Schon mehr als 100 Tage hier!

Hallo Leute!

Ich möchte mich bei euch riesig doll entschuldigen, denn ich weiß, dass ich sehr lange nichts geschrieben habe. Das tut mir wirklich leid, und wenigstens einen Grund möchte ich euch dafür geben:

Also ihr wisst ja, dass ich am Anfang einen Monat in Sofia war, wo der Sprachkurs stattgefunden hat. Das war ein wirklich supertoller Monat. Dann bin ich nach Blagoevgrad gegangen. Geplant war, dass ich dort die verbleibenden 9,5 Monate verbringe und  zur Schule gehe und so weiter. Aber es kam ein wenig anders. 🙂

Also, wie fange ich an? Der Monat in Blagoevgrad war ganz cool. Ich war nicht so super glücklich, weil mir der ganze Teil aus Sofia einfach so gefehlt hat. Ich habe in dem ersten Monat sehr viele nette Menschen kennengelernt und sie dann einfach vermisst. Aber es ging aufwärts. Ich habe Freunde gefunden und  war im Debattierclub der amerikanischen Universität. Meine Gastfamilie war ganz OK, also ich will im Nachhinein darüber nicht schreiben, weil meine ganze Meinung von ihnen durch diese eine Sache beeinflusst wurde und ich nichts wirklich Gutes mehr über sie denken kann. An einem Freitagabend, es war der 16.10., kam ich nach Hause von einem Treffen mit einer Freundin hier und sie haben mir gesagt, was sie für ein Problem haben und dass sie mich nicht mehr haben wollen. Eigentlich habe ich gedacht, es wird so ein ganz normaler Wechselprozess. Ich kann meine Schule behalten und sie suchen in Blagoevgrad eine neue Familie.

Ha – schön wär’s gewesen! Am nächsten Mittag so gegen 13/14 Uhr hat die Cheffin von YFU Bulgaria (sie kommt ursprünglich aus Deutschland) mich angerufen und mir gesagt, dass auch die Schule mich nicht mehr will (Die Direktorin ist gut mit meiner ehemaligen Gastmutter befreundet gewesen und die haben sich da wahrscheinlich abgesprochen) und die Gastfamilie möchte, dass ich heute ihre Wohnung verlasse. So geschickt war ich lange nicht und anfangs konnte ich mit der Situation nicht umgehen. Ich hatte 3 Stunden zum Packen und konnte keinen einzigen meiner Freunde verabschieden. Auf jeden Fall habe ich dann gepackt. Einfach alles in meinen Koffer gestopft und ich wusste nichts mit meinen Gefühlen anzufangen. Die Cheffin vom YFU kam, sie hat mich mitgenommen und ich habe für 2 Wochen in ihrem Haus in Sofia gelebt. Nach einer Woche hatten sie auch eine neue Schule für mich gefunden. Ich gehe seitdem auf das “nacionalna gimnaziq za prilozhni izkustvo – sveti luka” 🙂 Das ist das Beste, was mir je passiert sein könnte. Es ist eine Schule für angewandte Kunst. Es gibt viele unterschiedliche und verrückte Leute und die meisten Fächer haben irgendwas mit Kunst zu tun.Wir haben zum Beispiel kein Chemie, Mathe, Physik oder Geographie, aber dafür Malerei, Kunstgeschichte, Werbegrafik und so weiter!

Also wie gesagt, nach 2 Wochen bei Iris (der Cheffin) wurde für mich eine neue Gastfamilie gefunden. Ich habe jetzt 2 Gasteltern und 2 Gastschwestern und ich liebe sie einfach. Mir geht es so perfekt hier! Die sind so super und wir waren gleich am ersten Wochenende in deren Haus in den Bergen. Und in den Weihnachtsferien gehen wir Snowboarden. Und bei ihren Freunden haben sie mich als ihre neue Tochter vorgestellt!

Ich fühle mich das erste mal seit Beginn meines Auslandsjahres so richtig zu Hause. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl und ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dieses unglaubliche Land jemals wieder zu verlassen!

Ihr hört bald mehr von mir, also bis dahin!

Suzii <3

P.S.: Den genauen Grund für meinen Rauswurf möchte ich euch nicht sagen, um meine alte Gastfamilie nicht “in den Dreck zu ziehen”. Aber glaubt mir, ich habe nichts falsch gemacht. Nichts illegales. Nichts schlimmes. Eigentlich gar nichts. 🙂

Schon fast 3 Monate in Norwegen

Hei!

Die Zeit vergeht im moment so schnell hier. Jetzt bin ich schon fast 3 Monate in Norwegen und es fühlt sich an wie nur eine Woche. Der Alltag ist hier auch eingekehrt also passiert im moment nicht mehr ganz so viel. Aber es ist immer noch spannend!

Vor zwei Wochen ist auch ein kleiner Traum von mir in Erfüllung gegangen! Ich habe Nordlichter gesehen. Es war so wunderschön und ein Moment, den ich niemals vergessen werde. Die Norweger finden das ganze nicht mehr so spannend, somit ist meine Gastfamilie im Haus geblieben. Aber ich hatte Lena (eine andere Deutsche Austauschschülerin) zu Besuch und wir haben Fotos gemacht. Ich glaube ich muss nicht mehr viel sagen. Das Bild sagt einfach alles.

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