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	<title>YFU Blog &#187; leoni</title>
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		<title>Reiselust und Alltagsfreuden</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 06:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Tage vergehen und so verstreichen die Wochen. Ich moechte die Zeit aufhalten koennen und ebenso moechte ich nichts lieber als in mein getrautes Heim zurueckkehren. Lebe gluecklich im Jetzt und erwarte doch das Morgen. Tue alles, um die Zeit, die mir hier noch bleibt, voll zu geniessen. Was hier so unheimlich schoen ist, ist <a href="http://blog.yfu.de/leoni/reiselust-und-alltagsfreuden">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tage vergehen und so verstreichen die Wochen. Ich moechte die Zeit aufhalten koennen und ebenso moechte ich nichts lieber als in mein getrautes Heim zurueckkehren. Lebe gluecklich im Jetzt und erwarte doch das Morgen. Tue alles, um die Zeit, die mir hier noch bleibt, voll zu geniessen. Was hier so unheimlich schoen ist, ist dieses intensive Leben. Es gibt kaum einen Tag, an dem ich aufstehe, eben &#8220;weil halt&#8221;, lustlos das Noetige erledige. Vielmehr lebe ich mit Freude, mit Motivation in den Tag herein, freue mich jeden Einzelnen zu sehen. Und wenn nicht, dann habe ich Heimweh und verspuere das auch deutlich. Es erfuellt, nicht einfach so nur vor sich hin zu leben.</p>
<p>Mit meiner Familie hier habe ich mittlerweile eine sehr familiaere Bindung aufgebaut. Meine Mutter sorgt fuer mich nach chilenisch-muetterlicher Art und ich fuehle mich immer wohler. Ja, tatsaechlich ist es so, dass ich mit Beginn dieses Halbjahres die groessten Hindernisse ueberwunden habe, die Grundsteine fuer das Wesentliche gesetzt habe. Habe es geschafft ein Teil zu werden, und kann dies jetzt leben.</p>
<p>Ende April haben wir mit YFU eine Reise unternommen. In einer Gruppe von etwa 30 Schuelern haben wir uns in Santiago getroffen, der Ausgangspunkt fuer eine Reise in den Sueden Chiles. Fuer fuenf Tage war unser Tour-Bus unser Zuhause, denn es war sicherlich der Ort, an dem wir die meiste Zeit verbracht haben; die chilenischen Distanzen sind betraechtlich, und wir nutzen die Zeit, um das Meistmoegliche kennenzulernen! Es waren Tage voller Eindruecke, Austausch, geteilter Gedanken, Gefuehle und Erlebnisse. Es war das erste Zusammentreffen, an dem leider nicht alle teilnahmen, nach unseren Vorbereitungstagen in Olmué. Der kleine aber feine Unterschied zu unserem Miteinander nach dem Ankommen war nun das Spanisch, das uns alle verband. Was wir vor 9 Monaten auf Englisch ausgestauscht hatten, bequatschten wir nun auf Spanisch, und viel mehr. Es war lustig, all die verschiedenen &#8220;Spanisch&#8221;e kennenzulernen, das der Daenen, der Ungarin oder des Maedchens aus Alaska. Ebenso die Deutschen, die sind den Akzent der Suedchilenen eingefangen hatten, oder den aus Santiago.</p>
<p>Kaum einmal sassen wir im Bus, um in einer Nachtfahrt unser erstes Ziel, Puerto Varas, zu erreichen, begann der unausschoepfliche Austausch all der bunten und vielseitigen Erfahrungen, die wir hier in Chile gemacht haben. Das erste Mal wurde mir so deutlich vor Auge gefuehrt, wie einzigartig jeder Austausch ist. Wir malten 30 verschiedene Chiles, die sich nur im Grundlegendsten aehnlich sind: der Vielseitigkeit der Erfahrungen.<br />
Wieder einmal waren es die Deutschen, die die Mehrheit der Teilnehmer ausmachte. Eng gefolgt von Daenen, deren Sprache mich fasziniert und auf meinem Sprachenlernplan ganz oben steht. Es gab einige Norweger und ein paar Schweizer, deren deutsch fuer unverstaendlich blieb, zwei Maedels aus den USA. Ausserdem Schweden, Ungaren, Oesterreicher und Finnen.</p>
<p>Ich hatte den kleinen Sueden Chiles im Sommer schon kennengelernt, doch auf dieser Reise fuehre uns YFU an Orte, die ich noch nicht kannte; die Wasserfaelle Saltos del Petrohue haben mich beeindruckt; ich liebe einfach Wasserfaelle. Wir machten eine Boottour und kamen so an Landschaften, die unberuehrt schienen. Sahen den von Vulkanen gezeichneten Horizont, wenn wir mal Glueck mit dem Wetter hatten. Einen Tag verbrachten wir auf Chiloé, einer Insel, die sich von ihrem Ambiente und ihrer Landschaft sehr vom Festland Chiles unterscheidet. Mich erinnerte es dort an die Rhoen.</p>
<p>Wir wurden von YFU begleitet, doch die Reise war eine gefuehrte Tour. Klar, als Deutsche  fanden natuerlich etwas, worueber man sich beschweren konnte; doch tatsaechlich war es etwas schade, dass sich die Tour so sehr auf: Bus, zum fotografieren Aussteigen und weiter geht`s, beschraenkte.</p>
<p>Doch gleichzeitig konnten wir uns dadurch einfach leiten lassen und hatten Kopf und Zeit, den irgendwie &#8220;westlichen&#8221; Austausch zu geniessen. Auch wenn wir uns alle kaum kannten, war es nach 2 Stunden wie mit langjaehrigen Freunden zusammen zu sein, da das, was wir teilten, uns nahe sein lies. Durch diese bekannte Kultur und Umgehensweise, den bekannten Humor war es wie ein kleines Heimkommen.</p>
<p>Die letzten Tage verbrachten wir wieder in Santiago, um mit YFU Veranstaltungen wie ein &#8220;International Dinner&#8221; oder ein Verkleidungs-Fest zu unternehmen. Fuer diese Tage kamen wir bei Gastfamilien unter, die irgendwie mit YFU zu tun hatten und uns fuer ein paar Tage Bett und Brot zu Verfuegung stellten.<br />
Am Abend speisten wir lecker international, tanzen Cueca und verliehen Preise fuer verschiedene Kriterien der Reise. Stolz ging ich als &#8220;Miss Viaje al Sur (Reise in den Sueden)&#8221; hervor! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir genossen die letzte intensive Zeit zusammen, bevor ich erschoepft und auch froh wieder heimkam. Lies mich von meiner Gastmamá umsorgen, um die Reste meiner Krankheit loszuwerden und ging aufgeregt zur Schule, froehlich wieder mit meinen Klassenkameraden zu sein.</p>
<p>Die Muedigkeit der Reise hat einige Zeit noch angehalten, und ich war immer froh, ruhig daheim sein zu koennen. Doch mit meinem Spanisch fuehlte ich mich wohl auf, wo wir doch so viel geredet hatten. Mit der Sprache durchlebe ich staendig Phasen; manchmal strenge ich mich sehr an zu sprechen und aergere mich unheimlich ueber meinen achso deutschen Akzent, das harte R und die aprubte Art zu sprechen, die ich mir selbst anhoere. Dann gibt es Tage und Wochen, in denen ich mich dem Spanisch maechtig fuehle, es nur so fliesst und es mir leichter faellt, die spanischen Worte aneinander zu reihen als deutsche Saetze zu bilden. Habe noch nicht raus, wovon es abhaengt.</p>
<p>Dieses Wochenende ist lang, meine Oma kommt zu Besuch und meine Schwester mit ihrem Freund. Alle, um mich nochmal gesehen zu haben, bevor sich die letzten Tage ueberschlagen.</p>
<p>Heute ist der erste bitterliche Regentag, die Kaelte wird folgen. Wir haben heute den Ofen angemacht, was fuer wohl immer ein &#8220;Zuhause&#8221; ausmachen wird <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Der Herbst geht gerade in Winter ueber, ich sitze bibbernd in der Schule. Doch ab und an kann man noch ein paar Sonnenstrahlen erwischen und die Baeume sind wunderschoen. Ich mag den Herbst.</p>
<p>Meine Lieben! Nach Deutschland schicke ich herbstliche Gruesse zum Fruehling! Oder Sommer? Ich freue mich sehr auf Euch und hoffe, dass es Euch gut geht! Umarmungen,</p>
<p>Leo</p>
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		<title>Die kindliche Schul-Rückkehrsfreude!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 10:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade habe ich nochmal ordentlich Sonne getankt, um dann auch wirklich vorbereitet zu sein, sollte der Herbst nun schon bald einbrechen. Doch die heissesten Monate sind nun schon vorbei, der Januar, der Februar, und man merkt deutlich, dass es am Abend wieder frueher dunkel wird. Nun, mit dem zu Ende gehen meines wohl laengsten Sommer <a href="http://blog.yfu.de/leoni/die-kindliche-schul-ruckkehrsfreude">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich nochmal ordentlich Sonne getankt, um dann auch wirklich vorbereitet zu sein, sollte der Herbst nun schon bald einbrechen. Doch die heissesten Monate sind nun schon vorbei, der Januar, der Februar, und man merkt deutlich, dass es am Abend wieder frueher dunkel wird. Nun, mit dem zu Ende gehen meines wohl laengsten Sommer ging, puenktlich zum ersten Montag des Maerzes, die Schule wieder los! Ich war freudig aufgeregt, wie ich es als kleines Kind vor Schulbeginn war, und putzte am Sonntag eifrig meine Schuhe!</p>
<p>Gluecklich nach ehrlich langer Zeit wieder in die Uniform zu schluepfen, wartete ich dann Punkt 7, anbrechender Daemmerung, auf den Schulbus. Der erste Schultag war mit Euphorie verbunden! Alle waren gluecklich, alle wieder zu sehen, und unter vielen Umarmungen, Sommer-Erzaehlungen, Wiedersehens-Bemerkungen fanden wir nur schwer zur Ruhe. Dementsprechend war der erste Schultag entspannt, und den paar Sachen, denen wir unterrichtstechnisch folgten, folgte ich mit ganzer Aufmerksamkeit. Fuer dieses Halbjahr moechte ich am Unterricht mehr teilhaben, indem ich mich wirklich ganz verantwortlich mache; d.h. jeden Test mitzuschreiben, ohne dann, mehr als hin und wieder, meine besondere Stellung als Austauschschueler zu nutzen und die Zeit des Chemie-Tests andersweitig zu fuellen.</p>
<p>So habe ich in den letzten Tagen auch alle Wissenueberpruefungen freudig mitgemacht und mich den neuen Lehrern garnicht mal mehr besonders vorgestellt, auch wenn dann auf Grund meines wohl unausprechbaren Nachnamens dann doch immer nochmal nachgefragt wurde.</p>
<p>Fuer dieses zweite Halbjahr bin ich mit voller Power dabei. In diesen Tagen&#8230; fuehle ich mich von dieser wunderbaren Sinnesgebung begleitet, nach der ich mich ueber heute genauso freue, wie ueber morgen; habe genauso Lust, die Momente in 3 Wochen zu leben, oder die in 4 Monaten, wenn ich schon wieder in Deutschland sein und den naechsten Sommer geniessen werde!</p>
<p>Das ist toll.</p>
<p>Die letzte Zeit der Ferien habe ich reisend verbracht, den kleinen Sueden Chiles kennengelernt, wohin ich auch mit YFU nochmal reisen werde. Habe viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht, sie immer lieber gewonnen. Es passierte mir auch die ersten Male, dass ich aufrichtig und von innen her, Trauer verspuert habe, diesen Ort, dieses Zuhause, in schon so weniger Zeit wieder verlassen muessen zu werden.</p>
<p>Nun ist Essenszeit angesagt und bald Schlafenszeit, um morgen schon mit Energie in die Vorlaeufer des ersten Wochenendes zu starten! Die herzlichsten, sonnenwarmen Chile-Gruesse schicke ich zu Euch herueber in die ferne Heimat!</p>
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		<title>Endloser Sommer</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 16:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Hier koennt ihr fuer diesen Blog zum &#8220;Top 100 International Exchange and Experience Blog&#8221; abstimmen! (&#8220;Mein Jahr in Chile&#8221; markieren &#38; voten!) &#160; Der hiessige Sommer ist wohl der Laengste, den ich je gelebt habe! Es kommt mir wie vor Ewigkeiten her, als ich das letzte Mal zur Schule ging und ebenso viel Zeit <a href="http://blog.yfu.de/leoni/endloser-sommer">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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</span><span style="color: #333333;">Blog zum &#8220;Top 100 International<br />
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der hiessige Sommer ist wohl der Laengste, den ich je gelebt habe! Es kommt mir wie vor Ewigkeiten her, als ich das letzte Mal zur Schule ging und ebenso viel Zeit wird noch vergehen, bis ich wieder in meine Uniform schluepfen werde!</p>
<p>Fast ein bisschen Bammel hatte ich davor, soviel freie Zeit zu haben, die es irgendwie zu fuellen gilt. Denn hier, wo Langeweile Heimweh-Gefahren bringt, suche ich das Beschaeftigt-Sein.<br />
Und doch, hatten die 2 1/2 monatigen Ferien ersteinmal begonnen, versah ich mich kaum, und schon ist die Haelfte vergangen!</p>
<p>An Heiligabend hatten wir den wohl heissesten Tag hier in Concepción. Meine Schwester  Francisca war schon am Vortag gekommen, und gemeinsam mit Gastmamá &amp; Bruder spazierten wir am spaeten Nachmittag auf die <em>Plaza</em> hinunter, wie sie es hier in allen Stadtvierteln gibt. Es hatte sich das ganze Doerflein versammelt; manche hatten sich Klappstuehle mitgebracht, Andere Picknick-Decken. Kirchlicher Gesang leitete den Gottesdienst ein, fuer den ein bescheidenes Zeltchen und Krippe aufgestellt worden waren. Die Sonne blendete schrecklich und so konnte ich den Priester schlecht sehen; doch mit dem Gesang, dem ich mich bald anschloss, und der Weihnachtsgeschichte wurde mir dann endlich, endlich etwas weihnachtlich zu Mute. Schon zwei Wochen vorher hatte meine Gastmamá den Weihnachtsbaum vorbereitet gehabt und das Haus war voller Weihnachtsschmuck gewesen. Doch zwischen Sonnenbrand und Meeresbaden war mir die Weihnacht einfach voellig fremd vorgekommen.</p>
<p>Als wir dann jedoch von meiner ersten <em>Misa </em>heimkehrten und uns zum endlen Abendessen zusammen setzten, war die Stimmung doch ganz besonders. Ich hatte die Weihnachtsmusik vom <a title="Herr Mueller und seine Gitarre" href="http://www.herrmuellerundseinegitarre.de/" target="_blank">Juergen </a>aufgelegt, die keine Weihnacht fehlen darf, und tanzte mit meinem Papá zu den Swing-Klaengen!</p>
<p>Unser Weihnachtsbaum war mit einer Lichterkette bestueckt, die Weihnachtslieder traellert, was laut meines Bruders nicht fehlen durfte, um die weihnachtliche Stimmung zu vollenden!<br />
So vergingen die Stunden schnell, bis es um Mitternacht endlich soweit war, die Geschenke zu oeffnen. Sie wurden unter dem Baeumlein herausgefischt und dem uebergeben, der es zu verschenken hatte. Das Paeckchen aus Deutschland war schon in der Woche zu vor angekommen und so hatte ich es mit unter den Baum gepackt. Meine Gastmamá vertrat nun meine Familie in Deutschland und uebergab mir das Paeckchen in ihrem Namen. Das war total schoen!</p>
<p>Es war schon tief in der Nacht, als schliesslich alle Geschenke uebergeben waren und nur noch das alljaehrliche Weihnachtsfoto ausstand; was wiederrum etwas kompliziert war, wo doch das Sofa nur fuer 4 Personen gedacht ist&#8230;</p>
<p>Am ersten Weihnachtsfeiertag dann, waren Reisevorbereitungen angesagt! Denn am 26. schon ging es los in den Familienurlaub: nach <a title="La Serena" href="http://maps.google.com/maps?q=la+serena+chile&amp;hl=es&amp;ie=UTF8&amp;ll=-33.468108,-71.05957&amp;spn=10.056623,14.128418&amp;sll=43.29928,4.769133&amp;sspn=17.547111,28.256836&amp;hnear=La+Serena,+Provincia+de+Elqui,+Regi%C3%B3n+de+Coquimbo,+Chile&amp;t=m&amp;z=6&amp;iwloc=A" target="_blank">La Serena</a>.<br />
Wir brachen im Auto auf, in das Staedtchen, das ebenso weit noerdlich von Santiago liegt, wie Concepción im Sueden.</p>
<p>Es waren 11 Reisestunden, die ich aus dem Fenster schauend zubrachte. Die Strecke nach Santiago war mir schon bekannt, in der sich zunehmend die Wein- und Fruchtfelder mehren. Nach Santiago dann war die Landschaft fuer mich voellig fremd. Ebenen zogen sich hin, in deren trockenen Sandweiten nicht mehr als einzelne Gebuesche wuchsen. Dem Meer immer nahe, durchfuhren wir diese fast schon wuestenaehnliche Landschaft.</p>
<p>Die Stadt La Serena liegt am Meer und ist fuer seinen kilometerlangen Strand beruehmt. In einem meernahen Haeuschen kamen wir unter und machten uns sogleich auf Erkundungstour! Weil mein Papá dort studiert hat, konnte er uns alles zeigen und erklaeren; das Staedtchen ist total sympathisch und gefiel mir sofort!</p>
<p>Es war toll, soviel Zeit mit meiner Familie zu haben, ausserhalb des, vom Alltag gepraegten, Zusammensein daheim. Wir verbrachten Tage am Strand, lernten die Umgebung kennen, die Nachbarsstadt. Fuer einen Tag fuhren wir ins &#8220;Valle Elqui&#8221;; besuchten die Geburtsstadt Gabriela Mistrals und durchschlenderten Handkunstwerksmaerkte. Wir nahmen an einer Sternen-Observation teil, fuer die wir hoch in die Berge fahren mussten; ich glaube, ich habe noch nie so viele Sterne auf einmal gesehen! Das Tolle war auch, dass uns genau erklaert wurde, wo was zu sehen ist und ich so einiges ueber die Astronomie lernte; zumindest die der Suedhalbkugel!</p>
<p>Die Silvesterstunde verbrachten wir am Strand, wo sich die ganze Umgebung und mehr versammelt hatte! Privates Feuerwerkeln ist hier verboten; um Mitternacht wird ein grosses, offizielles Feuerwerk veranstaltet. Es fand ueber dem Meer statt und war atemberaubend anzusehen! In diesen Momenten vermisste ich ganz klar Kassel mit allen meinen Freunden und das Tarotkarten lesen. Doch auch mit meiner Familie hier genoss ich diese paar magischen Momente&#8230; In denen die Welt <em>nicht</em> untergegangen ist!</p>
<p>Anfang des neuen Jahres machten wir uns schon auf den Heimweg gen Sueden. In Santiago kamen wir in der Wohnung der Schwester meiner Gastmutti unter und setzten meine Schwester ab. In Santiago lernte ich dann die Familie meines Vaters kennen: Wir besuchten sowohl seine Schwester als auch seinen Bruder mit Familie!</p>
<p>Als wir dann letzendlich wieder nach Concepción heimfuhren, sah ich gleich meine ganzen Freundinnen auf meiner ersten hiessigen Pyjama-Party wieder!</p>
<p>Und so vergingen die naechsten Wochen ganz schnell: Mit meinen Freunden, von denen im Januar die Meisten in Conce waren, meiner Familie, wir uns so manchen Strand-Tag goennten, und einem Fitness-Studio, in dem ich mich fuer Tanz- und Gymnastikstunden eingeschrieben hatte!</p>
<p>Am Wochenende wird meine Gastschwester wieder nach Conce kommen und gemeinsam fahren wir etwas gen Sueden; nach Osorno, wo die Oma und Tanten leben, um Grossfamilienurlaub zu machen.</p>
<p>Ich bin ganz gluecklich, dass ich im Rahmen meines Auslandsjahres so viel die Moeglichkeit habe, dieses Land in seiner ganzen Weite (Laenge..) kennenzulernen.  Ich haette garnicht damit gerechnet; mich vielmehr darauf eingestellt, in diesem gereisten Jahr nicht mehr zu reisen. Und so freue ich mich um so mehr, in einer Familie gelandet zu sein, die es ebenso liebt, andere Orte kennenzulernen und hinauszukommen! Bzw. eben auch die Mittel dazu hat.</p>
<p>Nun werde ich den schoenen Sommertag nutzen, ein bisschen Rad zu fahren; nicht dass ich das noch verlerne hier!</p>
<p>Ich schicke Euch die liebsten Gruesse nach Deutschland; hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und es ist nicht zu kalt!</p>
<p>Alles Liebe,</p>
<p>Leoni</p>
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		<title>17 años.</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 13:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen ist so viel geschehen, bin ich viel gereist, habe so viel erlebt, gesehen, kennengelernt, gedacht, gelacht, geredet und &#8230; gegessen! Vor einigen Wochen, oder war es vor mehr als einem Monat? Hat meine Mama etwas gesagt, woran ich mich jetzt erinnern muss, als ich mich hinsetze, mir Ruhe nehme, um in <a href="http://blog.yfu.de/leoni/17-anos">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen ist so viel geschehen, bin ich viel gereist, habe so viel erlebt, gesehen, kennengelernt, gedacht, gelacht, geredet und &#8230; gegessen!</p>
<p>Vor einigen Wochen, oder war es vor mehr als einem Monat? Hat meine Mama etwas gesagt, woran ich mich jetzt erinnern muss, als ich mich hinsetze, mir Ruhe nehme, um in mich hineinzuhorchen und um Euch endlich wieder ein paar Zeilen aufs Papier zu bringen! Was sie sagt war, ganz einfach; Liebe Leo, es ist so schoen zu merken, dass Du jetzt einfach voll angekommen bist, da drueben. Und damit hat sie wohl Recht gehabt. Doch&#8230; kann man immer mehr ankommen? Oder ist man einmal angekommen und damit dann voll da?</p>
<p>Wenn dem so ist, dann weiss ich nicht, wann dieser Wandel passiert ist, ob es ueberhaupt schon so weit ist oder noch in ungewisser Zukunft liegt.</p>
<p>Was ich weiss ist, dass ich hier ein zweites Zuhause gefunden habe.  Dass ich vom Wochenendtrip heimkomme und diese Endlich-Zuhause-Erleichterung empfinde, so schoen das Wochenende auch gewesen war. Froh bin, wieder in meinem Bett zu schlafen, das mir bekannte Essen zu essen, den mir bekannten Rythmus zu leben. Was ich weiss ist, dass mir meine Lunge mittlerweile keine Probleme mehr macht, dieses Organ der Kommunikation, das sich zu Beginn durch meine Unsicherheit mit der Sprache so straeubte.  In meiner Gedankenwelt kann ich spanisch und deutsch mittlerweile nicht mehr so recht trennen und so kommt es schonmal vor, dass ich meine spanischen Gedanken fuer einen Tagebucheintrag uebersetzen muss. Das ist auch der Grund, weshalb ich im naechsten Jahr voll in den Schulstoff einsteigen will; mein Vokabular erweitern und ueber die blosse Alltagssprache hinauszuwachsen. Um irgendwann dann mal mir auf spanisch von der Seele schreiben zu koennen. Es macht so Spass der Sprache Herr zu werden und wenn ich dabei bin meinem Bruder deutsch von null her beizubringen, ueberkommt mich schon wieder Lust, eine neue Sprache zu lernen!</p>
<p>Ich bin nun 17 Jahre alt. Es fuehlt sich gut an, das zu sagen, auch wenn es noch ungwohnt ist; wie jedes Jahr. Vor drei Wochen hatte ich Geburtstag, mein Tag, den ich hier in vollen Zuegen genossen habe. Gemuetlich habe ich ausgeschlafen, in Ruhe mit Miriam geskypt; meine ganze Familie war am samstaeglichen Morgen geschaeftig ausgeflogen!<br />
Dann kam auch schon mein Papá heim, mit dessen Begleitung ich mich hingesetzt habe, und die Pakete aus Deutschland geoeffnet habe. Ganz euphorisch war ich, damit meine wahre Familie so viel mehr hier zu haben; habe genuesslich sicher zwei Stunden mit Geschenke oeffnen verbracht! Denn dann kam meine Mutter heim und gemeinsam haben wir das mitgeschickte Fotoalbum angeschaut.</p>
<p>Zu Mittag assen wir die von mir gewuenschten Maistaschen, dessen Geschmack mir dann aber doch von Guatemala her noch bekannt schien. Es war eines der ersten Male in diesem Sommer, dass wir draussen auf der Terrasse zu Mittag assen!</p>
<p>Am Nachmittag bin ich einkaufen gefahren mit meiner Mamá, um alles Noetige fuer den Abend zu besorgen. Ein Freund von mir hat ganz genau am selben Tag Geburtstag und schon Wochen vorher hatten wir ueberlegt, diesen Tag zusammen zu feiern! Zum Abendessen kam eine Freundin von mir, und wir haben die Geburtstagstorte probiert, eine recht besondere, traditionell-chilenische, die meine Mamá schon seit Tagen am Vorbereiten war.</p>
<p>Dann sind wir auch schon los und ich musste an das vergangene Jahr denken, meinen 16. Geburtstag, den ich so schoen verbracht habe, mit fast all meinen Freunden in Kassel.</p>
<p>Im Haus des Klassenkameradens haben wir noch die letzten Vorbereitungen getroffen, als dann schon die ersten eindrudelten. Und dann vergingen die Stunden wie im Fluge! Ich hatte ploetzlich alle die Menschen vereint, die mir hier wichtig sind, meinen Bruder, meine Freunde aus der Schule und den anderen, daenischen YFUler Svend.<br />
Ich genoss die Stunden in vollsten Zuegen, und hoffte, sie wuerden nie zu Ende gehen. Einen Tag wie diesen wuerde ich nur einmal erlebt haben.<br />
Da es keine Geburtstagsfeier ohne Torte geben kann, hatten wir fuer den Abend eine Schwarzwaelder ausgewaehlt. Die sollte auch hier nicht fehlen! Man merkt dann aber doch immer wieder, dass ich keine Chilenin bin; so war ich nach dem netten Geburtstagsstaendchen ganz und garnicht vorbereitet auf den &#8220;Tortazo&#8221;, der folgen sollte und fand mich danach mit der Torte im Gesicht wieder!<br />
Verrueckt, diese Chilenen. Gelacht habe ich aber, wie lange nicht mehr.</p>
<p>Es blieb dann noch eine Woche bis, die von allen langersehnte, Klassenfahrt nach Brasilien anstand! Es sprachen alle nur noch davon. Zu meinem Glueck blieb ausser mir auch mein wohl bester Freund hier, Matias, in Concepción, und so beganen wir Plaene zu schmieden, wie wir die Woche anders und trotzdem gut verbringen koennten. Die Einladung von Regine, die Patentante meiner Schwester, die etwas suedlich von hier lebt, stand schon lange aus und nach unkomplizierter Absprache, packten wir also unsere Rucksaecke, um das Wochenende auf dem Land zu verbringen!</p>
<p>Nach einigen Stunden Busfahrt also, fanden wir uns am Samstag in dem Dorf Carahue wieder, einer so ganz anderen Seite von Chile! Regine hiess uns willkommen und sofort ueberkamen mich Heimangefuehle, dank ihrem weichen, schwaebischen  Akzent, der sich auch in ihrem Spanisch wieder findet. Sogar Mati hat als Chilene den Unterschied zwischen unseren deutschen Akzenten bemerkt.</p>
<p>Mit Regine fuhren wir zu ihrem Stueck Land, sodass ich endlich den Ort kennenlerne, von dem mir schon so viel erzaehlt worden war.</p>
<p>Wir lernten ihre Soehne kennen und verbrachten den Nachmittag die Umgebung kennenlernend, mit den Tieren und Tischtennisspielend.</p>
<p>Regine zeigte uns ihr Zuhause, das fuer uns viele Erklaerungen und Beschreibungen erforderte, da es so eng mit der fuer uns fremde Mapuche-Kultur verknuepft ist. So lernten wir vieles; ich, die bisher nur das moderne chilenische Leben naeher kennengelernt hatte, als auch Mati, der damit neue Seiten seines Landes kennenlernte.</p>
<p>Nachdem wir am naechsten Morgen von den zwei Haehnen aus den Betten gerissen worden, fuhren wir mit den Jungs an einen besonders idyllischen Strand! Mit einer kleinen Faehre erreicht man die Halbinsel, die mit ihrer Einsamkeit und ihrer Weite aus Duenen verwunschen wirkt.</p>
<p>Der sonnige Nachmittag verging schnell, Regine und ich nutzten ihn, um uns so von der Seele zu reden, wie man es dann doch nur in deutsch kann.</p>
<p>Zurueck auf dem Hof nutzten wir die Zeit, die uns blieb, um die nahe Umgebung besser kennen zulernen, diese Ruhe des &#8220;ganz draussen&#8221;- seins in uns aufsaugend.</p>
<p>Wir knuepften Pulseras, waren Regine mit dem Entkernen von Erbsen behilflich, bis es am naechsten Nachmittag schon wieder hiess, die Heimreise anzutreten. Uns beiden fiel es dann schwer, in Temuco, wo wir auf einem Markt Halt machten, wieder in die Realitaet mit all den vielen Menschen zurueckzufinden.</p>
<p>Durch die besondere Auszeit, die wir uns in diesen paar Tagen auf dem Land gegoennt hatten, kam ich ganz weltfremd wieder in Conce an, das mich mit einem Strandtag und Weihnachtsvorbereitungen erwartete. Wenige Naechte schlief ich in meinem Bett, denn schon fuer den Donnerstag hatte mich meine Schwester nach Santiago eingeladen gehabt!</p>
<p>Am Morgen bin ich mit meinem Bruder in den Bus gestiegen und habe den ganzen Weg ueber aufgeregt und gespannt die Landshaft beobachtet, die ich auf meiner Hinfahrt nach Conce nur in der Nacht erlebt hatte. Verrueckt, wie sie sich wandelt und zum Norden hin immer trockener, fast wuestisch wird.<br />
Nach 6 Stunden kamen wir in Santiago an und mich hat schier der Schlag getroffen, als ich aus dem Bus gestiegen bin. Diese Hiiiiitze! Die jedoch im Dezember noch schoen fruehlingshaft ist&#8230;<br />
Auf dem Weg zur Wohnung meiner Schwester haben wir schon eine kleine Stadttour gemacht, die mir mehr Neugierde noch beschert hat, Santiago kennenzulernen!<br />
Von ihrer huebschen Wohnung aus sind wir gestartet um das Bellavista-Viertel kennen zu lernen; Ein sehr nettes Studenten- und Touristenviertel. Von dort aus ging es auf den Huegel San Cristobal, auf dessen Spitze stolz eine Maria-Statue drohnt. Von dort aus konnte man Santiago ueberblicken, auch wenn der Smog die fernere Umgebung vernebelt hat.<br />
Am naechsten Tag lernten wir das Zentrum kennen; sind von einem schoenen alten Viertel zum naechsten spaziert, haben die Moneda (Regierungs-Gebaeude) von aussen besichtigt und eine Ausstellung ueber den chilenischen Kuenstler Mata besucht. Haben viel gegessen; so mussten doch all die Hamburger ausprobiert werden, die es nur in Santiago gibt!<br />
An einem anderen Tag haben wir mit dem Auto die Stadtviertel besucht, die naeher an den Anden liegen und von der kleinen Prozentzahl steinreicher Chilenen bewohnt werden.</p>
<p>So verstrichen die Tage dieses sommerlichen Geschwister-Wochenendes! Wir haben die Zeit genossen, zu dritt; haben sie genutzt! Meine Geschwister haben mir soviel von Santiago gezeigt, wie man in der wenigen Zeit nur kennenlernen kann und ich bin ihnen sehr dankbar dafuer! Muede und mit vielen neugesammelten Eindruecken sind wir am Sonntag wieder heimgefahren. Es ist verrueckt, wie Santiago eine eigene kleine Welt ist. Diese komplett andere Mentalitaet, die dort herrscht, von der alle sagen, sie sei fast europaeisch und damit recht haben. Ein gaenzlich anderes Chile, als das, was ich von ausserhalb von Santiago kennengelernt habe.</p>
<p>Es brach dann die letzte Schulwoche an, in der wir von Tag zu Tag weniger Schueler im Klassenraum waren. In der wir die Tage Filme guckend, Karten spielend, Zeit vertroedelnd verbrachten, weil die Noten eigentlich schon laengst beschlossen waren und es nichts mehr zu tun gab. Ganz unwirklich ist das Halbjahr zu ende gegangen und als der letzte Gong ertoente wurde ich mir erst wirklich darueber klar; das war jetzt die erste Haelfte. Die Haelfte meiner chilenischen Schulzeit ist rum, und wenn die Zweite ebenso schnell vergehen wird &#8230; sollte ich schonmal meine Sachen packen!</p>
<p>Jetzt ist eine Ferienwoche um, dessen Tage ich genossen und ausgefuellt habe mit sozialem Leben. Strandtag mit meiner Familie, Tischtennis mit Freunden, Laguna.</p>
<p>Mit meinen Maedels bin ich zum Geschenke suchen losgezogen und um gelbe Unterhosen zu kaufen&#8230; Denn wer diese zu Silvester traegt, wird im neuen Jahr Glueck haben in der Liebe! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und so fehlt heute nur noch ein Tag bis zum grossen Fest. Meine Schwester ist gestern aus Santiago angekommen und ich bin nun mit den letzten Geschenkevorbereitungen beschaeftigt.</p>
<p>Etwas wie Weihnachtsstimmung herrscht hier jedoch nicht&#8230; Alle sind guter Dinge, es ist total schoen, dass Francisca da ist. Meine Mutter ist etwas gestresst, wegen all dem komplizierten Essen, das vorbereitet werden muss.<br />
Die Weihnachtslichter leuchten, doch nur spaet in der Nacht. Die Weihnachtsmaenner tun mir Leid in ihrer warmen Verkleidung und auch die Plaetzchen haben nichts Erfrischendes!</p>
<p>Es ist doch spuerbar, dass Weihnachten so, eine Erfindung fuer die Nordhalbkugel war.</p>
<p>Und deshalb fuer Euch: Froehliche, schnee-kalt, ofen-warme, kuschelig-glitzernde Weihnachtsfeiertage!</p>
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		<title>Fruehling</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 08:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[9. November Heute ist ein mueder, kalter und guter Tag. Es steht nun ein Lenguaje-Test an und diese Schulstunde moechte ich nutzen, um zu beginnen, Euch endlich mal wieder auf einen neueren Stand zu bringen. Es ist eine der wenigen Schulstunden, in denen ich mich dem noch widmen kann, wo ich mittlerweile am Unterricht weitestgehend <a href="http://blog.yfu.de/leoni/fruehling">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>9. November</strong></p>
<p>Heute ist ein mueder, kalter und guter Tag.</p>
<p>Es steht nun ein Lenguaje-Test an und diese Schulstunde moechte ich nutzen, um zu beginnen, Euch endlich mal wieder auf einen neueren Stand zu bringen. Es ist eine der wenigen Schulstunden, in denen ich mich dem noch widmen kann, wo ich mittlerweile am Unterricht weitestgehend teilnehme. Tatsaechlich faellt es mir kaum noch schwer, den Themen zu folgen, es sei den es handelt sich um Biologie oder Chemie, wo mir gefuehlt die komplette Basis fehlt und zudem das Fachvokabular. Generell werde ich aber haeufig noch von meiner Faulheit besiegt, wenn es darum geht, mich fuer einen Test vorzubereiten&#8230;</p>
<p>Die Wochen, in denen ich keinen Bericht veroeffentlicht habe, sind mir rasend schnell davon gerannt und es faellt mir jetzt schwer, mich dessen zu besinnen, was vorgefallen ist. Wie ich doch in jedem Bericht davon zu schreiben neige, dass die Zeit so schnell vergeht&#8230; Aber es ist wahr! Oft werde ich hier gefragt, wie viel Zeit ich schon hier bin, sodass ich immer am Mitrechnen bin, wie lange ich hier lebe. Neulich ist mir aber passiert, dass ich gefragt wurde, wie lange es noch hin ist, bis zu meiner Heimreise! Ich habe mich fast erschrocken vor der Frage, denn das erste Mal hiess es fuer mich, zu rechnen, wie viele Monate mir noch bleiben. Was erschreckend ist, wenn man doch bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht.</p>
<p>Ich glaube gerade deswegen neige ich manchmal dazu, mich unter Druck zu setzen, diese Zeit zu nutzen. Wo es doch letztendlich so wenig ist, ein Jahr, faellt es mir schwer, die ruhigen Tage, die es gluecklicherweise auch gibt, so zu geniessen, wie ich es in Deutschland getan haette. Schade eigentlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mittlerweile habe ich endlich das Gefuehl, meine Krankheit ueberdauert zu haben! Ich habe Antibiotika genommen und natuerliche Medizin von meiner Mutter und mein Kommunikationsorgan Lunge gehegt und gepflegt. Endlich leide ich jetzt nicht mehr unter diesem tiefen Husten und fuehle mich fitter!</p>
<p>Ende Oktober hatten wir wieder ein langes Wochenende mit Halloween-Party! Wie lange schon hatte ich mich nicht mehr fuer eine Verkleidungsparty ausgehfertig gemacht! Mit viel Vergnuegen habe ich also einen Abend als Hexen-Gespenst-Mischung verbracht!<br />
Das lange Wochenende ausnutzend haben meine Eltern, mein Bruder und ich am Montag darauf einen Ausflug ins Landesinnere unternommen, nach Quillon &amp; Chillan. Haben sehr lecker zu Mittag gegessen und ich habe gelernt, was die Temperaturunterschiede zwischen Kueste und Land bedeuten; Ein Stuendchen von Concepción entfernt haben wir einen Nachmittag im gefuehlten Hochsommer verbracht.</p>
<p>Von der Woche darauf blieben noch 3 Schultage, die vollens zufrieden vergingen. Das letzte Wochenende dann war endlich mal wieder meine Schwester aus Santiago zu Besuch, was ich sehr genossen habe. Mit ihr sind wir am Sonntag nach Laraquete gefahren, an den Strand und zum Mittagessen, wo ich einen so leckeren Fisch und Empanadas gegessen habe, wie lange nicht mehr!</p>
<p>Ich bin sehr zufrieden hier in Concepción zu leben. Es ist eine der grossen Staedte Chiles und hat so von allem was man braucht, ohne dass man verloren geht, wie ich es mir von Santiago vorstelle. Jetzt, wo es abends nicht mehr so frueh dunkel wird und ich mit meinem Spanisch ausreichend verstaendigen kann, habe ich begonnen mehr die oeffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Damit lernt es sich schnell, sich in der Stadt zu orientieren und auch im Zentrum finde ich mich mittlerweile richtig gut zurecht.</p>
<p>Der Fluss Biobio teilt Concepción in zwei Haelften. Am noerdlichen Ufer liegt die Innenstadt und dahinter, mehr Richtung Meer &#8220;Lomas&#8221; (Huegel), der Stadtteil, in dem ich lebe. Auf der anderen Seite des Flusses liegt San Pedro, ein sehr schoenes Stadtteil, in dem zwei Seen versteckt liegen, die teils privat, teils oeffentlcih zugaenglich sind. Von meiner Schule, die am Fluss liegt, aus blickt man direkt ueber den Fluss hinueber auf die Huegel von San Pedro.</p>
<p>Einen der Seen habe ich am vergangenen Samstag endlich kennen gelernt! Mit Matias, einem Freund und Klassenkameraden, habe ich den Fluss ueberquert und er hat mir dort alles gezeit, da er frueher auf dieser Seite des Flusses gelebt hat.</p>
<p>Am Montag hatte mein Bruder Geburtstag und bei dieser Gelegenheit habe ich endlich alle seine engeren Freunde kennengelernt. Den kleinen Prinzen habe ich ihm geschenkt, nachdem wir uns einmal darueber unterhalten hatten, und herausgekommen war, dass er die Geschichte nicht kennt! Was ich so nicht hinnehmen wollte.</p>
<p>Ich bin erst in der Nacht zum Schlafen gekommen, nachdem wir alle gemeinsam die Geburtstagstorte verspiessen hatten. Diesen Brauch mag ich furchbar gerne hier: Kein Geburtstag geht zu Ende, ohne die von der Mutter vorgefuehrte Torte, das gemeinsame Singen, die ausgeblasenen Kerzen und in Auftrag gegebenen Wuensche!</p>
<p><strong>15. November</strong></p>
<p>Dieses Wochenende habe ich eine kleine YFU-Reise gen Sueden unternommen! Wir waren eine Gruppe von sechs Austauschschuelern, die nicht allzu weitweg wohnen, und zwei weiteren Familien, die mit YFU zu tun haben. Wir besuchten Coñaripe, einen Ort der gebettet zwischen imponierenden Bergen und einem bezauberndschoenen See liegt. Dort bezogen wir fuer zwei Tage Huetten unsere gemeinsame Zeit genossen. Erstmal ist es mir schwergefallen, mit den Maedels deutsch zu reden, doch jetzt merke ich, dass es sich doch gravierender auf mein Spanisch ausgewirkt hatte, wie es ich am Wochenende noch eingeschaetzt hatte. So habe ich die ersten Male, in denen ich mit den deutschen Maedchen allein gequatscht habe, fast schon vom Spanischen ins Deutsche uebersetzen muessen, so gewoehnt war ich ans Spanische. Doch auf der Rueckreise und den Montagmorgen ueber habe ich richtig spueren koennen, wie ich wieder viel mehr auf Deutsch dachte und so habe ich mich waehrend der ganzen Woche ordentlich konzentrieren muessen, mich in einigermassen gutem Spanisch auszudruecken.</p>
<p>Und trotzdem habe ich es natuerlich genossen, mich beim Reden einfach mal zuruecklehnen zu koennen, die Worte fliessen zu lassen, waehrend der Unterhaltungen am Wochenende. Und auch in der groesseren Gruppe habe ich es toll gefunden, die Erfahrungen auszutauschen, den Geschichten der Anderen zu lauschen, die, entsprungen aus der gleichen Situation, doch so unterschiedlich sind!</p>
<p>Der Ort an dem wir die Tage verbracht haben ist wirklich umwerfend. Von unseren Huetten aus haben wir zwischen den Bergen den noch schneeweisen Vulkan betrachten koennen, der etwas aktiv ist. In der Nacht konnte man so sein Feuerchen sehen. Kaum 10 Minuten mit dem Auto kamen wir an den See, dem ich wegen meiner Lunge eigentlich widerstehen wolle. Die Sonne, das glitzernde Wasser haben uns dann aber doch fast alle verfuehrt und wir waren baden!</p>
<p>An diesem Wochenende habe ich auch endlich mal wieder Cueca getanzt! Das ich hatte ich schon ganz vermisst.</p>
<p>Hier rueckt jetzt der Sommer immer naeher, die Ferienplanungen konkretisieren sich langsam und man beginnt schon die Tage zu zaehlen! In der Schule stehen jetzt die letzen Arbeiten an, was heisst, dass die naechsten 5 Wochen wohl noch mal entspannter zugehen werden. <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mein Geburtstag steht nun aber zuerst vor der Tuer, den ich das erste Mal im Leben im Fruehling feiern werde! Ein Klassenkamerad hat am selben Tag Geburtstag und so feiern wir gemeinsam und haben schon mit den Vorbereitungen begonnen!</p>
<p>Nach Weihnachten werde ich mit meiner Familie nach La Serena fahren, was oberhalb von Santiago liegt! Damit werde ich etwas vom Norden Chiles kennen lernen, dessen Landschaften sicohl kaum mit dem vergleichen lassen, was ich bisher von Chiles Sueden kenne! Dieses Land ist wirklich beeindruckend mit seinen verschiedenen Gesichtern.</p>
<p>So, meine Lieben. Jetzt habe ich ganz kalte Finger bekommen, vom vielen Schreiben! Heute ist es hier ganz ungemuetlich kalt; in Concepción scheint es immer von Tag zu Tag zu wechseln, das ist verrueckt. Aber es ist tatsaechlich wahrscheinlich, dass morgen wieder strahlende Sonne scheint!</p>
<p>Also, fuehlt Euch ganz lieb gegruesst von mir im fernen Deutschland, ich hoffe es geht Euch gut! Das naechste Mal werd ich mich hoffentlich baelder wieder melden <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ,</p>
<p>Alles Liebe</p>
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		<title>Gute Zeiten, die zu schnell vergehen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 08:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag Heute ist ein Tag seliger Entspanntheit. Ich bin in einer unheimlich ruhigen, ausgeruhten Verfassung, der ich nachgehe und die ich geniesse. Was hier immer wieder meine Aufmerksamkeit weckt ist, dass ich staendig in unterschiedlichen Stimmungen wandele, die sich auf einer anderen Ebene als nur der meines Wohlergehens unterscheiden. Ich denke, ich kann das damit <a href="http://blog.yfu.de/leoni/gute-zeiten-die-zu-schnell-vergehen">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Sonntag</span></p>
<p>Heute ist ein Tag seliger Entspanntheit. Ich bin in einer unheimlich ruhigen, ausgeruhten Verfassung, der ich nachgehe und die ich geniesse.</p>
<p>Was hier immer wieder meine Aufmerksamkeit weckt ist, dass ich staendig in unterschiedlichen Stimmungen wandele, die sich auf einer anderen Ebene als nur der meines Wohlergehens unterscheiden. Ich denke, ich kann das damit erklaeren, dass ich in diesem neuem Umfeld hier, mich in staendiger Veraenderung befinde, sei es in der Beziehung mit meiner Familie oder mit meinen Freunden. So fuehle ich mich besonders dieses Wochenende so, als wuerde ich gerade einen neuen, weitausholenden Schritt nach vorne tun, mich auf einen neuen Punkt zubewegen, eine neue Stufe erklimmen, die mich meinen neuen Freunden naeher bringt. Damit ist fuer mich in diesen Tagen eine noch fremde Stimmung verbunden, die ich zwar geniesse, aber doch noch nicht so recht ergruenden kann. Teil dieser Stimmung ist aber auch eben diese Ruhe, von der ich zu Beginn geschrieben habe. Diese Ruhe, die dadurch geschaffen wird, dass ich mittlerweile in einem Haus lebe, in dem ich zuhause bin. Die mich hier daheim sein laesst, mich hier zuruecklehnen, entspannen, durchatmen laesst.</p>
<p>Warum ich mich meinen neuen Freunden gerade naeher fuehle, als je, kann ich nicht an besonderen Ereignissen fest machen. Und auch moechte ich damit nicht sagen, dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich unterschiedslos zu den Anderen Teil des Ganzens bin.</p>
<p>Natuerlich gibt es auch noch immer diese Situationen in der Schule, in denen ich mich unwohl fuehle. Es sind die Situationen, in denen wir in grosser Gruppe zusammensitzen und in denen es mir bedingt meiner Sprache und der Vorkenntisse so schwer faellt, mich einzubringen. Was mich aber so nervt, weil ich diese Rolle, des Maedchens, das eben dabei sitzt, fuer mich ganz und garnicht abkann! Dafuer kennt ihr mich wahrscheinlich gut genug.</p>
<p>Der Unterschied nun ist aber, dass ich die Gespraeche mittlerweile komplett nachvollziehen kann. Ich verstehe sogut wie alles und allein das macht mich manchmal so stolz und froh, dass ich mich um garnichts anderes mehr kuemmere! Da waeren wir wieder beim alten Thema: So haengt doch alles von der Einstellung ab. Vom Ausgangspunkt der Wahrnehmung.</p>
<p>Ein weiterer mittlerweile entstandener Unterschied, den ich unheimlich wertschaetze ist, dass ich hier meine Freunde habe, meine nahstehenden Personen, denen ich eben davon erzaehlen kann. Denen ich von den Freuden und Sorgen erzaehlen kann und mich damit bei ihnen in Vertrauen wissen kann.</p>
<p>Die letzten beiden Wochenenden habe ich wunderschoen verbracht. Das vergangene Wochenende war eines der langen Wochenenden des Oktobers. Hier werden die Feiertage, die unter der Woche anstehen, immer auf den Montag vorverlegt und somit viele verlaengerte Wochenende geschaffen.<br />
Mit meiner Familie habe ich einen langen Ausflug in Richtung Sueden unternommen. Wir haben den Vulkan Lonquimay besucht und viel der dortigen Umgebung gesehen! Waren im Schnee stapfen, sind auf die Anden hinaufgefahren, sodass nur noch ein Fusstritt gefehlt haette, das nachbarische Argentinien zu besuchen. Wir haben Stunden in einem Termalbad verbracht und vorallem Stunden geredet ueber Gott und die Welt. Oder bessergesagt Chile und die Welt! Ich lebe hier in einer  sehr weltoffenen und toleranten Familie. Das fuehrt dazu, dass ich mich nicht genieren muss, meine Meinung zu aeussern, zu erfragen was mich interessiert und macht moeglich, dass viele weiterbildende Gespraeche entstehen.</p>
<p>Mit meinem Bruder habe ich eine Vertrauensperson gefunden, mit der ich uebergluecklich bin, in einem Haus zu leben. In den wenigen Wochen und Monaten, die schon vergangen sind, haben wir eine Freundschaft aufgebaut, die mir sehr wichtig ist und die ich sehr schaetze.</p>
<p>Am Sonntag nach dem Schneeausflug habe ich mit Matias, einem Freund und Klassenkameraden, und seiner Familie einen Ausflug an den Strand unternommen. Auch wenn es fuer mich mittlerweile schon fast normal sein muesste, freue ich mich jedes Mal aufs Neue riesig, wenn ich dem Meer so nahe bin! Vor dem Ausflug war ich etwas aufgeregt, die Familie kennenzulernen, wo das hier doch so wichtig ist und mit jeden meiner naeheren Freunde immer nochmal eine andere Herausforderung bedeutet hat. Doch ich habe mich gut gemacht und mich  mit allen gut verstanden!</p>
<p>Die Woche, die mit einem Tag weniger doch um einiges kuerzer erschien, ging flott herum und wenn ich jetzt an sie zurueck denke, habe ich sie zufrieden und ohne grossen Aufruhr verbracht. Am Freitag war ich dem Geburtstag einer Klassenkameradin eingeladen, die hier fast um die Ecke wohnt. Was ich an diesem Abend so genossen habe war, dass ich mich endlich mal mehr unterhalten habe, mit meiner Sitznachberin der Schule. Immer ist sie mir gegenueber sehr hilfsbereit und fuer alle Fragen offen, und doch haben wir nie viel zu reden gehabt. Und das ist eine Angelegenheit, derbezueglich ich neige, mir Stress zu machen. Weil es so unangenehm ist, nach Gespraechsthemen zu suchen, und diese Situationen so oft entstehen, wenn man beisammen sitzt. Nun aber am Freitag haben wir fast den ganzen Abend zusammen verbracht, und ich habe mich unheimlich gefreut, sie besser kennen zu lernen! Wie es hier wohl garnicht so ungewoehnlich ist, stellte sie mir einen Freund vor, der mich gerne kennen lernen wolle, und so, schneller als gedacht, war ich wieder voll drinne, in dem Teenie-Leben, dem hier alle so leidenschaftlich nachgehen. So quatschte ich ein bisschen mit ihm, um danach bis aufs kleinste Detail von meinen Maedels auseinander genommen zu werden. Und nicht zu vergessen, dass auch am Folgetag nochmal jedes Wort genau interpretiert wurde! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Was mir hier so gefaellt ist, dass Freundschaften auf Haenden getragen, gehegt und gepflegt werden. So mangelt es nie an liebevollen SMSn, an einer kurzen Umarmung in der Schule, an den Worten, wie lieb man einen habe. Und alldas mit einer  solchen Ehrlichkeit, dass es mich immer wieder beruehrt. Darueberhinaus scheint es den Meisten sehr leicht zu fallen, darueber zu reden, was man fuehlt. So mag es vielleicht sein, dass in Deutschland eine direktere Art an Tag gelegt wird, die die Dinge auf den Punkt bringt, wie sie sind. Ja, tatsaechlich mag man hier vielleicht etwas mehr durch die Blume sprechen.  Doch trotzdem werden die wirklich wichtigen Dinge mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit uebermittelt. Wie beispielsweise mein Bruder, der mir einfach so, nachdem wir uns am Nachmittag etwas unterhalten haben, sagt, dass er es so moegen wuerde, mit mir Zeit zu verbringen, weil ich ihn meiner Froehlichkeit immer anstecken wuerde! Oder eine Dani, die mir vermittelt, dass sie nur zu gerne ihre Schwester mit mir teilen mag, wenn ich meine grosse Schwester mal zu sehr vermissen wuerde.</p>
<p>Das schaetze ich wirklich. Ich glaube, ich werde von hier mit einem viel romantischeren Touch nach Hause zurueckkehren.</p>
<p>Meine Mama ist ueber dieses Wochenende verreist, wodurch wir hier den Haushalt ganz selbststaendig schmeissen muessen! Woran ich merke, dass sie fehlt, ist an der Unordnung meines Zimmer, die ich jetzt sorgenlos auslebe, weil ich weiss, dass das wenn dann sie interessieren wuerde! Heute habe ich die Gelegenheit gleich am Schopf gepackt und endlich mal wieder gekocht! Ganz daheim gefuehlt hab ich mich mit meinem Lauchgemuese und damit aber auch die Maenner gluecklich gemacht <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jetzt geht wieder ein Wochenende vorueber, das wie an mir vorbeigerast ist. Es ist doch verrueckt, wie die Zeit verfliegt. Und mir ist es nicht moeglich, die Momente festzuhalten, die ich am meisten geniesse. Jetzt sind hier bald 3 Monate herum, immer weniger Zeit bleibt mir und immer mehr bin ich hier. Wie gerne wuerde ich manchmal das Vergehen der Zeit stoppen und in meiner Stimmung anhalten. Aber trotzdem merke ich auch, dass mir die schoenen Momente im Nachhinein viel mehr wiegen, dass ich aus ihnen mehr mitnehme!</p>
<p>Jetzt werde ich bald schlafen gehen, damit ich auch morgen gut in die neue Woche starte. Irgendwie ist hier jede Woche fuer mich mit einer neuen Etappe verbunden, finde ich manchmal. Sodass ich Sonntagabends immer recht erwartungsvoll bin, was mich erwartet! Die folgende Woche wird aber entspannter zugehen, weil ich keinerlei Sport machen darf. Der Arzt hat mich krankgeschrieben, weil ich mich seit Wochen mit schlimmen Husten rumplage und er ein Vorstadium einer Lungenentzuendung festgestellt hat! Ich fuehl mich aber nicht so krank.</p>
<p>Also, meine Lieben dadrueben. Ich hoffe es geht Euch gut, ihr geniesst den goldenen Herbst! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich schicke Euch die liebsten Fruehlingsgruesse aus der Ferne und lasst Euch druecken!</p>
<p>Eure Leo</p>
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		<title>Puro Chile</title>
		<link>http://blog.yfu.de/leoni/puro-chile</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 12:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standard]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag Das Wochenende des Nationalfeiertags Chiles ist nun vergangen; geblieben sind der volle Bauch und das Gefuehl, nie wieder im Leben Fleisch essen zu koennen. Heute ist Dienstag, wir alle sind zurueck in der Schule, voller Erzaehlungen des vergangenen Wochenendes. Was darin eine Rolle gespielt hat, laesst sich eigentlich in ein paar Worten zusammenfassen: Wir <a href="http://blog.yfu.de/leoni/puro-chile">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Dienstag</span></p>
<p>Das Wochenende des Nationalfeiertags Chiles ist nun vergangen; geblieben sind der volle Bauch und das Gefuehl, nie wieder im Leben Fleisch essen zu koennen. Heute ist Dienstag, wir alle sind zurueck in der Schule, voller Erzaehlungen des vergangenen Wochenendes. Was darin eine Rolle gespielt hat, laesst sich eigentlich in ein paar Worten zusammenfassen: Wir haben alle uebermaessig viel gegessen; Fleisch vom Grill, chile-typische Bratwurst, Empanadas und Fleischspiesse. Wir haben Drachensteigen gelassen und zu traditioneller Musik Cueca getanzt. Die Fahnen wurden gehisst und die Trachten herausgekramt. Die Autos wurden bepackt, um mit der Familie auf´s Land zu fahren.</p>
<p>Meine Familie hat sich Muehe gegeben, mich moeglichst viel der chilenischen Kultur des Septembers teilhaben zu lassen und vorallem war es auch wichtig, die wenige Zeit, die meine Schwester aus Santiago gekommen war, zu nutzen.</p>
<p>Schon am Freitag in der Schule fand kein regulaerer Unterricht mehr statt, er wurde ersetzt durch ganz unterschiedliche Unterhaltungsbeitraege verschiedener Kurse; eine traditionell-chilenische Oper, Neuinterpretation des Cueca, verschiedene Spiele in Kleingruppen. Diesen Schultag liesen wir ausklingen mit dem ersten &#8220;Asado&#8221; des Wochenendes; schon nach diesem Fleisch vom Grill war mein Beduerfnis danach gestillt.</p>
<p>Am Abend fand meine letzte Cueca-Stunde statt. In der Woche zuvor habe ich mit meinem Tanzpartner und seiner Mutter eine Stadttour unternommen, um uns die traditionelle Tracht zu besorgen. So erschienen wir an diesem Abend in voller Montur &amp; Frisur der chilenischen Landsleute und verbrachten ihn zelebrierend und Cueca-tanzend.</p>
<p>Mittlerweile ist mir Cueca wirklich ans Herz gewachsen und wenn nun das besagte Datum nicht schon vergangen waere, koennte ich mir gut vorstellen, sie weiter zu perfektionieren.</p>
<p>Den ganzen Samstag genoss ich nichts zu tun, zu lesesn, in der Sonne zu sitzen, die dieses Wochenende schon fast sommerlich schien, und zu entspannen. WIr assen die bekannten Empanadas meiner Mutter, von denen mir schon seit Wochen erzaehlt worden war.  Am Abend begleitete ich einen Freund und Klassenkameraden zum Asado im Haus seiner Freunde, was auf´s Neue hiess, einen Haufen neuer Leute kennen zu lernen.</p>
<p>Am Sonntag, dem besagten 18. schliesslich, veranstalteten wir einen Asado, den ich im Fazit als den Leckersten beurteilen wuerde, bei uns daheim, und ich lies mich mal im Detail darueber aufklaeren, was in Chile vor genau 201 Jahren vorsichgegangen war.</p>
<p>Ich lernte viel Geschichtliches an diesem Wochenende, wo das doch das Lieblingsthema meines Papás ist.</p>
<p>Am sonnigen Nachmittag stiegen wir ins Auto, engzusammengetraengt, die ganze Familie, um zur &#8220;Desembocadura&#8221; des Biobio´s  zu fahren. Der Ort, an dem der Fluss Biobio, der durch Concepción fliesst und von meiner Schule aus zu sehen ist, ins Meer muendet.</p>
<p>Wir gelangten garnicht erst bis zum Strand, weil die ganze Umgebung eng besiedelt war mit Tagesausflueglern, die ihren Grill ausgepackt und somit ihr Asado mobil gemacht hatten. Stattdessen fuhren wir auf den nahegelegenen Berg, um die Ausicht zu geniessen und dort oben unsere Drachen steigen zu lassen. Wie lange schon habe ich keinen Drachen mehr steigen gelassen! Ich war erinnert an herbstliche Doernbergausfluege und mit meinen Geschwistern hier genossen wir es wie eine Meditation.</p>
<p>Danach war geplant, eine Fonda zu besuchen, Treffpunkte, an denen in diesen Tagen getanzt, gesungen und getrunken wurde. Doch als wir schliesslich wieder im Auto sassen, ueberkam uns alle die Muedigkeit. Wir entschieden uns letztendlich dagegen, denn sowieso hatte meine Familie keine Begeisterung fuer diese Treffpunkte uebrig und der Besuch waere nur meines Kennenlernens wegen erfolgt.</p>
<p>Auf den naechsten Tag hatte ich mich schon seit Tagen gefreut, weil mich eine Freundin aus einer anderen Klasse eingeladen hatte, mit ihr und ihrer Familie auf´s Land zu fahren.</p>
<p>Vom &#8220;Land&#8221; redet man hier, wie von einer anderen Welt. Und tatsaechlich, der Unterschied, allein von der Bevoelkerung her, ist gravierend. Es gibt jedoch viele Familien der Stadt, die ein zweites Haus auf dem Land haben, in dem sie ihre Wochenenden verbringen.</p>
<p>Am Montagmorgen holte mich die Familie meiner Freundin Daniela ab. Sie hat eine grosse Schwester im Alter Alicias und schon gleich nachdem ich ins Auto gestiegen war, verfiel ich in Nostalgie, weil mich die beiden so an mich und meine Schwester erinnerten. Doch zugleich fuehrte das dazu, dass ich mich ganz schnell heimisch und wohl fuehlte, in der Familie.</p>
<p>Ich genoss es, aus der Stadt rauszukommen! Nach einem Zwischenstopp in einem etwas groesseren Dorf gelangten wir schliesslich nach Rere, wo ich Tanten und dem Onkel vorgestellt wurde. Wir machen uns gleich auf, auf einen Spaziergang einmal quer durch´s Dorf!</p>
<p>Ich genoss die Verruecktheit der Schwestern und fuehlte mich einfach wohl.</p>
<p>Wir kehrten zurueck, genau zur rechten Zeit, um mit den Vorbereitungen fuer den naechsten Asado zu beginnen. Ich frage mich, was sie hier machen, wenn es eine Ferienwoche zum 18. gibt. Wird jeden Tag gegrillt??</p>
<p>Mit dem schweren Fleisch im Bauch kletterte ich daraufhin mit den Maedels auf einen Berg, um unseren Drachen steigen zulassen. Die Stille, die an diesem Ort herrschte, saugte ich gierig in mir auf. Es kann so entspannend sein, auf einem Huegel zu stehen, dort wo der Hund begraben liegt, und einen steifen Nacken zu kriegen, vom staendigen Drachen-Lenken!</p>
<p>Um den groessten Heimkehrer-Stau zu vermeiden, brachen wir schon am fruehen Abend auf, und so reichte es grade noch, ein Weilchen den Frauen des Hauses bei ihren Strickarbeiten zuzusehen. Wahre Kuenstlerinnen!</p>
<p>Im Gesamten habe ich das Wochenende supergut verbracht! Mir gefiel die Stimmung, die allgemein herrschte. Das ganze Land war auf den Beinen, war guter Laune, hat gefeiert, zu Ehren &#8230; sich selber! Der Stolz war zu spueren, oder die Zufriedenheit?! Ich weiss nicht was es ist, dieses Gefuehl, diese Stimmung, die ich vom Patriotismus hier erlebt habe. In jedem Falle bewegend und ausgelassen und vereint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Donnerstag</span></p>
<p>Jetzt neigt sich schon die darauffolgende Woche dem Ende zu und mir fehlen die Kraefte. Ich habe die Tage mit einer Erkaeltung zu kaempfen und so mit den ersten staerkeren Rumoren des Heimwehs. Wenn ich es mir vor Augen fuehre, wird es mir so deutlich, was sich hier unterscheidet, zu dem, was ich in Deutschland habe. Mit meinen Freunden, mit meiner Familie. Mit dem vertrauten Umfeld, in dem ich leben kann, wie ich bin. Ja, wirklich, das tiefe Vertrauen, die Sicherheit, die Natuerlichkeit, die ersteres mitsichbringt. Das fehlt mir hier. Ja, es ist im Aufbau, es braucht Zeit, klar. Und ja, fuer meine zwei Monate habe ich mir schon ein Umfeld geschaffen, in dem ich mich wohl fuehlen kann. Das gilt es sich immer wieder vors Auge zu fuehren, und das ist nicht immer leicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Samstag</span></p>
<p>Jetzt lese ich, was ich vor zwei Tagen geschrieben habe, und fuehle mich wie in einer anderen Welt. Es haengt so unheimlich von der Einstellung ab, mit der man die Zeit hier verbringt.</p>
<p>So sehe ich heute all dies, was jetzt im Aufbau ist, all dies, was neu ist und noch nicht vertraut, als meine Chance. Als die Moeglichkeit, das Beste daraus zu machen. Als Herausforderung, kennenzulernen, was moeglich ist. Als Abenteuer! Und es sind die selben Dinge, die ich so sehe, wie die, die ich vorgestern mit mueden Augen gesehen habe. Mit Augen, die zurueckblickten, zu dem, was sie in Deutschland gelassen haben. Die sich nicht begeistern konnten, fuer diese Herausforderung, weil sie sich in der Geborgenheit, die sie von ihrer Heimat kennen, ausruhen wollten.</p>
<p>Ja, wenn ich es so schreibe, merke ich, dass es das im Grunde ist. Dass es im grobgefassten diese zwei Einstellungen gibt, mit denen ich hier mein Leben angehen kann. Und ich glaube, ich muss akzeptieren, dass es diese mueden Tage gibt. Und sind es zwei in zwei Monaten bin ich sehr zufrieden! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ui, jetzt hat sich dieser Artikel ueber die ganze vergangene Woche hingezogen und ich denke es ist an der Zeit, ihn mal zu Ende zu bringen. Ich hoffe, es war nicht verwirrend, dass ich in verschiedenen Etappen geschrieben habe, und wurde nicht langweilig.</p>
<p>Ich schicke die herzlichsten Gruesse in meine geliebte Heimat und hoffe ihr seid alle guten Gemuets! <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eure Leoni</p>
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		<title>Chilenisch</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist Sonntag und ein Tag voll von Nichtstun. Es heisst Ausruhen von der letzten Woche und fuer die naechste, die von wenig Schlaf gepraegt sein wird. Fuer die nachsten beiden Wochen habe ich mich ein einem Cueca-Kurs eingeschrieben (chilenischer Nationaltanz), um mich fuer den Nationalfeiertag vorzubeireiten. Zwei Wochen ist es noch hin bis zum <a href="http://blog.yfu.de/leoni/chilenisch">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sonntag und ein Tag voll von Nichtstun. Es heisst Ausruhen von der letzten Woche und fuer die naechste, die von wenig Schlaf gepraegt sein wird. Fuer die nachsten beiden Wochen habe ich mich ein einem Cueca-Kurs eingeschrieben (chilenischer Nationaltanz), um mich fuer den Nationalfeiertag vorzubeireiten. Zwei Wochen ist es noch hin bis zum 18. September und schon jetzt sieht man in allen Richtungen nur noch Blau, Weiss und Rot. Ich bin schon gespannt und etwas aufgeregt wie es sein wird, dieses Fest. Auf jeden Fall etwas ganz Fremdes.</p>
<p>Meine letzte Woche ist mit einer Entspanntheit vergangen, wie ich sie bisher noch nicht kannte. Ich schaffe es langsam, mich ab und an zurueckzulehnen, mich nicht staendig bemueht darauf zu konzentrieren, mich bestmoeglich zu integrieren. Ich weiss mittlerweile, dass ich von meinen Kameraden geschaetzt, gemocht werde, dass ich in absehbarer Zeit ein Teil von allen sein werde.</p>
<p>Langsam pendelt sich hier mein neuer Alltag ein, in dem ich am Wochenende bis nach Mittag schlafe, nie aufs Rad steige und mein Haar immer offen trage. Dinge, die ich mir Deutschland so nicht vorstellen koennte (nun gut, ersteres schon.. ). Hier aber bin Ich das. Im Allgemeinen spuere ich, sobald ich Kontakt zu Deutschland pflege, wie ich in ein eine andere Leoni schluepfe. Anderen Umgang habe mit meinen Maedels dort als mit meinen anderen Maedels hier. Ebenso merke ich auch an mir selbst, wie hier die Unterschiede zwischen weiblicher und maennlicher Rolle viel ausgepraegter sind, als wie ich sie von Deutschland kenne. In Deutschland war ich viel weniger darauf bedacht &#8220;fraulich&#8221; zu sein und ehe ich mich versah, benehme ich mich hier, wie alle Maedchen, sehr viel femininer.</p>
<p>Ich fuehl mich sehr wohl, als diese andere Leoni. Die Leoni ohne Zopf, die endlich den Bruder hat, den sie sich ein Stueck weit immer schon gewuenscht hatte.</p>
<p>In diesen Tagen (mittlerweile hat die Woche schon begonnen) fuehle ich mich sehr zufrieden. Angekommen und gluecklich. Ich bin viel geschaeftigt und freue mich gerade, einfach mal die deutsche Schreibhand fliessen zu lassen. Und gleichzeitig ist das, was mir gut tut: Beschaeftigt sein.</p>
<p>Ich habe hier wieder angefangen Volleyball zu spielen und hatte am Wochenende zwei Spiele. Gestern habe ich gelernt, den traditionellen Tanz Chiles zu Tanzen und hatte dabei sehr viel Spass. Gleich werde ich mich aufmachen, um meine erste Flamenco-Stunde mit maennlichem Lehrer zu absolvieren und bin schon recht gespannt.</p>
<p>Ich moechte meinen naechsten Artikel mit mehr Ausfuehrlichkeit schreiben und mir mehr Ruhe dafuer nehmen.</p>
<p>Fuers Erste sollt Ihr aber alle ganz lieb gegruesst sein von mir! Ich hoffe es geht Euch gut in Deutschland, das ich schon zu vermissen begonnen habe.</p>
<p>Alles alles Liebe von mir,</p>
<p>Leoni</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>unvorstellbar</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 07:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist das zur Realitaet geworden, was ich mir im Vorherein immer so wenig habe vorstellen koennen. Wie oft habe ich in Deutschland versucht, mir auszumalen, wie ein Alltag fuer mich in Chile aussehen wuerde. Viel habe ich mir erzaehlen lassen, vom hiesigen Leben, der Mentalitaet der Menschen und Chile ueberhaupt. Und doch hat meine <a href="http://blog.yfu.de/leoni/unvorstellbar">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist das zur Realitaet geworden, was ich mir im Vorherein immer so wenig habe vorstellen koennen. Wie oft habe ich in Deutschland versucht, mir auszumalen, wie ein Alltag fuer mich in Chile aussehen wuerde. Viel habe ich mir erzaehlen lassen, vom hiesigen Leben, der Mentalitaet der Menschen und Chile ueberhaupt. Und doch hat meine Vorstellungskraft nie ausgereicht, mich in dieses Leben hineinzufuehlen. Diese voellig andere, komplett fremde Umgebung, als die, an die ich durch mein ganzes Leben gewoehnt war, hat meine Fantasie nie fassen koennen. Und so bin ich im Unwissen aufgebrochen, wenn ich mich auch im  theoretischen Sinne weitestgehend vorbereitet hatte.</p>
<p>Nun ist hier meine vierte Schulwoche angelaufen und ist so ein Stueck weit zum neuen Alltag geworden. Ich habe eine zweite Familie, in deren Alltag, in deren Haushalt ich mich eingegliedert habe. In der Schule lerne ich meine Mitmenschen mit jedem Tag besser kennen, waehrend ich auf immer neue Namen, immer neue Gesichter treffe.<br />
Voll und auf  bin ich damit beschaeftigt, mich anzupassen, einzugliedern, mich zu gewoehnen.</p>
<p>Von Tag zu Tag begegnen mir mehr, erkenne ich neue Unterschiede, in der mir immer weniger fremden Kultur.</p>
<p>Und von Woche zu Woche geniesse ich das Schulleben mehr, da ich merkliche Fortschritte im Sprachgebrauch mache und mehr und mehr Teil der Klassengemeinschaft werde.</p>
<p>Was hier zunehmend waechst, ist mein Interesse fuer Geschichte. Sowohl die Geschichte unseres Volkes als vielmehr die des chilenischen. So ist mir beispielsweise passiert, dass mir im Gespraech mit zwei sehr gern gemochten Klassenkameraden von den Meinungsunterschieden der chilenischen Bevoelkerung bezueglich Pinochets erzaehlt wurde. Und eben diese Klassenkameraden berichten mir, dass sie die Aera Pinochets gutheissen, man muesse sich dochmal die wirtschaftliche Entwicklung des Landes auf Grund dessen anschauen. Auch mit meinen Gasteltern habe ich darueber gesprochen, und sie bestaetigten mir, dass tatsaechlich ein unheimlich grosser Bruchteil in diese Richtung denkt, wenn auch nicht sie. Ich denke, dass wir als Deutsche unheimlich sensibilisiert sind fuer geschichtliche Epochen wie die Pinochets und ich von daher aus Deutschland nur die strikt ablehnende Meinung kenne.</p>
<p>Auch die Konfrontation mit der deutschen Geschichte bleibt hier nicht aus. Mitschueler freuen sich, wenn sie ein deutsches Wort sagen koennen, sei es der Hitlergruss. Mir vergeht in diesen Situationen das Lachen und sie bringen mich dazu, mich damit auseinander zusetzen, was durch eine solche Konfrontation mit meiner Herkunft in mir vorgeht. Das ist ein so schoenes Beispiel dafuer, dass man oft erst aus der Ferne ueber etwas zu lernen beginnt, in dem man immer gelebt hat.</p>
<p>Ich bin grad jederzeit vollauf beschaeftigt und sehr gluecklich damit! Ich habe mich dem Volleyball-Team meiner Schule angeschlossen und spiele einmal die Woche Tischtennis nach der Schule. Ausserdem gehe ich zum lateinamerikanischen Tanzen, eine Gruppe mit supernetten Maedels. Beschaeftigt bin ich gerade noch damit, mir Flamenco-Unterricht zu organisieren, denn davon gibt es mehrere Angebote in meiner Stadt und dieser Tanz ist mittlerweile zu meiner Leidenschaft geworden!</p>
<p>Am Wochenende war ich mit meinen neuen sozialen Kontakten beschaeftigt, und bin auf zwei Geburstagen eingeladen gewesen. Eines der Dinge, an die es sich zu gewoehnen gilt, ist die Art, wie die Chilenen tanzen, die doch ganz anders ist, als die, die ich von Deutschland gewoehnt bin. Auch darin spiegelt sich wieder, wieviel naeher man sich hier doch ist, als im &#8220;kalten&#8221; Deutschland.</p>
<p>Am Freitag habe ich auch zum ersten Mal meine liebste neue Freundin Gabi mit nachhause gebracht. Es ist hier sehr wichtig, die Freunde den Eltern vorzustellen, sowie bei den anderen Eltern ein gutes Bild abzugeben. Es war superschoen, sie hier zu haben und ich war ganz stolz und auch aufgeregt. Zwei Tage spaeter dann war ich bei einer anderen Freundin Jenny zuhause, um ihr mit Englich behilflich zu sein, und habe wiedereinmal gespuert, was Familie hier fuer eine andere Rolle einnimmt. Den halben Nachmittag haben wir alle beisammen gesessen, bis wir uns irgendwann aufgerafft haben, Englisch  zu praktizieren, was hier so schlecht ist, dass ich im Kontrast sogar jetzt ein sehr gutes Englisch spreche, auch wenn ich das Gefuehl habe, durch das Spanisch meine anderen Sprachkenntisse zu verlieren.</p>
<p>Zudem habe ich Ende letzter Woche begonnen, die simplen Dinge, die mir bewusst durch den Kopf gehen, auf Spanisch zu denken zu versuchen. Dadurch bin ich auch fuer mich staendig mit meinem Woerterbuch beschaeftigt, komme aber garnicht mehr aus dem Spanisch raus! Es klappt super und die Fortschritte, die ich mache, machen mich beizeiten stolz!</p>
<p>Als Jugendlicher freut man sich hier auf die Schule und auch ich habe sehr grossen Spass daran, abgesehen vom fruehen Aufstehen. Wenn ich motiviert bin, verstehe ich den Unterricht sehr gut, doch bisher habe ich mich erst in wenigen Faechern dazu aufraffen koennen. Am meisten zu schaffen machen mir da die Namen, denn durch die vielen ausserschulischen Aktivitaeten, die ich ausprobiert habe, habe ich sehr viele Leute kennengelernt, kann aber einfach keinen neuen Namen mehr in meinem Kopfe aufnehmen!</p>
<p>Am Wochenende wird hier ein grosses Familienfest stattfinden, weil meine Gastmama Geburtstag feiert. Noch mehr Namen! Aber vielleicht reichen da, wie auch in der Schule fuer alle Lehrer, Onkel und Tante. Ich freu mich sehr darauf, die Familie kennenzulernen und vorallem auch, dass meine Schwester wieder aus Santiago zu Besuch kommt! Darueberhinaus auch auf das Essen, mit dessen Vorbereitung meine Gastmama schon jetzt staendig beschaeftigt ist.. Auch wenn ich schon ohne Fest in meinem heute einmonatigen Aufenthalt in dieser Familie noch keine zwei Male dasselbe zu Mittag gegessen habe&#8230; Meine Mama ist wirklich eine Goettin in der Kueche!<br />
Auch ich habe am Samstag mal meine Backkuenste erprobt und mit dem Brotrezept meiner echten Mama meine ganze Familie hier begeistert!</p>
<p>Fuer heute will ich meinen Bericht zu Ende bringen; Es ist immer dasselbe, beginn ich einmal zu schreiben, kann ich so schnell nicht mehr aufhoeren. Es ist schoen, hier habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mit meinen Erfahrungen Buch zufuehren; wodurch ich mein deutsch nicht verlerne und sich immer wieder alles ordnen laesst.</p>
<p>Ich hoffe es geht Euch allen gut, und ihr geniesst den wohl gerade so warmen Sommer! Frueh genug werde ich Euch von dem Fruehling hier erzaehlen, waehrend ihr friert, wie ich gerade <img src='http://blog.yfu.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Also, ganz viele und liebe und herzliche Gruesse ueber den Pazifik,<br />
Alles Liebe,<br />
Leoni</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Spanisch, spanisch, spanisch</title>
		<link>http://blog.yfu.de/leoni/spanisch-spanisch-spanisch</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 08:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>leoni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standard]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit meinem letzten Eintrag ist eine gefuehlte Ewigkeit vergangen und ich moechte versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren. Am vorletzten Wochenende, vor 15 Tagen, wurden ich und ein daenischer Austauschschueler, der auch in Concepción wohnt, von YFU in Santiago in den Bus gesetzt. Pochenden Herzens verflogen schliesslich auch jene letzten Stunden, die noch fehlten, bis zu <a href="http://blog.yfu.de/leoni/spanisch-spanisch-spanisch">Mehr >></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit meinem letzten Eintrag ist eine gefuehlte Ewigkeit vergangen und ich moechte versuchen, das Geschehene zu rekonstruieren.</p>
<p>Am vorletzten Wochenende, vor 15 Tagen, wurden ich und ein daenischer Austauschschueler, der auch in Concepción wohnt, von YFU in Santiago in den Bus gesetzt. Pochenden Herzens verflogen schliesslich auch jene letzten Stunden, die noch fehlten, bis zu diesem grossen und bedeutungsschweren Kennenlernen. Endlich, mit vor Freude zittrigen Haenden, stiegen wir aus, in der Hoffnung, in der Dunkelheit die richtige Station ausgemacht zu haben.</p>
<p>Meine Gastmama, die ich nur von zwei Fotos kannte, erkannte ich erst auf den zweiten Blick. Lachend und mit offenen Armen kamen sie auf mich zugelaufen, meine chilenischen Eltern, und hiessen mich willkommen. Mein kleines bisschen Spanisch, das ich mir im Vornherein angeeignet hatte, war fuer die erste Zeit wie weggeblasen, so dass Gestik und Mimik, meine mittlerweile unverzichtbaren Kommunikationsermoeglicher, schon von Anfang an gefragt waren.</p>
<p>Der erste Abend und der darauffolgende Tag vergingen wie im Fluge. Stolz wurde ich im Haus herumgefuehrt und mit dem Auto fuhren wir an das Meer, was hier gleich um die Ecke liegt (von meinem Zimmer aus kann ich es sehen!). Meine Gastmama verwoehnte mcih Tag fuer Tag mit koestlichen Mahlzeiten und hat mich in alles eingefuehrt, was ich als Mitglied des Haushaltes wisen muss.<br />
Mit ihr machte ich mich am Montag auf, um meine Schuluniform zu besorgen und langwierige buerokratische Angelegenheiten in Angriff zu nehmen, was ich beides noch ueber die naechsten Tage ziehen sollte.</p>
<p>Zur Mitte der Woche lernte ich meine Gastschwester kennen, die in der Hauptstadt lebt und uns fuer ein paar Tage zu besuchen kam. Sie habe ich sofort ins Herz geschlossen und wir waren uns gleich sehr nah, auch wenn ich mit ihr ausschliesslich auf Spanisch kommunizieren kann. Mit ihr verflog auch der Rest der Woche, in der ich mehr von der Umgebung kennen lernte und erste kleine Erdbeben erlebte (mittlerweile waren es 3). Sehr schnell habe ich mich in meinem neuen Zuhause eingelebt, mein Gehoer fuers Spanische verfeinert und es mir eifrig ermoeglicht, mich ein kleinwenig ausdruecken zu koennen.</p>
<p>Ich bin gluecklich, bei einer herzlichen und fuersorglichen Gastmutter gelandet zu sein und bei einem Gastpapa, der gerne viel erzaehlt und dessen Geschichten es mir gefaellt zu lauschen.</p>
<p>Eine Woche nach meiner Ankunft, kehrte mein grosser Gastbruder von seiner Universitaets-Reise heim und eroberte mein Geschwisterherz im Sturme. Er kuemmert sich mit voller Inbrunst um mich und ist sehr interessiert in meinem Wohlergehen!</p>
<p>Und nun stand auch schon mein erster Schultag vor der Tuer. Ich war mindestens so aufgeregt wie eine Woche zuvor, als ich vollstaendig eingekleidet in meiner grau-blauen Schuluniform zwischen meinen Gasteltern auf das Schulgebaeude zuschritt, was ich im naechstem Jahr taeglich aufsuchen werde.</p>
<p>Wir fuehrten ein langwieriges und fuer mich langweiliges Gespraech mit dem Rektor, bis ich mich von meinem Gasteltern verabschiedete und endlich zu meiner Klasse gefuehrt wurde.</p>
<p>Man freute sich unheimlich ueber mein Erscheinen, alle kappelten sich, neben wem ich nun sitzen wuerde, bis ich bei den Maedels landete, in der Mitte des Klassenraumes. Den Schultag und auch die darauffolgenden Tage war ich stehts umringt von Mitschuelern, die etwas ueber mich erfahren wollten. Von Anfang an brachten mir meine Kameraden aufrichtiges Interesse und Offenherzigkeit entgegen. Und dieses Interesse hielt die naechsten Tage bestaendig an, in denen ich mich bemuehte, mein Spanisch zu verbessern, mich zu integrieren und der Aufmerksamkeit gerecht zu werden. Ich wurde von meinen Mitschuelerinnen herumgefuehrt auf dem grossraeumigen Schulgelaende und sie standen mir bei allen Fragen und Zweifeln zur Seite. Ich bin ganz angetan, von dieser Herzlichkeit, die sie mir alle entgegenbringen und sehr dankbar!</p>
<p>Schon am ersten Tag ist mir die Unterschiedlichkeit zur Schule in Deutschland ins Auge gesprungen. Selbst in Kassel bin ich auf einer Schule mit sehr lockerer Unterrichtsgestaltung und viel Freiheiten, doch der chilenische Unterricht hebt sich in seiner Undiszipliniertheit noch einmal deutlich ab. Mit der Englischlehrerin empfand ich in meiner zweiten Schulstunde noch Mitleid, weil ihr so gut wie keine Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde und die Schueler mit allen erdenklichen anderen Dingen beschaeftigt waren. Aber an diese Unterrichtshaltung gewoehnte ich mich geschwind! Fuer mich als Austauschschueler ist diese Art von Schule perfekt, da es die Kommunikation untereinander viel presenter ist, als der Lernstoff, von dem ich wenig bis garnichts verstehe. So fand ich schon in den ersten Tagen Freunde!</p>
<p>Gegen Mitte der Woche wurde ich zu einem Geburtstag eingeladen und machte eine Shopping-Tour mit zwei Klassenkameradinnen, was mir beides unheimlich gefiel! Die Gemeinschaft, die meine Klasse verbindet gleicht einem grossen und engem Freudeskreis, in dem ich mich gleich eingebunden gefuehlt habe.</p>
<p>Was mir hier besonders gefaellt, ist die Zaertlichkeit und Herzlichkeit untereinander. Man begruesst jeden mit Wangenkuesschen, was auch unter den Jungs voellig legitim ist. Jeder ist einander sehr nah, so dass ich schon mehrmals Junge und Maedchen fuer Liebespaare gehalten habe, die es garnicht waren.</p>
<p>Mein Spanisch treibt mich phasenweise zur Weissglut. Ich hasse es, mich so wenig ausdruecken zu koennen! Soviel zu schweigen, so viel davon abhaengig zu sein, dass Andere mich integrieren, weil es mit meinen Worten so schwer ist, an Gespraechen teilzuhaben. Doch gerade das ist der groesste Ansporn fuer mich zu lernen, lernen, lernen! Gestern habe ich mich mit meinem Gastvater hingesetzt und Vokabeln gelernt und in der vorherigen Woche haben wir in der Schule eine ellenlange Liste angelegt nur mit &#8220;chilenischer&#8221; Sprache. Vieles ist hier sehr eigen, sodass ich mit meinem Woerterbuch, dass ich immer und ueberall dabei habe, nicht weit komme.</p>
<p>Morgen geht die Schule wieder los, nach einem entspannten Wochenende mit viel Schlaf. Es gibt viel Angebote der Schule, die nach der Schulzeit stattfinden, und in die ich naechste Woche hineinschnuppern werde. Wieso nicht mal Karate ausprobieren? Oder Gimnasia Ritmica? Ich werde berichten, fuer was ich mich tatsaechlich entscheide, aber wo ich schonmal hier bin, wo alles anders ist, ist auch Zeit fuer andere Freizeitgestaltung!</p>
<p>Also bis hierhin heute von mir. Ich schicke ganz viele liebe winterliche Gruesse nach Deutschland und hoffe Euch geht es gut!</p>
<p>Alles Liebe,</p>
<p>Leoni</p>
<p>&nbsp;</p>
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