Archiv für den Monat: August 2011

Schule mal ganz anders

Nach zwei Wochen Amerika ist es mal Zeit ein wenig zu berichten  😉

Die erste Woche hatten wir hier noch Ferien. Dementsprechend konnte ich mich erst mal in Ruhe einleben. Meine Gastfamilie ist wirklich unglaublich nett und ich verstehe mich wirklich gut mit meinem gleichaltrigen Gastbruder Josh. Obwohl wir beide tausende Kilometer von einander entfernt aufgewachsen sind haben wir unglaublich viel gemeinsam was das ganze noch einmal angenehmer gestaltet. Doch nur faulenzen war in dieser Woche nun wirklich nicht angesagt. Bei der Anmeldung in der Schule und dem Belegen der Kurse bekam ich erst mal das Summerassignment für meinen Pre Calc (Mathekurs). Eigentlich war Mathe schon immer eines meiner Lieblingsfächer aber diese Arbeit verlangte mir doch einiges ab. Nicht das die Aufgaben unglaublich schwierig waren, aber so ziemlich alles heißt einfach völlig anders und es dauerte einige Zeit sich mit den doch recht anderen Aufgabentypen auseinander zu setzen. (Später stellte sich dann in der Schule übrigens heraus das die Sekretärin falsch informiert war und das ich als Austauschschüler das ganze gar nicht hätte machen müssen. )

Die erste Woche in der Schule:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefällt das ich meine Kurse frei wählen konnte (bis auf die YFU Vorgaben). So habe ich Beispielsweise einen Kurs über Fotographie und einen über Grafikdesign was mich persönlich sehr interessiert. Auf Grund von äußerst qualifiziertem Lehrpersonal macht der History Unterricht tatsächlich irgendwie Spaß und ist nicht annähernd so trocken wie man es manchmal aus Deutschland gewohnt ist 😉 Nach der Schule hab ich JEDEN Tag Training von meinem Crosscountry Team. In Deutschland war ich zwar schon immer ein Begeisterter Läufer aber hier sind die Bedingungen doch etwas härter: Zu der deutlich höheren Temperatur kommt noch hinzu das die Luftfeuchtigkeit sehr viel höher und die Luft ein wenig sauerstoffärmer ist. Da das Team aber wirklich super drauf ist und ich hier in Rekordzeit unglaublich viele Freunde gefunden habe macht mir das nicht viel^^

Meistens komme ich wegen dem Training erst gegen 7 Uhr nach Hause und muss dann erst mal Hausaufgaben machen. Die Menge ist hier an meiner Schule im vergleich zu meiner alten Schule deutlich größer. Durchschnittlich brauch ich ca. 2 bis 3 Stunden. Das heißt es bleibt nahezu keine Zeit für sonstige Aktivitäten was meinem Filmprojekt über das Jahr etwas zu Schaden kommt.

Trotzdem denke ich nach wie vor, dass das ein absolut geniales Jahr wird

Olivgrüne Grüße

Hallo!

Vom Flughafen ging es am Mittwoch ins  „IQ 2011“ ein Seminar mit einer Mischung aus Norwegern die grade aus der Welt zurückgekommen sind und uns die grade angekommen sind. Und dann gibt es noch eine Neuseeländerin, ihr Austauschjahr geht erst in einem halben Jahr zuende und sie hat hier ihr Mittelseminar. Hier in Norwegen isst man vier mal am Tag. Frühstück um 8, Mittagessen um 11, Dinner um 15 Uhr und Evening Meal um 20 Uhr. Von Norwegen selbst habe ich noch nicht so viel gesehen. Der verdacht Norwegen sei bergig hat sich auf der hinfahrt auf jeden Fall bestätigt. Sonst kann ich nur über das Gelände auf dem wir untergebracht sind, ein Schulgelände reden. Sehr schön.

Na gut, das soll schon der Bericht von der IQ gewesen sein. Wer zu einem Thema nähere Infos wünscht, kann das gerne in den Kommentaren schreiben.

Zur feier des Tages schreibe ich noch einmal in  Olivgrün nur damit man mal eine Vorstellung bekommen kann, was für gestalterische Möglichkeiten uns hier eigentlich offenstehen.

Vielen Dank fürs lesen, dein Rune

 

Spanisch, spanisch, spanisch

Seit meinem letzten Eintrag ist eine gefuehlte Ewigkeit vergangen und ich moechte versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren.

Am vorletzten Wochenende, vor 15 Tagen, wurden ich und ein daenischer Austauschschueler, der auch in Concepción wohnt, von YFU in Santiago in den Bus gesetzt. Pochenden Herzens verflogen schliesslich auch jene letzten Stunden, die noch fehlten, bis zu diesem grossen und bedeutungsschweren Kennenlernen. Endlich, mit vor Freude zittrigen Haenden, stiegen wir aus, in der Hoffnung, in der Dunkelheit die richtige Station ausgemacht zu haben.

Meine Gastmama, die ich nur von zwei Fotos kannte, erkannte ich erst auf den zweiten Blick. Lachend und mit offenen Armen kamen sie auf mich zugelaufen, meine chilenischen Eltern, und hiessen mich willkommen. Mein kleines bisschen Spanisch, das ich mir im Vornherein angeeignet hatte, war fuer die erste Zeit wie weggeblasen, so dass Gestik und Mimik, meine mittlerweile unverzichtbaren Kommunikationsermoeglicher, schon von Anfang an gefragt waren.

Der erste Abend und der darauffolgende Tag vergingen wie im Fluge. Stolz wurde ich im Haus herumgefuehrt und mit dem Auto fuhren wir an das Meer, was hier gleich um die Ecke liegt (von meinem Zimmer aus kann ich es sehen!). Meine Gastmama verwoehnte mcih Tag fuer Tag mit koestlichen Mahlzeiten und hat mich in alles eingefuehrt, was ich als Mitglied des Haushaltes wisen muss.
Mit ihr machte ich mich am Montag auf, um meine Schuluniform zu besorgen und langwierige buerokratische Angelegenheiten in Angriff zu nehmen, was ich beides noch ueber die naechsten Tage ziehen sollte.

Zur Mitte der Woche lernte ich meine Gastschwester kennen, die in der Hauptstadt lebt und uns fuer ein paar Tage zu besuchen kam. Sie habe ich sofort ins Herz geschlossen und wir waren uns gleich sehr nah, auch wenn ich mit ihr ausschliesslich auf Spanisch kommunizieren kann. Mit ihr verflog auch der Rest der Woche, in der ich mehr von der Umgebung kennen lernte und erste kleine Erdbeben erlebte (mittlerweile waren es 3). Sehr schnell habe ich mich in meinem neuen Zuhause eingelebt, mein Gehoer fuers Spanische verfeinert und es mir eifrig ermoeglicht, mich ein kleinwenig ausdruecken zu koennen.

Ich bin gluecklich, bei einer herzlichen und fuersorglichen Gastmutter gelandet zu sein und bei einem Gastpapa, der gerne viel erzaehlt und dessen Geschichten es mir gefaellt zu lauschen.

Eine Woche nach meiner Ankunft, kehrte mein grosser Gastbruder von seiner Universitaets-Reise heim und eroberte mein Geschwisterherz im Sturme. Er kuemmert sich mit voller Inbrunst um mich und ist sehr interessiert in meinem Wohlergehen!

Und nun stand auch schon mein erster Schultag vor der Tuer. Ich war mindestens so aufgeregt wie eine Woche zuvor, als ich vollstaendig eingekleidet in meiner grau-blauen Schuluniform zwischen meinen Gasteltern auf das Schulgebaeude zuschritt, was ich im naechstem Jahr taeglich aufsuchen werde.

Wir fuehrten ein langwieriges und fuer mich langweiliges Gespraech mit dem Rektor, bis ich mich von meinem Gasteltern verabschiedete und endlich zu meiner Klasse gefuehrt wurde.

Man freute sich unheimlich ueber mein Erscheinen, alle kappelten sich, neben wem ich nun sitzen wuerde, bis ich bei den Maedels landete, in der Mitte des Klassenraumes. Den Schultag und auch die darauffolgenden Tage war ich stehts umringt von Mitschuelern, die etwas ueber mich erfahren wollten. Von Anfang an brachten mir meine Kameraden aufrichtiges Interesse und Offenherzigkeit entgegen. Und dieses Interesse hielt die naechsten Tage bestaendig an, in denen ich mich bemuehte, mein Spanisch zu verbessern, mich zu integrieren und der Aufmerksamkeit gerecht zu werden. Ich wurde von meinen Mitschuelerinnen herumgefuehrt auf dem grossraeumigen Schulgelaende und sie standen mir bei allen Fragen und Zweifeln zur Seite. Ich bin ganz angetan, von dieser Herzlichkeit, die sie mir alle entgegenbringen und sehr dankbar!

Schon am ersten Tag ist mir die Unterschiedlichkeit zur Schule in Deutschland ins Auge gesprungen. Selbst in Kassel bin ich auf einer Schule mit sehr lockerer Unterrichtsgestaltung und viel Freiheiten, doch der chilenische Unterricht hebt sich in seiner Undiszipliniertheit noch einmal deutlich ab. Mit der Englischlehrerin empfand ich in meiner zweiten Schulstunde noch Mitleid, weil ihr so gut wie keine Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde und die Schueler mit allen erdenklichen anderen Dingen beschaeftigt waren. Aber an diese Unterrichtshaltung gewoehnte ich mich geschwind! Fuer mich als Austauschschueler ist diese Art von Schule perfekt, da es die Kommunikation untereinander viel presenter ist, als der Lernstoff, von dem ich wenig bis garnichts verstehe. So fand ich schon in den ersten Tagen Freunde!

Gegen Mitte der Woche wurde ich zu einem Geburtstag eingeladen und machte eine Shopping-Tour mit zwei Klassenkameradinnen, was mir beides unheimlich gefiel! Die Gemeinschaft, die meine Klasse verbindet gleicht einem grossen und engem Freudeskreis, in dem ich mich gleich eingebunden gefuehlt habe.

Was mir hier besonders gefaellt, ist die Zaertlichkeit und Herzlichkeit untereinander. Man begruesst jeden mit Wangenkuesschen, was auch unter den Jungs voellig legitim ist. Jeder ist einander sehr nah, so dass ich schon mehrmals Junge und Maedchen fuer Liebespaare gehalten habe, die es garnicht waren.

Mein Spanisch treibt mich phasenweise zur Weissglut. Ich hasse es, mich so wenig ausdruecken zu koennen! Soviel zu schweigen, so viel davon abhaengig zu sein, dass Andere mich integrieren, weil es mit meinen Worten so schwer ist, an Gespraechen teilzuhaben. Doch gerade das ist der groesste Ansporn fuer mich zu lernen, lernen, lernen! Gestern habe ich mich mit meinem Gastvater hingesetzt und Vokabeln gelernt und in der vorherigen Woche haben wir in der Schule eine ellenlange Liste angelegt nur mit „chilenischer“ Sprache. Vieles ist hier sehr eigen, sodass ich mit meinem Woerterbuch, dass ich immer und ueberall dabei habe, nicht weit komme.

Morgen geht die Schule wieder los, nach einem entspannten Wochenende mit viel Schlaf. Es gibt viel Angebote der Schule, die nach der Schulzeit stattfinden, und in die ich naechste Woche hineinschnuppern werde. Wieso nicht mal Karate ausprobieren? Oder Gimnasia Ritmica? Ich werde berichten, fuer was ich mich tatsaechlich entscheide, aber wo ich schonmal hier bin, wo alles anders ist, ist auch Zeit fuer andere Freizeitgestaltung!

Also bis hierhin heute von mir. Ich schicke ganz viele liebe winterliche Gruesse nach Deutschland und hoffe Euch geht es gut!

Alles Liebe,

Leoni

 

Moin Moin!

Hallo ich bin Rune und noch eine Woche bis mein Jahr in Norwegen anfängt. Dass ich dann echt für 1 Jahr weg bin, ist mir noch nicht so klar. Ich werd mal sehen.

Bestimmt werden wir Blogger im nächsten Jahr was zu erzählen haben, für mich werden sich zumindestens ein paar Dinge ändern: Ich ziehe aus Hamburg in ein Dorf mit nicht mal 2000 Einwohnern. Ich werde in Norwegen vier kleine Gastgeschwister haben (5, 7, 9 und 11) und das ganze letzte Jahr habe ich mit meinen Eltern alleine gewohnt. Meine Damen und Herren: Veränderung! Veränderung!

Jetzt mache ich die letzten Verrichtungen, so diesunddas erledigen halt: Zahnbürste kaufen, Gastgeschenk einpacken, Wäsche waschen, Koffer wiegen, und so weiter. Dann wollen wir mal sehen, wie schnell die letzte Woche vergeht.

Bis dann, Ha det bra!

Hei!!

Hallo! Ich bin Luisa, 15 Jahre alt, hab zwei  Schwestern und lebe mit meinen Eltern in München. Tja, ab morgen, wenn das  wahrscheinlich größte Abenteuer meines Lebens beginnt, sieht das  etwas anders aus: Ich werde ein Jahr bei einer Gastfamilie in Espoo leben, (eine Nachbarstadt von Helsinki) und auf eine finnische Schule gehen,  finnisch lernen und  den finnish way of Life kennenlernen. Hier im  Blog werde ich in den nächsten wochen ab und zu ein bisschen erzählen, was ich so mache..

Also morgen um ungefähr drei Uhr nachts (definitiv zu  früh^^) werde ich aufstehen und mit meiner Familie zum Flughafen fahren, von wo ich dann erstmal nach Frankfurt fliege. Dort treffe ich alle YFUler die auch nach Finnland gehen und die ich zum Teil schon auf meiner Vorbereitungstagung kennengelernt habe (Ich freu mich soo sie wiederzusehen!) und einen YFU  und zusammen fliegen wir ca. dreieinhalb Stunden nach Helsinki. Dann geht es erst mal zur sogenannten Arrival Orientation in Anjalankoski, bei sich alle YFU Austausschüler von der ganzen Welt treffen und nochmal eine  Vorbereitung auf ihr Austauschjahr in Suomi, wie man das Land auf finnisch nennt und einen kurzen Sprachcrashkurs bekommen. Danach, also am Samstagabend, werden dann alle von ihrer finnischen Gastfamilie abgeholt.

Im Moment versuche ich noch irgendwelche Dinge verplant in meinen Koffer zu stopfen, ohne dass die Waage mehr als 23 Kilo anzeigt, und dann kommen noch drei Freundinnen von mir vorbei, um sich nochmal zu verabschieden.. Ich bin echt  überrascht, aber ich bin noch gar nicht soo aufgeregt…das wird sich aber in den nächsten Stunden bis Minuten sicher noch ziemlich schnell ändern!!! 🙂