Noch knapp einen Monat…

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern wie ich am Anfang meines Austauschjahres stand und dachte das ein Jahr eigentlich ja schon sehr lang ist. Jetzt sitze ich hier und schreibe einen Blogeintrag über meinen letzten Monat hier in Norwegen.

Die Zeit verging wie im Flug und ich glaube es wir sehr schwer für mich in einigen Wochen mein Zuhause zu verlassen um wieder nach Hause zu kehren.  Ich habe mich hier so eingelebt und für mich persönlich kann ich nur sagen das mein Austauschjahr für mich ein voller Erfolg war und ich es wirklich nicht bereue nach Norwegen gegangen zu sein.

So langsam merkt man aber auch das es wieder Ernst wird. Man plant die letzten Wochen und irgendwie sind da noch soooooo viele Dinge die man erledigen möchte und das in nur so kurzer Zeit.. Alle wollen noch einmal etwas mit einem unternehmen und das ist natürlich auch gut so.

Ich habe jetzt noch ungefähr 3,5 Wochen Schule und eigentlich nur noch eine große Prüfung. Momentan bin ich hier in Norwegen in der 12 Klasse und da ist das zum Ende des Schuljahres so das man mindestens in einem Fach zum Examen muss entweder mündlich oder schriftlich, das ganze wird ausgelost. Da ich nicht für eine schriftliche Prüfung gezogen worden bin werde ich zum mündlichen Examen müssen und darüber bekomme ich am 11.6 bescheid und am FREITAG den 13 : D  habe ich dann meine mündliche Prüfung.. Das einzige was ich weiss ist das ich entweder in Latein, Englisch oder Mathe zum Examen muss, was das ganze natürlich nicht leichter macht : D

Momentan haben wir hier ein richtiges Wetterhoch und es scheint nur noch die Sonne und warme Temperaturen. Deswegen versuche ich momentan einfach nur noch meine letzte Zeit hier zu genießen und noch so viele Erinnerungen und Erfahrungen mit nehmen zu können wie möglich. : )

 

17 Mai :) – Norwegens Nationalfeiertag

Es war endlich so weit der 17 Mai ist gekommen. Ich hatte schon viel darüber gehört alle haben darüber geredet und es war schönes Wetter ich wachte sehr früh auf morgens und ich nahm den Zug nach Oslo recht früh am Morgen weil es an unser Schule ein Programm gab vor dem Abmarsch für den Umzug. Morgens um 8 ist an allen Norwegischen Schulen offizielles Flagge hissen und danach gibt es Frühstück und Reden und dann geht man in einem Festumzug durch die Straßen. Solche Umzüge gibt es eigentlich in jedem Dorf oder jeder Stadt. Und es ist normal für Schüler von der 1 bis zur 10 Klasse dort dann mitzugehen.

Alle Norweger haben ihre Traditionellen Trachten an oder Anzüge oder Kleider. Es muss auf jeden fall schick aussehen.

Wir bereits schon vorher mal erwähnt bin ich ja hier in der 12 Klasse und da ist es ja nicht mehr normal in einem dieser Umzüge mitzugehen.  Jedoch ist meine Schule eine der 4 videregående skole (also nur 11,12 und 13 Klasse) die in Oslo im Umzug mit geht.

Das ist immer etwas besonders für die Leute in der 13 Klasse die ihren Abschluss feiern, auch Russ. Vom 1 bis zum 17  Mai über tragen sie ihre rote Abschlusshosen, trinken viel  und machen viele verrückte Dinge.

Das spezielle am Umzug zum 17 Mai in Oslo ist das er wahrscheinlich der größte von allen mit über 110 Schulen. Man muss sich das ganze dann so vorstellen dass ganz Oslo voll ist mit norwegischen Flaggen, und alle haben sich herausgeputzt : D

In Oslo gibt es eine riesige Straße die vom Hauptbahnhof zum Schloss führt, diese Straße geht der Zug dann entlang, dann am Schloss vorbei wo die Königliche Familie steht der man dann zuwinkt. : D

 

Nach dem Umzug habe ich den tag mit meiner Gastfamilie beim gemütlichen Zusammen sein und grillen genossen.

Hier noch einige Bilder vom 17 Mai. 🙂

 

 

 

 

 

Szeged, Salat und Sentimentalität

Hallo Leute,

nach über vier Monaten melde ich mich mal wieder. Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet hab –  die Zeit verging so schnell und ich habe erst gar nicht realisiert, dass ich mal einen neuen Blogeintrag schreiben müsste 😀 Seit dem letzten Eintrag ist einiges passiert: Wir waren in Pécs (eine Großstadt in Südwestungarn), Budapest, auf dem höchsten Berg Ungarns.. Aber am besten fange ich mal von vorne an.

Wie gesagt waren wir in der Nähe von Pécs, ungefähr Mitte Februar. Da haben wir dann Bekannte meiner Familie besucht, die Zwillinge bekommen haben – sehr süß. Danach habe ich mich mit einer ATS aus Mexiko getroffen, mit der ich ziemlich gut befreundet bin und wir hatten einen super Nachmittag, an dem wir die Umgebung von Harkány (das ist das Dorf, in dem sie wohnt) ausgecheckt haben. Eine Woche später kam dann eines der Highlights meines Austauschjahres: Wir sind nach Budapest gefahren und haben uns da das Phantom der Oper angeguckt, das zu meinem absoluten Lieblingen zählt. Ich fand es super nett von meiner Familie, dass sie dafür die Tickets organisiert hatte, denn obwohl sie im Vergleich zu den deutschen relativ günstig waren (ca. 20 Euro pro Person), ist das immer noch viel für eine ungarische Familie, weil die Leute hier einfach viel weniger verdienen. Hier findet ihr Bilder von den atemberaubenden Kostümen und Kulissen.

Anfang März war dann mein Geburtstag, wegen dem eine gute Freundin, die auch ATS aus Deutschland ist, für eine Woche zu mir nach Szeged kam. Wir hatten Glück, weil genau in der Zeit auch der eine Turm des Szegediner Doms geöffnet war, so dass wir dann hinaufgestiegen sind. Die Aussicht war unglaublich –  das Wetter war einfach super!

Die Aussicht über Szeged in Richtung Stadt

Der Dom von vorne

Die Zelte vor dem Dom gehörten zu einer Ausstellung zur Erinnerung an das Hochwasser von 1970, wenn  ich das richtig in Erinnerung hab.

In die gleiche Woche fiel auch der Frauentag. Am Frauentag ist es in Ungarn üblich, dass die Mädchen von den Jungs Blumen geschenkt bekommen. Die Jungs aus meiner Klasse haben dann jedem Mädchen eine Blume gegeben und waren an dem Tag noch höflicher als sonst 😀

Ungefähr zwei Wochen später kamen dann ca. 10 Deutsche aus Brühl in der Nähe von Köln an unsere Schule, um an einem einwöchigen Austauschprogramm teilzunehmen. Als ich mich ihnen vorgestellt und erzählt hab, dass ich seit August in Ungarn lebe, wollten sie es zuerst gar nicht glauben! 😀 Ich hab dann an ihrem Stadtbesichtigungsprogramm teilgenommen und bei Verständnisproblemen übersetzt, was ein ziemlich gutes Gefühl war. Wir hatten dann ein paar schöne Tage zusammen, und jetzt im Mai sind die Ungarn für eine Woche bei ihnen in Brühl gewesen.

Außerdem war natürlich Ostern, was in Ungarn mit der Familie gefeiert wird. Zum typischen Essen am Samstag vor dem Ostersonntag gehören Salat, Schinken und Eier. Die ganze Familie trifft sich, wobei jeder etwas mitbringt (zum Essen) und alle unterhalten sich und feiern. Am Ostersonntag selbst gehen dann alle gemeinsam in die Kirche und es gibt dann entweder Lamm oder Hase, das kommt auf die Vorlieben der Familie an. Am besten gefallen hat mir die ‘locsolás’, also das ‘Begießen’ der Mädchen und Frauen durch die Männer mit Wasser oder Parfüm. Die männlichen Verwandten und Freunde kommen mit Wasser, sagen ein Gedicht auf und begießen das Mädchen dann ein bisschen, was ihr Schönheit fürs nächste Jahr bringen soll. Als Belohnung bekommen sie Schokolade, Geld oder auch einen Kuss auf die Wange.

Im April hatten wir Osterferien, und da meine Familie sehr reiselustig ist (also wirklich sehr, sobald sie Freizeit haben, packen sie die Koffer und setzen sich ins Auto), sind wir in den Norden von Ungarn gefahren: ins Mátra-Gebirge. Da sich dort auch der höchste Berg Ungarns, der Kékes mit 1015 Metern, und die Stadt Eger befinden, wurde der Ausflug natürlich für ein bisschen Sightseeing genutzt: Schließlich muss ‘a német kislány’ (das kleine deutsche Mädchen) alles sehen, was Ungarn zu bieten hat! Versteht mich nicht falsch, ich freu mich natürlich darüber, aber manchmal sind sie (die Ungarn) wirklich sehr patriotisch. In Eger stehen die Überreste einer von Ungarns wichtigsten Burgen. Wie ihr vielleicht wisst, haben die Türken im 16. & 17. Jahrhundert für 150 Jahre in Ungarn geherrscht, was man auch heute an den teilweise aus dieser Zeit erhaltenen Gebäuden sieht. Bis die Türken wirklich die Übermacht in Ungarn hatten, gab es einige Schlachten bei den verschiedenen Burgen Ungarns, bei denen die Ungarn meisten verheerende Verluste erlitten. Eine Ausnahme bildet die Schlacht von Eger im Jahre 1552, wo die Ungarn gegen eine Übermacht von Türken siegten. Gárdonyi Géza (auf deutsch würde man Géza Gárdonyi schreiben, aber auf ungarisch schreibt man die Namen umgekehrt) hat darüber das Buch ‘Egri csillagok’, die Sterne von Eger geschrieben, welches bis heute sehr beliebt ist in Ungarn und außerdem zur Pflichtlektüre in den Schulen zählt. Ich habs auch gelesen, es ist ganz interessant, aber auch ziemlich patriotisch. Die Burg ist jedenfalls nicht soo gut erhalten, aber dafür gibt es noch Tunnel unter der Erde, in denen sich die Soldaten aufhielten. Sie haben uns demonstriert, wie es war, als Teile der Burg über den Tunneln eingefallen sind (wenn ich das richtig verstanden und in Erinnerung habe :D) und die Soldaten dadurch in den Tunneln eingeschlossen waren – ohne Licht, nur mit den Kampfgeräuschen über ihn. Es war ziemlich beeindruckend.

Der Stein auf dem Gipfel des Kékes

Links sieht man Teile der Burg

Danach, gegen Ende April, waren wir mit YFU in Prag – das war absolut eines der Highlights meines Austauschjahres. 17 ATS, zwei Teamer, ein Fremdenführer und ein Busfahrer. Wir sind für 4 Tage unterwegs gewesen und es war super. Prag ist eine wunderschöne Stadt, die zu besichtigen sich auf jeden Fall lohnt! Unterwegs haben wir noch in Bratislava und in Lednice angehalten und dort für jeweils zwei Stunden Sehenswürdigkeiten besichtigt. Als wir in Prag waren, haben wir am ersten Tag eine Stadtbesichtigung gemacht, die allen gut gefallen hat, aber leider ein bisschen lang war – das hätte man besser einteilen können. Aber es hat sich natürlich gelohnt. Wir haben uns die Prager Burg mit dem St-Veits-Dom, die Karlsbrücke, einen Park, den Judenfriedhof und die alte Synagoge und noch weitere Bereiche der neueren Stadtteile angeguckt. Und natürlich Prager Bier probiert 😀

Als ich dann wieder in Szeged war, ging es nach einer Woche auf Klassenfahrt, welche uns noch mal nach Pécs führte. Es war ziemlich cool, für mehrere Tage so mit meinen Freunden zusammen zu sein, auch wenn es am ersten Abend so super kalt war, dass sich die meisten erkältet haben. Auf dem Weg nach Pécs haben wir in Mohács angehalten, ein Ort, bei dem im Jahre 1526 ca. 24000 Ungarn gegen die Türken gefallen sind. Da standen ziemlich viele ‘Säulen’ aus Holz, in die Gesichter und Muster geschnitzt waren. Ein Mann hat uns für ungefähr anderthalb Stunden herumgeführt und die Führung war ziemlich langweilig (‘Wir Ungarn sind fürs Vaterland gestorben, der Türke hat uns angegriffen, unser tapferer König Lajos II. …). Aber das restliche Programm der Klassenfahrt ging klar, so dass es sich gelohnt hat, mitzukommen.

Seitdem ist nicht viel passiert. Der Alltag beherrscht mein Leben und es ist nicht mehr alles so aufregend und spannend wie noch im September. Ich habe noch ungefähr 30 Tage hier in Szeged, wir werden noch einmal ans Meer in Kroatien fahren und dann gibt es noch ein YFU-Camp, bis zum 13.6. hab ich noch Schule, außerdem gibt es noch eine Ungarisch-Sprachprüfung, auf die ich mich vorbereiten muss… Ich bedauere einerseits, dass meine Zeit hier zu Ende geht, aber andererseits möchte ich auch nach Hause, da meine Familie, meine Freunde, mein Hund mir alle fehlen. Und ich weiß, dass ich gleichzeitig hier Familie und Freunde zurücklasse, Leute, die mir sagen, dass ich doch noch ein Jahr bleiben soll, die mit mir lachen und mich mögen, obwohl wir einander zuerst fremd waren. Aber ich weiß, dass ich irgendwann zurückkommen werde, auch wenn ich den Zeitpunkt noch nicht kenne.

Bis dahin,

sziasztok barátaim, majd írok

Linda

 

Moin Moin!!
Hallo nochmal ..Ich schreibe nach viel Tagen. Die Zeit läuft so schnell. Alles war so schnell vorbei.
Nur 1 Monat ….das recht nicht. Ich denke immer diese ein Jahr war wie ein Wetter. Es wechselt so schnell. Nach Weihnachtszeit alles war so schnell.

Es war richtig Geil alles zu erfahren. Es war total ein andere Erfahrung. Für ein Austauschjahr man braucht Ein JAHR EIN LEBEN und EIN LÄCHELN. Das Recht!!!
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In jeder gute und schlechte Zeit braucht man Glück und ein gute Mut. Das beides war immer mit mir.
Ich hatte die beste Gastfamilie, die hat mir immer geholfen. Es war so schön mit die zu reden, diskutieren und lachen.

Freundschaft ….es dauert immer ein richtige Freundschaft zu suchen aber am Ende Geduld ist wichtig. Wenn man Geduld ist, bekommt man alles, war er will. In Leben geduldig bleiben ist auch wichtig. Bei immer war auch so es hat gedauert aber es klappt. Ich habe ein beste FREUNDSCHFT, die würde ich nie in meinem Leben verlieren.

Das ist ein Austausch, wo man lernt so viel Dinge.
IN SCHREIBUNG ES IST UNMÖGLICH ZU ERZÄLEN ….für das soll man nur erfahren.

DEUTSCHLAND!! Geile Zeit….Ich würde züruck fahre aber in der Teil meines Herz würde alles immer in meinem Leben bleiben. Danke schön für alles. Ich würde meiner Familie Gastfamilie bedanken.Ohene die das alles war unmöglich. YFU und PASCH Ihre seid super toll!! Ohne euch es ist unmöglich diese Welt so bunt zu sehen.

DAS WELT IST BUNT!!!

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Rio de Janeiro : Zuckerhut,Ipanema,Niterói.. und ein wenig Melancholie

Hallo meine Lieben,

hier kommt wie versprochen mein Post zu meiner Woche in Rio de Janeiro :). Los ging es letzte Woche Dienstag Nachmittag von unserem Flughafen in Ilhéus nach Belo Horizonte und dann -mit 2 1/2 Stunden Verspätung und insgesamt 4 1/2 Stunden Wartezeit- weiter nach Rio de Janeiro,wo wir letztendlich 23.30 ankamen und von unserem Onkel abgeholt wurden. Dieser wohnt zusammen mit seiner Frau und seinen 2 Kindern in Niterói, eine super schöne Nebenstadt von Rio de Janeiro. Da es schon so spät war haben wir nur noch fix Lasagne gegessen und sind dann ins Bett gefallen. 🙂

Am nächsten Tag ging es frühs schon wieder los,denn wir sind alle zusammen mit der Fähre in das Zentrum von Rio de Janeiro gefahren und oh mein Gott,es ist einfach riiiieeeesiiiig,wirklich richtig richtig riesig mit unzählig vielen Geschäften und Menschen,ich weiß wirklich nicht wie die Leute dort noch wissen wo sie sind. Jedenfalls sind wir durch sämtliche Straßen und Gassen,an Ständen vorbei,haben noch unterwegs was gegessen und die Zeit ist einfach nur so verflogen,sodass wir auch schon bald wieder zurück sind,denn Nachmittags nach der Arbeit beginnt die Rush Hour und da ist einfach alles noch mehr überfüllt. Aber man muss,egal zu welcher Tageszeit,wirklich auf seine Sachen aufpassen – in unserer unmittelbaren Nähe wurde ein Mann beklaut, aber zum Glück war die Polizei da und in den Menschenmassen findet man auch immer wieder Polizisten, die besondern auf Märkten oder Hauptstraßen für Sicherheit sorgen. Ich kann euch dennoch beruhigen – Mir ist die ganze Woche über nichts passiert,man muss halt nur ein wenig aufpassen.

Am nächsten Tag bin ich dann zusammen mit meiner Cousine und 2 Tanten von mir durch Niterói gefahren und sie haben mir alles mögliche gezeigt, wie zum Beispiel das Kunstmuseum mit moderner aber teilweise sehr fragwürdiger Kunst haha und danach die Strände,wo aber leider unmittelbar das Abwasser reinfließt. Außerdem gibt es in Niterói einen Stadtpark und es war allein schon eine Herausforderung ihn zu finden,denn um dorthin zu kommen muss man durch sämtliche Gassen hin und her und dann ein ganzes Stück im Kreis nach oben fahren,aber es hat sich eindeutig gelohnt. Die Aussicht dort oben ist einfach wunderschön!

Als wir Abends zurück sind, wurden wir noch mit diesem wunderschönem Himmel belohnt:

Einfach der Wahnsinn oder? Als wir in der ersten Nacht vom Flughafen nach Niterói gefahren sind, mussten wir über eine ganz lange Brücke und von dort aus konnte man auf der einen Seite den Cristo Redentor ganz weit über den Häusern leuchten sehen,das war unglaublich.

Am nächsten Tag waren wir alle zusammen shoppen und am Abend bin ich mit meiner Cousine und einer Freundin von ihr süße Pizza essen gegangen und ich habe mal wieder gemerkt wie offen und wie herzlich die Brasilianer sind,denn ich wurde von ihren Freunden vorher begrüßt als würden wir uns schon ewig kennen und später beim Essen war es auch so,als wäre es schon immer so gewesen,wisst ihr was ich meine? Ich hab einfach sofort dazu gehört und das tut unheimlich gut. 🙂

Am nächsten Tag sind wir dann direkt nach Rio de Janeiro in die Stadt und dort hat meine Schwester zuerst alte Bekannte wieder getroffen und danach sind wir zu meiner anderen Tante. Sie hat sich riesig gefreut uns wieder zu sehen, obwohl wir uns erst vor einer Woche gesehen hatten. Kurz nachdem wir angekommen sind hat sie mir ein Tshirt aus Rio geschenkt,worüber ich mich natürlich riesig gefreut habe 😀 Aber es sollte noch besser kommen, denn am Sonntag ging es erst richtig los. Früh am Morgen sind wir los und unser erstes Ziel war der Wald/Park der Stadt, welcher wirklich mittendrin liegt und richtig hübsch ist und sogar einen Wasserfall hat. Wir sind mit dem Auto durchgefahren und haben immer mal angehalten,man kann jedoch auch durchlaufen oder Fahrrad fahren,was sicher auch richtig genial ist.

Danach sind wir weiter durch sämtliche Stadteile,an zahlreichen Stränden und Shoppingcentren vorbei und als es schließlich Mittag war sind war ganz lecker im “La Mole” essen gegangen und oh mein Gott,es war so unglaublich lecker und die Bedienung war wirklich spitze! Unser Tag war aber lange noch nicht vorbei, denn danach ging es an das andere Ende der Stadt zu den anderen Stränden : Sao Conrado, Ipanema,Copacabana… unglaublich schön,aber dementsprechend auch viele Menschen dort und direkt daneben riesige Hochhäuser aneinander gereit. Wir sind aber nur vorbei gefahren,denn meine Tante hatte noch eine Überraschung geplant,von der ich nicht mal ansatzweise etwas geahnt hatte. Auf dem angeblichem Weg nach Hause hat mein Onkel auf einmal angehalten und ich dachte ich sehe nicht richtig – wir standen vor dem Zuckerhut (Pao de Acucar) Wie genial ist das denn bitte? Also haben wir ganz fix Eintrittskarten gekauft und dann ging es auch schon mit der Seilbahn hoch. Zunächst auf den Morro da Urca, hier war die Aussicht schon einfach gigantisch, und dann auf den Pao de Acucar, welcher 395 Meter hoch ist und mich einfach komplett überwältigt hat. Es ist einfach riesig und die Aussicht…WOW! Ihr habt sicherlich schonmal irgendwo im Internet davon Bilder gesehen,aber wenn man selber oben steht und runter schaut ist das nochmal eine ganz andere Welt und einfach atemberaubend! Damit hatte sich ein riesiger Traum von mir erfüllt und ich kann es immer noch nicht glauben,dass ich wirklich ganz oben war.

Nach diesem Spektakel waren wir dann noch die Mutter meiner Tante besuchen und anschließend Pizza essen (die brasilianischen Pizzen sind soooo gut!). Danach bin ich nur noch ins Bett gefallen,denn am nächsten Morgen mussten wir schon um 7 Uhr beim Check-In am Flughafen sein und sind nach stundenlangem fliegen Mittags (endlich) erschöpft angekommen.

 

Rio de Janeiro war definitiv ein Highlight in meinem Auslandsjahr und gerade weil ich nur noch wenige Tage habe,fehlt es mir nach diesem Erlebnis noch schwerer loszulassen. Ich glaube ich werde erst am Flughafen in Deutschland realisieren,dass meine Zeit hier (für’s Erste) vorbei ist, dass ein Teil meines Lebens vorerst nich mehr ganz existiert. Als ich herkam dachte ich,dass dieses Jahr eine Herausforderung für mich ist, aber die wahre Herausforderung beginnt erst,wenn es vorbei ist 🙁

Was ich aber eigentlich sagen will: Wenn ihr die Chance habt ein Auslandsjahr zu machen,dann nutzt sie! Es wird sicherlich nicht bei allen “Das Beste Jahr deines Lebens”, aber hey – so ist das Leben. Es gibt immer gute und schlechte Tage, aber die Kunst ist es immer das Beste daraus zu machen. Ich habe auf meinem Weg hier so wundervolle Freundschaften geknüpft,eine völlig andere Kultur kennengelernt,eine völlig neue Sprache erlernt und habe ein zweites Zuhause am anderem Welt gefunden und glaubt mir sowas ist einfach unbezahlbar. Hätte ich die Chance würde ich gleich noch 1 Auslandsjahr dranhängen oder 2,3,4… einfach weil ich so glücklich bin,weil ich so ein Glück habe und dieses Gefühl gibt mir jetzt schon die Gewissheit,dass ich eines Tages zurück kommen werde 🙂

 

Dies war wahrscheinlich mein letzter Eintrag aus Brasilien und ich werde euch dann nächsten Monat alles über meinen Abschied und natürlich auch meine Ankunft in Deutschland berichten.

Beijos e um abraco, Marie-Louise