Mein neues Leben hier in Ecuador

Nachdem sich in meiner vorherigen Familie hat die Lage mit der Zeit immer mehr angespannt und ich gemerkt habe, dass dort Persönlichkeiten aufeinander getroffen sind, die nicht Zusammenleben können, habe ich beschlossen mich an YFU zu wenden und über einen eventuellen Gastfamilienwechsel zu reden. Daraufhin habe ich mit meinem Area Representative geredet und ihr erklärt wie ich mich fühle und dass ich glaube, dass es für alle Betroffenen besser wäre, wenn ich die Familie wechseln würde. Gespräche mit meiner Familie und meiner Organisation haben nicht wirklich zum positiven beigetragen, so dass sich meine Familie immer mehr von mir abgewendet hat und ich mich immer schlechter gefühlt habe. Denn manchmal passt es einfach nicht und so habe ich nach 2 Monaten, am 19.10.2014, die Gastfamilie gewechselt.

Ich wohne jetzt bei einer Klassenkameradin dessen Familie sich, nachdem sie von meinen Problemen erfahren hat, dazu bereiterklärt hat mich für den Rest des Jahres gerne aufzunehmen.

Meine neue Familie lebt in Salcedo, einem kleinen Ort nahe Latacunga, etwas ländlicher und mit vielen Tieren. Ich lebe zusammen mit den Großeltern in einem Haus und meine Gasteltern leben mit ihren Töchtern (9 & 17 Jahre alt) in dem anderen Haus, welches gegenüber liegt. Die Familie in der ich jetzt wohne ist katholisch und jeden Morgen, auf dem Weg zur Schule, wird gebetet. Am Anfang kam mir das alles noch ein bisschen komisch vor, mittlerweile jedoch ist es für mich schon normal dass alle zusammen ein Gebet aufsagen. Meine Gasteltern sind außerdem ein bisschen strenger was das ausgehen auf Partys angeht, was mich aber nicht sonderlich stört, da ich jetzt endlich zusammen mit einer Familie wohne mit der ich klarkomme und die bereit ist mir bei allen meinen Problemen zu helfen.

In dem einen Monat, den jetzt schon hier lebe habe ich unglaublich viele Erfahrungen gesammelt und Probleme überstanden. Auch wenn ich am Anfang einem Gastfamilienwechsel aus dem Weg gehen wollte war es am Ende doch die richtige Entscheidung. Meine neue Familie hat vielleicht nicht den Reichtum oder die Lockerheit wie andere Familien; was diese Familie jedoch hat ist Liebe, die sie bereit ist mit mir zu teilen. Zum Abschluss kann ich also sagen dass ich mir gut vorstellen kann hier die nächsten Monat, bis zu meiner Abreise, zu verbringen.

An meinem Leben hier sonst hat sich nicht wirklich was geändert. Ich gehe weiterhin zur gleichen Schule und stehe jeden Morgen total verschlafen aus. Langsam beginnen hier die Weihnachtsvorbereitungen und es wird klar dass Weihnachten hier total anders gefeiert wird als in Deutschland. Aber dazu werde ich euch nach dem Fest mehr erzählen.

Bis dahin, alles Gute nach Deutschland

Eure Amina

Der Dschungel Ecuadors – ¡Viaje al Oriente!

Tag 1 / Tag 2
Am 5 November ging es für mich und 43 andere Austauschschüler, aus der ganzen Welt, in den Dschungel Ecuadors. Zwischen drückender Hitze, vielen kleinen Insekten, dem Amazonas und eigenartigen örtlichen Köstlichkeiten verbrachten wir die nächsten Tage.
Am Mittwoche fuhr ich also mit den anderen YFU-Schülern aus Latacunga los nach Quito, wo wir auf viele bekannte Gesichter trafen. Nachdem wir dort die erste Nacht verbrachten ging es am nächsten Morgen früh los und zusammen mit allen Austauschschülern machten wir uns auf den Weg in den Dschungel, den wir nach ca. 5 – 6 Stunden Busfahrt erreichten.

Von dem Busfahrer wurden wir an einem Fluss abgesetzt, wo uns breites kleine Motorboote erwarteten um mit uns zum Hotel “La Casa del Suizo” zu fahren. Wir zogen uns unsere Schwimmwesten an und stiegen in die wackeligen Boote ein. In ein Boot passten jeweils 10 – 12 Leute und sobald ein Boot voll war ging es auch schon über denAmazonas, in schwüler Hitze, zwischen dem Dschungel, zum Hotel. Die Luft, die uns während der 10 – 15 Minuten langen Fahrt ins Gesicht wehte lies mich dabei die unglaubliche Wärme vergessen.

Mit diesen Booten wurden wir zum Hotel gefahren

 

Im Boot, auf dem Weg zum Hotel

 

Am Hotel angekommen stiegen wir aus und gingen hoch, wo uns unsere Zimmer mitgeteilt worden. Für mich ging es mir drei weiteren Mädchen aus Deutschland, Belgien und Kanada auf ein Zimmer. Nachdem wir Zeit hatten uns das Hotel und die Landschaft anzugucken und uns in den Hängematten auf den Balkonen auszuruhen ging es zum Mittagessen. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit und haben diese überwiegend im Pool des Hotels verbracht.

Tag 3

Am darauffolgenden Tag, Freitag, gab es um 7:30 Uhr Frühstück und kurz danach, um 9 Uhr, machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zum richtigen Dschungel. Also fuhren wir mit den Booten den Amazonas runter bis wir ein Schild sahen, dass “La Casa del Suizo” sagte. Dort angekommen wurden wir in zwei Gruppen mit jeweils 22 Schülern aufgeteilt. In Gummistiefeln, viel zu wärmen Klamotten und drei Schichten Insektenschutz auf der Haut ging esrein in den Dschungel.
Von allen Seiten war man von großen Pflanzen und den Geräuschen des Dschungels umgeben. Ab und zu lief einem ein kleiner Frosch oder eine kleine Spinne über den Weg und man müsste wackelige Brücken überqueren um auf die andere Seite zu gelangen.

Nachdem wir ca. 1 1/2 Stunden durch den Dschungel gewandert sind erreichten wir die Spitze desBerges, die uns eine unglaubliche Aussicht auf die von Dschungel bedeckte Landschaft und den Amazonas bot. Bevor es weiterging hatten wir Zeit umFotos zu machen und uns von den vielen Treppen, die wir zuvor hochgelaufen waren, zu erholen. Von dort aus ging es den Berg wieder runter und nach ca. einer halben Stunde kamen wir wieder unten an.

Um und abzukühlen und zu entspannen führen wir, nachdem wir uns umgezogen hatten, auf kleinen Holzflößen den Amazonas lang, bis das Wasser tief Genus war um schwimmen zu gehen. Um 13 Uhr ging es dann wieder zurück zum Hotel um etwas zu essen, bevor es um 15:30 Uhr losging um einheimische Familien zu besuchen. Insgesamt besuchten wir drei Familien die uns zeigten wie sie leben, uns ekelhafte Getränke wie “Chicha” zum probieren gaben und uns in ihren Geschäften die Möglichkeiten haben selbsthergestellte Produkte zu kaufen. Als wir Abends wieder am Hotel ankamen gingen einige von uns im Pool schwimmenoder verbrachten den Abend in Ihrem Zimmern, zusammen mit anderen Austauschschülern.

Eine Einheimische stellt “Chicha” her

Tag 4

Am Samstag ging es für uns wieder um 9 Uhr los. Diesmal führen wir zu einem Auffanglager für exotische Tiere, die in falschen Lebensräumen gehalten wurden und nun rehabilitiert werden um vielleicht wieder in ihren richtigen Lebensraum entlassen zu werden. Wir verbrachten dort ungefähr eine stunden bevor es weiterging um mit den Schwimmreifen vom Hotel die Strömung des Amazonas runter zu schwimmen, bis wir an eine kleine Klippegelangten von der wir mit einer Liane ins Wasser springen konnten.

Später am Nachmittag, nachdem wir unser Mittagessen beendet hatten, gingen wir zu Fuß zu einem Schmetterlingshaus, wo wir Zeit hatten Fotos zu machen und uns die bunten Schmetterlingsarten des Orients anzugucken. Danach hatten wir Freizeit und am Abend ging ich mit einigen anderen Austauschschülern in einen kleinen Club um den letzten Abend auf Ecuadorianische Weise ausklingen zu lassen.

Tag 5

Am fünften Tag, Sonntag, ging es um 11 Uhr zurück nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, welche wir nach 7 Stunden Busfahrt erreichten. Dort verbrachten wir noch eine Nacht bevor es am nächsten Morgen in Bussen zurück in die verschiedenen Städte ging.

Die Reise in den Dschungel war meine erste Reise mit YFU und auf jeden Fall ein unglaubliches Erlebnis und eine einmalige Chance, die man auf jeden Fall nutzen sollte wenn sie sich einem bietet! Denn auch wenn es anstrengend war und ich den Dschungel und seine Hitze manchmal verflucht habe, sieht man den Amazonas, wenn man ihn überhaupt sieht, wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben.

Die Aussicht von der Spitze des Dschungels

Carpe diem

หวัสดีจา

“Nutze den Tag.” Nun, diese Uebersetzung des beruehmten Ausspruchs “Carpe diem!” von Horaz kennt wohl jeder. Genau wie “Geniesse den Tag”. Es ist unglaublich einfach, seine Tage im Austauschjahr unter diesem Grundsatz zu verbringen: etwas Offenheit, vermischt mit Neugier und ein paar Loeffeln Geduld und gutem Willen. Eine Prise Humor gehoert auch dazu, obendrauf noch das Talent, den Moment zu leben. Gut, etwas Glueck braucht man natuerlich auch, das stimmt. Aber packt diese Dinge ein in euer Austauschjahr und ihr seid sehr gut geruestet.

Also man kann Tage ja auf vielerlei Art und Weise nutzen. Einmal kann man den Briefstau abarbeiten, der sich langsam angesammelt hat, man kann Thai ueben, sein Zimmer aufraeumen, das Auto mal wieder sauber machen. Oder man unternimmt etwas mit Freunden, oder macht sich einen schoenen Tag mit der Gastfamilie, gerade die Ferien bieten da viel Spielraum. Mittlerweile sind sie zwar schon wieder vorbei, aber ich blicke zurueck auf sehr, sehr ereignisreiche Wochen: ich konnte Freunde im Internat meiner คุณแม่ besuchen, war auf dem YFU-Midyearcamp und hatte mit allen anderen Austauschschuelern einer wundervolle (und schlaflose) Zeit, wurde letzte Woche spontan zur Pianistin des Schulchores gemacht und bestritt mit diesen supertollen Leuten dann ebenso spontan (aber erfolgreich) einen Wettbewerb vergangenes Wochenende, auch das Wegfahren kam nicht zu kurz – meine Gastfamilie nahm mich mit in vier verschiedene Provinzen. Unsere freien Wochen konnten meine Gastfamilie und ich, da wir ja alle Ferien hatten, sehr viel gemeinsam nutzen. Zu Hause beim Spiele spielen oder Filme schauen, aber auch bei den weniger interessanten Taetigkeiten wie Putzen oder Kochen. Wir besuchten meine Gastschwester im Isaan, haben einen Pavillon im Garten aufgebaut, ein Federballturnier mit den Nachbarskindern veranstaltet. Wir trieben so dahin, Plaene gab es keine, man konnte einfach schauen, was der neue Tag so bringen wuerde. In den Ferien habe ich auch eine Art Schulunlust entwickelt. So sehr ich mich auch darauf freute, meine Freunde wiederzusehen… Ferien bleiben Ferien, und ich hoffe, richtig zu gehen wenn ich annehme, dass ein jeder Schueler, haette er die Wahl, Ferien der Schulzeit vorziehen wuerde.

Ich persoenlich habe bemerkt, dass das Tage geniessen meistens nur unterbewusst ablaeuft und ich mir nur in den seltensten Momenten wirklich darueber klar werde, wie hoch ich innerlich huepfe. Erst heute aber habe ich in einer sehr passiven Lage aktiv den diem gecarpt, und zwar sass ich zu besagtem Zeitpunkt mit ein paar Freunden bei stroemendem Regen vor der Kopiererhuette unserer Schule. Gemeinsam lauschten wir dem Trommeln der Tropfen auf dem Wellblechdach und dem leisen Surren der Drucker, waehrend wir uns ueber Gott und die Welt unterhielten und darauf warteten, dass uns der Rueckweg zum Klassenzimmer freigegeben wuerde. Unbewusst streift einen das Hochgefuehl um einiges haeufiger. Im Nachhinein faellt mir das oft auf, an Tagen, an denen ich beispielsweise in meinem holprigen Thai ohne ein einziges englisches Wort ueberlebt habe. Wenn einem immer wieder irgendetwas daemmert – dass warm duschen ein wirkliches Privileg ist beispielsweise, oder dass Ketchup den Thais wohl zu allem schmeckt, vom Toast ueber die Pizza bis hin zum Ei. Oder aber an dem Punkt, an dem man sich wirklich zu Hause fuehlt und wenn man auf die Postkarte der Gastschwester aus Japan mit einem Brief aus Chiang Mai antwortet.

Eine weitere Erkenntnis der anderen Art war fuer mich die, dass Thailand ein Land der offenen Tueren ist. Und das meine ich woertlich. Die allermeisten Haeuser weisen weder eine Klingel noch sonst irgendeine Vorrichtung auf, mit der sich Besuch ankuendigen kann, und unter Tags ist die Haustuer eigentlich immer unverschlossen, es sei denn, es ist niemand zu Hause. Bei uns gehoert es dann auch dazu, dass immer wieder Gaeste hereinschneien, manchmal bringen sie bisschen was zu essen mit, manchmal sitzen sie bisschen im Wohnzimmer oder in der Kueche und reden miteinander, manchmal bedienen sie sich auch bloss aus dem Kuehlschrank und verschwinden dann gleich wieder. Auf der metaphorischen Ebene verhaelt es sich aehnlich. Auch wenn viele Thais am Anfang viel zu schuechtern sind, einen Falang anzusprechen, sind sie (wenn sie auftauen) furchtbar neugierig, stellen daher auch viele Fragen und – ganz wichtig – machen viele Fotos. Zu diesem Zwecke haben die Thais wohl auch eine Vorrichtung der etwas anderen Art erfunden. Sie selbst nennen es “Selfie-Stab”, das ist ein Teleskoparm, auf dessen Ende eine Halterung fuers Handy befestigt ist. Selbstausloeser einstellen, den Arm ausfahren, posieren, klick.

Die juengsten Ereignisse sollten an dieser Stelle auch abgedeckt werden, gerade ob der Tatsache, dass hier gestern ลอยกระทง (sprich “Loy Grathong”) gefeiert wurde. Loy Grathong bedeutet woertlich uebersetzt “ein Grathong schwimmen lassen”, und das ist eine wichtige Zeremonie am วันลอยกระทง. Aber vorweg, was ist jetzt dieses ominoese Grathong? Ganz allgemein: eine schwimmende Sache, die Leute in Thailand entweder kaufen oder selbst machen und die dann zu Ehren der Flussgoettin ins Wasser gelegt und vom Fluss fortgetragen wird. Normalerweise ist das Grathong aus vielen, vielen Blumen und Bananenblaettern und moeglichst natuerlich, damit der Fluss nicht verschmutzt und damit die Geister provoziert werden; es gibt aber auch Varianten aus einer Art Semmel, wo sich dann die (ohnehin schon viel zu gut gefuetterten) Fische freuen koennen. An Loy Grathong wird praktisch ueberall ein einziges Lied gespielt, der “Loy Grathong”-Song, der davon erzaehlt, dass im zwoelften Monat (des traditionellen thailaendischen Mondkalenders) getanzt wird und mit dem Grathong alle Sorgen dem Fluss uebergeben werden. Loy Grathong ist somit ein Fest der Erneuerung und der Liebe, aber auch in der Religion spielt es eine Rolle. Zu Ehren von Gautama Siddharta werden auf dem Grathong Raeucherstaebchen und eine Kerze befestigt und das Wegschwimmenlassen erinnert an die buddhistische Maxime, sich nicht von Hass oder Aerger leiten zu lassen.

Loy Grathong rueckte auch in der Schule immer naeher, die m4-Schueler konnten an einem Grathongbastelnachmittag teilnehmen, in meiner Thaimusikklasse spielten wir den Loi Grathong-Song, und da Phitsanulok am Nan-Fluss liegt, wurde die ganze Stadt in Erwartung vieler Gaeste wunderschoen dekoriert. Bei uns in der Familie mussten wir dann bisschen improvisieren, weil wir darauf gezaehlt hatten, mit einer Freundin ein Grathong zu machen, aber da sie die Einzige war, die sich damit auskannte, und sie dann aber doch keine Zeit fand, kauften wir am Abend des Fests einfach welche. Gross genug war die Auswahl jedenfalls – aber leider war unser Aufenthalt unter den Feiernden nur sehr kurz. Mein Gastvater schien zum Leidwesen meiner คุณแม่ und mir selbst weniger als nur “nicht angetan” von den vielen, vielen Leuten um uns rum und den Wolken, denen immer wieder ihre Last an Regentropfen zu schwer wurde. Wir machten daher leider nur ein paar Fotos, bevor wir schon wieder nach Hause fuhren, ein Grathong liessen wir auch nicht schwimmen. Was ich mir allerdings nicht nehmen liess, war, die tausenden und abertausenden Khom Loy, also Papierlaternen mit einem kleinen Feuer, der das Ganze zum Aufsteigen bringt, zu fotografieren. Es war mehr als beeindruckend, im Meer der Lichter zu stehen, den Blick nach oben zu richten und die eben noch so unscheinbaren… Papiertueten zu den Sternen schweben zu sehen. Und um einen rum noch mehr glueckliche Gesichter, in allen Augen glitzerte es im wahrsten Sinne des Wortes. Das war fuer mich ein wahrhaft magischer Moment. Und ich verstehe zwar, dass mein Gastvater schnell wieder heimwollte, weil wirklich sehr viele Menschen da am Fluss waren, aber ich finde, einmal im Jahr haette man das schon ein, zwei Stunden in Kauf nehmen koennen. Na ja, meine Gastmutter und ich haben beschlossen, das Loyen nachzuholen am Sonntag, mit meiner Freundin – und einem selbstgemachten Grathong. Hoffentlich sind die Flussgeister uns auch dann noch gewogen ^^

Einmal moechte ich noch auf “Carpe diem” verweisen. Die Lateiner unter euch moegen ja  wissen, dass das Tag geniessen beziehungsweise den Tag nutzen eine sehr freie Uebersetzung von carpere ist, die woertliche Uebersetzung waere viel eher pfluecken. Und obwohl hier vor einigen Wochen schon die “kalte Jahreszeit” angebrochen ist (mit Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad), wachsen einem im Garten die Fruechte praktisch direkt in den Mund. Wir koennen immer wieder Kokosnuesse “pfluecken”, die Zimtaepfel sind schon weg und die Mangos werden immer suesser – อร่อยมากๆ !

Wenn ich nicht jeden Tag aufs Neue so beinah schon kindlich begeistert waere, wuerde ich wahrscheinlich tausend Traenen weinen. Das Ende von Morgen kommt und geht in einer derart unverschaemten Geschwindigkeit, dass es verwunderlich ist, dass ich ueberhaupt noch mit dem ganzen Leben und so hier nachkomme – und bald ist schon Halbzeit, und dann gefuehlt noch dreimal schlafen, bis es zurueck nach Hause geht. Diese Erkenntnis hat mich erst gestern relativ schmerzlich aus dem tagtaeglichen Staunen gerissen; dieser Traum von Austauschjahr ist endlich und waehrend man ihn lebt, sollte man “Carpe diem” wohl in allen Ehren halten.

Ich wuensch euch allen was, macht’s gut! Viele liebe Gruesse,

Lea

 

P. S.: Ich hab Fotos versprochen, ich werd Fotos hochladen – sobald mich der Fotomanager von WordPress laesst. Nur Geduld, aufgeschoben bedeutet nicht aufgehoben ^.^
Edit: Es funktioniert! Theoretisch. Im Code sind die Bilder jetzt vorhanden (aber kann man sie auch sehen?)

Backen
Khanom
Khom Loi
Grathongbasteln
LoiGrathong

Hola del país del sol :)

Mir geht es momentan “simplemente fenomenal”: solangsam wird es Sommer, nächste Woche Dienstag habe ich Geburtstag, den Freitag darauf gibt es bis März Sommerferien und ich bin gerade von der ersten YFU-Reise zurückgekommen.
Wir waren in den Thermen bei Salto im Nordwesten des Landes von Freitag bis Sonntag. Es ist ein unglaubliches Gefühl sich einfach in einen Omnibus zu setzten, quer durchs Land zu fahre, dann plötzlich alle YFUler wiederzusehen und Erfahrungen oder Erlebnisse untereinander zu teilen.
Einfach nur mal SEIN und von morgens bis abends im warmen Thermalbad zu baden und dabei pausenlos Spaß zu haben und lachen. Und genau das durfte ich dieses Wochenende erleben. Es ist unglaublich wie wir uns alles in “uruguayos” transformiert haben und die enorme Entwicklung die wir emotional und sprachlich erlebt haben, so als hätte man uns einer Gehirnwäsche unterzogen.

Ich bin schon auf die Ferien gespannt; wir werden in unser Strandhaus nach Artilleros umziehen und dort den Sommer lang wohnen. Dazu kommt noch, dass es im Dezember zusammen mit mehr als 40 YFUlern nach la Paloma für eine Woche geht!

101 Tage

So,

und schon wieder ist ein Monat vergangen. Gestern haben wir Dänemarkaustauschschüler die “100-Tage-Marke” durchbrochen 🙂 Hier ist der Herbst jetzt vollständig angekommen und es ist super gemütlich geworden! Alle Bäume sind orange oder schon ganz nackig und ich glaub wir hatten schon hin und wieder nachts nahezu null Grad. Gerade habe ich überlegt wie man nahezu auf Deusch sagt, jaja langsam gehts los dass mir deutsche Wörter nicht einfallen… So ein komisches Gefühl!! Im Englischuntericht fällt es mir mega schwer Englisch zu sprechen und ich muss ewig überlegen und sag hin und wieder aus Versehen was dänisches 🙂 Nach der ersten Woche Arrival-Camp war ich relativ gutso im Englischen drin, jetzt hab ich das nicht mehr so wirklich ausserhalb des Unterricts benutzt und selbst da bevorzuge ich es (auch wenn wir das manchmal gar nicht dürfen! hihi). Also, das ist ne echt seltsame und so coole Erfhrung sich in einer Sprache die man bei weitem nicht perfekt spricht sich sicherer zu fühlen als in einer Sprache die ich schon EWIG lerne 🙂

Gestern hatte ich das erste Mal Dänischunterricht für die Austauschschüler an meiner Schule, wir sind insgesamt vier: Ein Mädchen aus Argentinien (sie ist mit Rotary in ihrer letzten Gastfamilie und wird noch vor Weihnachten nach Hause fahren…), ein Junge aus Australien (auch Rotary, glaube er muss nach Weihnahchten nach Hause) und einem Argentinier der kurz nach mir angereist ist. Auch Rotary. Wir haben noch mciht so richtig Unterricht gemacht sondern erstmal ein bisschen ‘hygge’ 🙂 also ein bisschen geredet und kennengelernt, die nächsten Stunden geplant… Sowas halt! Die Lehrerin ist super nett und das lustige ist: Sie ist auch Deutsch-Lehrerin! Sie meinte dann so dass wir ja auch so ab und zu mal nen kurzen Schnack auf Deutsch halten könnten, sie wolle das soch gerne nutzten eine Deutsche zu haben mt der sie ihr Deutsch nutzten kann 🙂 Da, die anderen noch nicht so sicher sind, Dänisch zu sprechen, haben wir beschlossen an der Schule wo sie sonst arbeitet (direkt nebenan) mal ein bisschen uns auf Dänisch vorzustellen, da ich aber ja Deutsch spreche schlug sie vor, dass ich einer Klasse auf Deutsch das Schulsystem in Deutschland erkläre. Ich bemitleide die Schüler schon so, die verstehen sicher nichts! Naja, auf jeden Fall habe ich kurz mit ihr zwei Sätze auf Deutsch geredet und das letzte Mal, dass ich so direkt in einem Gespräch mit jemandem der Deutsch wirklich beherrscht geredet habe, ist einen Monat her und zwar mit Lucca und Laura. Dass ich mit eriner Person die ich nur kurz kenne Deutsch geredet habe ist jetzt gut drei Monate her. Das war soo ein seltsames Gefühl und ich habe mich nicht so locer gefühlt beim sprechen, weil ich echt konzentriert sein musste (-> Zunge verknotet sich nämlich total).

Es ist echt gerade total schön hier und ich schaue mit riesen Vorfreude auf das Mittelseminar (nach vier Monaten eher Drittelseminar) in ungefähr drei Wochen in Odense mit aaallen anderen Austauschschülern. Ich freue mich so die alle wieder zu sehen und zu reeeedeeen. Ganz viel. Alles wa sdie erlebt haben 🙂 Leider sind das nur ein mini Freitagabend und Samstag-Sonntag, aber ich bleib einfach ganz lange wach um so viel Zeit mit allen wie möglich zu haben höhö 🙂

Für die Weihnachtszeit biin ich schon mit Klassenkameraden zum dänische Weihnachtspezialitäten (von denen ich ehct noch NIE gehört habe) backen verabredet, das wird sicher meega schön. In der Schule bin ich einmal wöchentlich jetzt dabei die Kostümefür das groosse Musiacl im Januar zu basteln und nächstes Wochenende auch von 10-15 Uhr, echt lang, aber so viele liebe Menschen und ganz viele Kostüume die gemacht werden müssen 🙂 Achja wir führen Grease auf, in unserem rieeesigen Thatersaal, der so richtig nach unten geht mit roten Sitzten und so, irgendwann kommt hier ein Foto davon! Ich versuch es mal hier demnächst einzufügen: (Foto vorstellen haha)

In meiner Gastfamilie bin ich wirklich zu Hause, ich habe alle wirklich liebgewonnen und ich kann es mir noch gar nicht vorstellen wie komisch das in acht Monaten ohne sie sein wird. Deshalb lass ich das und geniesse die Zeit mit diesen super tollenMenschen 🙂

Ansonsten war es das mal wieder von mir, ich hoffe ihr verzeiht mir die mangelnden Fotos,

ihr hört von mir!

Lilli <3

Bitte überseht die Fehler genau wie ich, Deutsch ist echt schwer 😉