Ich weiß, es ist schon lange Zeit her, dass ich mich hier mal gemeldet habe und das hatte auch einen Grund. Wie in jedem Austauschjahr läuft bei mir natürlich auch nicht alles immer rund und es treten hier und da kleine aber auch größere Probleme auf, aber darauf komme ich dann noch später zu sprechen…
Erst einmal habe ich euch noch gar nicht über die Weihnachtszeit hier in Südafrika erzählt. Adventskalender, Adventskranz und Nikolaus sind hier Fremdwörter und auf meine Versuche, es zu erklären, dachten wahrscheinlich die meisten, dass die Deutschen total gestört sind :D. Dadurch, dass hier im Dezember natürlich Hochsommer ist, hat man ehrlich auch gar nicht das Gefühl, dass es auf Weihnachten zu geht. Es gibt zwar hier und da in größeren Städten Weihnachtsmärkte, welche aber eher wie ein normaler Wochenmarkt aufgebaut sind und in einem Gebäude stattfinden. Weihnachten haben wir dann mehr im Pool als irgendwo anders gefeiert, da es zu warm war und die Bescherung fand auch draußen statt.
Am 28.12. ging es dann auch noch in den Sommerurlaub über Silvester in die Nähe von Durban, wo es super Möglichkeiten gibt, in das wunderschöne und warme Meer zu gehen. Silvester und Neujahr war eher unspektakulär; der Großteil der Familie ging um 22 Uhr schlafen so dass wir Jugendlichen im Garten nur darauf warteten, dass es 24 Uhr wird und dann auch schlafen gegangen sind. Anfang Januar ging es dann auch wieder zurück nach Hause und das Spiel nahm seinen Lauf. Auf Grund von Stress und Problemen auf die ich (noch nicht) näher eingehen möchte, wurde ich Ende Januar, nach der Midyearorientation in eine temporäre Familie in Pretoria geschickt. Pretoria… Schock für mich, da es knappe 4 Stunden von meinem alten zu Hause mit dem Bus ist und ich nicht einfach mal schnell meine Freunde besuchen kann.
Nach den 3 Wochen in der super lieben Familie mit zwei Kleinkindern ging es dann auf den kulturellen Austausch, in dem 22 weitere Austauschschüler/innen und ich für 2 Wochen in einem ländlichen Gebiet nahe der Swasiland Grenze wohnten. Diese Erfahrung war für mich mehr als einmalig und ich bin echt froh, dass ich so mutig war und es mitgemacht habe. Unser Haus sah folgendermaßen aus: Zwei Schlafzimmer, drei Betten und 5 Personen; kein Badezimmer, das wurde durch ein Plumpsklo ersetzt. Ein Raum wo Teller und Tassen gelagert wurden und eine Hütte in der über dem Feuer gekocht wurde. Als „Weiße“ war ich die Sensation im Dorf und jeden Tag kamen unzählige Leute (hauptsächlich Männer) auf mich zu und fragten ob ich sie heiraten will oder seine Freundin sein möchte. Auf Grund dieser „Sensation“ bevorzugte ich es nur mit meiner Gastschwester rumzulaufen, da es dann manchmal doch etwas zu viel wurde, unter anderem, da die meisten kein sehr gutes Englisch sprechen konnten und auch nicht immer verstanden, was ich ihnen sagen wollte. Insgesamt waren die zwei Wochen aber ein unglaubliches Erlebnis, was ich niemals vergessen werde! Während dieser zwei Wochen hatten einige Austauschschüler und ich die Möglichkeit über eine der Schulen günstiger in den Krüger National Park zu kommen und so verbrachten wir einen der Tage in der Natur.
Kurz vor dem Ende des kulturellen Austauschs bekam ich dann die Nachricht, dass ich für den Rest der Zeit nach Johannesburg ziehe. Jetzt lebe ich also seit einem knappen Monat in Bryanston, Johannesburg und gehe mit meinen Geschwistern (Schwester-15; Bruder-18) auf eine englische Highschool, was echt schön ist, da es mir erlaubt, während der Schulzeit mein Englisch zu verbessern und zu Hause mein Afrikaans. Nach zwei Wochen in meiner neuen Familie ging es dann auch schon auf ein Wochenendtrip in die Nähe von dem Drakensberg, wo es wunderschöne Natur zu sehen gab.
Jetzt sind auch schon meine letzten Ferien vorbei, wo ich eine Woche nochmal mit meiner Gastschwester, einer Freundin und ihrer Familie nach Durban gefahren bin und mit meiner Familie nach Dikhololo und Sun City.
Anfang Mai geht es dann für mich und einige Austauschschüler noch auf eine Krügerparktour (diesmal nicht für einen Tag) und dann ist das Jahr auch schon so gut wie vorüber. Ich muss sagen, die Zeit verfliegt echt unglaublich schnell und ich kann es gar nicht glauben, dass diese Erfahrung schon so bald zu Ende sein wird.
Ab jetzt werde ich mich sicherlich wieder mehr melden und euch dann über meine weiteren Reisen, und die letzten Wochen berichten!

Urlaub, Hochzeit, Krankheit?!

Da bin ich auch mal wieder…
Ich weiß… mein letzter Beitrag ist schon lange her und letztes Mal habe ich noch über die Capetour mit der Schule berichtet… und jetzt werde ich euch schon wieder was von der Capetour berichten, aber von der mit yfu!

Bevor ich aber von der Tour berichte… Ich habe auch noch vieles anderes erlebt. Ich war so wohl auf einer Beerdigung, als auch auf einer Hochzeit; auf einem Weihnachtsmarkt und ich musste zur Vorbeuge gegen eine tödliche Krankheit eine Tablette nehmen.

Aber jetzt fang ich erstmal an. Eine Beerdigung ist total anders als in Deutschland. Meine Familie war zwar wie für mich gewöhnt in schwarz gekleidet, der Rest der Trauergemeinde aber dagegen in allen Farben. Außerdem wurden während des Gottesdienst Fotos gemacht, es lief Popmusik und auch ganz ungewöhnlich für mich war, dass der Sarg mit der engsten Familie in die Kirche und wieder raus getragen wurde. Der Abschied vom Toten fand ebenfalls draußen vor dem Leichenwagen statt.
Jetzt aber mal zu einem schönen Erlebnis. Ich hatte das Glück auch eine Hochzeit miterleben zu können. Es war zwar nur eine kleine Feier aber trotzdem echt schön. Der Gottesdienst war sehr laut und im Grunde genommen hat der Pastor fast die ganze Zeit sehr laut seinen Emotionen freien Lauf gelassen; nennen wir das mal so 😀 nachher ging es dann noch für viele Fotos und ein großes Essen in ein kleines Restaurant und nachher wurde noch ein wenig getanzt.
Jetzt komm ich mal auf das mysteriöse Medikament zu sprechen. Ich hatte in meiner Examenklasse einen Jungen der eine ansteckende Krankheit hat, die tödlich enden kann. Da wir die Examen ja im Rahmen von Parlament schreiben, wollten sie also vorbeugen und gaben meiner ganzen Examenklasse ein Medikament, dass wir vor ein paar Lehrern und Krankenschwestern nehmen mussten. Ich habe immer noch nicht rausgefunden, was genau der Junge hat, aber meine Gasteltern wurden auch informiert was für Symptome auftreten sollten, von daher mache ich mir da mal keine Sorgen.
Und dann war ich ja auch noch auf dem Weihnachtsmarkt, der auch ganz anders ist als Deutschland. Erstmal gibt es nur ganz wenige und man bezahlt Eintritt und dann ist es auch eher aufgebaut wie ein großer Shop mit vielem kleinem Krimskrams.
Jetzt aber mal noch kurz zur Capetour. Im Gegensatz zu der letzten Capetour konnte ich dieses Mal auch die Gegend Tsitsikammas erleben, was ein richtig schönes Erlebnis in der Natur war! In Kapstadt selbst waren es eigentlich die selben Attraktionen wie letztes Mal, aber trotzdem nochmal ein total schönes Erlebnis. Einen ausführlichen Bericht über die Capetour mit ganz vielen Bildern findet ihr auch auf meinem privaten Blog☺️

Mein privater Blog

Urlaub, Geburtstag und vieles mehr

Die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin tatsächlich schon 2,5 Monate in Südafrika und kann es gar nicht glauben! Da ich aber eigentlich die ganze Zeit unterwegs bin, habe ich nicht so viel Zeit zum Schreiben… Aber jetzt klappt es mal wieder!

Wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, ging es für mich in den Frühlingsferien mit einer Schulgruppe nach Kapstadt und dieser Urlaub war einfach unglaublich! Ich hatte die Möglichkeit die größten Attraktionen Kapstadts zu sehen und vor allem eine komplett andere Seite Südafrikas kennen zu lernen! Echt verrückt wie unterschiedlich Regionen innerhalb eines Landes sein können…

Zu meinem Glück konnte ich sogar meinen Geburtstag in Kapstadt feiern und war so mit auch mit ganz vielen Freunden zusammen, welche mir einen wunderschönen Geburtstag machten!

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Nach dem Urlaub ging es dann auch schon wieder zur Schule, aber nach 3 Wochen fing dann auch schon die Blockphase an, das heißt,  man braucht nur noch zur Schule kommen, wenn man ein Examen schreibt und den Rest des Tages kann man zum Lernen (oder einfach zum Entspannen) nutzen. Am letzten Wochenende vor den anstehenden Examen gab es dann noch eine riesen Überraschung für mich, denn meine Gastfamilie und eine gute Freundin hatten eine Surpriseparty für mich organisiert! So feierte ich dann doch noch meinen 16 Geburtstag mit ganz vielen Freunden und es war das erste Mal dass es so warm bei meiner Geburtstagsfeier war (40°C), dass wir mehr im Pool als draußen gefeiert haben!

Außerdem hatte ich noch das Glück, mit meiner Familie in einen kleinen Safaripark in der Nähe fahren zu können und die ersten wilden Tiere hier zu sehen!

In drei Wochen, wenn die Examen vorbei sind, stehen dann auch schon die großen Sommerferien an und ich habe Dank meiner Eltern und Gasteltern das Glück, gleich zweimal in den Urlaub fahren zu können! Mit YFU nach Kapstadt und mit meiner Gastfamilie in die Nähe von Durban an den Strand!

Aber davor berichte ich bestimmt noch, wie es in Kapstadt war und vor allem, wie Weihnachten und die komplette Weihnachtszeit hier bei der Hitze abläuft!

1 Monat

Wie schnell die Zeit vergeht… 1 Monat ist rum und damit auch schon 1/10 meines Jahres… Das ist echt  verrückt.

Aber dieser Monat war auch einer meiner schönsten, die ich je hatte! Ich habe so viele nette Menschen kennengelernt, mittlerweile auch schon einige Freundschaften geschlossen, mich richtig gut eingelebt und bin schon mitten im Alltag eines Südafrikaners angekommen! In der Schule falle ich auch nicht mehr so sehr auf, außer wenn ich mal wieder auf zu schnellem Afrikaans angesprochen werde und ich nur sagen kann: “Sorry, I am English!”.

Apropros Sprache… Ich versuche viel zu lernen und verstehen tue ich auch schon realtiv viel, aber sprechen klappt noch nicht so gut, weil mir nicht immer sofort die Wörter einfallen, aber ich denke mit der Zeit wird das auch noch kommen!

Die Tests und Projekte versuche ich auch weitesgehend mitzuschreiben und -machen, so weit die Lehrer mich nicht vergessen haben und kein Testblatt für mich über ist…

Neben der Schule durfte ich schon den normalen Gottesdienst kennenlernen, der für mich gar nicht so normal ist, ich war auf einer Löwenfarm (Ich durfte sogar ein Löwenbaby auf dem Arm halten) einer Kuhfarm und auch schon bei einer Modenschau. Außerdem gehe ich eigentlich jeden Tag nach der Schule entweder zum Hockeytraining oder mit meiner Schwester und einer Freundin ins Fitnessstudio.

Bei so viel Programm bleibt wenig Zeit zum Schreiben und vor allem für Heimweh, das ich zum Glück noch nicht hatte!

Bald geht es auch schon wieder auf in das nächste Abenteuer, denn ich habe das Glück, mit meiner Familie und einer Schulgruppe für ein paar Tage nach Kapstadt fahren zu können!

Darüber werde ich dann aber sicherlich auch in meinem nächsten Beitrag berichten!

Schon 2,5 Wochen

Jetzt bin ich schon fast 3 Wochen hier und kann es immer noch nicht fassen, dass ich in Südafrika bin… Ich habe schon so viel erlebt, da bleibt gar keine Zeit sich über irgendwas Gedanken zu machen oder gar Heimweh zu bekommen.

Ich bin in einer super lieben Familie gelandet und ich fühle mich hier schon richtig wohl und zu Hause. Da die Schule komplett auf Afrikaans läuft, verstehe ich nicht sehr viel im Moment, aber es wird besser und die ersten Tests sind schon geschrieben. Neben der Schule spiele ich hier, genau wie in Deutschland zwei mal die Woche Hockey, wo ich auch schon bereits einige Freundschaften geschlossen habe.

An das Essen hier muss ich mich zwar noch etwas gewöhnen, aber wirklich alles, was ich bisher probiert habe (und das war viel!) war super lecker, auch wenn ich es vorher nicht kannte und auch noch nie was davon gehört hatte.

Am Wochenende war dann auch schon die Post Arrival Orientation in Pretoria, wo ich alle anderen Exchangestudents aus der ganzen Welt getroffen habe, die mit YFU in Südafrika sind. Das war wirklich schön, denn so konnte man sich schon mal über die ersten Eindrücke austauschen und man hat sofort gemerkt, wie vielseitig Südafrika ist, denn jeder lebt in einer anderen Kultur und spricht auch eine andere Sprache.

Da wir jetzt Anfang September haben und so mit der Frühling angefangen hat, wird in der Schule ab dieser Woche schon die Sommeruniform getragen, was für mich ganz schön komisch ist, denn wann trägt man mal in Deutschland im September ein Kleid? Aber generell finde ich das Tragen der Schuluniform sehr schön, denn man wird sofort in die Gruppe integriert, und nach ein paar Tagen wird man auch nicht mehr als Austauschschüler angesehen, sondern als ganz normaler Schüler. Auch bleiben die Diskussionen über Mode aus, außer vielleicht über die Tatsache, wann man anfängt die Sommeruniform zu tragen, da man diese bereits zwei Wochen vor Frühlingsanfang tragen darf.

Da bald der nächste Test auf Afrikaans ansteht werde ich versuchen, noch so viel zu lernen, wie es geht und es mal wieder einfach ausprobieren, denn das ist der beste Weg um es zu lernen!