Dia dhuit oder Hallo

Hast du schonmal davon geträumt in einem andern Land zu leben und was ganz neues kennenzulernen? Ich träume schon ziemlich lange davon und in ein bisschen mehr als 5 Wochen wird mein Traum in Erfüllung gehen

Ich bin Franziska, zeichne für mein Leben gerne, würde gerne Klavier spielen können, liebe es Kinos und Museen zu besuchen und ich bin unglaublich aufgeregt auf mein Auslandsjahr in Irland, um genau zu sein in Dublin. Es wird das größte Abenteuer, das ich bis jetzt erlebt habe und das wahrscheinlich aufregendste Jahr meines bisherigen Lebens.

In Dublin werde ich mit meiner Gastmutter, Adrienne und meiner französischen Gastschwester, Julie in einer Doppelhaushälfte am Rande der irischen Hauptstadt wohnen.

Aber wieso eigentlich Irland?

Eine schwierige Frage! Ich denke erstmal beginnt alles mit verschiedenen Klischees, die man so im Kopf hat, wenn man über ein Austauschland nachdenkt. Bei Irland denke ich da an grüne Wiesen, Kühe, Schafe, Butter, Pubs in denen reichlich Guinness ausgeschenkt wird, Straßenmusik und sehr viel Regen und Wind.

2013 war ich selbst einmal mit meiner Familie für ein paar Tage in Dublin und dann eine Woche in einem Ferienhaus in der nähe von Cork. Von all den Sachen die ich gerade aufgezählt habe, habe ich das meist gesehen, gespürt und geschmeckt. Aber damals haben wir dort nunmal Urlaub gemacht und waren eher unter uns, von der Kultur und den Leuten habe ich damals nicht viel mitbekommen.Und doch habe ich mich auf eine komische Art und Weise in das Land verliebt, denn es hatte einfach eine wunderbare Ausstrahlung. Ich kann es nicht beschreiben, aber ich denke ich bin nicht die einzige die so empfindet ;).

So habe ich mich bei der Wahl meines Austauschlandes an diesen Wunderbaren Urlaub erinnert und habe mir gedacht, ich will die Kultur Irlands nicht nur mitbekommen sondern auch erleben. Und das Land und die Menschen die dort wohnen von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

So stand mein Wunsch und ich musste mich nun damit beschäftigen wie ich ihn erfüllen konnte. Ich war auf Austauschmessen, bei Informationsveranstaltungen und habe mir eine Menge Kataloge bestellt. Irgendwann stieß ich dann auf YFU und ziemlich schnell wurde mir klar, dass ich mit dieser Austauschorganisation nach Irland gehen möchte.

Ende April war es dann soweit, Ich bewarb mich für ein Auslandsjahr. Darauf folgten lange Texte über mich, ein Auswahlgespräch in Berlin, eine quälende Wartezeit und dann ein großer dicker Umschlag in dem ich die Worte „wir freuen uns sehr, dir mitteilen zu können, dass wir dich für ein YFU-Austauschjahr in Irland ausgewählt haben!“ finden konnte. Daraufhin folgten meine Platzierungsunterlagen die mir die stressigsten Wochen meines Lebens bescherten, denn ich musste sie zwischen Weihnachtsstress und Testphase irgendwie bändigen. Schon Ende Februar bekam ich meine „Entschädigung“ für den Stress, meine Platzierung. Einige Zeit später fand meine Vorbereitungstagung in Mühlhausen statt, eine unglaublich tolle Woche in der ich unter Schlafentzug sehr viel gelernt und wahnsinnig tolle Leute getroffen habe.

Jetzt habe ich 7 Wochen Ferien hinter mir und noch ganze 5 liegen vor mir. Für manche hört sich das vielleicht nach einem Traum an, aber ich würde am liebsten sofort nach Irland aufbrechen.

Wenn es dann endlich soweit ist, freue ich mich euch davon zu berichten!

Bis bald

Franziska

Schaut auch mal auf meinem privaten Blog vorbei: http://mygreatadventureblog.blogspot.de

7.900km Fernweh

 Ca. 7.900km entfernt von meinem Wohnort in Deutschland liegt meine neue Heimatstadt: Beijing (Peking).
你好!
Ich heiße Jana, bin 15 Jahre alt, komme aus dem kleinen Saarland und werde bald ein Schuljahr in dem spannenden Land China verbringen.
Ich wurde oft gefragt, wieso ich denn ausgerechnet nach China gehe und (sehr) viele konnten meinen Entschluss nicht nachvollziehen. Aber wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich es eigentlich selbst nicht so genau. Was mich aber letztendlich dazu bewegt hat, China ganz oben auf meine Länderwahl-Liste zu setzen, war wohl der große Kulturunterschied. Ich möchte möglichst viel Neues kennen lernen und neue Eindrücke bekommen. Außerdem finde ich das Land , ihre Geschichte und die Sprache sehr faszinierend.
Wieso ich ein Auslandsjahr machen möchte, fällt mir schon leichter zu beantworten. Ich möchte ohne Vorurteile in das Land gehen und mir eine eigene Meinung bilden, neue Erfahrungen sammeln, an Herausforderungen wachsen und mich selbst besser kennen lernen. Es ist eine einmalige Möglichkeit, ein Jahr in einem fremden Land in einer fremden Familie zu leben, und wie eine Jugendliche in dem Land zur Schule zu gehen.
Ich komme nach Beijing, der Hauptstadt Chinas mit 21 Millionen Einwohnern (20.999.000 Einwohner mehr als in meinem Dorf 😀). Es wird bestimmt eine tolle neue Erfahrung werden in so einer Großstadt zu wohnen und ich freue mich schon darauf, für ein Jahr ein neues Leben ausprobieren zu können.
Auch mit meiner Gastfamilie, die neben meinen Gasteltern noch aus meinem 16 jährigen Gastbruder besteht, habe ich mittlerweile regelmäßigen Kontakt und sie sind echt total nett. Ich kann es kaum erwarten sie endlich zu treffen.
Die Zeit bis zu meinem Auslandsjahr bestand größtenteils aus warten (auf die Bewerbung, Zusage, Platzierung, Gastfamilie, Visum, Abflug…) und sehr viel Papierkram. Trotzdem wuchs mit jedem Tag die Vorfreude.
Anfang Mai hatte ich auch schon meine VBT (Vorbereitungstagung) in Lauenburg, die echt super war. Dort habe ich viele tolle Leute kennen gelernt, die genau das gleiche vorhaben und einen verstehen konnten. Danach wollten wir alle am liebsten gleich zum Flughafen und unser Auslandsjahr antreten. Ich fühle mich jetzt auf jeden Fall gut auf das Jahr vorbereitet und kann es kaum erwarten, bis ich am 9. August endlich mit den anderen zusammen nach Peking fliegen werde.
Bis es los geht sollte ich wohl noch etwas chinesisch lernen, da mein Wortschatz bis jetzt noch recht überschaubar ist. 😀 Am Schwierigsten finde ich die Zeichen und die 4 Töne (so kann zum Beispiel das Wort „ma“ entweder Mutter, Hanf, Pferd oder schimpfen bedeuten). Aber ich hoffe, dass wenn ich dann in China bin und keine andere Wahl habe als chinesisch zu reden, ich die Sprache schnell lernen werde.
Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei der Stiftung Mercator für das Stipendium bedanken ohne das mein Traum vom Auslandsjahr nur ein Traum geblieben wäre.
Heute sind es nur noch 12 Tage…
Bis bald
Jana

Wieder Zuhause aber irgendwie auch nicht.

Jetzt bin ich schon wieder seit 3 Wochen Zuhause. Nachdem ich noch fünf Tage in Berlin beim YES war und eine 8 Stündige Busfahrt von Berlin nach Köln überstanden hatte, konnte ich meine Familie endlich wieder in die Arme schließen.

Aber um mal ganz von vorne anzufangen: Meine letzten Wochen in Norwegen waren voller Höhen und Tiefen. Je näher das Abreisedatum gekommen ist, desto mehr habe ich gemerkt wie sehr mir Norwegen ans Herzen gewachsen ist. Die Temperaturen waren endlich über 15 grad (was ich kaum noch für möglich gehalten hätte) und ich habe viel mit Freunden und meiner Gastfamilie unternommen. Das einzige, was man immer im Kopf hatte, war das Abreisedatum. Die Vorfreude auf Zuhause stieg. Die Trauer, dass ich Norwegen verlassen musste aber auch. Deswegen die Höhen und Tiefen. 🙂

Plötzlich war ich wieder Zuhause. Ich habe mich natürlich gefreut. Alles war wie immer, aber irgendwie auch nicht.

“Its a funny thing coming home. Nothing changes. Everything looks the same, feels the same, even smells the same. You realized what changed is you” – F. Scott Fitzgerald

Auf dem ersten Blick war alles dasselbe. Unser Haus, meine Familie, mein Hund, mein Zimmer und ja sogar meine Freunde haben sich bis auf einen neuen Haarschnitt kaum verändert. Aber trotzdem ist (fast) alles anders. Leute, die vorher beste Freunde waren, reden heute kaum noch ein Wort miteinander. Auch kleine Dinge haben sich verändert. Als ich meine Mutter fragte seit wann wir einen neuen Fernseher haben antwortete sie nur: ” Schon lange”. Kleinigkeiten, von denen ich erst jetzt weiß. Der normale, deutsche Alltag hat mich schnell eingeholt und ich versuche mich irgendwie wieder daran zu gewöhnen. Um genau zu sein ist es schwer zu beschreiben. Natürlich bin ich froh Zuhause zu sein, aber ein Teil meines Herzens wird auch immer in Norwegen bleiben. Ich bin halt eben wieder Zuhause, aber irgendwie auch nicht. Die letzten Tage habe ich trotzdem viel mit meiner Familie unternommen, ihnen norwegische Traditionen gezeigt und einfach viel Spaß dabei gehabt. Es braucht einfach alles seine Zeit.

Ein bisschen  Norwegisch:

Når jeg ser tilbake hvor fort tiden har gått er det helt utrolig. Året mitt har vært fantastisk, ikke alltid lett men alt var verdt det. Jeg huske det når jeg kommet til Norge og kunne ingen ord norsk og nå sitter jeg her og skrive helt uten hjelp. Selv om jeg gjøre noen feil.  Familien som jeg bodde på og ikke kjente fra før er nå min norske familie. Jeg har fått venner som jeg er utrolig glad i og et land som jeg ikke kjente er blitt mitt andre hjemm!

Die Übersetzung:

Wenn ich zurückblicke wie schnell die Zeit vergangen ist, ist es einfach unglaublich. Mein Jahr war fantastisch. Ich erinnere mich, das ich nach Norwegen gekommen bin ohne auch nur ein Wort norwegisch zu können und jetzt sitze ich hier und kann komplett ohne Hilfe schreiben. Auch wenn ich ein paar Fehler mache. Die Familie, bei der ich gewohnt habe ist jetzt meine norwegische Familie. Menschen, die ich vorher nicht kannte, sind jetzt meine Freunde und ein Land, welches ich vorher nicht kannte ist jetzt meine zweites Zuhause! <3

Falls ihr Fragen an mich habt, könnt ihr die gerne in die Kommentare schreiben. Ich werde sie sehr gerne beantworten! Ansonsten war das jetzt der letzte Post. Es hat Spaß gemacht, hier von meinen Erfahrungen zu berichten! 🙂

Michelle

 

 

 

 

Wieder Zuhause…

Hej,

Jetzt bin ich schon einer ganzen Weile wieder zuhause in Deutschland, bin aber bisher noch nicht dazugekommen, einen Blog zu schreiben. Ich habe jetzt schon seit sechs Wochen Ferien, in denen ich jede Menge erlebt habe. Ich war mit YFU in Lappland, ganz im Norden von Schweden an der Grenze zu Norwegen. Die Natur dort ist wunderschön, wenn auch ein bisschen karg: An vielen Stellen ist Permafrostboden, die Temperatur liegt bei durchschnittlich null grad Celsius. Es gibt nur wenige Pflanzen, die bei so einer Kälte überleben: Alle Nadelbäume sind verschwunden, nur kleine Birken wachsen, weit verteilt und selten höher als zweieinhalb Meter. Moose, Flechten, weiter unten ein wenig Gras und Gebirgsblumen. Das ist alles. Aber trotz dem rauen Klima hat die Gegend einen unwiderstehlichen Charme, wild, einsam und dem Wetter ausgesetzt.

Nach der zwanzigstündigen Zugfahrt zurück nach Stockholm war dann ein Tag Zeit zum Durchatmen, denn am nächsten sind meine Gastfamilie und ich dann zur Mitsommerfeier bei meinem Gastonkel aufgebrochen. Meine Gasttante und mein Gastonkel haben eine “Sommarställe”, also ein kleines Hüttchen für den Sommer, auf einer Insel im Stockholmer Schärengarten. Dort feiern sie traditionell jedes Jahr Mitsommer zusammen mit Freunden und Familie. An Mitsommer wird im großen und ganzen gefeiert, dass es so hell ist. Man schmückt einen Mitsommerbaum und tanzt darum herum, man flechtet Blumenkränze und isst bis zum Umfallen. Gegessen wird übrigens fast das Gleiche wie an Weihnachten, dazu kommen dann noch Erdbeerkuchen und Krabbentorte.

Nach Mitsommer war es dann auch schon an der Zeit, Auf Wiedersehen zu sagen. Denn schließlich war schon klar, dass wir uns wiedersehen. Meine Familie und ich werden im Sommer noch einmal zu Besuch kommen. Ich war froh, schon dieses feste Datum im Kopf haben zu können, als ich allen Tschüss sagen musste. Es gibt nichts schlimmeres als sagen zu müssen: “Bis irgendwann… vielleicht.”

Jetzt bin ich wieder zuhause, nach einem Seminar mit YFU in Berlin. Nach allem, was ich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten erlebt habe, ist jetzt plötzlich kaum noch etwas. Das ganze Jahr kommt mir manchmal ein bisschen vor wie ein Traum. Aber ein verdammt guter Traum. Und Gott sei Dank geht dieser Traum weiter. Alle Menschen, die ich getroffen habe, die mich durch dieses Jahr begleitet haben, werden schließlich weiterhin da oben sein. Und ich habe fest vor, sie dort so oft wie möglich zu besuchen.

 

Nur noch 28 Tage…

„Südafrika? Wieso das denn?“ Mit dieser Frage wurde ich nun schon ganz oft konfrontiert, aber eine eindeutige Antwort hatte ich nie darauf parat, denn es sind so viele Aspekte die mich an Südafrika faszinieren und die mich davon überzeugt haben, dass ich mein Jahr dort gerne verbringen möchte.
Die Tatsache dass ich ein total Tierfanatiker bin, war natürlich auch ein kleiner Nebenaspekt für die Wahl des Landes, doch am entscheidendsten war die Tatsache der multikulturellen Vielfalt, die sogenannte Regenbogennation, die es wohl nirgendwo anders so ausgeprägt gibt, wie in Südafrika. Des Weiteren sind natürlich auch die Landschaften des Landes faszinierend und die vielen verschieden Amtssprachen die das Land zu bieten hat. Das machte meine Wahl nochmal um einiges leichter, denn ich wollte auf jeden Fall in ein Land in dem ich meine Englischkenntnisse verbessern kann doch auf der anderen Seite suchte ich auch nach einem Land wo ich neben Englisch noch eine weitere Sprache erlernen kann, weshalb Südafrika noch interessanter für mich wurde.
Aber nun erst mal etwas über mich. Ich bin Hannah Stoffers, 15 Jahre alt und besuche derzeit die neunte Klasse eines Gymnasiums. Mit meinen zwei großen Brüdern und meinen Eltern wohne ich derzeit noch in einem kleinen Ort in Nordrhein-Westfalen, doch in weniger als 5 Wochen lass ich meine Familie und meine Heimat für fast 1 Jahr zurück und verbringe eben dieses im wunderschönen Südafrika.
Wie es dazu kam und was seit dem schon alles passiert ist? Nun ja, den Wunsch, ein Auslandjahr zu machen, habe ich schon sehr lange, doch bis vor einem halben Jahr wollte ich noch nach der Schule mein ASJ machen, doch dann habe ich aus Zufall von Bekannten mitbekommen, dass man das auch während der Schulzeit in Form eines Schüleraustausches durchführen kann, was mich sofort ansprach und ich meinen Vater überredete zu einer Messe-Ausstellung nach Münster zum Thema Austauschjahr während der Schulzeit zu fahren. Dort habe ich viele verschiedene Organisationen kennen gelernt, doch YFU kam uns direkt sehr professionell und sympathisch vor, so dass wir uns weiter darüber informierten und ich mich letztendlich auch beworben habe. Nach dem Ausfüllen der Bewerbung, dem Auswahlgespräch und zahlreichen Arztbesuchen kam am 09. Dezember dann der erlösende Brief mit der Zusage für ein Auslandsjahr in Südafrika! Darauf folgten noch weitere zahlreiche Arzttermine mit Impfungen und Kontrollen, meine VBT in Lauenburg Anfang Mai und nun auch die Beantragung des Visums.
Das heißt bis zum Abflug ist noch viel zu tun und ich freue mich jetzt schon auf den 19. August, denn ab dann verlasse ich meine gewohnte Umgebung und lasse mich für 1 Jahr auf ein komplett anderes Leben ein!
Hannah

Mein privater Blog: http://hannahinsuedafrika.blogspot.de/