Plzeň, orientační běh a víc – Pilsen, Orientierungslauf und mehr

Nach relativ langer Zeit melde ich mich nun endlich mal wieder und es gibt wie jedes Mal einiges, was ich euch gerne erzählen möchte, in knappen mehr als einem Monat passiert ziemlich viel, und ich fange einfach mal so gut wie möglich an, alles der Reihe nach zu erzählen.

Da meine Gasteltern aus gesundheitlichen und arbeitsabhängigen Gründen einen zweiwöchigen Aufenthalt in einer tschechischen Thermalbadstadt, oder wie das richtig heißt, finanziert bekommen hatten, haben meine Gastschwester und ich für die zwei Wochen bei der Gastoma gewohnt. Diese wohnt nur rund einen Kilometer (=ein paar Häuser) weiter und hat sich richtig gefreut, dass etwas los war. Insgesamt habe ich die zwei Wochen sehr genossen, ich habe mich mit den Großeltern super verstanden, habe mich wohlgefühlt und nebenan von ihnen wohnt eine meiner besten Freundinnen. Ich habe mit der Oma gebacken, gekocht und ferngesehen, habe viel Zeit mit den Nachbarn verbracht und das Wetter wurde auch immer frühlingshafter, sodass ich auch mal wieder mein Fahrrad herausgeholt habe. Ich bin irgendwo nach Polen gefahren, und als ich noch kaum mehr richtig wusste, ob ich auch wieder zurückfinde und gerade einen ziemlich langen Berg hochgefahren bin, hat auf einmal ein Fuchs keine zehn Meter vor mir die Straße überquert! An die Rehe und Hasen, die mir beim Laufen begegnen, bin habe ich mich schon einigermaßen gewöhnt, aber ich hatte noch nie einen Fuchs in der Natur gesehen.

Am Wochenende, nachdem meine Gasteltern wieder zurückgekommen waren, bin ich mit drei anderen Austauschschülerinnen nach Pilsen gefahren. In den Wochen vorher hatte ich schon fleißig geplant, was es dort so anzuschauen gibt, und ich glaube, das Wochenende ist wirklich gelungen. Freitag früh sind wir alle losgefahren und haben uns in Prag am Hauptbahnhof (ohne auch nur ein einziges Mal telefonieren zu müssen!!!) getroffen. Danach fuhr unser Zug nach Pilsen und schon auf der Fahrt war die Laune super. In Pilsen selber – der europäischen Kulturhauptstadt 2015 – mussten wir dann erst einmal feststellen, wie klein die Stadt ist – was am Ende dann eigentlich nur ein Vorteil war, denn alle Entfernungen ließen sich zu Fuß zurücklegen und wir haben echt viel gesehen. Nachdem wir dann in unserer interessanten Pension unsere Sachen gelassen hatten (sie war eine der billigsten und sah dementsprechend natürlich auch so aus, aber wir hatten sehr viel Platz auf unserem Zimmer und waren eh nur zum Schlafen und Frühstücken dort), haben wir uns auf den ersten Erkundungsweg in die Stadt gemacht. Nach erstem Museums- und Cafébesuch haben wir uns abends mit einer YFUlerin im Kino getroffen(sie ist gekommen, um zu sehen, dass alles in Ordnung ist). Wir hatten uns auf den Film ,,American Sniper´´ geeinigt, der zwar ein sehr guter Film ist, jedoch gleichzeitig ein ziemlich harter, der mich auch lange danach noch nicht losgelassen hat. Von den Eindrücken des ersten Tages geschafft, sind wir abends für YFU-Verhältnisse sehr früh schlafen gegangen und am nächsten Morgen pünktlich um neun zum Frühstück erschienen. Am Samstag waren wir wieder in einem Museum, dann noch im unterirdischen Gewölbe Pilsens und am frühen Nachmittag haben wir uns mit Austauschschülerinnen von AFS getroffen, die in Pilsen wohnen. Mit ihnen waren wir in einem sehr interessanten Café, das eigentlich wie ein großes Wohnzimmer mit angeschlossener Küche eingerichtet war und in dem wir auch die Schuhe ausziehen mussten. Kaffee und Tee hat man sich selber gekocht, die Kaffeebohnen sogar von Hand gemahlen und man konnte sich in einem großen Kühlschrank, der mit Torten, Sandwiches und vielem mehr gefüllt war, bedienen. Am Ende hat man das gezahlt, was einem der Besuch wert war und nachdem wir uns noch auf der Wand mit Edding verewigt hatten, sind wir zurück in unsere Unterkunft, denn am Abend stand noch ein weiterer Punkt auf dem Programm. Wir wollten noch ins große Theater gehen, wir hatten Karten für das Ballett ,,Anna Karenina´´. Wir haben uns also fertig gemacht, waren noch schön essen und dann sind wir ins Theater gegangen. Die Vorstellung war sehr schön und zur Abwechslung sind wir auf ziemlich viele Touristen getroffen. Diese hatten wir vorher höchstens bei unserer Führung unter der Erde gesehen, doch auf einmal hörte man von überall Deutsch. Sonntag war dann schon unser Abreisetag und nach einem Besuch in einer echt sehr empfehlenswerten Ausstellung (,,Galerie Jířího Trnka´´) fuhr auch schon unser Zug zurück. Als wir schon im Zug saßen, kamen uns Zweifel, ob es denn auch der Richtige ist: in der deutschen Ansage wurde eine ganz andere Nummer durchgesagt, als auf unserem Ticket stand. Also waren wir ziemlich aufgeregt, bis jetzt war schließlich alles so gut gelaufen.. aber die Nummer des Zuges war nur falsch übersetzt worden und wir mussten nur Abteil wechseln;). So ging also unser schöner kleiner Trip zu Ende, wir hatten ganz viel Spaß, haben unglaublich viele interessante Dinge gesehen und erlebt und die Zeit miteinander mal wieder genossen. Hier hänge ich noch ein paar Bilder an:):

Auf dem ersten sin wir vier vor der Großen Kathedrale auf dem Marktplatz, auf dem zweiten vor einem Werbeschild der europäischen Kulturhauptstadt. Auf dem nächsten könnt ihr ein Kunstwerk in einem Park sehen, auf dem vierten sind wir im Pilsner Untergrund un das letzte ist der Blick auf die Stadt und gleichzeitig die Aussicht aus den fenstern unseres Lieblings-Crosscafés. (Crosscafé ist eine tschechische Café-kette, die mindestens genauso gut wie Starbucks schmeckt, aber wesentlich billiger ist.)Tschechien_8_2

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Am nächsten Wochenende gab es wieder Programm: In unserem kleinen Dorf wurde ein Kinderkarneval organisiert, mit anschließender ,,Afterparty´´ für die Größeren. Also bin ich am Freitagabend noch mit Tische und Stühle tragen, Luftballons aufblasen und den Saal schmücken gegangen. Am Samstagnachmittag habe ich dann am Getränkestand geholfen und so vielleicht ein paar Leute angesteckt.. denn zur Afterparty konnte ich schon nicht mehr gehen, sobald wir zu Hause waren, ging es mir nicht mehr gut und den ganzen Sonntag und Montag lag ich nur herum. Jetzt konnte ich nur Daumen drücken, dass das Ganze bis zu diesem Wochenende wieder vorbei sein würde, denn mein erster richtiger Orientierungslauf wartete auf mich!

Und nachdem ich mich die ganze Woche so gut wie nur möglich geschont hatte, mir meine Gastmutter jedoch nie glauben wollte, dass es mir schon besser geht, bin ich Samstagmorgen um halb sieben dennoch mit Freunden los zum Wettkampf gefahren. Das war die allerbeste Entscheidung, die ich hätte treffen können, denn ich habe gestern meinen neuen Lieblingssport erst richtig für mich entdeckt und auf diese wunderbare Erfahrung hätte ich unmöglich verzichten können! Als wir nach zweieinhalbstündiger Fahrt angekommen waren, erlebte ich zum ersten Mal, wie so ein Orientierungslauf abläuft (ja, im wahrsten Sinne des Wortes, aber Spaß beiseite). Zunächst haben wir uns kleine Zettel abgeholt, auf denen die Kontrollpunkte unserer jeweiligen Kategorie genauer beschrieben waren. Als mich mein Trainer dann noch mit Chip (für die Kontrollpunkte) und Kompass ausgerüstet hatte, haben wir uns langsam in Richtung Start begeben. Die anderen, die auch mit mir trainieren, hatten genaue Startzeiten, da sie nicht mehr in der Einsteiger-Kategorie laufen, aber die Mutter einer Freundin ist dann mit mir gelaufen, da sie die gleiche Strecke hatte und nicht wollte, dass ich verloren gehe:). Am Start holt man sich dann erst einmal die Karte ab, auf der die Kontrollen der jeweiligen Kategorie eingezeichnet sind. Mit dieser Karte läuft man dann zum Kartenstart, wo man sich orientiert und dann zur ersten eingezeichneten Kontrolle läuft. Insgesamt lief es bei uns super, wir haben nur bei einer Nummer sehr viel Zeit beim Suchen verloren, aber sonst hat es einfach riesigen Spaß gemacht! Beim Orientierungslauf muss man sich seinen eigenen Weg suchen und das nicht nur auf eigezeichneten Wegen, sondern einfach so im Wald. Wo ich vor einem Jahr nie auch nur auf die Idee gekommen wäre, rumzurennen, war das gestern selbstverständlich und hunderte andere haben das genauso gemacht. Nach ein bisschen mehr als 50 Minuten war ich dann zurück im Ziel, die letzten zwei (von insgesamt zehn) Stationen bin ich sogar alleine abgelaufen. Wir (die Familie einer Freundin, bei der ich mitgefahren bin, und ich) sind nach dem Wettkampf dann noch in die nächste Stadt (Poděbrad) gefahren und haben uns dort noch ein bisschen umgesehen und den Nachmittag verbracht. Abends bin ich einfach nur glücklich nach Hause gekommen und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Möglichkeit, einen Orientierungslauf zu laufen und muss mich unbedingt danach in Deutschland umsehen (keine Sorge, beim Hockey bleibe ich!:)).

Auf dem ersten Bild hier könnt ihr einen Teil des Zeltzentrums bei dem Lauf sehen, das zweite Bild zeigt meine Ausrüstung für den Wettkampf und das letzte habe ich im Innenpark der Burg in Poděbrad gemacht, dort waren alle möglcihen europäischen Länder auf Herzen gemalt dargestellt – hier die zwei tschechischen, ein deutsches gab es auch, das Bild habe ich aber eider noch nicht;).

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Heute ging hier schon auf einer Art Ostern los, die typisch tschechisch ist. Da nächsten Montag die Jungen und Männer der Tradition nach dran sind und mit Osterruten von Haus zu Haus gehen, Lieder singen und die Mädchen und Frauen schlagen und dafür dann Ostereier, Süßigkeiten, Kleingeld oder Schnaps bekommen, waren heute wir an der Reihe. Mit Anežka, Šárka, Klárka (Cousine) und Jára (Tante) sind wir in unserem Dorf von Haus zu Haus gegangen und haben ziemlich viele Süßigkeiten einkassiert;). Die Erfahrung war eine ziemlich lustige und ich bin schon gespannt auf nächste Woche.

Auf dem Bild v.l.n.r.: Meine Gastmutter Šárka,  Klárka, Jára und ich – in der ersten Reihe steht noch ein anderes Mädchen aus unserem Dorf, das wir getroffen haben, meine Gastschwester wollte nicht mit aufs Bild. Wir hatten gerade an der Tür geklingelt und nach Schlagen und Singen Süßigkeiten bekommen;).

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Das war mal wieder das Neueste von mir aus Tschechien, ich muss noch anfügen, dass die Zeit einfach unglaublich schnell davonrast und mir noch ziemlich genau drei Monate bleiben, in denen ich schon jetzt ziemlich viel vorhabe. Ich freue mich riesig auf all das, was ich hier noch erleben werde und möchte hier jetzt mal allen danken, die mir das hier ermöglicht haben und mich in nicht so leichten Zeiten immer wieder aufmuntern:)). Danke für schöne Briefe, Päckchen und Nachrichten:). Ich denke, das reicht für heute mal wieder, ich denke, das nächste Mal melde ich mich vielleicht eher, es wird viel zu erzählen geben, denn es steht eine Jugendfreizeit über Ostern, eine Reise nach Frankreich, ein YFU-Treffen mit den Austauschschülern, die in Ungarn sind, und noch einiges mehr auf dem PlanJ.

Mějte se moc hezký a přeju vám krásné Velikonoce,

Natalie

Endlich Ferien!

Sonne, Strand und Meer. Mal ehrlich, so stellt sich doch fast jeder Deutsche den perfekten Urlaub vor, oder liege ich da falsch? Diesen perfekten Urlaub habe ich hier in Ecuador erleben duerfen. In den diesjaehrigen Halbjahres- und gleichzeitig Faschingsferien ging es fuer mich endlich an die Kueste Ecuadors, genauer gesagt nach Crucita, ein kleines Kuestenoertchen. Dort verbrachte ich mit meiner Familie die kommenden Feiertage und muss sagen, dass sich die Costa wirklich starkt von der Sierra unterscheidet. Nicht nur an der komplett anderen Landschaft faellt es auf, auch dann wenn man mit Schweiss auf der Stirn im Auto sitzt und darauf wartet, dass die Klimaanlage anfaengt, ihren Dienst zu tun. Waerend man hier in der Sierra die gefuehlten 25 Grad, normalerweise nicht ueberschreitet, waere dies in der Kueste schon ein „kalter“ Tag. Das „pollo“, „Huehnchen“ der Sierra wird an der Costa gegen den „pescado“ „Fisch“ ausgetauscht. Aber egal wohin man in Ecuador kommt, man kann sich sicher sein, Reis gibt es immer zu essen! Dann sind die Menschen der Kueste auch ganz anders. Sie sprechen schneller und haben noch dazu eine viel schlechtere Aussprache, als die Menschen in den Anden. Statt „pescado“, lassen sie einfach das S weg und sagen „pecado“. „Buenas dias“ wird zu „Buena dia“. Kleinigkeiten, aber dennoch Dinge, die einem sofort auffallen, wenn man nur 3 Stunden westlich faehrt. In den Restaurants der Kueste kann man von morgens bis abends Fisch und alle anderen moeglichen Meeresfruechte essen, etwas, was mir total gut gefallen hat. So lecker das Essen dort! Ein typisches Gericht ist „chevice“, eine kalte Suppe mit viel Zitrone. Je nachdem, wer sie zubereitet, findet man sie auch mit Tomaten oder Gurken vor. Von der „chevice“ gibt es unterschiedliche Typen. Es gibt sie mit Fisch, Garnelen oder Muscheln. Die mit Garnelen ist mein persoenlicher Favorit. Serviert wird sie normalerweise mit „chifles“, das sind Bananenchips der „platano verde“, der gruenen Banane und sie werden zerstreuselt und uber die Suppe gegeben. So lecker! Ueberhaupt wird an der Kueste viel gruene Banane gegessen, die viel anders schmeckt, als die gelben, die wir in Deutschland kaufen koennen. Wenn sie in Oel gebacken werden heissen sie „patacones“ und werden eigentlich wie der Reis auch, zu jedem Fischgericht serviert. Genug vom Essen geschwaermt!

Der Strand an dem wir waren, war schoen gewesen, azulblaues Wasser, welches bis lange nach Sonnenuntergang nicht an Waerme verlor. Wir badeten, baueten Sandburgen, machten einen kurzen Ausflug nach Manta, eine Stadt, etwa 1 Stunde von Crucita entfernt, und spielten Karneval. Ja, in Ecuador „spielt“ man Karneval. Es ist so komplett anders als in Deutschland! Waehrend ich mir zuhause schon Wochen vorher Gedanken mache, als was ich mich verkleiden koennte, spielt es hier einfach gar keine Rolle. Am letzten Schultag vor den Ferien versammelten sich alle Schueler von allen Schulen der Stadt im Zentrum. Jeder Passant bekam auch schon gleich ein Geschenk von der Jugend mit auf den Weg. Anstatt mit Bombons und Blumen wir hier mit Wasserbomben, Mehl, Huehnerfutter und die Eieren geworfen. Auch mit Fingerfarben wurde nicht gegeizt und nachdem meine Freundinnen und ich die Hauptstrasse durchquert hatten, konnte man uns den Spass, den wir auch wirklich hatten, total ansehen. Die Gesichter blau, gelb, rot und schwarz gefaerbt und die Haare weiss vom Mehl. Auf der Schuluniform klebte das Eigelb. Das hoert sich vielleicht etwas ekelig an, aber es war einfach nur lustig! Ach ja, nicht zu vergessen naetuerlich die „kareoka“ so etwas wie Rasierschaum. Sehr beliebt hier. Damit wird herumgesprueht bis zum geht nicht mehr. Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass der Karneval hier mal etwas komplett anderes war, ich den deutschen ein bisschen vermisst habe, aber den in Ecuador voll ausgeschoepft habe.

Tut mir leid, dass es mal wieder so lange gedauert hat, bis ich mich gemeldet habe, aber die Zeit vergeht hier einfach wie im Flug und oft finde ich einfach keine.

Euch Allen wuensche ich jetzt ein schoenes Osterfest, ihr werdet wieder von mir hoeren ;).

Viele Gruesse!

Vanesssa

das ich trotz das ich noch nicht fliessend finnisch sprechen kann, keine schlechte Austauschschülerin bin

Die Zeit rennt und rennt.
Der Vanhat (Ball) und auch die Lapplandreise, in meinen Winterferien ist schon länger her.
Nur noch knapp 4 Monate werde ich hier oben leben und gar nicht mehr lange dann fängt auch mein 5. und letztes Jakso an. Ich bin noch am überlegen der Fächer, denn ich möchte, dass das letzte Jakso besonders gut wird.
Ich glaube die Schule werde ich auch vermissen. Meine Schule ist recht gross und viel unpersöhnlicher als meine erste Schule. Aber ich mag sie trotzdem. Nach ein paar schwierigkeiten am anfang hab ich jetzt auch ein paar finnische Freunde gefunden, auf die ich zählen kann. Ich hoffe ich kann die Freundschaften noch ein bisschen vertiefen.
Und an die 75 min. Stunden kann man sich auch schnell gewöhnen. Mit laptops wird hier allerdings nicht gearbeitet, nur die Lehrer. Es gibt zwar auch eine Tafel, aber die wird so gut wie gar nicht benutzt.
Nur Vokabeltests werden über i Pads gemacht.
Allerdings muss ich sagen, nachdem viele dachten das die Klassen sehr klein sind und auf jeden eingegangen werden kann, das es nicht ganz so ist. Ich bin öfter in Kursen mit 30 + Schülern.
Ich verstehe Fächer wie Gesundheitslehre allerdings immer noch nicht viel, aber zum Glück darf das Handy jederzeit benutzt werden. 😀
Aber auch mein finnisch wird immer besser. Nein ich kann noch nicht fliessend sprechen, ich bin dadurch aber auch kein schlechter Austauschschüler. Ich dachte, habe erwartet, bevor ich nach Finnland gekommen bin das ich nach einem halben Jahr sicherlich schon finnisch kann. Das kam gar nicht anders in Frage. Naja in der Realität sah das ein bisschen anders aus. Grade in meiner ersten Gastfamilie, da alles nicht so toll lief, war meine Motivation sehr gering.
Im November hatte ich dann 2 finnisch Tage in meiner Gastfamilie. Im Dezember wollte ich ganz auf finnisch umsteigen, leider hat das nicht so ganz funktioniert.
Also konnte ich zum neuen Jahr immer noch kein finnisch. Und jetzt als der März anfing, da kam doch wieder das nicht so wohle Gefühl und die Angst das ich abreise und immer noch Englisch spreche. Da aber auch meine Gastfamilie nicht so leicht vom Englisch runter kommt, muss ich jetzt meinen ganzen Mut zusammen nehmen und mich überwinden. Und immer wenn mich jemand auf Englisch fragt oder etwas sagt auf finnisch antworten und auch in der Schule. Ich habe es mal ausprobiert und es ist gar nicht schlimm wenn ich mal ein paar Wörter nicht weis oder es nicht verstehe. Aber es ist ein tolles Gefühl finnisch “leicht” zu können. Und kleine Erfolge sind das tollste auf der Welt ;). Und nur so kann es besser werden. Denn auch meine 2. Finnischkurse helfen nicht, wenn ich nicht spreche. Ich habe mir zudem auch eine liste gemacht, immer wenn ich ein Wort nicht weis schreib ich es auf, und kann es dann gut lernen.
Es wurde gesagt, das zweite halbe Jahr wird viel besser als das erste halbe Jahr. Ich hab viele tolle Erfahrungen, aber auch nicht so tolle gemacht. Egal in welchen halben Jahr und ich habe auch festgestellt, dass das Heimweh auch im zweiten halben Jahr auftreten kann und das ist auch gar nicht schlimm. Ich glaube die Gefühlsachterbahn wird das ganze Jahr weiter fahren. Auch am Ende werde ich mich wahrscheinlich sehr freuen nach Hause zu kommen, aber es auch sehr traurig finden das hier alles zu verlassen.
Ich werde jedoch jetzt noch die letzten Monate geniessen.

Ein sehr langer Post und wovon ich eigentlich erzählen wollte ist noch gar nicht dabei. Deswegen belasse ich es erstmal dabei und werde das andere noch mal aufschieben und von Zuhause schreiben und dann auch Fotos einfügen