Musik

Hej!

Ich bin jetzt schon eineinhalb Monate in Schweden und habe während dieser Zeit schon so viel Musik gemacht oder gehört, dass ich darüber unbedingt einmal schreiben muss. Zum einen bin ich in Deutschland auf einer Schule mit Musikschwerpunkt, aber auch hier kommt dieses Hobby nicht zu kurz: Ich gehe an meiner Schule, wie schon erwähnt ins Naturvetenskap-Musik Programm, habe also verstärkt Naturwissenschaften und Musik. Meine Klasse hat zweimal die Woche Musikstunden, einmal Musiklehre und einmal Ensemble, das heißt, wir üben in kleinen Gruppen Songs in einem vorgegebenen Genre ein. Der gesamte Unterricht ist vor allem auf Rock und Pop ausgerichtet. Für mich ist es manchmal schwer, mich dort mit meiner Geige einzufügen, aber die bisherigen Resultate lassen sich hören…

Ich hatte gleich am zweiten Wochenende in Schweden ein Vorspiel für das Stockholmer Jugendsinfonieorchester, SuSo genannt, und darf jetzt dort als zweite Geige mitspielen. Wir waren schon auf einem Probenwochenende und haben im November unser erstes Konzert. Das Orchester ist ziemlich gut und die Stücke anspruchsvoll, aber wunderschön.

NyckelharpaAußerdem war ich vor ein paar Wochen mit meiner Gastfamilie auf einem schwedischen Volksmusikfest, genannt Spelmansstämma. Die schwedische Volksmusik wird mit Gitarre, Streichinstrumenten und der sogenannten Nyckelharpa gespielt. Das ist eine Art Geige, die man sich aber wie eine Gitarre umhängt. Die Töne werden nicht direkt gegriffen, sondern man benutzt kleine Tasten an der Seite des Griffbrettes, um die Saiten herunterzudrücken.

Ich bin sehr gespannt, welche Musik ich in diesem Jahr noch zu hören bekomme. Am Ende habe ich dann eine Art eigenen Soundtrack für mein Austauschjahr, Lieder, die mich immer wieder an meine Zeit hier erinnern werden.

Die Sommerferien…

Schon wieder ist eine Weile vergangen seit meinem letzten Eintrag, doch das hatte seine Gründe, ich nutze meine Zeit hier doch am liebsten um etwas zu unternehmen oder Leute kennenzulernen… 😉 So auch in den Sommerferien:

Die Sommerferien waren bis jetzt die schönste Zeit hier. Ich könnte zwanzig Blogeinträge schreiben und wäre doch nicht fertig von all den tollen und schönen Momenten zu berichten.

Zum Beispiel waren sie waren voller japanischen, traditionellen Feste, die ich zu lieben begann. Man kleidet sich traditionell (meist beginnt die Vorbereitung dafür schon Stunden vorher) spaziert mit Freunden und Familie durch die Straßen, frisst sich am Straßenessen, das in allen Farben und Formen, in den tollsten Kreationen, gibt, sucht wenn die Dämmerung beginnt einen guten Platz um sich zu setzten und genießt das Feuerwerk!

Besonders schön war eins der Feste, das ich mit meinen Kendofreunden besuchte. Ins unseren Yukatas trafen wir uns am Bahnhof, machten zuerst eine Runde Karaoke (eine beliebte Aktivität der Jugendlichen hier) und genossen danach die festliche Stimmung.

Eines anderen Morgens, stiegen wir schon sehr früh ins Auto. Wenig später stand, etwas mit Wolken verhangen aber doch sichtbar, DAS Wahrzeichen Japans vor meiner Kameralinse: der Fijusan!

Die Hitze hielt uns also keineswegs von Ausflügen und spontanen Aktionen ab: der berühmte Ueno Zoo, Heimat zweier Pandas die auf Grund der Hitze einfach wie tot dalagen; der Tokio Tsukiji Fischmarkt, in den ich mich verliebt habe; ein entspannter Spaziergang durch Yokohama und ein Picknick am Fluss, wo wir auf die vergangenen und vor uns liegenden fünf Monat, die ich noch hier bin, anstießen.

Wir besuchten Nikko, ein faszinierender Ort, denn die Stadt beherbergt die außergewöhnlichsten Schreine und Tempel und hat ein echt schönes Flair; Edomura, ein Freizeitpark im Stil der Edo-Periode (ca 1600-1850); ein Privatworkshop bei einer Töpferin: noch eine Privataudienz bei einem Bambus-Handwerker (ein älterer Herr, der in seiner kleinen, nur von Tatamimatten ausgelegten Hütte den ganzen Tag aus Bambus zum Beispiel Körbe, Teller oder Matten Herstellt) und der Besuch eines weiteren Festes.

Schön war auch der Besuch eines Onsen, das traditionelle Japanische Bad: nach einem anstrengenden Tag steigt man in eins der vielen Becken die alle auf angenehme 2345365731363°C geheizt sind und entspannt. Doch nur selten ist das, worin man da sitzt auch normales Wasser: ein Becken mit geschwefeltem Wasser das man trinken kann (schmeckt nach faulen Eiern, soll aber unglaublich gesund sein) ein Strudelbad, ein Becken in dem man kleine Stromschläge (ja, wirklich!) bekommt und ein Becken das auf frostige -12235435°C gekühlt ist.

Schon ewig ist das Onsen ein wichtiger Teil der Japanischen Kultur, und obwohl es mir anfangs schwer fiel einfach mal NICHTS zu tun fand ich es doch letztendlich sehr entspannend…

Leider hatte meine Gastschwester fast jeden Tag Klubaktivität. Klubs sind eine super Sache und ich bin unglaublich froh gute Wahlen getroffen zu haben und beim Kendo und Sado meine besten Freunde gefunden zu haben, aber manche andere Klubs sind echt superstressig. So auch der meiner Schwester, Badminton. Weil sie jeden Tag dort hin musste, kam sie auf die meisten Ausflüge nicht mit, das fand ich sehr schade…

Doch nun hat die Schule wieder begonnen. Alles geht wieder seinen gewohnten Weg, ich merke trotzdem wie mir die Zeit davonrennt und ich schon in viereinhalb Monaten auf dem Rückflug sein werde. Seltsam, die Vorstellung… Aber ich merke auch dass mein japanisch nicht aufhört besser zu werden, ich mich immer wohler fühle und einfach unglaublich glücklich bin!

Doch es spornt mich an jede Chance zu nutzen und die Zeit noch unvergesslicher zu machen, als sie eh schon ist!

Das war es jetzt, danke für die Zeit die ihr euch nehmt um das hier zu lesen,

Helene

P.s.: Entschuldigt meine langweilige Titelwahl, ich bin irgendwie nicht besonder gut darin… 😀

Mein zweiter Sommer

Als Rumäniens erster König Karl I. (bzw. Carol I.) 1866 in dieses Land kam, hatte er noch keine Sprachkenntnisse. Allerdings hat er es innerhalb eines Jahres geschafft, Rumänisch zu lernen.
Dieser Fakt ist mir von der Führung durch das Schloss Peleș, die Sommerresidenz des Königs, besonders hängengeblieben. Ich bin zwar nicht hier, um das Land zu regieren, aber, zumindest sprachlich gesehen, stecke ich doch in einer ganz ähnlichen Situation wie der König.

Schloss Peles

Schloss Peles

Ich habe das Schloss am letzten Tag meiner Sommerferien hier in Rumänien besucht, am letzten Tag des Wochenendurlaubs mit meiner Gastfamilie (+Gastcousin) in Sinaia, einer wunderschönen Stadt in den Karpaten. Es war ein sehr schöner Abschluss meines zweiten Sommers hier in Rumänien. Aber auch die Zeit vor dem Urlaub war natürlich nicht langweilig. Am besten fange ich noch einmal dort an, wo mein letzter Blogeintrag aufhörte:

Nach ein paar Stunden Schlaf ging es am 21.8. erst nach Dresden, von wo aus ich nach München geflogen bin. Es war mein erster Flug und deswegen natürlich ziemlich aufregend. Das Highlight war allerdings nicht der Flug selber sondern, dass mich eine der Stewardessen beim Aussteigen auf Rumänisch mit “La Revedere” verabschiedet hat (sie wird wohl mein Rumänischbuch gesehen habe, in das ich während des Flugs mal reingeschaut habe). In München habe ich dann Matthias, den anderen Rumänien-Austauschschüler getroffen (es gibt dieses Jahr leider keine Austauschschüler aus anderen Ländern in Rumänien). Die nächste Haltestelle war Bukarest. Dort wurden wir sehr herzlich von YFU Rumänien in Empfang genommen. Matthias’ Gastfamilie war zu dem Zeitpunkt schon da, meine hatte noch Verkehrsprobleme. Als sie dann auch kamen, wurde noch ein bisschen gequatscht, anschließend bin ich mit meiner Gastschwester in Bukarest in ein Einkaufszentrum und ein paar Stunden später war ich auch schon im ungefähr 2 Stunden von Bukarest entfernten Constanta.
Die nächsten drei Wochen waren gleichzeitig sehr entspannt und trotzdem aufregend und voller neuer Eindrücke. Ich war fast jedem Tag am Strand, der voll mit Liegen, Sonnenschirmen, Bars und im Sommer auch mit Menschen ist, habe viele Verwandte meiner Gastfamilie kennengelernt, aber auch Freunde meiner Gastschwester, die auch zu meinen Freunden geworden sind. Und mittlerweile habe ich mich sogar an das nächtliche Bellen der vielen Hunde gewöhnt, die in den Nachbargrundstücken bzw. auf der Straße leben. (Straßenhunde gibt es in Rumänien fast überall, in den Städten, auf dem Land, in den Bergen,…) Auch wir haben einen Hund, der sich allerdings noch nicht an mich gewöhnt hat und mich deswegen genau so laut anbellt wie jeden anderen Fremden, der am Haus vorbei läuft oder das Grundstück betritt.

Die Zeit hier ist unheimlich schnell vergangen und schon ging die Schule wieder los. Am Montag, also am ersten Schultag, ist allerdings noch nicht wirklich viel passiert. Auf dem Hof der Schule wurde irgendwas über Lautsprecher vorgelesen (ich glaube es waren die Namen der 9.-Klässler, die die Jüngsten auf dem Liceum sind), aber für die Allermeisten war das ziemlich uninteressant. Meine Gastschwester hatte mir zuvor gesagt, der erste Tag ginge um 10 Uhr los. Allerdings standen fast alle noch bis nach halb 11 vor der Schule um miteinander zu reden und sich über die 3 Monate Sommerferien, die man in Rumänien hat, und alles mögliche andere auszutauschen. Als ich dann irgendwann in das Schulgebäude reingegangen bin, hat mir eine rumänische Freundin, die letztes Jahr mit YFU in Frankreich war, dabei geholfen das Zimmer meiner Klasse zu finden. Das haben wir auch ziemlich schnell geschafft. In der Klasse hat meine Klassenlehrerin die Namen aller vorgelesen und alle persönlich begrüßt und von vielen Schülern Blumen geschenkt bekommen. Das war’s dann auch schon. Nach nicht mal zwei Stunden bin ich dann mit meiner Gastschwester und ein paar Mitschülern in ein Restaurant gegangen und haben dort noch einige Zeit verbracht.

Der zweite Tag war da schon etwas anders: In immerhin drei von den 7 Stunden heute, haben wir effektiv etwas gemacht. In den restlichen wurde einfach weiter miteinander geredet als wäre noch Pause. Das war unter anderem auch im Deutschunterricht so, in dem ich auch ein echt nettes Gespräch mit meiner Deutschlehrerin über mich, meine Sommerferien und mein Austauschjahr hatte.
Ich bin in einer Klasse mit Englisch-Profil, ich habe also 6 Stunden Englisch pro Woche. Das macht die Kommunikation mit meiner Klasse sehr viel leichter. Auch wenn es in der Klasse natürlich schon feste Grüppchen gibt, sind viele meiner Klassenkameraden wirklich nett und hilfsbereit, wenn sie mich zum Beispiel das abschreiben lassen, was der Lehrer diktiert, mir Sachen übersetzen oder mir zeigen, wo wir als nächstes Unterricht haben, oder begrüßen und verabschieden mich einfach freundlich.

Morgen ist dann auch schon der dritte Schultag. Und es wird wieder sehr viel Neues für mich geben. Vor allem am Anfang ist ein eigentlich normaler Schultag ein wahres Abenteuer, über das man seitenweise schreiben könnte.
Aber das hier soll für’s Erste reichen.

Bis zum nächsten Blog-Eintrag,
Jonas

Angehender Gaúcho

Hallo ihr Menschen!
Ich heiße Lara-Deborah, bin 15 Jahre alt, komme aus München und mache 2015 / 2016 ein Auslandsjahr in Brasilien.

Hier lebe ich im Bundesland Rio Grande do Sul in der Nähe von Porto Alegre.

In meiner Gastfamilie habe ich Eltern und 2 Schwestern, nämlich Nicole (15 Jahre alt) und Lauren (13 Jahre alt).

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie

Da ich, wie ihr bestimmt schon gemerkt habt kein besonders toller Schreiber bin, habe ich mir einen Youtube-Channel namens “Just call me Sunshine”als Auslandstagebuch gemacht.

Hier der Link: https://www.youtube.com/channel/UCiYHrzKuzW0Sc1__86Xogsg

Außerdem war ich letztes Wochenende mit meiner Gastfamilie in ihrem Strandhaus in Xangri-Lá.

Hier das Video dazu:

Хайде!

… ist wahrscheinlich eines der ersten Worte, die man als Austauschschüler in Bulgarien lernt. Zumindest war es bei mir und mindestens 3 anderen Austauschschülern in diesem Jahr so! Und dabei gibt es keine treffende Übersetzung für dieses Wort. Es wird einfach immer und überall verwendet. Am Telefon, bei Treffen, wenn jemand möchte, dass du etwas erledigst, beim Verabschieden, und so weiter. Ich kann es nicht mehr hören. 😀

Aber in diesem Post soll es darum nicht gehen, sondern vor allem um meine Ankunft in Bulgarien und den ersten Monat!

Am 14.08. ging es nämlich endlich los. Wir sind mitten in der Nacht zum Flughafen gefahren, denn der ist knapp 2 Stunden entfernt von meinem Zuhause und das Flugzeug nach Frankfurt ging um kurz nach 6.. Am Flughafen habe ich eingecheckt und dann ging es echt schnell. Verabschieden. Sicherheitskontrolle. Boarding. Los. Es war so aufregend, traurig und unbeschreiblich zur selben Zeit. In Frankfurt bin ich umgestiegen, um dann zusammen mit dem anderen Bulgarien-ATS aus Deutschland, Olrik, weiter nach Sofia zu fliegen. Wir sind über die Berge und über wirklich schöne Landschaften geflogen und in Sofia wurden wir am Flughafen von 2 YFU Personen ganz lieb empfangen. Auch Ádám aud Ungarn war schon da! Wir sind in ein Restaurant gegangen und haben unseren ersten originalen Shopska-Salat gegessen.

Am Nachmittag haben wir zu 3. (die Anderen 4 ATS sind erst später gekommen) eine Art TreasureHunting in Sofia gemacht. Nach einer Nacht ohne Schlaf und einem bis dahin schon anstrengenden Tag, war das zwar nicht ganz einfach, aber dennoch sehr lustig!

Am Abend ging es zur Orientation, die für den ganzen Samstag und einen Teil des Sonntages geplant war, zum Vitosha-Gebirge. Die Orientation war wirklich super mega toll und wir haben viel gelernt!

Am Sonntag haben unsere 4-Wochen-Sprachkursgastfamilien uns abgeholt und nach einer kurzen Begrüßung sind wir in unser Zuhause für 4 Wochen gefahren. Dort habe ich erst einmal meine Sachen ausgepackt und dann war der Tag auch schon fast wieder vorbei.

Am Montag hat der Sprachkurs angefangen. Sie haben die ATS in 2 verschiedene Sprachkurse aufgeteilt. In der ersten Woche war ich in einem Sprachkurs, wo wir ganz viel Grammatik und Vokabeln auswendig lernen sollten, aber das war wirklich doof und YFU Bulgaria hat mir die Möglichkeit gegeben, für die folgenden 3 Wochen in den anderen Kurs zu gehen. Dieser war wirklich richtig toll und ich vermisse ihn jetzt schon. Der Lehrer war super gut und ich bin von der Methode (Suggestopedia), mit der wir gelernt haben, vollkommen überzeugt. Die 3 Wochen vergingen wirklich viel zu schnell.

Wir haben uns am Nachmittag ganz oft mit den anderen ATS getroffen und irgendetwas unternommen. Am Freitag war es dann aber soweit. Abschied. Abschied vom Sprachkurs. Abschied von den anderen ATS. Abschied von der gerade wieder erreichten Komfort-Zone. Denn am nächsten Tag ging es für mich weiter nach Blagoevgrad, wo ich den Rest meines Auslandsjahres verbringen werde.

In Blagoevgrad hat meine Gastfamilie mich am Busbahnhof abgeholt und wir sind nach Hause gefahren. Abends haben wir auch schon Freunde von meiner Gastschwester getroffen und heute waren wir im Kletterpark, was super lustig war! Blagoevgrad ist bis jetzt auch echt schön, weil es nicht zu groß und nicht zu klein ist. Es gibt hier 2 Universitäten und 20.000 Studenten, weshalb die Stadt recht jung ist.

Morgen werde ich meine Schuluniform einkaufen gehen und am Dienstag beginnt die Schule! Ich bin echt schon mega aufgeregt! :O

Liebe Grüße, Susi