Wenn aus Monaten Stunden werden

Es war der 10. April, kurz vor Ende der Osterferien in Sachsen, als ich direkt nach dem Aufwachen die Nachricht von meinem Papa bekam, dass ich ein Austauschjahr in Rumänien machen werde. (Mit einer Teilnehmernummer über 1500 war ich wahrscheinlich einer der letzten Bewerber.) Bis zum Start in mein Austauschjahr waren es noch über 4 Monate. (Was ich zu diesem Zeitpunkt ja aber noch gar nicht genau wusste, da man seinen Abflugtermin ja erst später erfährt.) Aus diesen Monaten wurden Tage und von den Tagen sind jetzt auch nur noch Stunden übrig.

Was damals noch so schwer zu realisieren und so weit weg war, ist jetzt irgendwie immer noch schwer zu realisieren, aber mehr als zum Greifen nahe. Auch wenn ich im Gegensatz zu vor über 4 Monaten jetzt meine Gastfamilie kenne, weiß, wo ich wohne und wo ich zu Schule gehe, wann ich abfliege, wo ich umsteige und wann ich ankomme, und der Koffer gepackt ist, ist es dennoch ein Flug ins Unvertraute und zum Teil Ungewisse, ein Flug ins zehnmonatige Weg-von-zu-Hause.

Aber natürlich ist das, was so kurz bevorsteht, auch ein unglaubliches Privileg! Ich darf Teil einer Familie werden, die mich morgen zum ersten Mal sehen wird und mit dieser Familie in Constanța, also in einer 300.000-Einwohnerstadt direkt am schwarzen Meer, leben. Ich darf dort an die selbe Schule wie meine Gastschwester, die erst im vergangenem Schuljahr mit YFU in Deutschland gewesen ist, gehen und auch ein Teil von diesem neuen Umfeld werden. Ich darf Rumänien sozusagen von Innen heraus und unter der Oberfläche kennenlernen und vor allem darf ich die Erfahrung machen von einem Fremden zum Freund zu werden und wie ein kleines Kind jeden Tag etwas Neues zu entdecken, etwas dazuzulernen, etwas mehr zu Verstehen.

Es ist nur noch ein kleines bisschen Zeit und ein Flug, bis das eben beschriebene Abenteuer losgeht und ich den Sprung ins kalte Wasser wagen werde. Denn anders als in vielen anderen Gastländern, geht es direkt zu meiner Gastfamilie und nicht vorher noch zu einer Orientierungstagung (die gibt es natürlich trotzdem, nur eben nicht sofort). Es liegt auf der Hand, dass natürlich beides seine Vorteile hat. Außerdem habe ich in Rumänien angekommen, noch 3 Wochen Zeit, bis die Schule losgeht. Da hier in Sachsen am Montag schon der erste Schultag ist, bekomme ich also 3 zusätzliche Ferienwochen.

Falls jemand von meiner Schule, oder ein anderer Schüler aus Sachsen das liest, so solle er sich herzlichst gegrüßt fühlen. 😀

Bis zum nächsten Mal (dann aus Rumänien),

Jonas

Schule in Schweden

Hej!

“Jag heter Lena och jag är en utbytesstudent från Tyskland.” (ich heiße Lena und ich bin eine Austauschschülerin aus Deutschland) , diesen Satz kann ich jetzt wirklich auswendig. Meine Schule ist so groß, dass es nicht verwunderlich ist, dass ich mich jedem Lehrer vorstellen muss. Meine Klasse dagegen ist wirklich klein: wir sind gerade mal dreizehn Schüler. Ich bin im Naturvetenskap-musik programmet an meiner Schule, ich habe also Musik und Naturwissenschaften als Schwerpunkt. Für mich als Deutsche wirkt die Schule wahnsinnig relaxed, wenn es um den Gebrauch von Handys geht. Einfach jeder benutzt es überall, auch im Unterricht (wo es meistens nicht erlaubt ist). Alle Schüler haben entweder ihr Handy oder ihren Computer dabei, denn das zählt zum Unterrichtsmaterial dazu. Mein Stundenplan wirkt sehr chaotisch verglichen mit meinen deutschen Stundenplänen: Keine gleichen Pausenzeiten, die Stunden scheinbar willkürlich lang. Heute hatte ich beispielsweise zweieinhalb Stunden Biologie! Ich verstehe jeden Tag mehr Schwedisch und hoffe, dass ich bald auch einigermaßen sprechen kann.

Noch drei Tage

In drei Tagen ist es soweit. Ich werde nach Südafrika fliegen. Für ein Jahr. Ich kann es immernoch nicht glsuben. Dasgeht alleso schnell.

Am Samstag war meine Abschiedsfeier. Ich habe mich von Familie und Freunden verabschiedet, aber das Gefühl war irgendwie doof, weil man in dem Moment bewusst darüber nachdenkt, das man diese Leute knapp ein Jahr lang nicht wiedersehen wird.

Mein Abschieds-Kuchen

Mein Abschieds-Kuchen

(Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein weiteres Foto einfügen, es überschreitet allerdings das uploadlimit von 2MB)

 

Es wurde auch dadurch alles realer, dass ich nun südafrikanische Rand besitze.

R10, R20 und R50 von vorne

R10, R20 und R50 von vorne

R10, R20 und R50 von hinten

R10, R20 und R50 von hinten

 

Das wars auch schon wieder für den Moment. Ich werde spätestens Sonntag wieder berichten, wie mein Flug war:)

Larissa

 

Im Land der Fjorde und Trolle angekommen!

Da war der Tag nun. Der Tag, auf den ich seit über einem Jahr gewartet hab. Ich war so überglücklich aber aufgeregt an diesem Tag. Der Abschied von meiner Familie viel mir schwer aber nicht so schwer wie gedacht. Ich kann mich erinnern, dass ich im Flugzeug war und mein Abschiedsbuch gelesen habe, wo meine Freunde und Familie vorher reingeschrieben haben. Aber kaum waren wir in der Luft, sind wir auch schon wieder gelundet. Am Flughafen angekommen wurden wir schon von YFU Mitarbeitern in Empfang genommen. Wir sind noch ca. 1 Stunde nach Hønefoss gefahren, wo unser Arrival Camp war. Das Arrival Camp hat auch alle Erwartungen übertroffen! Besser hätten die ersten Tage auf norwegischem Boden nicht sein können. Es war wie eine kleine Vorbereitungstagung mit neuen Leuten aus anderen Ländern. Wir haben lustige Videos über Norwegen geschaut, es gab einen internationalen Abend und einen Abend, den die Returnees gestaltet haben.

Am Samstag mussten ein paar von uns (inklusive mir) um 5.00Uhr aufstehen, da um 6.30Uhr unser Bus zum Flughafen kam.
Ich bin alleine nach Trondheim geflogen. Der wohl aufregendste Moment war, als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin. Es ist ein unglaubliches Gefühl, was einem in diesen Sekunden durch den Kopf geht.
Ich war so nervös endlich meine Gastfamilie zu treffen. sie besteht aus eine Gastmutter (Eldbjørg), einem Gastbruder (Erlend 22) und zwei Gastschwestern ( Mia,15 und Ida,24). Als sie dort standen, habe ich sie gleich erkannt. Während der Autofahrt haben wir viel geredet.
Abends sind wir mit dem Boot zur anderen Insel gefahren. Denn auch Ich wohne auf einer Insel. Das war so wunderschön. Ich kann es wirklich nicht beschreiben aber es war so ein tolles Gefühl auf diesem Boot zu sitzen und einfach in die Natur zu schauen.
Bis jetzt fühle ich mich echt wohl bei meiner Gastfamilie und sie sind echt nett und helfen mir bei allem!

YFU Arrival Camp

Välkommen till Sverige

Jetzt bin ich wirklich da!

Es fühlt sich unwirklich an, endlich das zu tun, auf das ich mich so lange vorbereitet habe. Als das Flugzeug auf die Startbahn gerollt ist, dachte ich: So, jetzt fängt es richtig an. Aber ich konnte es nicht ganz glauben. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben.

Am Flughafen in Stockholm wurden wir von den “Leaders” empfangen, die das Arrival Camp leiten. Nach einer kurzen Autofahrt kamen wir schließlich auf eine kleine Insel im Mälarsee, wo das Camp stattfand. Für mich gab es dort nicht sehr viele neue Informationen, da es vor allem um die schwedische Kultur ging. Vergleicht man Detuschland und Schweden, sind da nun mal wesentlich weniger Unterschiede als zwischen den USA und Schweden. Aber es war schön, mit so vielen Jugendliche von so unterschiedlichen Orten an einem Fleck zu sein.

Am Samstag wurde es dann ernst: viele von uns mussten schon morgens abreisen, um rechtzeitig zu ihren Familien zu kommen. Andere – wie ich- wurden abgeholt. Nachdem die Koffer gepackt und das Haus geputzt war, mussten wir immer noch zwei Stunden warten, bis wir unsere Familie treffen konnten. Dabei waren sie alle schon da- sie hatten ein Treffen am selben Morgen in einem anderen Gebäude. Wir spielten also zwei Stunden lang Spiele und hatten genügend Zeit, um so richtig nervös zu werden: Wie soll ich sie begrüßen? Was sage ich bei der Heimfahrt? Was, wenn ich sie nicht erkenne?

Letztendlich war es soweit und wir durften alle zusammen zu unseren Familien, die auf einem kleinen Platz warteten. Jeder wusste, das dieser Moment einer der eindrücklichsten im gesamten nächsten Jahr werden würde. Nach einigem Starren und Suchen fand ich dann auch meine Gastmutter und meine jüngste Gastschwester. Wir fuhren zusammen nach Hause, wo ich meine andere Gastschwester und meinen Gastbruder kennenlernte.

Heute schließlich war mein Geburtstag. Ich wurde morgens von meiner Familie mit einem Lied geweckt und habe Geschenke und Kuchen am Bett bekommen. 🙂

Mittags waren wir baden und gegen Abend habe ich mit meinen Gastgeschwistern Blaubeeren im Wald gesammelt. Es war ein wirklich schöner, wirklich schwedischer Geburtstag 😉

Übermorgen beginnt die Schule und ich bin sehr gespannt, wie ich mich dort schlagen werde…