorstellung zu machen, darüber wie man in Argentinien an Schulen lernen kann.

Es war einfach, aber es gab ein Problem: zu wenig Zeit! Nur noch 10 Tage bis zum Einsendeschluss! Ich habe die ganze Woche darüber nachgedacht, was ich machen könnte. Ich wollte etwas besonderes und originales machen. Drei Tagen vor Ende hatte ich eine Idee: Einen Stop-Motion-Vortrag! Stop Motion ist eine Animationstechnik, bei der man viele Fotos in schneller Abfolge wiedergibt, dass der Eindruck von Bewegung entsteht. Am nächten Tag hatte ich meinen Vortrag fertig! Aber es gab ein neues Problem: Ich musste auf einer Seite registriert sein, aber ich hatte keine Ahnung wie das zumachen ist! Meine Deutschlehererin half mir und nach vielen Anrufen und mit viel Glück konnte ich letztendlich den Vortrag schicken! Ich hatte wenig Hoffnung zu gewinnen!

Nach 2 Monaten , hat Clara (YFU Argentinien Outbond Coordinator) mich im März angerufen. Es war ganz toll, als sie sagte, dass ich das Stipendium gewonnen habe! Ich konnte es nicht glauben! Ich hatte tausend Fragen, und ich war mir nicht so sicher, aber ich habe mich entschlossen und ich habe mit den Papieren angefangen!

Ich weisse, ich werde eine sehr guten Zeit in Deustchland haben! Ich werde alles über mein Jahr erzählen!
Bis zum nächten Mal!

Angekommen ?

Also ich bin jetzt schon seit über einem Mont hier in Dänemark und habe langsam das Gefühl ich bin hier angekommen und der Alltag kehrt langsam ein.

Ein „normaler“ Tag beginnt für ich um ca. halb sieben, dann frühstücke ich, mach mich fertig – das übliche wie in Deutschland halt auch – und um ca. halb acht muss ich los um meinen Bus zu bekommen und um halb neun fängt dann die Schule an. Dann habe ich dreimal die Woche bis 2 Schule und zweimal bis um vier Uhr Schule. D. h. Es unterscheidet sich nicht groß von Deutschland.

Einige Unterschiede zwischen dem deutschen und dem dänischen Schulsystem/-leben gibt es aber doch:

  • Es ist hier alles sehr viel moderner als an meiner Schule in Deutschland. Z. B. habe ich her kaum noch Bücher, aber muss dafür jeden Tag meinen Laptop mit zur Schule nehmen. Außerdem habe mir keine normale Tafel mit Kreide mehr sondern nur ein White Board (Ich glaube zumindest, dass das Teil so heißt.), das immer mit dem Laptop es jeweiligen Lehrers verbunden wird.
  • Meine Schulstunden dauern hier 100 Minuten und ich habe auch keinen regelmäßigen Stundenplan, sondern muss ihn, wie auch meine Hausaufgaben, im Internet, auf „Lectio“, einem Programm, das in ganz Dänemark von den Schulen genutzt wird, nachgucken. Da sind wir wieder bei dem Punkt, dass es hier moderner ist.
  • Man schreibt hier außerdem keine Klausuren zur Leistungsüberprüfung. Anstatt denen bekommt man große Hausaufgaben auf die sich „aflevering“ nennen auf, die man dann über „Lectio“ bei seinem Lehrer einreichen muss. Allerdings werden am Ende jeden Schuljahres Prüfungen geschrieben.
  • Ich dachte immer in Deutschland hängen ziemlich viele im Unterricht am Handy rum, aber wir sind nichts gegen die Dänen. Da alle einen Laptop haben sind sie quasi immer online und sind auch die ganze Zeit am schreiben, gucken in Onlineshops nach neuen Klamotten oder gucken sogar YouTube Videos und die meisten Lehrer stört das herzlich wenig.

Um die Sprachprobleme zu lösen hat meine Organisation einen Sprachkurs angeboten in dem noch ca. 20 weitere Austauschschüler (auch von anderen Organisationen) und ich in die Geheimnisse der dänischen Sprache eingewiesen werden. In dem Kurs haben wir eigentlich immer Spaß und da dort auch Oldies, also Austauschschüler, die schon seit Januar/Februar in Dänemark sind, teilnehmen kann man auch Erfahrungen austauschen und hören. Außerdem sind wir zum Beispiel gestern noch länger in Odense geblieben und sind etwas essen gegangen, um noch etwas in der Gruppe zu machen

Aber mit meinem dänisch läuft es langsam, aber sicher. Dafür, dass ich als ich her gekommen bin beinahe keine Vorkenntnisse hatte kann ich jetzt schon eine Menge verstehen und kann auch kurze Sachen sagen. Allerdings mache ich es mit meinen Freunden in der Schule eher so, dass sie mit mir auf dänisch reden und ich dann auf englisch antworte. Aber der große Unterschied zwischen der Schreibweise und der Aussprache macht das Lernen nicht einfacher. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie einfach ein anderes Wort gesagt haben.

Langsam aber sicher kommt auch der Herbst und im Vergleich zu den doch sehr sonnigen ersten Wochen regnet es sehr viel und ist auch bedeutend kälter geworden, aber das kennt man ja auch aus Norddeutschland.

Dieses Lied ist zwar eine norwegische Version, aber wir haben damit trotzdem sehr viel Spaß im Dänischunterricht 😀

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_rx2ylpEQgE[/youtube]

Freistunden.. : D

Hallo alle zusammen, 

 

nur noch wenige Tage und ich habe den ersten Monat in Norwegen hinter mir.. Aber ich finde hinter mir klingt so gezwungen : D und das ist es überhaupt nicht ich bin total froh und glücklich mit der Entscheidung nah Norwegen zu gehen, auch wenn es nicht mein Erstwunsch war.. : ) 

Mal was zur Schule meine Anzahl der Freistunden hat sich verbessert nachdem das Problem mit meinem Stundenplan geklärt worden ist.. : D
und im großen und ganzen bin ich super Frieden mit der Schule und noch zufriedener mit der Klasse : D  habe schnell Anschluss gefunden : D 

Wir haben auch schon einiges zusammen unternommen, egal ob Partys oder einfach nur vor dem Fernseher hängen und sich das Ergebnis der Wahl angucken, oder einfach nur zusammen einen Film gucken : D 

Das Schokoladenproblem hat sich auch erledigt hoffe ich weil ich das sehr wahrscheinlich heute bei der Post abholen gehen kann 😀 😀  ( DANKE ) 

Vielleicht noch was zu meinem Norwegisch : D : D  Also dafür das ich anfangs nichts konnte außer mich Vorzustellen (Name und Land aus dem ich komme)  kann ich jetzt doch schon einiges mehr sagen und vor allem verstehen..  was vielleicht daran liegt das man im Norwegischen und im Deutschen viele Parallele Wörter hat.. : D und ich kann jetzt auch auf Norwegisch flirten ^^ was will man mehr für den Anfang : D Nein ich kann nun auch schon mehr sagen und ich habe mir als großes Ziel gesetzt am 1. Oktober auszuhören mit meiner Gastfamilie Englisch zu reden und bis Weihnachten schon einigermaßen flüssig Norwegisch zu können.. 

So ich weis noch garnicht was die Tage jetzt noch so anliegt.. Ich weiß nur das ich immer noch sehr MÜDE bin und das ist echt ein großes Problem.. nunja auch das wird sich noch einspielen.. 

 

Habe gestern noch ein ganz tolles Lied von Norwegern kennen gelernt und ich bitte euch guckt es euch bis zum Ende an..  Es behandelt die Wirklich wichtigen Fragen im Leben.. 

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=jofNR_WkoCE[/youtube]

Ich glaube ich habe die Freistunde jetzt doch mal gut genutzt. : D Bis zum nächsten Eintrag.. 

Wenn ihr fragen habt oder Anregungen über was ich schreiben könnte einfach in die Kommentarbox reinschreiben und ich werde versuchen mein bestes zu geben. 

 

Habt ihr schon mal versucht einen „Locker“ zu öffnen?

Es ist unglaublich viel passiert in den letzten zwei Wochen.

Also erstmal zum Alltag in meiner Gastfamilie:

Ich fühle mich jetzt schon sehr zu Hause hier. Ich fühle mich nicht mehr wie ein Gast hier im Haus sondern wie jemand der auch hier wohnt.

Auch meine Gastfamilie hat einen sehr großen Anteil daran, dass ich mich jetzt so zu Hause fühle. Alle haben mich direkt angenommen und ich komme mit allen (Gastmutter,-vater,-Schwester und meinen beiden Brüdern) sehr gut klar. Meine Gastbrüder sind jetzt zurück im College und es ist ruhiger, aber immer noch unglaublich tol

Bevor die Schule angefangen hat, haben wir sehr viel unternommen und haben unter anderem einen meiner Gastbrüder zum College gebracht, was sehr interessant war weil ich das erste Mal auf einem amerikanischen College Campus war und ich muss sagen, dass es mir gefällt, dass alle Studenten zusammen wohnen und es viele Aktivitäten gibt.

Auch hat meine Gastfamilie zwei kleine Schweine und neue Hühner bekommen. Das hat mich sehr gefreut. Seitdem ist es meine Aufgabe ihnen morgens Futter zu geben und dafür zu sorgen dass es sauber ist und es den Tieren gut geht. Das klingt vielleicht im ersten Moment komisch, aber es macht sehr viel Spaß. Auch bin ich oft mit meinem Gastvater zu den Kühen gegangen, weil es momentan fast jeden dritten Tag ein Kälbchen gibt. Das ist richtig süß!

Ich habe mich schon ans Landleben  gewöhnt und nicht nur das ich habe auch gelernt dass es total toll  ist!

Am Tag bevor die Schule angfangen hat, war Labour Day in den USA und ich bin mit meinem Gastvater zu einer Parade gegangen, da er State Senator ist, läuft er da mit und macht „Werbung“ für sich. Ich bin auch mitgelaufen und habe ein Schild für meinen Gastvater gehalten. Es war eine richtig tolle und neue Erfahrung und man hat total gemerkt dass man in Amerika ist.

Als wir gewartet habe, dass die Parade losgeht habe ich eine der beiden Senatoren von Minnesota, Amy Klobuchar getroffen. Sie war sehr nett und hat sich direkt bereit erklärt mit mir ein Foto zu machen.

 

Jetzt zum ersten Schultag:

Ich war ja schon mal in der Schule um meine Fächer zu wählen, also bin ich direkt wie alle Schüler ins Auditorium gegangen um die Ansprache der Direktorin zu hören.

Nachdem wir dann die Regeln und unsern Stundenplan bekommen haben, sind wir auch schon in den Unterricht.

Am ersten Tag wurde eigentlich nur über Regeln geredet. Beim Lunch wurde ich direkt von ein paar Leuten gefragt ob ich mit ihnen sitzen will und an diesem Tisch sitze ich jetzt schon die ganze Woche 🙂

Habt ihr schon mal versucht einen Locker zu öffnen? Nein?! Es ist eine komplizierte Angegelegenheit und hat mich am ersten Tag meine Pünktlichkeit gekostet, weil man in meiner Schule nicht seine Tasche mit sich rumträgt sondern immer zum Locker läuft und alles holt.

Also bei meiner Kombination 30 12 18 geht es so:

Erstmal ein paar mal rechts rumdrehen um das Schloss wieder „neutral“ zu machen, dann bei der 30 stoppen.

Danach nach links drehen und dann einmal an der 12 vorbei drehen und beim nächsten Mal bei der 12 stoppen.

Als letztes wieder nach rechts drehen und direkt bei 18 stoppen.

Das ist unglaublich kompliziert wenn man nur eine Hand hat!

In der ersten Schulwoche ist noch mehr passiert. Ich habe schon ein paar Freunde gefunden, da die Leute hier sehr an Austauschschüler gewöhnt ist das aber gar nicht so einfach!

Auch hat der Unterricht hat richtig angefangen. Ich muss sagen, dass alles recht einfach zu verstehen ist, außer Mathe und Anatomy. Daher habe ich mit Anatomy aufgehört und stattdessen jetzt American Sign Language (Gebärdensprache) was ein echt tolles Fach ist. Es ist eine Klasse die per Webcams unterrichtet wird. Und das ist irgendwie toll, auch sind in der Klasse nur drei Leute!

Meine Lieblingsklasse ist bis jetzt CIS (College English). Es hat ein unglaublich hohes Niveau. Aber die Lehrerin und die anderen Schüler sind sehr motiviert. Ich musste schon einen Aufsatz schreiben, der über drei Seiten geht und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Das einzige womit ich sehr viele Probleme habe ist, trotz einem unglaublich netten Lehrer, ist Mathe. Ich konnte das schon in Deutschland nicht einfach lernen und dann noch auf Englisch, aber auch das wird schon besser. Mathe ist übrigens auch das Einzige Fach wo ich ein B habe, sonst habe ich überall ein A.

Auch habe ich in der ersten Woche Audition für das Musical gehabt und ich war unglaublich aufgeregt, weil ich singen musste und ich dass noch nie vor Leuten gemacht hab. Aber ich habe das gemacht und war dann auch sehr stolz auf mich 🙂

Ich habe auch einen kleinen Part bekommen, was mich sehr sehr glücklich gemacht habe.

Wir spielen „Brigadoon“, was von einem schottischen Dorf, das nur alle 100 Jahre für einen tag erscheint und das zwei New Yorker entdecken, außerdem gibt es noch eine Liebesgeschichte und viel Tanz. Ich freue mich schon sehr.

Diese letzten zwei Wochen waren sehr toll. Auch wenn man sich in der Schule oft alleine und verloren vorkommt, wird es jeden Tag besser.

Mein Heimweh wird auch seltener, mir hilft es beschäftigt zu sein, aber auch mit Leuten zu skypen, danach habe ich immer ein unglaublich glückliches Gefühl. Auch hilft es mir sehr mit meiner Gastfamilie darüber zu reden, da sie und vor allen Dingen meine Gastmutter sehr verständnisvoll ist!

Ich bin jetzt schon fast einen Monat hier und ich muss mich jetzt schon bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben und die die ersten Wochen so toll gemacht habe.